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Elefantenmädchen Jamuna Toni ist tot

jamutotMünchen - Der Schock sitzt tief: Die Ärzte mussten Elefantenmädchen Jamuna Toni am Montag einschläfern. So reagierten der Tierpark-Chef und die Pfleger auf die Katastrophe.

„Mir geht das nach. Uns allen, auch den Pflegern. Dem kann man sich nicht verschließen.” Mit belegter Stimme trat Tierpark-Chef Andreas Knieriem am Montag um 17 Uhr vor die Presse, um die traurige Nachricht zu verkünden: Jamuna, der quirlige Sonnenschein im Elefantenhaus, hat es nicht geschafft.

Seit Anfang Juni hatte das sechs Monate alte Elefantenkind zunehmend Schmerzen in den Vorderbeinen gehabt. Am Freitag brachte der Tierpark sie in eine Pferdeklinik in Gessertshausen nahe Augsburg, die über modernste Röntgentechnik verfügt und ein Tragesystem hat, in dem Jamuna stehen konnte, ohne die Beine zu belasten. Die für Ponys konzipierte Apparatur war noch in der Nacht umgebaut worden. Doch am Wochenende verschlechterte sich Jamunas Zustand dramatisch: Wie bei einer Glasknochenkrankheit, so Knieriem, seien neben den ursprünglich diagnostizierten Verschiebungen der Wachstumsfugen binnen Minuten zahllose weitere Brüche aufgetaucht - Hinweis auf eine schwere Stoffwechselkrankheit. Als auch noch eine Lungenentzündung hinzu kam, wussten die Ärzte: Man kann ihr nicht mehr helfen.
Die schwere Entscheidung traf eine achtköpfige Ethikkommission, berichtet Knieriem. Das Tierpark-Team sei dazu nicht in der Lage gewesen. „Wir waren zu nah an der Kleinen dran. Wir hatten immer das Gefühl: Die Hoffnung stirbt zuletzt.”

Man habe Jamuna „schlafen gelegt und ihr etwas gegeben, damit sie in Ruhe einschlafen kann”, berichtete Knieriem mit stockender Stimme. Alle Pfleger und Ärzte seien dabei gewesen. Knieriem kündigte an, man wolle eine Stelle im Elefantenhaus schaffen, wo trauernde Besucher Blumen zum Gedenken an Jamuna niederlegen können.

Im Berliner Institut für Zoo- und Wildtierforschung soll nun geklärt werden, was Jamuna krank gemacht hat. Die Ernährung sei als Ursache nicht auszuschließen, so Knieriem. Weil Mutter Panang sie nicht angenommen hatte, war Jamuna von den Pflegern mit der Flasche aufgezogen worden - mit der einzigen auf dem Markt verfügbaren Spezialmilch. „Aber alle Blutwerte waren in Ordnung”, sagt Knieriem ratlos. Auch ein Gendefekt könne die Erkrankung ausgelöst haben. Bereits 2005 hatte Panang eine Totgeburt. Ob sie Jamuna verstoßen hat, weil sie spürte, dass auch sie nicht gesund ist? „Die Gene spielen manchmal eigenartige Rollen”, sagte der Tierparkchef. Man kenne solche Fälle aus der Tierwelt. Es sei zu früh, darüber zu spekulieren.

Für die Hellabrunner Elefantenherde sei Jamuna sehr wichtig gewesen. Zum ersten Mal erlebten einige der Kühe ein Jungtier, begannen sich dafür zu interessieren. „Als wir Jamuna weggebracht haben, waren alle da und haben geschaut. Die waren recht aufgeregt”, berichtet Knieriem.
Knieriem hofft, dass die Besucher Hellabrunn weiter die Treue halten. Jamuna hatte im Dezember Besucherzahlen und Einnahmen deutlich wachsen lassen. Es gebe viele andere Attraktionen, und neuer Elefanten-Nachwuchs sei in Sicht, warb Knieriem: Elefantenkuh Temi wird in einem Jahr Mutter werden, bis jetzt verläuft die Schwangerschaft problemlos. Dennoch: „Wir wollen Jamuna nicht vergessen. Sie war die erste, und sie bleibt in unseren Herzen.”

