RSS
RSS    |    Sitemap

Alle Tags

Elefantenmädchen Jamuna Toni ist tot

jamutotMünchen - Der Schock sitzt tief: Die Ärzte mussten Elefantenmädchen Jamuna Toni am Montag einschläfern. So reagierten der Tierpark-Chef und die Pfleger auf die Katastrophe.

„Mir geht das nach. Uns allen, auch den Pflegern. Dem kann man sich nicht verschließen.” Mit belegter Stimme trat Tierpark-Chef Andreas Knieriem am Montag um 17 Uhr vor die Presse, um die traurige Nachricht zu verkünden: Jamuna, der quirlige Sonnenschein im Elefantenhaus, hat es nicht geschafft.

Seit Anfang Juni hatte das sechs Monate alte Elefantenkind zunehmend Schmerzen in den Vorderbeinen gehabt. Am Freitag brachte der Tierpark sie in eine Pferdeklinik in Gessertshausen nahe Augsburg, die über modernste Röntgentechnik verfügt und ein Tragesystem hat, in dem Jamuna stehen konnte, ohne die Beine zu belasten. Die für Ponys konzipierte Apparatur war noch in der Nacht umgebaut worden. Doch am Wochenende verschlechterte sich Jamunas Zustand dramatisch: Wie bei einer Glasknochenkrankheit, so Knieriem, seien neben den ursprünglich diagnostizierten Verschiebungen der Wachstumsfugen binnen Minuten zahllose weitere Brüche aufgetaucht - Hinweis auf eine schwere Stoffwechselkrankheit. Als auch noch eine Lungenentzündung hinzu kam, wussten die Ärzte: Man kann ihr nicht mehr helfen.
Die schwere Entscheidung traf eine achtköpfige Ethikkommission, berichtet Knieriem. Das Tierpark-Team sei dazu nicht in der Lage gewesen. „Wir waren zu nah an der Kleinen dran. Wir hatten immer das Gefühl: Die Hoffnung stirbt zuletzt.”

Man habe Jamuna „schlafen gelegt und ihr etwas gegeben, damit sie in Ruhe einschlafen kann”, berichtete Knieriem mit stockender Stimme. Alle Pfleger und Ärzte seien dabei gewesen. Knieriem kündigte an, man wolle eine Stelle im Elefantenhaus schaffen, wo trauernde Besucher Blumen zum Gedenken an Jamuna niederlegen können.

Im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung soll nun geklärt werden, was Jamuna krank gemacht hat. Die Ernährung sei als Ursache nicht auszuschließen, so Knieriem. Weil Mutter Panang sie nicht angenommen hatte, war Jamuna von den Pflegern mit der Flasche aufgezogen worden - mit der einzigen auf dem Markt verfügbaren Spezialmilch. „Aber alle Blutwerte waren in Ordnung”, sagt Knieriem ratlos. Auch ein Gendefekt könne die Erkrankung ausgelöst haben. Bereits 2005 hatte Panang eine Totgeburt. Ob sie Jamuna verstoßen hat, weil sie spürte, dass auch sie nicht gesund ist? „Die Gene spielen manchmal eigenartige Rollen”, sagte der Tierparkchef. Man kenne solche Fälle aus der Tierwelt. Es sei zu früh, darüber zu spekulieren.

Für die Hellabrunner Elefantenherde sei Jamuna sehr wichtig gewesen. Zum ersten Mal erlebten einige der Kühe ein Jungtier, begannen sich dafür zu interessieren. „Als wir Jamuna weggebracht haben, waren alle da und haben geschaut. Die waren recht aufgeregt”, berichtet Knieriem.
Knieriem hofft, dass die Besucher Hellabrunn weiter die Treue halten. Jamuna hatte im Dezember Besucherzahlen und Einnahmen deutlich wachsen lassen. Es gebe viele andere Attraktionen, und neuer Elefanten-Nachwuchs sei in Sicht, warb Knieriem: Elefantenkuh Temi wird in einem Jahr Mutter werden, bis jetzt verläuft die Schwangerschaft problemlos. Dennoch: „Wir wollen Jamuna nicht vergessen. Sie war die erste, und sie bleibt in unseren Herzen.”

www.merkur-online.de

Mysteriöser Tod von Kabarettist

kabarettist

Kabarettist (rechts) beschnuppert eine Stute. Foto: privat

Ismaning - Der mysteriöse Tod des wertvollen Zuchthengstes mit dem Namen „Kabarettist” hat den Matthof in Ismaning in einen Schockzustand versetzt (tierfreunde.de berichtete). Am Montag hatte der Stallknecht den Deckhengst der Ponyrasse Welsh B tot auf der Graskoppel gefunden.

