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In seinem jungen Leben viel mitgemacht

miro1Die Tierheime sind voll, überall werden Tierfreunde gesucht, die einen Vierbeiner bei sich aufnehmen können. Hin und wieder werden hier Hunde vorgestellt, die auch auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind.

Die traurige Geschichte von Miro hat vorerst ein glückliches Ende gefunden: Er ist knapp sieben Monate alt und hat schon sehr viel mitgemacht in seinem jungen Leben. Er wurde mit seinen Geschwistern ohne Mutter auf den Straßen Rumäniens gefunden und musste mit der Flasche großgezogen werden. Während seine Geschwister sich prima gemacht haben, litt Miro plötzlich an einer Nervenkrankheit , das heißt er war innerhalb weniger Tage total gelähmt, konnte nicht mal mehr den Kopf heben, nur noch die Augen konnte er bewegen.

Er sollte eingeschläfert werden, aber zum Glück entschied man sich, sehr aufwändige und teure Untersuchungen in zwei Tierkliniken  durchzuführen. Es hat sich gelohnt: Mit den richtigen Medikamenten und der liebevollen Fürsorge einer Tierschützerin, die ihn Tag und Nacht alle zwei Stunden gefüttert hat, machte er nach und nach kleine Fortschritte - wie ein Wunder (daher sein Name).

Danach ist er noch fleißig zur Physiotherapeutin gegangen, und heute merkt man dem Kleinen gar nicht mehr an, dass er so viel mitgemacht hat.

miro2Miro wohnt inzwischen bei der Tierschutzbrücke München, die ihn hierher mitgebracht hatte. Jetzt geht es ihm so gut, und er war auf Dauer stabil, dass es endlich Zeit wird, dass er sein eigenes Zuhause bekommt, wo er alle Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommt, die er verdient hat.

Er ist geimpft, muss noch kastriert und gechipt werden. Hundeschule dürfte nicht schaden, denn Miro ist wirklich sehr intelligent und aufmerksam, das macht ihm sicher viel Spaß. Manchmal bellt er noch andere Hunde oder Menschen an, aber nur weil er Angst hat und unsicher ist.

Vermutlich ist er ein Labrador- oder Collie-Mischling ist, er dürfte etwa 50 Zentimeher Schulterhöhe groß werden.

Interessenten können  Miro gerne nach Absprache kennenlernen. Die Kontakttelefonnummer lautet: 089-981760 .


totoFür den Mischling Toto, der an den Hintgerbeinen gelähmt ist, aber trotzdem voller Lebensfreude steckt, wird dringend ein Pate gesucht. Weitere Informationen gibt es im Forum von tierfreunde.de.

Happy End für den Welpen aus der Mülltonne

welpeflasche

© birgit lang Alle zwei Stunden wird das süße Hundebaby mit einer Spezialmilch gefüttert. Foto: Birgit Lang

Erding - Unbekannte hatten das Hundebaby in einer zugeknoteten Tüte einfach weggeworfen. Jetzt kümmert sich der Tierschutzverein um den süßen Welpen.

Es ist kurz nach Mitternacht. Marion Zettl (42) aus Erding macht sich gerade bettfertig. Doch ihr Hund Pauli (3) ist unruhig. Immer wieder spitzt der Mischlingsrüde die Ohren, schaut durchs Fenster Richtung Müllplatz, kratzt auf dem Boden herum. „Ich wusste gar nicht, was los ist. Aber Pauli wollte unbedingt nochmal raus, deshalb habe ich mit ihm noch eine Runde um den Block gedreht”, sagt sein Frauchen. Damit rettete Pauli einem kleinen Hundebaby das Leben!

Unbekannte hatten neugeborenen Welpen in der Nacht auf Mittwoch in eine Plastiktüte gesteckt und in eine Mülltonne im Brunnenweg geworfen. Nur 20 Meter entfernt liegt das Haus von Familie Zett. „Kaum waren wir zur Haustür raus, hat Pauli mich wie wahnsinnig zum Müllplatz gezogen und an einer Tonne gekratzt”, berichtet Marion Zettl. Dort hört sie ein leises Fiepen und Jammern, wie ein Kätzchen. „Ich habe die Tonne aufgemacht und gesehen, dass es aus einer verknoteten Plastiktüte kommt.”

