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Von Hand füttern war gestern

tierisch_pferdestallBreitenbrunn - Artgerechte Pferdehaltung kombiniert mit hochmoderner Technik: Das garantiert der Brockhof in Breitenbrunn (Oberpfalz). Seit November 2008 ist dort ein sogenannter Hit-Aktiv-Stall in Betrieb - voll automatisch und einzigartig in der Region. Enge Boxen und dunkle Stallgassen waren gestern.

Die Haflingerstute Miri ist eines von insgesamt acht Pferden, die den hochmodernen Hit-Aktiv-Stall auf dem Brockhof bewohnen. Das bedeutet: Miri hat ein Band mit einem Elektrochip um den Hals. Wenn sie Hunger hat, stellt sie sich an einer von vier Boxen an. Dort kann sie bis zu 24 Mal am Tag Heu fressen.

Alles funktioniert komplett computergesteuert. Ein Sensor in der Box erkennt jedes Pferd und gibt ihm die entsprechende Portion. Während Miri frisst, steht schon wieder das nächste Pferd an.  Der große Vorteil: Die Tiere sind den ganzen Tag in Bewegung. Auch vom Kraftfutter bekommt Miri stündlich eine Portion. Die muss sie sich allerdings erarbeiten: Miri muss jedes Mal um den Block laufen, um zur Futterstelle zu kommen. Auch hier erkennt ein Sensor den Chip an Miris Hals und gibt ihr die entsprechende Ration.

Miri fühlt sich inzwischen pudelwohl im neuen Offenstall. Doch bis dahin kann es mitunter ein langer Weg sein: Denn, wie beim Menschen auch, dauert es unterschiedlich lang, bis die Tiere das computergesteuerte Fütterungssystem verstehen.

Bis zu 20 Pferde sollen den Offenstall eines Tages bewohnen. Für die Halter lohnt sich die Umstellung auf jeden Fall. Die Tiere werden ausgeglichener. Das zeigt das Beispiel Miri: Sie kann inzwischen als Schulpferd auch bei Reitanfängern eingesetzt werden. Ihre frühere Nervosität ist im Offenstall stark zurückgegangen.

GT/tvaktuell.de

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