„Er hatte ein tiefes kleines Loch auf der Stirn”, sagt Matthof-Besitzerin Birgit Matt (38). Die ersten Vermutungen, dass das Pony erschossen worden sei, sorgten für Angst bei den Einstellern. Geschürt wurde diese noch von dem Bericht eines Radiosenders, der vor einem Pferdeschänder warnte. „Das ist ein sensibles Thema”, sagt Züchterin Birgit Matt empört: „Einige Einsteller sind so verunsichert, dass sie überlegen, Nachtschicht bei ihren Pferden zu schieben.”

Die Polizei beruhigt: Der Zuchthengst Kabarettist starb weder durch einen Bolzenschuss noch durch ein Projektil. Zwar ist die Obduktion des Kadavers in der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität noch nicht abgeschlossen, die Untersuchungen dauern noch bis nächste Woche. Aber so viel steht fest: „Die Verletzung auf seiner Stirn ist durch stumpfe Gewalt hervorgerufen worden. Auch der Hufschlag eines anderen Pferdes wäre möglich”, erklärt ein Sprecher im Polizeipräsidium.

„Es ist eine Katastrophe”, sagt die Besitzerin des toten Hengstes, Dr. Christina Gerstmaier. Sie ist traurig: „Er hat mich sehr angesprochen und hatte sehr viel Potential.” Die österreichische Tierärztin, die sich gestern in Wien aufhielt, führt das Gestüt Zitna in Tschechien, von dem Birgit Matt den 16 Jahre alten Deckhengst im April geholt hatte. Vor Jahren war der gekörte Hengst, der in Zuchtkreisen bekannt ist und laut Polizei einen Wert von 10 000 Euro hat, Sieger der Hengstleistungsprüfung in München-Riem.

Acht Stuten sollte Kabarettist auf dem Matthof in Ismaning decken. „Wir waren mit den Bedeckungen eigentlich schon fast fertig und wollten ihn Ende Mai wieder nach Hause fahren”, sagt Matt: „Wir sind entsetzt und verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte.”

Sie hatte den ausgeliehenen Dunkelfuchs für den acht-Wochen-Aufenthalt in Ismaning lebensversichert. „Das ist absolut seriös, denn das Decken ist immer gefährlich.” Auf der Suche nach einer Erklärung für die seltsame Verletzung stellt sie fest: „Unter dem Versicherungs-Aspekt wäre es die beste Lösung, wenn der Hengst von einer Stute erschlagen worden wäre, denn gegen so etwas kann man nichts machen.” Gleichzeitig kann sie sich diese Variante kaum vorstellen: „Unsere Stuten sind nicht mit Hufeisen beschlagen.”

Kabarettist sei der beste Zuchthengst gewesen, den sie in 17 Jahren gehabt hätte: „Er hatte einen absolut liebenswerten Charakter und ließ sich sehr gut führen. Natürlich sind Hengste beim Decken triebgesteuert, das ist das Wesen eines Hengstes. Aber dieser Hengst hat auch auf die Stuten Rücksicht genommen.” Sie kann sich den Tod des Tieres nicht erklären: „Ich denke, dass absolut gezielt dieses Pferd Zielscheibe war. 50 Pferde standen auf der Koppel. Ich frage mich, warum ausgerechnet das einzige Pferd, das mir nicht gehört, tot ist.”

www.merkur-online.de

Auf der Homepage des Matthofs ist zu lesen:

“Im April liehen wir uns vom Gestüt Zitna in Tschechien den Bayrischen Prämienhengst Kabarettist als Deckhengst aus. Er hat hier zu Lande zwar wenige aber dafür bedeutende Nachkommen. Wir deckten hier bei uns acht Stuten mit ihm und hoffen, er konnte damit seine hervorragneden Gene weitergeben.

Wir waren mit den Bedeckungen eigentlich schon fast fertig und wollten ihn Ende Mai bereits wieder nach Hause fahren, als wir ihn am 17.05. tot auf der Koppel liegend fanden. Da er ein kleines aber tiefes Loch mitten auf der Stirn hatte lag der Verdacht nahe, dass es sich um einen Schuss handelte. So wurde auch sofort Polizei und Tierarzt informiert. Der Hengst kam nach polizeilicher Aufnahme und Spurensicherung in die Pathologie der Unitierklinik München, wo herausgefunden werden soll, was die genaue Ursache dieser seltsamen Verletzung ist.

Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass solch nicht alltäglichen Vorfälle von der Pressestelle der Polizei weitergegeben werden. Jedoch wie diese für uns alle unfaßbare Nachricht in den diversen Medien verunstaltet wird, reißerisch aufgebauscht und absolut falsch wiedergegeben wird, entbehrt jeglicher Pietät. Noch haben weder wir noch die Polizei den endgültigen Untersuchungsbericht!!!!

Wir vom MATTHOF sind immer noch völlig im Schockzustand und verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte. Falls es wirklich so kranke Kreaturen geben sollte, die ein so tolles Pferd hinrichten, sind das keine Menschen.

Wir sind sehr traurig, dass dieser Hengst, der ein so liebenswürdiges Wesen hatte und so wunderbar zu handeln war, nun tot ist. Gleichzeitig, hoffen wir aber, dass er sich noch einmal mit seinen Nachkommen aus unseren Stuten gut präsentieren wird.”


Ponyhengst auf der Koppel erschlagen

welshMünchen - 10 000 Euro war das Welsh-Pony wert, das am Montag auf einer Weide in Ismaning bei München getötet wurde. Der Deckhengst war erst kurz zuvor von einem Züchter aus Tschechien geholt worden. Das Tier wurde erschlangen.
Als der Züchter aus Ismaning am Montag auf seine Koppel kam, erwartete ihn eine entsetzliche Überraschung. Der Pony-Deckhengst, den er sich erst kürzlich von einem tschechischen Züchter ausgeliehen hatte, lag tot auf der Weide. Er rief sofort die Polizei. Die Beamten vor Ort gingen davon aus, dass das Pony mit einem Kopfschuss getötet worden war, diese Vermutung konnte eine Obduktion aber nicht bestätigen. Auf dem Seziertisch am Institut für Tiermedizin fanden die Mediziner heraus, dass das Tier durch stumpfe Gewalteinwirkung gestorben war. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei. Der Ponyhengst der Rasse Wels B, war 10000 Euro wert. Welshponys werden oft als Sportpferde für Kinder eingesetzt.

www.abendzeitung.de

Orca reißt Trainerin am Pferdeschwanz in die Tiefe

orca

Die getötete Tiertrainerin Dawn Brancheau bei einer Vorführung. Foto: picture alliance / landov/Orlando Sentinel

Orlando -. Tillikum wiegt knapp sechs Tonnen und ist als unberechenbar bekannt: Der Orca-Wal, zuhause im Meerestierpark SeaWorld in Orlando, war bereits an zwei tödlichen Unfällen beteiligt. Jetzt hat er erneut ein Opfer in den Tod gerissen. Mehrere Dutzend Zuschauer mussten mit ansehen, wie der Wal eine Trainerin packte, die sich zu ihm gebeugt hatte und seinen Bauch kraulte. Das Tier zog die Frau ins Becken und schleuderte sie dort immer wieder hin und her.

Ein Bericht des Hamburger Abendblatts

Für die 40-jährige Dawn Brancheau - eine der erfahrensten Trainerinnen des berühmten Tierparks - kommt wenig später jede Hilfe zu spät, sie kann nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden. Brancheau sei auf der Plattform über dem Becken ausgerutscht und ins Wasser gefallen, sagt der Sprecher der Polizei im Orange County, Jim Solomon, auf einer Pressekonferenz gut zwei Stunden nach dem tragischen Vorfall. Dieser Darstellung widersprechen allerdings mehrere Augenzeugen. Ein brasilianisches Paar, Joao Lucio DeCosta Sobrinho (28) und seine Freundin Talita Oliveira (20), beobachteten nach eigenen Aussagen das Geschehen von einem Unterwasser-Aussichtspunkt. Bei ihrem zweiten Besuch habe der gewaltige Orca- Bulle - anders als zuvor - sichtlich gereizt gewirkt, sagten sie der „Los Angeles Times”. Nachdem er die Trainerin an ihrem Oberarm gepackt hatte, habe er die Frau immer wieder aufs Wasser geklatscht. Brancheau blutete aus dem Mund oder im Gesicht: „Es war schrecklich, schlimm, es mit anzusehen.”