Marion Zettl traut sich nicht, die Tüte aufzumachen. „Es war ja mitten in der Nacht, und ich war ganz alleine.” Kurzerhand ruft sie die Polizei. Auch die Beamten sind entsetzt, als sie die Tüte öffnen: Darin liegt ein kleines Hundebaby! „Ich war fix und fertig. Als ich zu Hause war, musste ich erst mal weinen. Wie kann ein Mensch nur so grausam sein?”, fragt Marion Zettl fassungslos.

Das Hundebaby wird nun rund um die Uhr vom Tierschutzverein versorgt. Zwischendurch verschlechterte sich sein Zustand dramatisch: Der Kleine hatte sich in der kühlen Nacht eine Erkältung eingefangen, musste mit Antibiotikum und Infusionen behandelt werden. „Mittlerweile sind wir aber ganz zuversichtlich. Er trinkt auch schon wieder ordentlich”, sagt Tierärztin Christa Ruf. Gemeinsam mit ihrer Freundin Angelika Schöner päppelt sie den Welpen auf. Ein Fulltime-Job: Alle zwei Stunden kriegt er ein Fläschchen mit einer speziellen Aufzuchtsmilch, dazu muss er warmgehalten werden und braucht viel Ruhe.

Ein neues Zuhause für den namenlosen Welpen ist schon gefunden: Eine Familie vom Bund Naturschutz wird den Kleinen aufnehmen, wenn er acht Wochen alt ist und sich sein Zustand normalisiert hat. Von den Tätern dagegen gibt es noch immer keine Spur, die Polizei ermittelt. Der Tierschutzverein geht davon aus, dass die Mutter des Welpen noch mehr Babys geworfen hat. Was mit ihnen geschah, ist ungewiss. Marion Zettl ist mit ihrem Pauli am nächsten Tag vorsichtshalber auch die anderen Müllplätze in der Umgebung abgelaufen: „Er hat aber nicht mehr angeschlagen.” Sie drückt dem kleinen Hundebaby jetzt ganz fest die Daumen: „Der arme Kerl musste so viel mitmachen. Hoffentlich schafft er das!”

Christina Schmelzer/tz


Neugeborener Welpe in Mülltonne gefunden

welpe

Dieser Welpe wurde kurz nach seiner Geburt in den Müll geworfen. Foto: kn

Erding - Ein besonders grausamer Fall von Tierquälerei ist in Erding begangen worden: Unbekannte haben in der Nacht auf Mittwoch einen neugeborenen Hundewelpen, der noch nicht einmal abgenabelt war, in einer Mülltonne am Brunnenweg entsorgt. Passanten vernahmen gegen 0.30 Uhr klägliches Wimmern aus der Tonne. Sie sahen nach und fanden in einer zugebundenen Tüten das Hundebaby. Die Passanten alarmierten die Polizei, die wiederum den Tierschutzverein verständigte. Dessen Ehrenamtliche nahmen sich des bedauernswerten Viecherls an, versorgten es und brachten es an einen sicheren, warmen Ort. Dort soll es sich jetzt erholen. Vorsitzende Christa Manschek will nicht ausschließen, dass weitere Welpen dieses Wurfes auf diese perfide Weise entsorgt wurden. Hinweise unter Telefon 0 80 84/84 39.

ham/mm


Kriminelle Tierhändler

Es geht ganz schnell: Im Getümmel der City erobert ein niedlicher Welpe das Herz eines Hundefreundes. Die Polizei - und nicht nur sie - warnt vor Spontankäufen. Ihr Tipp: Wer einen Hund haben will, der soll ihn aus dem Tierheim holen.

Ein Bericht der Saarbrücker Zeitung

hugo1Saarbrücken - Er war ja so süß. Der kleine weiße Hund, ein putziger Spitzmischling, zog die Blicke selbst im Gedränge in der Bahnhofstraße auf sich. Eine saarländische Tierschützerin, die anonym bleiben möchte, sah den Welpen.