www.merkur-online.de

Mysteriöser Tod von Kabarettist

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Kabarettist (rechts) beschnuppert eine Stute. Foto: privat

Ismaning - Der mysteriöse Tod des wertvollen Zuchthengstes mit dem Namen „Kabarettist” hat den Matthof in Ismaning in einen Schockzustand versetzt (tierfreunde.de berichtete). Am Montag hatte der Stallknecht den Deckhengst der Ponyrasse Welsh B tot auf der Graskoppel gefunden.

„Er hatte ein tiefes kleines Loch auf der Stirn”, sagt Matthof-Besitzerin Birgit Matt (38). Die ersten Vermutungen, dass das Pony erschossen worden sei, sorgten für Angst bei den Einstellern. Geschürt wurde diese noch von dem Bericht eines Radiosenders, der vor einem Pferdeschänder warnte. „Das ist ein sensibles Thema”, sagt Züchterin Birgit Matt empört: „Einige Einsteller sind so verunsichert, dass sie überlegen, Nachtschicht bei ihren Pferden zu schieben.”

Die Polizei beruhigt: Der Zuchthengst Kabarettist starb weder durch einen Bolzenschuss noch durch ein Projektil. Zwar ist die Obduktion des Kadavers in der Pathologie der Ludwig-Maximilians-Universität noch nicht abgeschlossen, die Untersuchungen dauern noch bis nächste Woche. Aber so viel steht fest: „Die Verletzung auf seiner Stirn ist durch stumpfe Gewalt hervorgerufen worden. Auch der Hufschlag eines anderen Pferdes wäre möglich”, erklärt ein Sprecher im Polizeipräsidium.

„Es ist eine Katastrophe”, sagt die Besitzerin des toten Hengstes, Dr. Christina Gerstmaier. Sie ist traurig: „Er hat mich sehr angesprochen und hatte sehr viel Potential.” Die österreichische Tierärztin, die sich gestern in Wien aufhielt, führt das Gestüt Zitna in Tschechien, von dem Birgit Matt den 16 Jahre alten Deckhengst im April geholt hatte. Vor Jahren war der gekörte Hengst, der in Zuchtkreisen bekannt ist und laut Polizei einen Wert von 10 000 Euro hat, Sieger der Hengstleistungsprüfung in München-Riem.

Acht Stuten sollte Kabarettist auf dem Matthof in Ismaning decken. „Wir waren mit den Bedeckungen eigentlich schon fast fertig und wollten ihn Ende Mai wieder nach Hause fahren”, sagt Matt: „Wir sind entsetzt und verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte.”

Sie hatte den ausgeliehenen Dunkelfuchs für den acht-Wochen-Aufenthalt in Ismaning lebensversichert. „Das ist absolut seriös, denn das Decken ist immer gefährlich.” Auf der Suche nach einer Erklärung für die seltsame Verletzung stellt sie fest: „Unter dem Versicherungs-Aspekt wäre es die beste Lösung, wenn der Hengst von einer Stute erschlagen worden wäre, denn gegen so etwas kann man nichts machen.” Gleichzeitig kann sie sich diese Variante kaum vorstellen: „Unsere Stuten sind nicht mit Hufeisen beschlagen.”