Die Tiertrainerin Dawn Brancheau befand sich nach einer Vorführung am Mittwoch auf der Plattform eines Meerwasserbeckens und massierte den 5500 Kilogramm schweren Wal als Belohnung für seine gute Leistung. Der Wal sei plötzlich aus dem Becken gesprungen, berichtete die Augenzeugin Victoria Biniak. „Dann kam er zurück, schoss in die Luft hoch, packte die Dompteurin an der Hüfte und begann, sie herumzuwirbeln”, sagte sie dem Sender WKMG-TV. Der Leiter des Dressurprogramms der SeaWorld-Parks, Chuck Tompkins, sagte dem Sender ABC, der lange Pferdeschwanz Brancheaus habe sich direkt vor dem Wal hin und herbewegt. Daran habe er sie unter Wasser gezogen und dort festgehalten.

Tillikum, genannt Tilly, ist der größte „Killerwal”, der in einem der zahlreichen nordamerikanischen Meerestierparks gefangen gehalten wird. Er war nach dem ersten tödlichen Unglück 1991 im kanadischen Victoria (British Columbia) als Zuchtbulle nach Orlando gekommen. In Victorias „Sealand” hatte Tilly eine Trainerin zusammen mit zwei weiblichen Orcas in die Tiefe gezogen. In Orlando zeugte er etliche Orca-Babys, berichtete die Zeitung „Orlando Sentinel”. Wegen seiner Größe und Vergangenheit verbot SeaWorld seinen Trainern, mit Tilly zu schwimmen.
Als sich 1999 ein Besucher in SeaWorld versteckte und in der Nacht zu den Orcas ins Becken stieg, wurde er am nächsten Morgen tot auf Tillikums Rücken gefunden. Sein Körper war verschrammt und zeigte Bisswunden. Die offizielle Todesursache lautete „Unterkühlung”. Die Temperatur im Becken der Schwertwale (Orcas) wird bei etwa zehn Grad Celsius gehalten.

Der für die Tiere in allen SeaWorld-Tierparks zuständige Kurator, Chuck Tompkins, verteidigte Tilly gegenüber dem „Orlando Sentinel”: „Wir sollten nicht vergessen, dass es tausende Kontakte (zwischen den Trainern und diesem Tier) gab, ohne dass irgendetwas passierte”. Die internationale Wal- und Delfinschutzgesellschaft (WDCS) widerspricht. „Orcas sind wildlebende, starke und oftmals unberechenbare Tiere, Sie sind generell ungeeignet für die Gefangenschaft”, weil sie dort unter Stress leiden, warnt die Organisation auf ihrer Internetseite (www.wdcs.org). Erst vor zwei Monaten hatte sich ein ähnliches Unglück in einem Orca-Becken auf Teneriffa zugetragen. Dabei kam ein 29-jähriger Trainer ums Leben.


Kein anderer Pfleger habe mehr Erfahrung mit „Tilikum” gehabt als Brancheau, und sie sei eine der erfahrensten Trainerinnen überhaupt gewesen, sagte Chuck. Was mit dem 30 Jahre alten „Tilikum” geschehen sollte, sei noch nicht entschieden. Die Schwester der Getöteten sagte, Brancheau würde nicht wollen, dass ihm etwas passiere. „Sie liebte Wale wie Kinder”, erklärte Diane Gross. Nur etwa ein Dutzend SeaWorld-Mitarbeiter arbeiteten überhaupt mit „Tilikum”. Laut einem Bericht der Zeitung „Sentinel” in Orlando von 2006 arbeitete Brancheau damals bereits seit zehn Jahren mit Schwertwalen. „Man kann nicht ins Wasser gehen, wenn man ihnen nicht traut und sie einem nicht trauen”, zitierte das Blatt die Tiertrainerin.

Der Experte Steve McCulloch vom Marine Mammal Research and Conservation Program der Florida Atlantic University sagte, vielleicht habe der Wal nur spielen wollen. „Das sind sehr große und mächtige Meeressäugetiere. Sie zeigen ein solches Verhalten auch in Freiheit.” Zuschauer einer vorherigen Walshow am Mittwoch sagten, „Tilikum” habe sich verhalten wie ein störrisches Kind. Schwertwale werden auch als Orcas bezeichnet; der wissenschaftliche Name der bis zu acht Meter langen Tiere lautet Orcinus orca.

Zum Thema Delfinarien - ein Leben in Gefangenschaft berichtete tierfreunde.de bereits.

Pony Bolle ist tot: Polizei sucht Entführer

bolle

Das entführte Pony Bolle wurde tot gefunden. Foto: Polizei

Seeheim-Jungenheim - Das von einer Weide in Balkhausen (Südhessen) entführte Shetland-Pony “Bolle” ist tot. Nach dem Hinweis eines Bekannten fanden die Besitzer das Tier am Montag auf der gleichen Weide, von der es, wie bereits berichtet, zwischen dem 10. und 13. Dezember verschwunden war.

