Weihnachtskarten gegen Tierversuche

Beagle werden oftmals für Tierversuche benutzt. Foto: Vier Pfoten
Weihnachten - Zeit der Barmherzigkeit. Doch nur selten gilt das für die zwei Millionen Versuchstiere, die in deutschen Laboren leiden. Die Stiftung für Tierschutz Vier Pfoten hat einen bundesweiten Wettbewerb gestartet: Gesucht werden Weihnachtskarten, die auf das Leiden von Tieren bei Tierversuchen aufmerksam machen.
Auf die glückliche Gewinnerin oder den glücklichen Gewinner wartet ein prachtvoller Geschenkkorb gefüllt mit tierversuchsfreien Produkten - auf Bundesforschungsministerin Annette Schavan ein Berg an Weihnachtskarten, die zum Nachdenken anregen.
Vier Pfoten wird die Karten gesammelt an die Ministerin schicken.
Annahmeschluss ist der 4. Dezember 2010.
Zu den Teilnahmebedingungen und weiteren Informationen über Tierversuche
Abfuhr für den Tierschutz

Rückschritt in Sachen Tierversuche. Foto: Ärzte gegen Tierversuche
Es wäre ein Votum zum Schutz der Tiere gewesen, die für Versuche und wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. Die Grünen hatten in einem Antrag zum aktuellen Kompromissvorschlag für die EU-Tierversuchsrichtlinie an den Bundestag gefordert, massive Verschlechterungen für den Tierschutz rückgängig zu machen. Zahlreiche Tierschützer unterstützten diese Forderung am Mittwoch, dem Tag der Abstimmung, mit einer Protestaktion vor dem Bundestag. Die Politiker jedoch zeigten kein Rückgrat und beharrten auf ihrer von der Tierversuchslobby geprägten Position, wie die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche in einer Pressemitteilung erklärt.
Es wäre um Nachbesserungen der EU-Richtlinie für Tierversuche gegangen. Doch die Bundestagsabgeordneten des zuständigen Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz waren nicht einmal für Minimalforderungen wie eine Einschränkung von Affenversuchen oder ein Verbot von Versuchen an Menschenaffen zu gewinnen.
“Die deutschen Volksvertreter haben mit ihrer Entscheidung gegen den Tierschutz wieder einmal eine Chance auf eine ethische und wissenschaftlich fortschrittliche Forschung ohne Tierversuche vertan”, beurteilt Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche, die Ablehnung des Antrags von Bündnis 90/Die Grünen. Zugestimmt hatte neben Bündnis 90/Die Grünen nur die Linke. Die SPD enthielt sich, CDU und FDP stimmten dagegen.
In dem im Dezember 2009 zwischen EU-Kommission, -Parlament und -Ministerrat abgestimmten Kompromiss wurden wesentliche Fortschritte für den Tierschutz gestrichen, so Ärzte gegen Tierversuche. Der Antrag der Grünen forderte, zumindest die im ursprünglichen EU-Kommissionsentwurf vom November 2008 enthaltenen tierschutzrechtlichen Verbesserungen wieder einzuführen. Nach Ansicht der Ärzte gegen Tierversuche war die ursprüngliche von der EU-Kommission im November 2008 vorgelegte Neufassung der fast 25 Jahre alten Tierversuchsrichtlinie nur das absolute Minimum. Selbst die wenigen fortschrittlichen Ansätze, wie beispielsweise die verpflichtende Anwendung so genannter Alternativmethoden, bereits sobald praktikable Möglichkeiten vorhanden sind, rücken nun wieder in weite Ferne.
Im Forum ist Platz für Diskussion!
Kampf gegen Tierversuche
1982 hat sich Schauspielerin, Autorin und Politikerin Barbara Rütting gemeinsam mit anderen Tierschützern aus Protest gegen die dort durchgeführten Tierversuche am Tor des Berliner Pharmakonzerns Schering angekettet. Seither ist die Anzahl der Tierversuche deutschlandweit sogar noch gestiegen - obwohl immer mehr Wissenschaftler und Ärzte sie für sinnlos und eine reine Alibihandlung halten, wie die Tierschützerin in ihrem aktuellen Newsletter mitteilt.