Kabarettist sei der beste Zuchthengst gewesen, den sie in 17 Jahren gehabt hätte: „Er hatte einen absolut liebenswerten Charakter und ließ sich sehr gut führen. Natürlich sind Hengste beim Decken triebgesteuert, das ist das Wesen eines Hengstes. Aber dieser Hengst hat auch auf die Stuten Rücksicht genommen.” Sie kann sich den Tod des Tieres nicht erklären: „Ich denke, dass absolut gezielt dieses Pferd Zielscheibe war. 50 Pferde standen auf der Koppel. Ich frage mich, warum ausgerechnet das einzige Pferd, das mir nicht gehört, tot ist.”

www.merkur-online.de

Auf der Homepage des Matthofs ist zu lesen:

“Im April liehen wir uns vom Gestüt Zitna in Tschechien den Bayrischen Prämienhengst Kabarettist als Deckhengst aus. Er hat hier zu Lande zwar wenige aber dafür bedeutende Nachkommen. Wir deckten hier bei uns acht Stuten mit ihm und hoffen, er konnte damit seine hervorragneden Gene weitergeben.

Wir waren mit den Bedeckungen eigentlich schon fast fertig und wollten ihn Ende Mai bereits wieder nach Hause fahren, als wir ihn am 17.05. tot auf der Koppel liegend fanden. Da er ein kleines aber tiefes Loch mitten auf der Stirn hatte lag der Verdacht nahe, dass es sich um einen Schuss handelte. So wurde auch sofort Polizei und Tierarzt informiert. Der Hengst kam nach polizeilicher Aufnahme und Spurensicherung in die Pathologie der Unitierklinik München, wo herausgefunden werden soll, was die genaue Ursache dieser seltsamen Verletzung ist.

Wir haben absolutes Verständnis dafür, dass solch nicht alltäglichen Vorfälle von der Pressestelle der Polizei weitergegeben werden. Jedoch wie diese für uns alle unfaßbare Nachricht in den diversen Medien verunstaltet wird, reißerisch aufgebauscht und absolut falsch wiedergegeben wird, entbehrt jeglicher Pietät. Noch haben weder wir noch die Polizei den endgültigen Untersuchungsbericht!!!!

Wir vom MATTHOF sind immer noch völlig im Schockzustand und verstehen nicht, wie es dazu kommen konnte. Falls es wirklich so kranke Kreaturen geben sollte, die ein so tolles Pferd hinrichten, sind das keine Menschen.

Wir sind sehr traurig, dass dieser Hengst, der ein so liebenswürdiges Wesen hatte und so wunderbar zu handeln war, nun tot ist. Gleichzeitig, hoffen wir aber, dass er sich noch einmal mit seinen Nachkommen aus unseren Stuten gut präsentieren wird.”


Pony Bolle ist tot: Polizei sucht Entführer

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Das entführte Pony Bolle wurde tot gefunden. Foto: Polizei

Seeheim-Jungenheim - Das von einer Weide in Balkhausen (Südhessen) entführte Shetland-Pony “Bolle” ist tot. Nach dem Hinweis eines Bekannten fanden die Besitzer das Tier am Montag auf der gleichen Weide, von der es, wie bereits berichtet, zwischen dem 10. und 13. Dezember verschwunden war.

“Seine Hufe waren mit einer Schnur zusammengebunden, der Kadaver bereits von Tieren angefressen und übel zerfetzt”, berichtet Klaus Gruber, Vater der Besitzerin. Um das Tier wieder auf der Weide abzulegen, hätten die Täter den Zaun zerschnitten. Möglicherweise habe das kleine Pony bereits seit dem 30. Dezember dort gelegen, wie Zeugenaussagen vermuten lassen.

Gruber ist überzeugt, dass das Tier gewaltsam zu Tode gekommen ist: “Wir haben es inzwischen vom Abdecker holen lassen, aber die Todesursache lies sich nicht mehr feststellen.” Die Besitzerfamilie ist erschüttert: “Wir hatten Bolle doch seit 27 Jahren”, sagt Gruber. Ihre vier weiteren Mini-Ponys lässt die Familie derzeit nur in der Nähe ihres Anwesens weiden.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen der Pfungstädter Polizei wurde das Pony vermutlich nur wenige Tage vor dem Auffinden und vor dem Einsetzen der Frostperiode auf das Weidegelände mit dem Flurnamen “Sauloch” zurückgebracht. Ob es zu diesem Zeitpunkt noch gelebt hat, stehe allerdings noch nicht einwandfrei fest.