“Seine Hufe waren mit einer Schnur zusammengebunden, der Kadaver bereits von Tieren angefressen und übel zerfetzt”, berichtet Klaus Gruber, Vater der Besitzerin. Um das Tier wieder auf der Weide abzulegen, hätten die Täter den Zaun zerschnitten. Möglicherweise habe das kleine Pony bereits seit dem 30. Dezember dort gelegen, wie Zeugenaussagen vermuten lassen.

Gruber ist überzeugt, dass das Tier gewaltsam zu Tode gekommen ist: “Wir haben es inzwischen vom Abdecker holen lassen, aber die Todesursache lies sich nicht mehr feststellen.” Die Besitzerfamilie ist erschüttert: “Wir hatten Bolle doch seit 27 Jahren”, sagt Gruber. Ihre vier weiteren Mini-Ponys lässt die Familie derzeit nur in der Nähe ihres Anwesens weiden.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen der Pfungstädter Polizei wurde das Pony vermutlich nur wenige Tage vor dem Auffinden und vor dem Einsetzen der Frostperiode auf das Weidegelände mit dem Flurnamen “Sauloch” zurückgebracht. Ob es zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat, stehe allerdings noch nicht einwandfrei fest.

Nach dem kleinen Pferd mit einem Stockmaß von nur 78 Zentimetern war seit seinem Verschwinden öffentlich gefahndet worden. Die Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen: Das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund ist eine Straftat (§ 17 des Tierschutzgesetzes) und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

Bolle könnte nach dem 10. Dezember 2009 bis wenige Tage vor seinem Tod in einer Unterkunft gelebt haben, möglicherweise nicht weit entfernt von seiner Weide.

Für Hinweise die zur Aufklärung des Todes des Shetland-Ponys führen, haben die Besitzer laut Polizeipressesprecher Ferdinand Derigs eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Wem in diesem Zusammenhang etwas Verdächtiges aufgefallen ist oder sonstige Hinweise geben kann, kann sich mit der Polizei in Pfungstadt (06157 95090) in Verbindung setzen.

Ein Bericht von www.echo-online.de.


Tote Katze soll GEZ bezahlen

little girl and tvKater Pan ist inzwischen ein Jahr tot. Doch nun bekam sein Herrchen trotzdem Post: einen Gebührenbescheid der GEZ für sein Haustier. Mario Schmidt (55) aus Gaggenau in Baden-Württemberg staunte nicht schlecht, als er den Brief für Pan in den Händen hielt. Darin forderte die GEZ den Kater auf, seine Rundfunkgeräte anzumelden. Das berichtet die Bild.

Der 55-Jährige kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Zum einen sei Pan bereits seit einem Jahr tot, zum anderen sei der Kater blind gewesen. “Er konnte also gar nicht fernsehen”, sagte Schmidt dem Boulevardblatt.

Augsburger Allgemeine


Bär tötet Artgenossin

Brown bears

Syrische Braunbären im Wasser.

Stralsund - Es geschah aus heiterem Himmel und ohne jegliche Vorwarnung: Mit mächtigen Prankenhieben und Bissen hat Braunbär Balou am Samstagnachmittag im Stralsunder Tierpark seine Artgenossin Klara so lange traktiert, bis sie entkräftet am Boden des gemeinsamen Geheges starb.

Ein Bericht von WELT online

Die Attacke habe sich urplötzlich und vor zahlreichen Besuchern ereignet, berichtete Zoo-Chef Christoph Langner am Sonntag mit bedrückter Stimme - der bislang unerklärliche Vorfall habe Tierpfleger, Stadtverwaltung und Publikum schockiert. Denn nicht nur über die Gründe für den tödlichen Ausraster des zehn Jahre alten Balou herrscht noch Rätselraten. Er brachte mit der ein Jahr jüngeren Klara ausgerechnet die Bärendame um, die für ihn als Fortpflanzungspartnerin bestimmt war.


“Was da passierte, ist absolut tragisch und muss von uns erst mal verarbeitet werden”, sagte Langner. Das Bären-Pärchen, das sich im Laufe der vergangenen Monate erst langsam aneinander gewöhnt hatte, sollte langfristig den Braunbären-Nachwuchs im Tierpark der Hansestadt sichern. Zoogäste, die Augenzeugen des Angriffs wurden, hätten sofort die Tierparkleitung alarmiert. “Aber wir konnten nichts mehr tun.” Man habe versucht, Balou mit Knallfröschen und Feuerlöschern abzulenken. Doch es sei zu spät gewesen, um ihn durch eine Betäubung außer Gefecht zu setzen.