Die Frau, die ihn dabei hatte, spürte das Interesse. „Sie kam aus Polen. Das hat man gemerkt. Und sie fragte mich, ob ich Interesse an Hunden hätte”, sagt die Tierschützerin. Die wollte jetzt einfach wissen, was dahintersteckt. Sie ging mit der Frau durch die Bahnhofstraße. „Ich sollte ihr zu einem Mann folgen, der einen Welpen dabei hatte.” Dem war nicht so.

Der Mann hatte keinen Hund dabei - aber eine glasklare Forderung, was das Tier kosten sollte. „Er verlangte 200 Euro für einen Mischlingswelpen. Ich fand das unverschämt. Er sagte nur, das sei nun mal der Preis. Als ich nach den Bedingungen fragte, in denen der Welpe lebte, verstand er plötzlich kein Deutsch mehr.”

Für Rolf Borkenhagen, den Vorsitzenden der Tierversuchsgegner Saar, ist das ein weiterer Beweis für die schmutzigen Praktiken krimineller Hundehändler in Saarbrücken. „Das ist ein großes Problem. Sieben bis acht Anrufe pro Woche bei uns sind die Regel.

Einige kommen von Bürgern, die von diesen Leuten angesprochen worden sind. Andere Anrufer haben gesehen, was in der Bahnhofstraße passiert.” Borkenhagen sieht dort, aber auch am Staden, in der Kaiserstraße und am Beethovenplatz eine „sehr strukturierte Organisation” am Werk. „Da läuft ein riesiger Handel.

Am Anfang stehen Hundefabriken in Tschechien, Rumänien und vor allen Dingen Polen. Dort werden die Weibchen als Gebärmaschinen missbraucht und ausgelaugt bis zum qualvollen Ende. Wer die Hintermänner sind, die das große Geld machen, wissen wir nicht.” Dafür weiß Borkenhagen genau, was Tierfreunde tun sollten: „Auch wenn es mich bei diesem Ratschlag fast zerreißt: Kaufen Sie diese Welpen auf keinen Fall. Nur wegen solcher Käufe verrecken Tausende Hunde in Kofferräumen.”

Andere, die bis nach Saarbrücken überleben, leiden hier Höllenqualen. Augenzeugin Cornelia Wellhäuser: „Ich sah beim Blick auf die Untere Berliner Promenade eine Tasche, in der Welpen steckten. Als einige rauskrabbelten, stopfte sie eine Frau zurück und klopfte mit der Faust auf die Tasche.”

Wellhäuser sieht dieselben Händler bis heute am Werk. „Die Leute von damals sitzen definitiv noch in der Bahnhofstraße.” Weil die schwer zu packen seien, rät die Polizei zur Wachsamkeit. Ein Sprecher des Bezirks Saarbrücken-Stadt: „Rufen Sie die Polizei, wenn sie einen dubiosen Handel mit Hunden sehen. Kaufen Sie auf keinen Fall eines der Tiere. Damit es zu solchen Geschäften kommt, muss erst mal einer da sein, der bezahlt. Es gibt viele gute Adressen, um einen Hund zu kaufen - zum Beispiel die Tierheime -, nutzen Sie sie.”

Hinweise an die Polizei unter Telefon 0681/9 62 22 33.

Im letzten Moment gerettet

emma2Eigentlich sollte Emma noch wohl behütet bei ihrer Hundemama leben. Das Schicksal hat es aber nicht gut mit ihr gemeint. Auf einem Hof in Ungarn erblickte die schwarze Hündin das Licht der Welt. Mit sechs Wochen sollte ihr Leben zu Ende sein: Emmas Geschwister waren schon ertränkt worden, als zwei Tierfreunde aus München intervenierten. Sie nahmen Emma und ihren letzten lebenden Bruder mit nach Hause.

