Zuhause gesucht

Congo
Die neue Tiervermittlung des Münchner Merkur: Einmal wöchentlich werden in einer Fotostrecke Tiere aus den Tierheimen rund um München vorgestellt, die ein Zuhause suchen - wie Congo, ein freundlicher, zugänglicher Schäferhund-Mix. Er ist im September 2008 geboren. Congo wartet im Tierheim SOS Projects (Tel: 089-90936590) auf Ihren Anruf.
Die diskriminierten Hunde

Hund Otto mit seiner kleinen Freundin Theresa. Foto: Tierschutzverein München
Nicht nur das Münchner Tierheim ist überfüllt mit beschlagnahmten Hunden, die einzig und allein wegen ihrer Rassezugehörigkeit als gefährlich gelten. Eingeteilt in Kategorie I bis III ist die Haltung dieser sogenannten Listenhunde entweder überhaupt nicht oder nur mit einem Gutachten möglich, das ihre Gutmütigkeit beweist.
Unverständlich ist: Die Listenhunde der Kategorie I sind in Bayern für ein Gutachten von vorn herein nicht zugelassen. Ohne auffällig geworden zu sein, sind sie zu einem lebenslangen Aufenthalt im Tierheim verurteilt. Es sei denn, ihr Halter könnte ein „berechtigtes Interesse” vorweisen. Doch dies kann (im Sinne der Verordnung) kaum jemand.
Diese pauschale Maßregelung von bestimmten Hunderassen gaukelt eine vermeintliche Sicherheit vor gefährlichen Hunden vor, die tatsächlich nicht gegeben ist, denn: Jeder Hund - egal welcher Rasse - kann durch falsche Behandlung, Erziehung oder Ausbildung zur Gefahr für andere Lebewesen werden. Den Preis für die Internierung der grundlos diskriminierten Hunde bezahlt das Münchner Tierheim - und natürlich die Hunde - mit lebenslangem Dauerarrest.
Diesen Hunden droht lebenslanger Arrest: American Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Tosa Inu und Mischrassen.
Gegen diese sinnlose Diskriminierung kämpft der Tierschutzverein München. Er fordert Bayerns Innenminister in einer Unterschriftenaktion unter anderem auf, dafür zu sorgen, dass alle Hunderassen, die in der „Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität u. Gefährlichkeit“ gelistet sind, gleichgestellt behandelt werden und allen Hunden das Recht auf eine Einzelüberprüfung im Rahmen eines Wesenstestes zugebilligt wird.
Weitere Informationen gibt es unter www.tierheim-muenchen.de.
Terrier-Flut im Tierheim

Sieben Terrier suchen zur Zeit im Tierheim München ein neues Zuhause: Parson-Jack-Russell-Terrier Nash, Jagdterrier Kalle, Jack-Russell-Terrier Murri, Terrier-Mischlingswelpe Mandy, Terriermischlingshündin Molly, Jagdterrier Anton, Jack-Russel-Terrier Fritzi. Fotos: Petra Strauch
Als Welpe war Nash klein, nett und witzig. Das ist er jetzt, neun Jahre später, immer noch, allerdings haben seine Besitzer noch ein paar weitere Eigenschaften entdeckt: lebhaft, selbstbewusst, selbstständig. Und genau deshalb ist der Jack-Russell-Terrier im Tierheim München abgegeben worden. Er hat viel Energie, und seine Halter sind mit ihm nicht mehr klar gekommen.
