Die vergessenen Tiere der Revolution

Ein Kamel wird medizinisch versorgt. © VIER PFOTEN /Mihai Vasile
Hamburg - Während einer politischen Krise werden oft die vergessen, die keine Stimme haben - die Tiere. Die Kamele und Pferde, die normalerweise in der ägyptischen Tourismusindustrie eingesetzt werden, verhungern derzeit. Aufgrund der politischen Revolution hat das Land, das normalerweise vom Tourismus lebt, kaum noch Besucher. Mit einem Noteinsatz hilft die Stuftung für Tierschutz “Vier Pfoten” den leidenden Tieren vor Ort, verteilt Futter und versorgt die Tiere medizinisch, wie die Stiftung in einer Presseerklärung mitteilt.
In Ägypten arbeiteten viele hunderttausend Menschen im Tourismus, viele tausend von ihnen haben Pferde, Kamele und Esel als Attraktion für die Besucher der Pyramiden in Luxor oder in Kairo. Nun sind sie nicht mehr imstande, ihre Tiere zu versorgen. Viele Tiere sind bereits aufgrund der fehlenden beziehungsweise falschen Ernährung gestorben. Als das Team von Vier Pfoten in Kairo ankam, eröffnete sich ihnen ein Bild des Grauens: Auf den Straßen lagen Tierkadaver, zusammen mit Abfall. Die Tiere, die bisher überlebt haben, kämpfen mit Hunger, schmerzhaften Wunden und falscher Ausstattung, wie etwa unpassenden Halftern. Den Menschen in Ägypten fehlen die Mittel, ihnen zu helfen.
Dr. Amir Khalil, Leiter des Vier-Pfoten-Hilfseinsatzes in Kairo, erzählt: “Unseren ersten Beobachtungen zufolge sind mehr als 800 Pferde, über 1000 Kamele und eine unbekannte Zahl an Eseln betroffen. Sie brauchen dringend medizinische Versorgung und Futter.”
Das Team von Vier Pfoten ist Ende vergangener Woche in Kairo angekommen und konzentriert sich in erster Linie auf die medizinische Versorgung. Viele der Tiere haben schlimme Wunden und leiden unter schlechten Haltungsbedingungen. Es gibt keinerlei Hilfe von staatlicher Seite. Allein am ersten Behandlungstag hat Vier Pfoten 81 Kamelen und 14 Pferden geholfen. Viele der Tiere hatten Wunden aufgrund von Metallteilen im Zaumzeug, außerdem gab es einige Verletzungen durch fehlerhafte Sattelnutzung. Vier Pfoten musste unzählige offene Wunden mit Antibiotika und Entzündungshemmern behandeln. Außerdem hatten auffällig viele Tiere Hauterkrankungen.

Die Kamele, Pferde und Esel brauchen dringend Futter. © VIER PFOTEN /Mihai Vasile
Der zweite Fokus von Vier Pfoten liegt auf der Versorgung der Tiere mit Futter. Etwa 12.500 Kilogramm Futter wurde an die Kamelbesitzer bisher verteilt. Die Menschen kamen mit den Tieren und warteten, bis sie an der Reihe waren. Die mehr als 400 Kamele in der Pyramidenregion erhielten Futter für etwa eine Woche. Die Verteilung des Futters ist eine sehr delikate Angelegenheit - jeder will so viel wie möglich für ihre eigenen Tiere bekommen, und sieht die Gesamtsituation nicht. “Daher legten wir unser Augenmerk auf eine ausgeklügelte Organisation der Futtervergabe - allein schon aus Gründen der Sicherheit für unser Team. Wir haben aber auch sehr viel Unterstützung erfahren, viele junge Ägypter erklärten sich spontan bereit, uns zu helfen. Wir sehen dies als ein sehr positives Zeichen für die Zukunft der jungen Generation”, sagt Dr. Amir Khalil.
Der Einsatz wird noch einige Wochen andauern. Ziel ist, alle betroffenen Tiere medizinisch zu stabilisieren und ihre Versorgung zu sichern. Die Anwesenheit der vielen jungen Freiwilligen lässt hoffen, dass auch nach Ende des Einsatzes die Tiere weiterhin gut versorgt werden.
Ich bin ein TIER - holt mich hier raus!

Mit diesem Plakat demonstrieren die Kinder gegen das Dschungelcamp.
Einige engagierte junge Tierfreunde aus Köln, die dem Verein “Schüler für Tiere” angehören, kritisieren das Dschungelcamp und haben sich in einem Brief an den Fernsehsender RTL gewandt. “Uns ist aufgefallen, dass die Sendung “Ich bin ein Star, holt mich hier raus” sich immer größerer Beliebtheit erfreut und rund um die Uhr in allen RTL-Magazinen propagiert und beworben wird. Besonders dieses Jahr haben die Einschaltquoten alle Rekorde gebrochen. Wir können dies jedoch überhaupt nicht gut finden.” Die Sendung ist in den Augen der Schüler würdelos und überflüssig, ganz besonders im Bezug auf die vielen Tiere, die dort gequält werden. “Wir finden, dass die Parole “Holt mich hier raus” auf die armen Tiere angewendet werden sollte statt auf die Z-Promis. Denn Tiere können sich nicht selber retten. Dies gilt einmal für die Tiere aus der Sendung, aber natürlich auch für Tiere aus anderen Bereichen in unserer Gesellschaft, die für uns Verbraucher unter schlimmen Bedingungen gehalten, gequält, ausgebeutet und getötet werden.”