Aktuelles Beispiel ist das Ansinnen des deutschen Pharmakonzerns Boehringer-Ingelheim. Der Konzern wollte sich mit einem Großtierversuchslabor in Tübingen niederlassen. Dieses Projekt scheiterte jedoch, weil zu viele Bürger Einwände gegen das unheimliche Projekt hatten. Danach wurde der Standort Hannover auserkoren. Ein Auszug aus dem Newsletter von Barbara Rütting:
“Für 35 Millionen Euro soll ein Tierimpfstoffversuchszentrum gebaut werden, in dem eine variable Anzahl an Schweinen und später auch an Rindern und Pferden in verfliesten Räumen gehalten werden sollen.
Die Tiere sollen mit Krankheiten infiziert werden, um anschließend Impfstoffe an ihnen zu testen. Nach den Tests sollen die Versuchstiere getötet, ihre Körper in Lauge aufgelöst werden! Ursprünglich sollten die in den Chemikalien aufgelösten Tiere in die Kanalisation abgeleitet werden - eine Genehmigung für dieses schauerliche Vorhaben wagten die Behörden dann aber doch nicht zu geben.
Nach den jüngsten Konzeptionen plant der Chemo-Pharma-Riese jetzt, die Lauge mit Transportern zu Tierverwertungsanlagen zu fahren.
Es ist anzunehmen, dass Boehringer auch für den Standort Hannover keine Versuchstierstatistiken veröffentlichen würde - der tatsächliche Umfang der Forschungen und die Bedingungen für die Versuchstiere blieben damit für die interessierte Öffentlichkeit im Dunkeln.
Ziel der Forschungen ist, die Massentierhaltung noch ertragreicher zu machen, noch mehr Tiere auf engstem Raum und unter den Bedingungen der strapaziösen Massen- und Intensivtierhaltung mit Hilfe der lukrativen pharmakologischen Tiermedizin durchzubringen. Hannover unterstützt dieses Vorhaben, um sich als „Wissenschaftsstandort” zu etablieren.
Offizielle Stellen argumentieren für die Ansiedlung des Tierversuchslabors, weil damit Arbeitsplätze entstehen würden. Anfangs wurden noch 200 Arbeitsplätze in Aussicht gestellt - zum jetzigen Zeitpunkt sind es nur noch 15. Die Tierärztliche Hochschule Hannover unterstützt die Ansiedlung des Pharmakonzerns, weil ihrer Meinung nach durch die Nähe eine lukrative Zusammenarbeit entstehen könnte.
Die Gefahren und Risiken haben es tatsächlich in sich: Da in der Anlage teilweise mit hochinfektiösen humanpathogenen Erregern der sogenannten „biologischen Sicherheitsstufe 3″ gearbeitet werden soll, besteht im Fall einer Freisetzung dieser Keime eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit der Menschen im Wohngebiet.
Über 5000 Bürger haben ihre Einwendungen gegen das Projekt bereits eingelegt. Ratsvorsitzende der Stadt ignorierten die Petitionen, und bis auf die Partei „Die Linke” haben alle dem geplanten Bau zugestimmt - CDU, SPD, FDP, aber auch die Grünen.
Sehr merkwürdig ist auch, dass Boehringer-Ingelheim eine Tochterfirma gegründet hat, was dazu führt, dass der Mutterkonzern bei Störfällen nicht direkt haftbar gemacht werden kann und auch die Tochterfirma nur begrenzt haftbar ist.
Tierschutzorganisationen laufen wie die lokalen Bürgerinitiativen Sturm gegen das Projekt.”
Hier gibt es eine Petition “Nein zum Tierversuchszentrum Hannover”.
Sterben und leiden für die Wissenschaft?