Leider ist Nash kein Einzelfall. Das Münchner Tierheim spricht von einer wahren “Terrier-Flut”, und dieses Phänomen trifft in vielen Tierheimen zu. “Die Jack Russell Terrier sind süße, liebe, kleine Hunde, das wollen die Leute”, sagt Tierheimleiter Karl Heinz Joachim. Dass diese Hunde ein großes Bewegungsbedürfnis haben und auch sonst nicht einfach in Erziehung und Umgang sind, wird vergessen. Joachim nennt ein kleines Beispiel: Der Jack Russell ist geeignet für einen Reiter, der mit seinem Pferd ins Gelände reitet. “Am Abend sind Reiter und Pferd müde, nur der Hund will nochmal eine Runde drehen.” Außerdem sind Terrier sehr selbstbewusst gegenüber Menschen und Artgenossen, was unbedingt eine konsequente Erziehung sowie körperliche und geistige Auslastung erfordert.
Das Temperament des Terriers und die hohen Anforderungen an die Freizeit - “fünf Mal pro Tag Gassi gehen”, so Karl Heinz Joachim - werden den Hundebesitzern zu viel, der Terrier landet im Tierheim. Sieben an der Zahl warten im Münchner Tierheim auf neue Besitzer. “Wir versuchen, die Hunde an Leute zu vermitteln, die wissen, was auf sie zukommt”, sagt Joachim. Die neuen Hundehalter sollten sich mit Terriern auskennen und ihnen das geeignete Umfeld bieten können. Denn trotz seiner geringen Größe ist der Terrier ein selbstbewusster, furchtloser und unternehmungslustiger Begleiter, der auf anspruchsvolle Weise beschäftigt werden will.

Kalle hat es faustdick hinter den Ohren.
Auch Kalle, ein Jagdterrier-Mischling, braucht Besitzer, die sich mit dieser Rasse auskennen. Kalle hat es faustdick hinter seinen kleinen Ohren. Standesgemäß ist er in der Jagd erfolgreich. So müssen sich vor allem Katzen in seiner Nähe in Acht nehmen. Kalle ist leinenführig und zu Menschen sehr verschmust und anhänglich.
Weitere Informationen über die Hunde gibt es auf www.tierheim-muenchen.com.
no/Münchner Merkur
Ein Traumplatz für Odi - nur auf den ersten Blick
Lange hat der dreibeinige Odi darauf gewartet, und nun schien alles perfekt: Der schwarze Hund aus Serbien sollte einen Traumplatz in Kirchheim bei München beziehen. Mitarbeiterinnen des Vereins “Euro-pas” hatten den Platz vorher kontrolliert.
Niemals allein sollte Odi sein - die beiden Zwillingsschwestern arbeiten zeitversetzt, so dass immer jemand zu Hause sein würde. In seinem etwa vierjährigen Leben ist Odi nicht viel Gutes widerfahren: Er wurde in Belgrad mit einem zertrümmerten Vorderpfötchen gefunden, wahrscheinlich wurde er schwer geschlagen und misshandelt. Das Bein musste leider amputiert werden. Allerdings kommt er mit drei Beinen super zurecht, springt und läuft für sein Leben gerne. Dann lebte Odi zwei Jahre lang bei einer Familie, die schließlich umzog und den sensiblen Rüden nicht mitnehmen konnte. In einem Tierheim wäre Odi kaputt gegangen, umso dringender war die Vermittlung. Deshalb war die Freude groß, dass Odi einen Platz gefunden hatte.
Doch schon drei Tage, nachdem Odi eingezogen war, meldeten sie sich per E-Mail bei “Euro-pas”: Odi sei weggelaufen, sie hätten große Angst um ihn und bereits Polizei und Tierheim informiert. Nach einem Anruf beim Tierheim stellte sich heraus, dass keine Vermisstenmeldung vorlag - im Gegenteil: Die Schwestern hatten den Hund bei der Polizei in Kirchheim als Fundhund abgegeben. Die Beamten brachten Odi dann ins Tierheim.
Gegen die beiden Schwestern wurde sofort Anzeige erstattet, wie Claudia Jevti´c, Vorsitzende von “Euro-pas”, mitteilte. Außerdem warnt die Tierschützerin: “Es ist nicht auszuschließen, dass die beiden jungen Damen wieder einen Hund suchen.”