Nach Angaben von Stadtsprecher Peter Koslik waren die beiden Tiere die einzigen Exemplare ihrer Art in dem zoologischen Garten. Sie gehören zu bedrohten Syrischen Braunbären, die ein beigefarbenes Fell haben. In Deutschland wird diese Art nur in fünf Zoos gehalten, alle der bis zu 2,60 Meter großen Tiere sind in einem Europäischen Zuchtbuch registriert.

Balou wurde Ende 1998 in Goldau in der Schweiz geboren und war bis zum September vergangenen Jahres im südfranzösischen Montpellier zu Hause. Klara kam Anfang 2000 im thüringischen Gotha zur Welt. Beide Tiere trafen dann vor etwas mehr als einem Jahr im Stralsunder Bärengehege aufeinander. “In ihren ersten Monaten hier war Klara sehr zurückhaltend gegenüber Balou, im Frühjahr mussten wir sie für einige Zeit trennen”, meinte Langner. Später sei die Bärengattin in spe jedoch “sehr viel entspannter” geworden. Sie habe sich ungezwungen im Gehege bewegt, obwohl Balou stets der forschere Charakter gewesen sei. (dpa)

 

Die Attacke von Wildtieren bringt sicherlich wieder die Diskussion um die Haltung von Wildtieren in Zoos in die Schlagzeilen. Warum hat Balou so gehandelt?Können Bären und Co. ein artgerechtes Leben in Tierparks führen? Oder muss man für die Arterhaltung Abstriche machen? Im Forum gibt es einige Meinungen zum Thema “Pro und Contra Zoo”.


Virus rafft Kaninchen dahin

myxo

Lidschwellung bei Myxomatose. Foto: Piet Spaans

Schweinau - Eine Virus-Erkankung rafft die Kaninchen am Schweinauer Buck (Nürnberg) reihenweise dahin. Wer versucht, den grasbewachsenen Erdhügel am Kanal zu erklimmen, dem bleibt derzeit die Luft weg. Und zwar nicht, weil der Schweinauer Buck etwa zu steil wäre. Schuld sind Dutzende von Kaninchen-Kadavern, die dort überall herumliegen und langsam verwesen. Wo sonst unzählige der putzigen Tiere umherflitzen, kreuzen nun nur noch wenige den Weg der Spaziergänger am Buck.

Doch an ihren geröteten Augen und eitrigen Wunden ist sofort erkennbar, dass auch diesen Kaninchen, die nur noch schwerfällig über den Asphalt hoppeln, das gleiche Schicksal droht, wie ihren Artgenossen: ein langer qualvoller Tod.

Gegen die Myxomatose, die die Tiere dahinrafft, gebe es zwar einen Impfstoff. “Aber bei Wildtieren kann man nichts machen”, sagt Tierarzt Hans Giering vom Veterinäramt Nürnberg. Daher würde die Krankheit, die auch als Kaninchenpest bekannt ist, regelmäßig alle drei bis vier Jahre freilebende Populationen stark dezimieren.

Für Menschen und Hunde, die am Schweinauer Buck Gassi geführt werden oder andere Tiere ist das artspezifische Virus laut Giering völlig ungefährlich. Allen, die in Wassernähe wohnen und als Haustier ein Kaninchen halten, rät er aber, es impfen zu lassen. Denn Hauskarnickel verschont der Erreger, der durch Stechmücken übertragen wird, nicht.

Von den infizierten Wildtieren am Schweinauer Buck dürfte nur etwa jedes Fünfte überleben, schätzt Helmut Link, Biologe aus dem Sachbereich Arten- und Tierschutz des städtischen Umweltamtes. “Weil freilebende Kaninchen bei uns als Schadwild eingestuft sind, darf man aus rechtlichen Gründen nichts für sie tun”, sagt Link. Dem Großteil der hiesigen Tiere droht daher ein “ganz übler Tod”. “Die Myxomatose befällt zuerst die Schleimhäute in Mund und Nase, lässt Augen und Köpfe der Tiere anschwellen und führt oft zu sekundären bakteriellen Infekten”, sagt Helmut Link. Das Ergebnis ist ein Todeskampf, der bis zu drei Wochen dauern kann.

Der Bericht in ganzer Länge auf www.der-bote.de.


Myxomatose (aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie)

Die Myxomatose (Kaninchenpest) ist eine durch das Leporipoxvirus myxomatosis oder Myxomatosevirus, welches zu den Pockenviren gehört, ausgelöste Viruserkrankung, die fast ausschließlich unter Haus- und Wildkaninchen auftritt. Feldhasen sind für die Erkrankung weitgehend unempfindlich.