Nach dem kleinen Pferd mit einem Stockmaß von nur 78 Zentimetern war seit seinem Verschwinden öffentlich gefahndet worden. Die Polizei ermittelt derzeit in alle Richtungen: Das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund ist eine Straftat (§ 17 des Tierschutzgesetzes) und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren bestraft werden.

Bolle könnte nach dem 10. Dezember 2009 bis wenige Tage vor seinem Tod in einer Unterkunft gelebt haben, möglicherweise nicht weit entfernt von seiner Weide.

Für Hinweise die zur Aufklärung des Todes des Shetland-Ponys führen, haben die Besitzer laut Polizeipressesprecher Ferdinand Derigs eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt. Wem in diesem Zusammenhang etwas Verdächtiges aufgefallen ist oder sonstige Hinweise geben kann, kann sich mit der Polizei in Pfungstadt (06157 95090) in Verbindung setzen.

Ein Bericht von www.echo-online.de.


Tote Katze soll GEZ bezahlen

little girl and tvKater Pan ist inzwischen ein Jahr tot. Doch nun bekam sein Herrchen trotzdem Post: einen Gebührenbescheid der GEZ für sein Haustier. Mario Schmidt (55) aus Gaggenau in Baden-Württemberg staunte nicht schlecht, als er den Brief für Pan in den Händen hielt. Darin forderte die GEZ den Kater auf, seine Rundfunkgeräte anzumelden. Das berichtet die Bild.

Der 55-Jährige kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Zum einen sei Pan bereits seit einem Jahr tot, zum anderen sei der Kater blind gewesen. “Er konnte also gar nicht fernsehen”, sagte Schmidt dem Boulevardblatt.

Augsburger Allgemeine


Tierquäler werfen Dackel aus Auto - Zeugen gesucht

Anger - Eine Tierquälerei der besonders üblen Sorte hat eine 48-Jährige auf der Autobahn bei Anger (Berchtesgadener Land) beobachtet: Unbekannte haben einen Dackel aus dem Fenster eines fahrenden Autos geworfen.
Der Vorfall ereignete sich am Montag gegen 13.30 Uhr auf der Autobahn A 8 bei Anger im Berchtesgadener Land in Fahrtrichtung München. Die 48 Jahre alte Zeugin beobachte, wie Insassen eines Autos die Scheibe herunter drehten und einen Dackel aus dem Fenster warfen.
Der Hund überschlug sich mehrmals auf der Autobahn. Dann lief er trotz gebrochener Beinen auf die Gegenfahrbahn. Die Zeugin, die mit ihrem Auto gerade im Einfahrtsbereich fuhr, hielt an und wollte den Hund einfangen. Doch der Dackel ließ sich nicht halten und lief jaulend quer über die Autobahn unter der Leitblanke hindurch wieder auf die Fahrbahn in Richtung München.
Eine alarmierte Polizeistreife fand den Hund im hohen Gras neben der Autobahn. Die Beamten brachten den schwer verletzten Dackel sofort zu einem Tierarzt. Doch dieser konnte dem Hund nicht mehr helfen - das Tier war tot.
Die Zeugin konnte das Kennzeichen des Fahrzeuges leider nicht erkennen. Sie konnte lediglich angeben, dass der Anfangsbuchstabe des weißen Schildes mit schwarzer Schrift ein „L” war. Ob es sich um ein deutsches oder ein österreichisches Kennzeichen handelt, ist nicht bekannt. Das Fahrzeug, über dessen Fahrzeugtyp ebenfalls nichts bekannt ist, soll grau gewesen sein.
Falls weitere Zeugen zu diesem Vorfall Angaben machen können, werden sie gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, Telefon 08662/6682110 in Verbindung zu setzen.
mm

Ochsen stürzen in den Tod

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Die Vorderalm auf dem Weg zum Hochgern.