Ein junger Hund mit sechs Wochen befindet sich noch in der Prägungsphase. Nach der vegetativen Phase und der Übergangsphase beginnt diese Entwicklungsstufe etwa im Alter von vier Wochen. Augen, Nase und Ohren sind ab diesem Zeitpunkt voll entwickelt. Der Welpe lernt, mit Menschen, Geräuschen, optischen Eindrücken und seiner Umwelt umzugehen. Er lernt seine Sozialpartner kennen. Im Spiel mit Wurfgeschwistern findet er seinen sozialen Rang und testet sich und andere aus. In dieser Zeit werden seine Persönlichkeit und sein Temperament geprägt. Außerdem interessiert sich der junge Hund immer mehr für das Futter der Eltern. Bis zum Ende dieser Periode saugen die Welpen aber immer noch bei der Mutter.

emma3Diese Möglichkeit hat Emma natürlich nicht mehr. Sie frisst Welpenfutter und braucht viel Liebe und Geborgenheit. Natürlich setzt die neue Umgebung, das Fehlen der Mutter und der Geschwister Emma unter Stress. Mit viel Schlaf, Zeit und Ruhe gewöhnt sich Emma an das neue Leben.

Bald folgt die nächste Entwicklungsphase: die Sozialisierung zwischen der achten und zwölften Woche. Alles, was der Welpe jetzt lernt, lernt er fürs Leben. Normalerweise kommt der junge Hund in dieser Phase zu seinem Besitzer, und die Partnerschaft zwischen Hund und Mensch wird geprägt. Auch der Kontakt zu anderen Hunden, Tieren und Menschen sowie neue Erfahrungen in verschiedenen Umgebungen (Autofahren etc.) sind wichtig. Alle in dieser Zeit erfahrenen Unsicherheiten und Ängste sind nach dieser Phase kaum rückgängig zu machen und sitzen ein Leben lang fest in der Hundeseele. Deshalb ist es umso wichtiger, dass junge Hunde wie Emma, die viel zu früh von ihrer Mutter getrennt wurden, richtig behandelt werden.

emma4Informationen über die weiteren Entwicklungsphasen von jungen Hunden gibt es im Ratgeber.

So wird dein Welpe groß und gesund

welpeEndlich daheim! Jetzt muss der junge Hund sein neues Zuhause erkunden. Dazu braucht er Zeit und Ruhe. Je nach Temperament wird er das stürmisch und neugierig oder zurückhaltend und ängstlich tun. Sobald er alle Räume, die er später auch betreten darf, sowie Futter- und Schlafplatz beschnüffelt hat, muss etwas zu fressen auf den Tisch – dann fühlt sich das neue Familienmitglied gleich ein bisschen wohler. So verbindet der Welpe schnell: Hier gibt’s Futter, hier bin ich daheim. Nach dem Fressen geht’s noch eine Runde raus, bevor ein Nickerchen auf dem Programm steht.
Grundsätzlich gilt für die ersten Tage: Der Tagesablauf sollte ruhig und wenig hektisch sein. So kann sich der junge Hund an den neuen Tagesrhythmus und die Eigenheiten seines neuen Anführers gewöhnen.

Stubenreinheit – die erste Aufgabe
Sofort zur Stelle sein, wenn der Hund sein Geschäft verrichten muss – das ist der Schlüssel zur Stubenreinheit. In den ersten zwei bis drei Wochen sollte man den Hund nicht aus den Augen lassen. Dieser Einsatz lohnt sich, andernfalls kann es mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, bis der Hund stubenrein ist.
Der junge Hund muss sofort nach dem Fressen nach draußen. Der gefüllte Magen drückt auf die Blase, und der Welpe wird seinem Harndrang unmittelbar nach dem Fressen freien Lauf lassen. Außerdem heißt es „sofort raus“, wenn der Kleine aus dem Schlaf erwacht. Auch nachts sollte man ein Auge auf seinen neuen Mitbewohner haben. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund in Bettnähe schlafen zu lassen – und darauf zu achten, wann er wach wird. Eine Möglichkeit ist auch, den Hund in einer Kiste oder einem Korb schlafen zu lassen, aus dem er nicht alleine raus kommt. Weil er sein Lager nicht beschmutzen möchte, wird er winseln und versuchen, seinen Besitzer aufzuwecken.
Wo der Welpe „sich lösen“ darf, muss er von Anfang an lernen. Eine Wiese, auf der schon andere Hunde ihr Geschäft verrichtet haben, wird das Hundebaby animieren, es auch zu tun.