Übertragung und Verbreitu

Die Übertragung des Virus findet am häufigsten indirekt durch stechende, blutsaugende Insekten wie Stechmücken und Flöhe statt. Ein wirksamer Mückenschutz ist deshalb gerade für größere Bestände wichtig. Eine erhöhte Insektenpopulation der Vektoren in feuchtwarmen Sommern und im Herbst führt zu einem gehäuften Auftreten der Erkrankung in diesen Jahreszeiten. Ferner kann das Virus durch direkten Kontakt von Tier zu Tier durch Beschnuppern und Schleimhautkontakt übertragen werden.

Im Verlauf eines epidemischen Zyklus, an dessen Beginn meist ein hochvirulenter Virusstamm steht und eine Sterblichkeit von bis zu 100 Prozent nach sich zieht, kommt es zunehmend zu milderen oder atypischen Verläufen durch Abschwächung und Anpassung des Virus an die Wirte. Das ursprünglich aus Südamerika stammende Myxomatosevirus ist in ganz Mitteleuropa verbreitet. Die nord- und südamerikanischen Kaninchenarten (Baumwollschwanzkaninchen) zeigen nur geringe oder gar keine Krankheitserscheinungen und stellen ein natürliches Erregerreservoir dar. Feldhasen sind für das Myxomatosevirus nur wenig empfindlich. Selbst bei hohem Infektionsdruck erkranken maximal 1 Prozent der Feldhasen.

Nach Australien wurde es absichtlich zur Kontrolle der dortigen Kaninchenpopulation eingeführt.

Verlauf

Nach einer Inkubationszeit von 3 bis 9 Tagen treten die ersten Symptome auf. Beim akuten Verlauf der Krankheit treten Schwellungen und Entzündungen im Bereich der Augenlider, des Mundes, der Ohren, der Lippen und des Genitalbereiches auf. Nach circa 10 bis 14 Tagen endet die Krankheit meistens mit dem Tod.
Beim chronischen Verlauf der Krankheit treten vermehrt Pusteln auf. Eine Heilung ist in Einzelfällen möglich. In manchen Fällen erholt sich das Kaninchen wieder, trägt die Seuche jedoch weiterhin in sich.

Behandlung und Heilungsaussichten

Für Myxomatose gibt es keine spezielle Behandlung. Je nach Virulenz liegt die Mortalität bei 20 bis 100 Prozent. Vorbeugend kann jedoch eine halbjährliche Impfung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff Schutz gegen eine Infektion bieten. Ungeimpften erkrankten Tieren kann man die Schmerzen ein wenig abnehmen, indem man ihnen Augentropfen gibt und sie mit Kochsalzlösung inhalieren lässt. Einige Tiere überleben auch ohne Impfschutz. Bei neu in einen empfänglichen Bestand einzuführenden Kaninchen sollte eine 14-tägige Quarantäne eingehalten sowie eine Impfung durchgeführt werden.

Tierquäler werfen Dackel aus Auto - Zeugen gesucht

Anger - Eine Tierquälerei der besonders üblen Sorte hat eine 48-Jährige auf der Autobahn bei Anger (Berchtesgadener Land) beobachtet: Unbekannte haben einen Dackel aus dem Fenster eines fahrenden Autos geworfen.
Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 13.30 Uhr auf der Autobahn A 8 bei Anger im Berchtesgadener Land in Fahrtrichtung München. Die 48 Jahre alte Zeugin beobachte, wie Insassen eines Autos die Scheibe herunter drehten und einen Dackel aus dem Fenster warfen.
Der Hund überschlug sich mehrmals auf der Autobahn. Dann lief er trotz gebrochener Beinen auf die Gegenfahrbahn. Die Zeugin, die mit ihrem Auto gerade im Einfahrtsbereich fuhr, hielt an und wollte den Hund einfangen. Doch der Dackel ließ sich nicht halten und lief jaulend quer über die Autobahn unter der Leitblanke hindurch wieder auf die Fahrbahn in Richtung München.
Eine alarmierte Polizeistreife fand den Hund im hohen Gras neben der Autobahn. Die Beamten brachten den schwer verletzten Dackel sofort zu einem Tierarzt. Doch dieser konnte dem Hund nicht mehr helfen - das Tier war tot.
Die Zeugin konnte das Kennzeichen des Fahrzeuges leider nicht erkennen. Sie konnte lediglich angeben, dass der Anfangsbuchstabe des weißen Schildes mit schwarzer Schrift ein „L” war. Ob es sich um ein deutsches oder ein österreichisches Kennzeichen handelt, ist nicht bekannt. Das Fahrzeug, über dessen Fahrzeugtyp ebenfalls nichts bekannt ist, soll grau gewesen sein.
Falls weitere Zeugen zu diesem Vorfall Angaben machen können, werden sie gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, Telefon 08662/6682110 in Verbindung zu setzen.
mm

Ochsen stürzen in den Tod

ochs

Die Vorderalm auf dem Weg zum Hochgern.