Giftigkeitsprüfungen an Tieren, hier der Draize-Test: Chemikalien oder Kosmetika werden Kaninchen in die Augen geträufelt. Foto: Ärzte gegen Tierversuche
Neun Schweine sind für die Wissenschaft unter Lawinen begraben worden. Das grausame Experiment im Ötztal in Tirol wurde Mitte Januar abgebrochen, nachdem Tierschützer auf die Barrikaden gingen (tierfreunde.de berichtete mehrfach). Seitdem ist die Diskussion um Tierversuche neu entbrannt.
Unter dem Titel NACHGEFRAGT gibt es einen Blogeintrag zum Thema “Wer vergräbt lebende Schweine im Schnee?”.
„Zur Entwicklung neuer Therapien bislang unheilbarer Krankheiten sind sie notwendig”, sagt Hans Lassmann, Vorstand des Institutes für Hirnforschung der Medizinischen Universität Wien. Auch die Universität Heidelberg ist dieser Meinung: „Ein Verzicht auf Tierversuche bedeutet langfristig das Ende unserer hochwertigen Krankenversorgung.”
Nicht nur die Vereinigung „Ärzte gegen Tierversuche” protestiert gegen solche Aussagen: „Tierversuche sind aus ethischen, medizinischen und methodenkritischen Gründen abzulehnen”, so die Veterinärin Dr. Corina Gericke in ihrem Bericht “Forschung ohne Tierleid”. „Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können.”
Zu dem Experiment im Ötztal nimmt Diplombiologin Silke Bitz, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ärzte gegen Tierversuche, Stellung: „Die Ergebnisse aus Tierversuchen helfen auch bei Lawinenkatastrophen nicht, Menschenleben zu retten. Mensch und Schwein unterscheiden sich in Physiologie und Körperbau so stark, dass die Tierexperimente keine relevanten Ergebnisse für den Menschen liefern.”
Meinungen von Tierfreunden zum Thema Tierversuche gibt es im Forum.
Mäuse leiden und sterben für Botox

Diese Mäuse wurden für einen Botox- Wirksamkeitstest in einem englischen Labor gehalten. © BUAV
Noch immer sterben Mäuse für Botox. Bereits vor einem Jahr haben sich die Tierfreunde im Forum unter dem Titel “Botox, Mäuse stören sich nicht an Falten… was haben sie dann damit zu tun?” mit dem Thema beschäftigt.
Botolinum Toxin, besser bekannt unter Botox, findet als “Anti-Falten-Mittel” immer weitere Verbreitung. Mit dem starken Nervengift lassen sich Gesichtsfalten “wegspritzen”, um so jugendlich auszusehen. Bakterien produzieren den Stoff, der die Signale zwischen Nerv und Muskel hemmt. Unter die Haut im Gesicht gespritzt lähmt es für etwa zwei bis sechs Monate die Muskeln, das Gesicht erscheint dadurch glatter.
Ein Bericht des Deutschen Tierschutzbundes
Doch was vielen nicht bekannt ist: Für den Test jeder einzelnen Produktionseinheit Botox müssen mindestens 100 Mäuse sterben. Im Jahr sollen es 100.000 bis 300.000 Mäuse weltweit sein. Mindestens 50 Prozent des Mittels werden allein für kosmetische Zwecke eingesetzt - der Rest kommt als Medikament zum Einsatz, beispielsweise für die Behandlung von Spasmen, Muskelverkrampfungen, Schiefhals oder Augenkrankheiten. Das EU-weite Tierversuchsverbot greift hier nicht, da Botox rechtlich als Medikament angesehen wird.
Botox wird im LD50 Test geprüft - einem Tierversuch, der die Wirksamkeit des Stoffes anhand der Todesrate der Tiere misst. Bei dem grausamen Versuch wird ermittelt, bei welcher Dosis 50 Prozent der Mäuse sterben. Den Tieren wird Botox in die Bauchhöhle gespritzt. Sie reagieren mit Lähmungen und Sehstörungen bis sie schließlich durch die Lähmung des Atemmuskels ersticken. Dieser Todeskampf der Tiere kann bis zu vier Tage dauern.
