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Tierschutzverein muss Katzenhaus komplett selbst finanzieren

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Silvia Gruber, Vorsitzende des Tierschutzvereins Dachau. Foto: Schäfer

Dachau - Der Tierschutzverein Dachau muss sein neues Katzenhaus selbst finanzieren. Kosten: 450 000 Euro. Weder der Landkreis noch die Gemeinden beteiligen sich.

Der Tierschutz ist eine kommunale Pflichtaufgabe. Das bedeutet, dass die Gemeinde etwa für die Unterbringung und Versorgung von Fundtieren sorgen muss. Der Tierschutzverein Dachau hat seinen Zuschussanträgen deshalb einen Vorschlag angefügt, wie der Anteil der Kommunen umgelegt werden könnte. Der Landkreis sollte 50.000 Euro zahlen, die Stadt Dachau 60.000, die Gemeinde Karlsfeld 30.000 und alle anderen Gemeinden 10.000 Euro - ausgenommen Odelzhausen und Pfaffenhofen an der Glonn, mit denen der Verein seit Jahren im Clinch liegt. Der Tierschutzverein hatte zu diesem Zeitpunkt schon 180.000 Euro über Spenden beisammen. Mittlerweile ist diese Summe auf 200.000 Euro angewachsen.

Aber auch den Rest muss wohl der Tierschutzverein irgendwie zusammenbekommen. Denn die ersten Absagen von den Gemeinden kommen bereits per Gemeinderatsbeschluss. Wie Harald Mundl, Bürgermeister der Gemeinde Weichs, mitteilte, haben sich die Bürgermeister der Landkreisgemeinden in Dienstbesprechungen darauf geeinigt, eine Kooperation mit dem Tierheim Lechleite in Friedberg anzustreben. Dort gebe es noch Kapazitäten, begründen die Gemeindechefs ihr Nein zur Finanzierungsbeteiligung.

Der Tierschutzverein Dachau klagt seit Jahren, dass das Tierheim überfüllt sei. „Gebaut wird erst, wenn die 450.00 Euro gesammelt sind”, bekräftigte Silvia Gruber. „Eine Darlehensaufnahme wird nicht stattfinden.” Im neuen Katzenhaus, so es denn gebaut wird, sollen 50 Tiere untergebracht werden können. Vorgesehen sind außerdem drei Quarantäneräume und zwei Räume für Untersuchungen.

mm

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