Wenige Wochen später hat Odi nun doch einen Traumplatz: Antonia Terhaag, die stellvertretende Vorsitzende, hat den dreibeinigen Hund bei sich aufgenommen. „Er kommt langsam zur Ruhe und genießt die Ausflüge, das Futtern und die Kuscheleinheiten”, berichtet sie. Odi versteht sich blendend mit den anderen beiden Hunden, ist völlig angstfrei gegenüber Menschen und sehr gelehrig - er springt schon von selber in die Tragetasche, wenn er weiß, dass es ins Treppenhaus geht.
Die Vermittlung von Tieren hat beim Verein “Euro-pas” nicht oberste Priorität. Die Tierschützerinnen, die sich dem projekt „Belgrad” verschrieben haben, wollen in erster Linie die Situation der Tiere vor Ort verbessern: Kastrationsaktionen sollen das Problem an der Wurzel packen.
no/Münchner Merkur
Der Verein “Euro-pas”
“Pas” bedeutet auf Serbisch “Hund” und steht hier auch für “Protection of Animals in Serbia”. Auf französisch bedeutet “pas” “Schritt”, und mit “Euro- P.A.S.” soll den Tierschutz in Serbien “einen Schritt näher” an die europäischen Verhältnisse gebracht werden. In Serbien ist das Wort “Tierschutz” noch nahezu unbekannt.
Claudia Jeyti´c und ihr Team kooperierenzeitweise mit der serbischen Tierschutzorganisation A.R.C. (Animal Rescue Center Belgrade) sowie mit diversen Organisationen aus dem benachbarten Österreich (v. a. mit der Tierhilfe Süden Austria). “Ein besonderer Dank geht auch an den Tierschutzverein Kissing e.V., ohne den wir das “Projekt” nie starten hätten können”, berichtet der Verein auf seiner Homepage. “Unser oberstes Ziel ist es, die Streunerpopulation in Belgrad dauerhaft durch Kastrationen einzudämmen, und die Bevölkerung in Sachen Tierschutz aufzuklären. Es ist ein verdammt harter und langer Weg, aber die Erfolge zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Tierheim Berlin im ZDF

Kameramann mit Hund im Tierheim Berlin. Foto: Tierschutzverein Berlin/Marcel Gäding
Bislang spielten Dokusoaps im Fernsehen vor allem in Zoologischen Gärten. Nun wagte das ZDF etwas Neues: Das Tierheim Berlin bekam eine eigene Serie. “SOS für alle FELLE - Geschichten aus dem Tierheim Berlin” heißt die Dokumentation, die bis zum 18. September täglich um 15.15 Uhr im ZDF zu sehen ist.
Tierschutz zur besten Sendezeit, so könnte man das Konzept der Serie auf den Punkt bringen. Die Hauptdarsteller sind Tierfreunde, Tierpfleger und Tierärzte. Die eigentlichen Stars aber sind die Tiere.
Eine Auswahl an Sendungen rund um Tiere hat der Tierschutzbund auf seiner Internetseite zusammengestellt.
Stammgast im Tierheim: Rocky
Der Beagle Rocky weist eine traurige Bilanz auf: Er ist schon zum vierten Mal im Tierheim München-Riem. “Stur, dominant, ein besessener Jagdhund - und obendrein bleibt Rocky nicht alleine”, so wird der fünfjährige Rüde beschrieben. Der hübsche Kerl braucht also Frauchen und Herrchen mit Hundeerfahrung. In der Tierzeit von merkurtz.tv wird Rocky vorgestellt.
Im Blog von tierfreunde.de gibt es übrigens eine nette Geschichte über einen Beagle: Ein Klick mit Folgen - von wegen Jagdhund!