Staudach-Egerndach - Tierdrama am Fuße des Hochgern im Chiemgau: 21 Ochsen stürzten offenbar in Panik eine etwa 25 Meter hohe Felswand hinunter - bis auf ein Tier sind alle tot.

Landwirtin Irmi Murr hat “null, null, null” Erklärung für das Unglück, im Ort kursieren die seltsamsten Gerüchte: Ein Heißluftballon könnte durch “zischende” Geräusche die Tiere aufgeschreckt haben. Oder war es ein freilaufender Hund? Oder ein Fuchs? Die Gerüchte beschäftigen vor allem den Ort Waging, wo die Landwirtsfamilie Murr ihren Naturland-Hof hat. “Schon bei der Sonnwendsfeier am Wochenende hat sich’s rumgesprochen”, sagt der Grünen-Landtagsfraktionschef und Biobauer Sepp Daxenberger, der die Familie Murr gut kennt.

Die Vorderalm, wo die Tiere seit Ende Mai grasten, ist eine schöne Ausflugsalm für Wanderer auf dem Weg zum Hochgern (1748 Meter). Der Senner Konrad, ehemals Holzknecht im Dienste der Stadt Traunstein, nun schon über 75, ist in der Gegend legendär, er serviert Brotzeit und Getränke, repariert die Weidezäune, treibt die Tiere beim schlechten Wetter in den kleinen Stall und ist so etwas wie der “gute Geist” auf der Alm.

Der Tod der Ochsen hat ihn schwer mitgenommen. Derzeit sowieso im Krankenstand, ist er jetzt regelrecht traumatisiert. “Er will gar nicht mehr auf die Alm rauf”, sagt Landwirtin Irmi Murr. Am Samstag gegen 7 Uhr in der Früh hatte ein Wanderer die toten Tiere am Fuße einer Felswand zwischen Vorderalm und der Staudacher Alm auf etwa 1200 Metern Höhe entdeckt und die Polizei in Grassau informiert. Mehrere Tiere lagen nach dem Absturz direkt auf einer Forststraße, andere hatten sich in den Ästen der umstehenden Bäume verfangen. In Panik hatten sie einen erst jüngst wieder hergerichteten dreireihigen Stacheldrahtzaun übersprungen und waren in den Abgrund gestützt. “Nur gut, dass um diese Zeit niemand auf der Straße unterwegs war”, sagt Bäuerin Irmi Murr. Ein tragisches Unglücksfall, dessen Ursache wohl niemals bekannt wird. Die Polizei in Grassau sieht jedenfalls keinen Anlass für Ermittlungen - die Theorie, ein Wanderer könne die Tiere aufgescheucht haben, nennt der stellvertretende Dienststellenleiter “an den Haaren herbeigezogen”.

Nur zwei der Bio-Jungochsen lebten noch, als Landwirt Franz Murr aus Waging an der Vorderalm eintraf. Einer war aber so schwer verletzt, dass er sofort getötet wurde. Ein Ochse blieb unversehrt und kam zurück nach Waging, wo die Familie Murr im Nebenerwerb (sie betreibt noch einen Getränkemarkt) 14 weitere Tiere hält. Alle sind Bio-Rinder, bekommen nur “hausgemachtes” Futter ohne Spritzmittel und auch kein Gen-Soja. Bauer Franz Murr blieb nichts anders übrig, als die toten Tiere in die Tierkörperverwertung zu geben. Aus Waldkraiburg rückte ein Spezialfahrzeug an, entlegene Kadaver mussten erst mit einem Rückewagen zum Transporter geschafft werden.