Grundsätzlich darf laut Tierschutzgesetz ein solch qualvoller Tierversuch nur durchgeführt werden, wenn dies „von hervorragender Bedeutung für wesentliche Bedürfnisse von Mensch und Tier ist”. Bei einer kosmetischen Anwendung ist das eindeutig nicht der Fall. Der Deutsche Tierschutzbund fordert daher, dass Botox nicht mehr für kosmetische Zwecke eingesetzt werden darf, solange der Tierversuch nicht durch tierversuchsfreie Methoden ersetzt werden kann. Weitere Informationen auf www.tierschutzbund.de.
Weitere Informationen Eine Diskussion über Tierversuche - notwendig oder unnötig? - gibt es im Forum von tierfreunde.de.
Tierversuche ja oder nein?
“Ein Verzicht auf Tierversuche bedeutet langfristig das Ende unserer hochwertigen Krankenversorgung”, behauptet die Universität Heidelberg. Demnach können Argumente pro Tierversuche zum Beispiel so lauten: die Vorgänge in unserem Körper besser verstehen lernen, die bei Tieren gleich sind; Krankheitsursachen und Behandlungsmöglichkeiten finden; die Wirksamkeit und die Sicherheit von Medikamenten und Lebensmitteln gewährleisten. Gegen Tierversuche spricht beispielsweise, dass tierische Krankheitsmodelle für den Menschen nur eine bedingte Aussagekraft haben. Menschen und Mäuse sind sich zwar ähnlich, aber sie sind nicht gleich. Außerdem können die Tiere in der Versuchstierhaltung und im Versuch selbst oft nicht arttypisch gehalten werden. Sie entwickeln dann Stress- und Verhaltensstörungen.
Natürlich gibt es wesentlich mehr Argumente in dieser Diskussion - ob für oder gegen Tierversuche. Im Forum von tierfreunde.de gibt es weitere Informationen, außerdem kann fleißig mitdiskutiert werden!
Hugo - ein Fall für Experten
Wer gibt einem Versuchshund ein verständnisvolles Zuhause? Auf laborbeaglehilfe.com gibt es einen Kommentar von Tierärzten, die darauf hinweisen, worauf man sich einstellen muss, wenn man so ein armes Tier aufnimmt. Mitleid alleine reicht nicht aus. Über Laborbeagle
Laborbeagle unterscheiden sich vom “normalen” Beagle in erster Linie im Hinblick auf ihre Haltung und die damit verbundenen Erfahrungen. Die rassetypischen Besonderheiten finden sich auch bei den Labortieren. Auch sie sind Jagdhunde, wobei der Jagdtrieb unterscheidlich stark ausgeprägt ist.
Laborbeagle, die in Familien vermittelt werden, haben den ersten Teil ihres Lebens in sehr reizarmer Umgebung verbracht und viele Dinge nicht kennen gelernt, die ein Hund kennen muss, um problemlos in einer Familie zu leben. Zum Lernen ist es zum Glück nie zu spät, und Erfahrungen zeigen, dass auch ältere Hunde sehr wohl in der Lage sind, sich nach kurzer Zeit zu ganz normalen Hunden zu entwickeln.
Im Labor leben die Hunde in gleichgeschlechtlichen Rudeln. Das führt dazu, dass sie in der Regel mit Artgenossen sehr gut auskommen, auch mit Katzen und Kleintieren gibt es selten Probleme.
Oft hört man, Laborbeagle seien wie Welpen. Es gibt aus der Menschenperspektive zwar einige Parallelen (beide sind nicht stubenrein, können nicht an der Leine gehen usw.), dennoch wird diese Beurteilung erwachsenen Hunden nicht gerecht.
Anforderungen an künftige Besitzer:
Sie müssen Geduld, Einfühlungsvermögen und Zeit haben
Der Hund sollte möglichst nicht länger als vier Stunden täglich alleine sein.
Eine gute Hundeschule ist von Vorteil.
Der Hund möchte liebevoll aber konsequent erzogen werden und in Ihnen einen berechenbaren und zuverlässigen Partner haben.