Hund aus Tierheim entführt
Das Ignaz-Perner-Tierheim in München vermisst Cakir: Der knapp zweijährige Kangalrüde ist aus einem Auslauf verschwunden. Tierpflegerin Andrea Bachmann berichtet in diesem Video, dass der stattliche Rüde entführt wurde. Das Tierheim bittet alle Tierfreunde, die Augen offen zu halten. Cakir muss noch viel lernen, ist kinderlieb und braucht ein Herrchen oder Frauchen, das Erfahrung mit Herdenschutzhunden hat.
Hunde-WG im Münchner Tierheim

Die Vierbeiner fühlen sich im neuen Hundehaus pudelwohl. Foto: Kurzendörfer
Der Tierschutzverein hat in Riem ein neues Konzept zur Haltung von Vierbeinern eingeführt - und einen Neubau für 360 000 Euro errichtet. Tierisch gut lebt es sich für Hunde ab sofort in neuen “Hunde-Wohngemeinschaften” im Tierheim in Riem. Ganz nach dem Motto: Was gut ist für Studenten oder Singles, kann auch für Vierbeiner nicht schlecht sein.
Jetzt wurden die „WGs” im neuen Hundehaus des Tierschutzvereins München an der Riemer Straße 270 offiziell eröffnet (ein Video von der Eröffnung). Anders als bei der konventionellen Hundehaltung in Tierheimen sollen die Tiere hier ihren Drang nach Bewegung und Geselligkeit ausleben können. In den WGs biete man den Vierbeinern “die Chance, wieder zu lernen, was es bedeutet, Hund zu sein”, wie es im Konzept für die neue Einrichtung heißt.
Das Hundehaus besteht aus drei Räumen auf einer Geschossfläche von 135 Quadratmetern. Jeder Raum stellt dabei eine eigene WG”dar. In Raum eins wohnen neun Welpen. Hier ist unter anderem eine vierköpfige Welpengruppe untergebracht, die im Münchner Norden gefunden wurde. Der Finder gab sie ohne nähere Angaben am Karfreitag im Tierheim ab. In Raum zwei fühlen sich sechs Hunde pudelwohl, die ohne die Hilfe des Tierschutzvereins nicht mehr leben würden. Eine Hundetrainerin des Tierheims wurde bei einem Spanien-Aufenthalt auf die Tiere aufmerksam, die sonst getötet worden wären. In der dritten WG leben sechs Hunde, die von Münchnern abgegeben wurden.
Insgesamt kann das neue Hundehaus zwischen 20 und 25 Hunde aufnehmen. Die Baukosten in Höhe von 360 000 Euro wurden ausschließlich durch Spendenaufkommen und Vermächtnisse gestemmt. Die WGs haben direkten Zugang zu einem 300 Quadratmeter großen Auslaufgelände.
Roland Müller/Münchner Merkur
Kleines Raubtier sucht neues Zuhause
Ebersberg - Die knapp vierjährige Cilla sucht ein neues Zuhause. Cilla ist eine reinrassige Maine Coon und sich ihrer Schönheit mit einer entsprechenden Arroganz bewusst. Sie kam schon vor einiger Zeit in die Pflegestelle des Tierschutzvereins Ebersberg. Die Vorbesitzer durften sie angeblich beim Wohnungwechsel nicht mitnehmen.
Anfangs hat sie unter dem Verlust der vertrauten Personen sehr gelitten. Inzwischen hat sich ihr Selbstbewusstsein erholt - sie bestimmt, wer im Haushalt der Boss ist. Daher braucht Cilla einen Menschen, der die Sprache der Katzen versteht und keine Kleinkinder hat.
Weitere Informationen gibt’s hier.
Lieb und herzig
Tierzeit auf merkurtz.tv: Markus, der ungarische Mischling, ist so lieb und herzig wie kaum ein anderer Hund. Viele Schicksalsschläge hat er durchlaufen, aber seine Lebensfreude ist ungebrochen.
In Tierzeit werden regelmäßig Vierbeiner aus dem Ignaz-Perner-Tierheim in München vorgestellt.Â