Hier der Brief der couragierten Schüler im Wortlaut:
“Liebes RTL Team,
wir Schüler für Tiere - Köln haben auf ihrem Sender “Ich bin ein Star holt - mich hier raus” gesehen und sind entsetzt. Wir finden diese Sendung überflüssig, was wir damit sagen wollen: Diese sogenannten Stars können sich retten, aber Tiere nicht. Deswegen haben wir überhaupt diesen Brief geschrieben, damit sie vielleicht einsehen, dass es wirklich schwachsinnig ist, so eine Sendung zu machen. Es haben eh nur wenige Tiere das “Glück”, nicht in Gefangenschaft leben zu müssen. Toll fänden wir es, wenn es bald die Sendung “Ich bin ein Tier - holt mich hier raus” gäbe. Diese hätte wenigstens einen Sinn. Wir würden uns freuen, wenn sie unseren Rat befolgen würden und warten auf eine Antwort von ihnen!
Johanna und Yasmin
Schüler für Tiere - Köln”
Spielzeuge sorgfältig auswählen
Wer seinem tierischen Familienmitglied zu Weihnachten etwas Gutes tun möchte, sollte einige Regeln beachten, wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt. Spielzeuggeschenke sollten sorgfältig ausgewählt werden. Viele Bälle, Kauspielzeuge und vermeintliche andere Spaßprodukte bergen Gefahren für das Tier. Zum Schutz der Vierbeiner sollten Tierfreundinnen und Tierfreunde auch darauf verzichten, zusätzliche Leckereien von den Weihnachtstellern oder der Festtafel zu verfüttern. Weihnachtsschmuck und Kerzenwachs sind zudem oft Quellen unnötigen Tierleids.
Viele Menschen wollen auch ihren geliebten Tieren zu Weihnachten eine Freude bereiten. Das Verfüttern von gewürzten Speisen sowie Schokolade ist jedoch gesundheitsschädlich für Katzen und Hunde. In vielen Fällen führt es zu Verdauungsstörungen, die dann schnell beim tierärztlichen Notdienst enden können. Wer sich an Weihnachten auch an den Bedürfnissen seines Tieres ausrichtet und es vor Gefahrenquellen wie Geschenkpapier, Lametta oder Kerzenwachs schützt, für den wird das Fest mit seinen „tierischen Freunden” sicher ein freudiges Zusammensein.
Beim Kauf von Geschenken für Tiere warnt der Deutsche Tierschutzbund vor nicht artgerechten Spielzeugen, die oftmals Verletzungsgefahren bergen. Zu kleine Spielzeuge oder die Innenteile von quietschenden Gegenständen können im Eifer des Spiels schnell verschluckt werden oder beim Kauen zersplittern. Gefährlich können unter anderem auch die als Katzenspielzeug angebotenen Laserpointer sein, deren Lichtstrahl von Katzen gejagt werden soll. Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend vom Kauf ab, da es zu starken Verbrennungen von Mensch und Tier kommen kann, wenn der Lichtstrahl auf das Auge trifft.
Keinesfalls tiergerecht sind Röhrensysteme aus Plastik, wie sie für Hamster angeboten werden. In diesen Plastikgängen können die Tiere stecken bleiben und sogar ersticken. Auch offene Laufräder mit Gittersprossen sind als Käfiginventar bei kleinen Heimtieren ungeeignet: Zum einen haben sie oft einen zu kleinen Durchmesser, sodass die Wirbelsäule des Tieres beim Laufen stark gekrümmt wird, zum anderen kann es zu gefährlichen Verletzungen kommen, wenn Gliedmaßen oder der Schwanz in den Gittersprossen hängen bleiben. Konstruktionen wie das so genannte „Hamsterauto” sind als äußerst tierquälerisch einzustufen. Spiegel und Plastikvögel im Wellensittich-Käfig mögen vielleicht dem Halter gefallen, dem Tier ersetzen diese Utensilien jedoch nicht den für das Wohlbefinden unerlässlichen Artgenossen.
tierfreunde.de will wissen: Schenkt ihr euren Tieren etwas zu Weihnachten? Und wenn ja, was? Ab ins Forum!