Auf dem Schaden bleibt die Landwirtsfamilie wohl sitzen. Bis zu 1500 Euro kostet so ein Jung-Ochse, schätzt Fachkenner Daxenberger. Aber Familie Murr will nicht aufgeben. “Wir werden versuchen, die Alm wieder aufzubauen”, sagt Irmi Murr tapfer.

dw/tz-online.de



Vogelgrippe-Virus H5N1 aufgetaucht

enteStarnberg/Brüssel - Nach der Rückkehr der hoch ansteckenden Vogelgrippe nach Deutschland hat das Landratsamt Starnberg vorsorglich die Bevölkerung gebeten, eventuelle Funde toter Wasservögel den Veterinärbehörden zu melden. Bei einer Stockente vom Starnberger See ist der hoch gefährliche Vogelgrippe-Erreger H5N1 festgestellt worden. Es ist der erste Fall in Bayern seit fast eineinhalb Jahren.

Die Europäische Union (EU) hat ein so genanntes Monitoring-Programm veranlasst, sozusagen eine flächendeckende Untersuchung von Wildvögeln. Im Zuge dessen waren im Januar bei Possenhofen am Starnberger See 35 Stockenten und vier Kanadagänse geschossen worden. Die nachfolgenden Untersuchungen ergaben, dass eine Stockente mit dem als hoch gefährlich eingestuften Vogelgrippe-Virus H5N1 infiziert war, gaben Landkreis Starnberg und EU am Dienstagabend  bekannt. Das Tier zeigte zu diesem Zeitpunkt jedoch keine Krankheitssymptome. Es handelt sich um den ersten Nachweis von Vogelgrippe im Landkreis Starnberg überhaupt, den ersten in diesem Jahr in Europa und den ersten in Bayern seit September

Die Tests der geschossenen Tiere vom Starnberger See dauerten bis 6. März. Erst an diesem Tag stand fest, dass es sich um den H5N1-Virus handelt. Normalerweise setzt der Nachweis eine Reihe von Maßnahmen wie Sperr- und Beobachtungszonen in Kraft, auf die die Behörden von Landkreis Starnberg, Freistaat Bayern, Bund und EU in diesem Fall jedoch verzichteten. Nach Angaben von Stefan Diebl, Sprecher des Landratsamtes Starnberg, liegen keine Hinweise vor, dass sich der Virus in den vergangenen Wochen auf Geflügelbestände oder über diese hinaus verbreitet habe. Angesichts der langen Zeit seit Abschuss der Ente haben Sperrzonen auch keinen Sinn mehr. Somit bleibt der Fund für Landwirte und Geflügelhalter im Fünfseenland folgenlos.

Für die Experten aus dem bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, dem Umweltministerium und den zuständigen Stellen in Bund und EU kam der Fund Diebl zufolge nicht überraschend. Wildvögel seien von Haus Virenträger, nicht nur für Vogelgrippe, sondern auch für eine ganze Reihe anderer Krankheiten. Im Zuge weiterer Untersuchungen von Wildvögel rechnen die Behörden mit weiteren Feststellungen. Der Fall aus Starnberg jedoch bereitet wenig Kopfzerbrechen: „Der positive Virenbefund stellt daher einen Einzel- oder Zufallsfund dar”, erklärte der Sprecher. Von seit 2006 aus dem Landkreis Starnberg untersuchten rund 470 Tieren war nur die eine Ente infiziert. Untersuchungen in den vergangenen Tagen ergaben keine weiteren Verdachtsfälle.

Dennoch appelliert das Landratsamt an die Bevölkerung, beim Fund von toten Wasservögeln die Behörden zu informieren: (08151) 14 83 83. Weitere Informationen bei www.merkur-online.de.