Die Angst um Katzen geht um
Kassel - In Schrecksbach im Schwalm-Eder-Kreis geht die Angst um. Dort soll in dieser Woche eine Altkleidersammlung stattfinden. An sich nichts Ungewöhnliches - doch die Tierbesitzer fürchten, dass es die Firma nicht auf Kleidung abgesehen hat, sondern auf Haustiere. “Ich habe Angst um meine Katze”, sagt eine Leserin, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will.
Altkleidersammler als Katzenfänger? Das Gerücht hält sich seit Jahren. Mal sollen die Häscher Tiere in Südniedersachsen mit Duftstoffen anlocken, mal ist in Kassel von doppelten Böden in Transportern die Rede. Auch im Schwalm-Eder-Kreis tauchten jetzt diese Gerüchte auf.
Doch wie stichhaltig sind diese Vorwürfe? Schon vor vier Jahren warnte die Tierschutzorganisation Animal Network, dass jährlich hunderttausende Hunde und Katzen in Deutschland gestohlen würden - für Versuchslabore. Offizielle Stellen können dies nicht bestätigen. “Das ist ein Hirngespinst”, sagt das Verbraucherschutzministerium und verweist auf den Tierschutzbericht. Dort sind 1023 Katzen als Versuchstiere in deutschen Laboren aufgeführt. Auch dass Katzenfelle das Ziel der Tierfänger sind, ist fragwürdig: In Asien gibt es die Felle zum Schleuderpreis. Die Polizei kennt keine Fälle, in denen sich die Vorwürfe bewahrheitet haben. “Mir ist kein Fall bekannt”, sagt Sabine Knöll, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Nordhessen. Gleichlautend ist die Auskunft von Jasmin Katz, Sprecherin der Polizeidirektion Göttingen.
Dass in Deutschland trotzdem zehntausende Katzen verschwinden, hat möglicherweise einen anderen Grund. Pro Jahr wird eine sechsstellige Zahl an Tieren von Autos überfahren, so die Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes. Zudem liefen viele Katzen von zuhause weg.
Doch die Gerüchte halten sich weiter hartnäckig. So schrieb eine Leserin auf HNA.de, dass Ende März in Frankenberg (Kreis Waldeck-Frankenberg) Altkleidersammler unterwegs gewesen seien. “Seit dem 16.04. ist mein Kater verschwunden”, heißt es weiter.
Dass zwischen beiden Ereignissen drei Wochen liegen, scheint den Glauben an Gerüchte um die Katzenfänger nicht zu entkräften.
Von Frerk Schenker/www.hna.de
Verbot der Tierversuche in der Kosmetik

Einem Kaninchen wird der zu prüfende Stoff direkt ins Auge geträufelt. Foto: Ärzte gegen Tierversuche
Ab 11. März 2009 sind EU-weit Kosmetika verboten, die im Tierversuch getestet wurden. Doch Schlupflöcher gibt es nach wie vor.
Tierschützer sprechen dennoch von einem Meilenstein im Kampf gegen Tierversuche, die bundesweite Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche begrüßt dies als Teilerfolg, ermahnt die Politik aber, die Umsetzung zu kontrollieren und sich dem Ausstieg aus dem Tierversuch nicht zu verwehren.
Mit dem nun in Kraft tretenden EU-weiten Vermarktungsverbot tierquälerischer Kosmetik ist laut Ärzte gegen Tierversuche ein wichtiges Ziel erreicht. Allerdings bedeute dieses Verbot immer noch kein Ende der Tierqual für die Schönheit, da Versuche zur Giftigkeit bei wiederholter Gabe, Reproduktions-Giftigkeit sowie zur Aufnahme, Verteilung, Verstoffwechslung und Ausscheidung einer Substanz noch bis mindestens 2013 erlaubt sind, wie die Vereinigung Ärzte gegen Tierversuche auf ihrer Internetseite berichtet. Zudem sei unklar, ob das Verbot in der Praxis berücksichtigt und wie die Einhaltung überhaupt kontrolliert werde.
Warum Tierschützer dennoch von einem Erfolg sprechen, erläutert Christiane Baumgartl-Simons vom Bundesverband “Menschen für Tierrechte” im Interview auf GEO.de.






