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Tierquälerei bei Wiesenhof

130602HAN104Twistringen -  Beim Geflügelzüchter Wiesenhof hat es einem Medienbericht zufolge gravierende Verstöße gegen Tierschutzgesetze gegeben. Wie das ARD-Magazin «Report Mainz» berichtet, sollen auf einer Farm des Unternehmens im niedersächsischen Twistringen rund 25 000 Hühner und Hähne dicht gedrängt und ohne Tageslicht auf ihrem eigenen Kot gehalten werden. Täglich verendeten etliche Tiere, hieß es.

Report Mainz auf youtube.com

Weitere Informationen im Forum von tierfreunde.de

Videoaufnahmen, die der Redaktion vorliegen, zeigen zudem Mitarbeiter der Farm, die die Hühner ohne Grund treten, schlagen und mit brutaler Gewalt in Transportkisten schleudern. Weitere Aufnahmen zeigen, wie die Mitarbeiter Hühnern ohne vorherige Betäubung unter anderem durch Herumschleudern das Genick brechen.

Außerdem dokumentiert das Material, dass die Tiere im Oktober 2009 brutal für den Abtransport zum Schlachthof verladen wurden. Hühner wurden am Hals gepackt und mehrere Meter weit gegen Wände geworfen. Transportkisten, gefüllt mit Hühnern, wurden aus großer Höhe auf einen LKW geworfen.

Der Wiesenhof-Konzern hat dem Magazin gegenüber bereits die Tierquälereien eingeräumt und personelle Konsequenzen gezogen. Die Tierrechtsorganisation PETA will dennoch nach eigener Aussage Strafanzeige gegen Wiesenhof stellen. Am Dienstag will die Organisation dazu nähere Angaben auf einer Pressekonferenz machen.

Der Wiesenhof-Konzern wurde 1965 in Rechterfeld im Landkreis Vechta gegründet. Er gehört heute zur PHW-Gruppe. In Niedersachsen gibt es fünf Wiesenhof-Standorte, in ganz Deutschland 15. Markenzeichen von Wiesenhof sind die so genannten «Goldhähnchen». Wiesenhof erzielte 2008 einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

(ddp)


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