Staudach-Egerndach - Tierdrama am Fuße des Hochgern im Chiemgau: 21 Ochsen stürzten offenbar in Panik eine etwa 25 Meter hohe Felswand hinunter - bis auf ein Tier sind alle tot.

Landwirtin Irmi Murr hat “null, null, null” Erklärung für das Unglück, im Ort kursieren die seltsamsten Gerüchte: Ein Heißluftballon könnte durch “zischende” Geräusche die Tiere aufgeschreckt haben. Oder war es ein freilaufender Hund? Oder ein Fuchs? Die Gerüchte beschäftigen vor allem den Ort Waging, wo die Landwirtsfamilie Murr ihren Naturland-Hof hat. “Schon bei der Sonnwendsfeier am Wochenende hat sich’s rumgesprochen”, sagt der Grünen-Landtagsfraktionschef und Biobauer Sepp Daxenberger, der die Familie Murr gut kennt.

Die Vorderalm, wo die Tiere seit Ende Mai grasten, ist eine schöne Ausflugsalm für Wanderer auf dem Weg zum Hochgern (1748 Meter). Der Senner Konrad, ehemals Holzknecht im Dienste der Stadt Traunstein, nun schon über 75, ist in der Gegend legendär, er serviert Brotzeit und Getränke, repariert die Weidezäune, treibt die Tiere beim schlechten Wetter in den kleinen Stall und ist so etwas wie der “gute Geist” auf der Alm.

Der Tod der Ochsen hat ihn schwer mitgenommen. Derzeit sowieso im Krankenstand, ist er jetzt regelrecht traumatisiert. “Er will gar nicht mehr auf die Alm rauf”, sagt Landwirtin Irmi Murr. Am Samstag gegen 7 Uhr in der Früh hatte ein Wanderer die toten Tiere am Fuße einer Felswand zwischen Vorderalm und der Staudacher Alm auf etwa 1200 Metern Höhe entdeckt und die Polizei in Grassau informiert. Mehrere Tiere lagen nach dem Absturz direkt auf einer Forststraße, andere hatten sich in den Ästen der umstehenden Bäume verfangen. In Panik hatten sie einen erst jüngst wieder hergerichteten dreireihigen Stacheldrahtzaun übersprungen und waren in den Abgrund gestützt. “Nur gut, dass um diese Zeit niemand auf der Straße unterwegs war”, sagt Bäuerin Irmi Murr. Ein tragisches Unglücksfall, dessen Ursache wohl niemals bekannt wird. Die Polizei in Grassau sieht jedenfalls keinen Anlass für Ermittlungen - die Theorie, ein Wanderer könne die Tiere aufgescheucht haben, nennt der stellvertretende Dienststellenleiter “an den Haaren herbeigezogen”.

Nur zwei der Bio-Jungochsen lebten noch, als Landwirt Franz Murr aus Waging an der Vorderalm eintraf. Einer war aber so schwer verletzt, dass er sofort getötet wurde. Ein Ochse blieb unversehrt und kam zurück nach Waging, wo die Familie Murr im Nebenerwerb (sie betreibt noch einen Getränkemarkt) 14 weitere Tiere hält. Alle sind Bio-Rinder, bekommen nur “hausgemachtes” Futter ohne Spritzmittel und auch kein Gen-Soja. Bauer Franz Murr blieb nichts anders übrig, als die toten Tiere in die Tierkörperverwertung zu geben. Aus Waldkraiburg rückte ein Spezialfahrzeug an, entlegene Kadaver mussten erst mit einem Rückewagen zum Transporter geschafft werden.

Auf dem Schaden bleibt die Landwirtsfamilie wohl sitzen. Bis zu 1500 Euro kostet so ein Jung-Ochse, schätzt Fachkenner Daxenberger. Aber Familie Murr will nicht aufgeben. “Wir werden versuchen, die Alm wieder aufzubauen”, sagt Irmi Murr tapfer.

dw/tz-online.de