ike

Die letzte Ruhe

hilda3Ein Schmetterling aus buntem Glas glitzert in der Sonne. Kleine, rote Rosen verzieren die in hellem Holz eingefasste Grabstätte. Hilda, eine norwegische Hauskatze, hat auf dem Tierfriedhof in Obermenzing ihre letzte Ruhe gefunden. In den dunklen Grabstein ist ein Bild von Hilda gefräst, daneben steht: “Hilda 7. Juli 2007 - 28. Mai 2008″. Die Katze wurde nur ein knappes Jahr alt. Ein Unfall mit einem Auto hat das Leben der hübschen Hilda beendet.Erst im Herbst vergangenen Jahres zieht Hilda zusammen mit ihrem Bruder Rocky bei Anke Vogler und deren Mann in Landsham (Landkreis Ebersberg) ein. “Beide Katzen stammten von Animalhelp Espania”, erzählt die 40-jährige Tierfreundin. Zunächst sind die beiden Samtpfoten aus Spanien sehr krank. Anke Vogler päppelt Hilda und Rocky liebevoll auf, versorgt sie vier Monate lang im Haus. “Hilda wollte nur nach draußen”, so Anke Vogler. Endlich ist es soweit: der erste Freigang. Hilda blüht auf, tollt im Garten herum, jagt nach Herzenslust Mäuse und erkundet die ländliche Gegend rund um ihr Revier - bis zum 28. Mai. Hilda hat einen Unfall mit einem Auto und stirbt. Für Anke Vogler bricht eine Welt zusammen.
In ihrem Leid ist sie sich sicher: “Hilda soll in Würde gehen.” Im Internet stößt Anke Vogler auf den ersten Tierfriedhof in München, den Clemens Wehner und Helmut Schnatterer in Obermenzing eröffnet haben. “Ich habe angerufen, und kurz danach kamen die beiden Herren, um Hilda abzuholen”, berichtet Anke Vogler. Sie sucht sich einen Holzsarg für ihre Katze aus. Ein paar Tage später findet die Beerdigung statt. Bis dahin ist der Körper der toten Hilda im Kühlraum des Friedhofs untergebracht. Am Tag der Beerdigung sehen Anke Vogler und ihr Mann Hilda noch einmal und verabschieden sich von ihr. “Sie lag auf der Seite, als würde sie friedlich schlafen.” Mit kurzen Seilen wird der Sarg in die Grabstätte niedergelassen, Anke Vogler legt einige Rosen darauf. “Dann haben wir das Grab bepflanzt”, erzählt die Tierfreundin. Sie fühlte sich Clemens Wehner und Helmut Schnatterer verstanden und aufgefangen mit ihrer Trauer um die tote Katze.
Kein Wunder: Die beiden kennen die Gefühle von Menschen, die ein geliebtes Tier verlieren, schließlich haben sie es selbst schon erlebt. Clemens Wehner kam auf die Idee, einen Tierfriedhof zu gründen, als sein alter Bernhardiner eingeschläfert werden musste. Zehn Jahre lang kämpften er und Helmut Schnatterer für die Genehmigung, bis der Friedhof endlich Anfang des Jahres eröffnet wurde. Mittlerweile ist noch ein Pavillon dazugekommen, der als Verabschiedungsraum genutzt wird. Leo, Miezi, Felix, Cindy und viele Tiere mehr wurden auf dem Tierfriedhof “Letzte Ruhe” schon beerdigt. Helmut Schnatterer und Clemes Wehner werden allen Wünschen der Tierbesitzer gerecht: eingefasste Grabstätten oder Rasengräber mit oder ohne Grabstein, Pflege der Grabstätten - der Umfang der Leistungen richtet sich nach den persönlichen Bedürfnissen und Wünschen. Einige Kinder haben ihre Hamster, Meerschweinchen oder Kaninchen in einem kleinen angegrenzten Bereich beerdigt. “Das ist natürlich kostenlos”, erklärt Clemens Wehner. Im Grünen gelegen, am Rand des Stadtteils Obermenzing, finden die Tiere wirklich Ruhe.
“Das ist das Schöne hier”, findet auch Anke Vogler. “Diese Stille.” Einmal pro Woche kommt sie mit ihrem Mann hierher, um das Grab von Hilda zu pflegen. “Hilda hat immer Schmetterlinge gejagt”, sagt Anke Vogler und deutet auf den gläsernen Schmetterling.
Informationen über den Tierfriedhof gibt es im Internet unter www.tierfriedhof-letzte-ruhe.de .