Die Entwicklungsphasen des jungen Hundes
(mit Auszügen aus „Hunde ernst genommen“ von Eberhard Trumler, Piper Verlag, 1989, 9. Auflage)

Vegetative Phase (1. und 2. Woche): Augen und Ohren sind noch geschlossen. Auch der Geruchssinn ist noch nicht wesentlich ausgebildet. Die ersten beiden Lebenswochen dienen in erster Linie der Gewichtszunahme: Der Welpe verdreifacht sein Gewicht.

Übergangsphase (3. Woche): Die Gehörgänge und Lidspalten öffnen sich, aber erst ab dem 17. oder 18. Lebenstag entwickeln sich Sehfähigkeit und Hörsinn. Der Welpe fängt an, seine Umwelt aktiv wahr zu nehmen.

Prägungsphase (4. bis 7. Woche): Augen, Nase und Ohren sind nun voll entwickelt. Der Welpe lernt in dieser Phase mit Menschen, Geräuschen, optischen Eindrücken und seiner Umwelt umzugehen. Er lernt seine Sozialpartner kennen. Im Spiel mit Wurfgeschwistern findet er seinen sozialen Rang und testet sich und andere aus. In dieser Zeit werden seine Persönlichkeit und sein Temperament geprägt. Außerdem interessiert sich der junge Hund immer mehr für das Futter der Eltern. Bis zum Ende dieser Periode saugen die Welpen aber immer noch bei der Mutter.

Sozialisierungsphase (8. bis 12. Woche): Alles, was der Welpe jetzt lernt, lernt er fürs Leben. In dieser Phase kommt er zu seinem Besitzer, und die Partnerschaft zwischen Hund und Mensch wird geprägt. Auch der Kontakt zu anderen Hunden, Tieren und Menschen sowie neue Erfahrungen in verschiedenen Umgebungen (Autofahren etc.) sind wichtig. Der Welpe ist neugierig, aufgeschlossen und lernfähig. Diese Eigenschaften sind bei der Erziehung von großem Nutzen. Der neue Besitzer, der die Aufgabe des Rüden im Rudel übernimmt, muss den Welpen sanft, geduldig und konsequent in seine Grenzen weisen. Allerdings sollte dies vorrangig spielerisch und weniger mit Dressur geschehen.
Alle in dieser Zeit erfahrenen Unsicherheiten und Ängste – oftmals durch falsche Behandlung - sind nach dieser Phase kaum rückgängig zu machen und sitzen ein Leben lang fest in der Hundeseele.

Rangordnungsphase (13. bis 16. Lebenswoche): Tadel und Strafe sind die Folge von Dingen, die der Hund nicht tun darf – und das lernt er am besten in dieser Phase. Der Autorität des Herrn muss er sich unterordnen, und von diesem Herrn kommt auch das Lob. Der Rudelführer „Mensch“ wird einer genauen Prüfung unterzogen. Es ist wichtig, dass der Welpe seine Grenzen erkennt und klare Regeln erkennt. Dann fügt er sich in seine Position in der Rangordnung ein. Der Hund lernt „Sitz“, „Platz“, „Komm“, dass er alleine zuhause bleiben muss und dass man Menschen nicht anspringen darf.

Rudelordnungsphase (5./6. Monat): Das Umgebungsbewusstsein manifestiert sich. Der Welpe festigt seine Stellung im Rudel. Wenn diese Position für ihn geklärt ist, schließt er sich besonders eng demjenigen an, den er als Rudelführer akzeptiert. Außerdem beginnt der Hund, selbstständig zu werden – und benötigt noch mehr Geduld und Konsequenz bei ständiger Wiederholung der bereits erlernten Aufgaben. Auch der Gebisswechsel fällt in diese Zeit.

Pubertätsphase (7. bis 12. Monat): Die Hunde werden geschlechtsreif: Der Rüde hebt erstmalig sein Bein, die Hündin wird zum ersten Mal läufig. Oft erlebt man richtigen Trotz und Flegelhaftigkeit beim jungen Hund. Er scheint alles bereits Erlernte einfach wieder vergessen zu haben. In dieser Zeit sollte man keinesfalls resignieren, sondern mit Konsequenz weiter mit dem Hund arbeiten.

Reifungsphase (12. bis 18. Monat): Der Hund hat seine Persönlichkeit entwickelt, ist psychisch ausgereift und kaum noch zu verändern. Dennoch bleibt der Hund lernfähig und lernwillig.