Tiere sind keine Geschenke
Kreis Unna - Sei es der braunäugige Hundewelpe, das süße Kätzchen oder ein putziges Meerschweinchen - Tiere stehen auf der weihnachtlichen Geschenkeliste ganz oben. Tiere aus dem Tierheim sind kostengünstiger als aus der Tierhandlung oder vom Züchter. Um Missbrauch vorzubeugen, schließt das Tierheim im Kreis Unna in Nordrhein-Westfalen deshalb vor Weihnachten seine Pforten, wie www.wa.de berichtet.
Unabhängig von der Quelle gilt aber: Ob sich ein Tier auch als Weihnachtsgeschenk eignet, sollte genauestens überdacht werden. Besonders Kinder, aber auch ältere Menschen sind hocherfreut über einen neuen Hausgast. Doch gerade bei Kindern hält diese Freude oftmals nicht lange an. Denn Hunde und Katzen wollen über viele Jahre betreut und versorgt werden. „
Alle Jahre wieder warnen Tierschutzbehörden und Tierheime davor, Tiere zu verschenken. Auch der Berliner Tierschutzverein rät von Weihnachtsgeschenken auf vier Pfoten ab, wie www.sueddeutsche.de berichtet. “Tiere sind Lebewesen. Sie eignen sich nicht als Geschenk, weder zu Weihnachten noch zu anderen Anlässen”, sagt Vereinspräsident Wolfgang Apel.
Häufig wird nur über die Tierliebe der Beschenkten nachgedacht. Wichtig ist aber auch, dass ein „lebendes” Geschenk passend ist und artgemäß gehalten und gepflegt werden kann. Sonst landet ein solch „originelles” Weihnachtsgeschenk oft im ohnehin schon überlasteten Tierheim des Kreises Unna.
Damit kein Tier als spontanes Weihnachtsgeschenk unter dem Christbaum landet, bleiben einige Tierheime, darunter auch das in Unna, an den Tagen vor Weihnachten für das Publikum geschlossen.
Ein neues Zuhause für ungarische Hunde
Anfang Oktober dieses Jahres traf Ungarn die schlimmste Umweltkatastrophe aller Zeiten. Auch Tiere leiden darunter.
Eine Giftschlammwelle aus einem Aluminiumwerk brach über das Land herein. Giftiger roter Schlamm überzog mehr als 40 Quadratkilometer.
Eines der am meisten betroffenen Dörfer ist Kolonta, das nur wenige hundert Meter von den riesigen Giftschlammbecken entfernt liegt. Der Ort ist mittlerweile weitgehend verlassen, denn die meisten Häuser und Gärten sind unter rotem Schlamm begraben.
Als das Unglück passierte, versuchten die meisten Ungarn, in aller Eile ihr Hab und Gut zusammenzupacken und der Giftwelle zu entfliehen. So manche vergaßen dabei ihre Haustiere. Vor allem die Hunde traf es schwer. Viele Vierbeiner wurden an Ketten gebunden und im Haus oder Garten zurückgelassen und waren somit dem Schlamm wehrlos ausgesetzt. Diese Tiere starben qualvoll oder tranken in den folgenden Tagen das verseuchte Wasser. Nur wenige Hunde hatten Glück und konnten sich auf Anhöhen retten. Sie wurden nach Tagen von ungarischen Tierschützern geborgen. Da die ungarischen Tierasyle vollkommen überlastet sind, droht vielen Hunden die Tötung.
Dank der Tierschutzorganisation „Stimme der Tiere” und mit Hilfe des Tierschutzvereins Ebersberg kommen am Freitag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr zehn überlebende, gesunde Hunde in München an. Zwei von ihnen sind bereits in einer Familie untergebracht, doch die anderen suchen noch ein Zuhause. Vom Welpen bis zum Senior ist jedes Alter vertreten. Sie sind alle wohlauf.
Direkt nach der Ankunft werden die Vierbeiner zu Frau Dr. Huntgeburth in eine Tierarztpraxis nach Baldham gebracht und dort untersucht. Anschließend werden sie auf ihre Pflegeplätze verteilt oder kommen vorübergehend in ein Tierpension in Mühldorf.
Weitere Informationen, Bilder der Hunde und ein Video von der Ankunft der Tiere finden Sie morgen auf der Internetseite von Radio Arabella.
Wenn Sie schon jetzt helfen möchten und einem Hund ein neues Zuhause geben wollen, dann bewerben Sie sich über das Formular ganz unte auf der Internetseite von Radio Arabella.
Problem-Paviane und Pleite-Tiger
Erst verwahrlost, dann schwer vermittelbar: Jedes Jahr schließt in Deutschland mindestens ein Tierpark. Doch die Tiger, Paviane und Waschbären will dann kaum jemand haben. So wurden schon Löwen an eine Farm in Afrika verkauft, die Jagden für gutbetuchte Kundschaft anbietet.
Ein Bericht von Spiegel online
Ronny Schäfer träumte von einem eigenen Raubtier-Park, und als die Chance kam, griff er zu. Er sicherte sich einen Tierpark im nordrhein-westfälischen Kalletal. Hier rissen vier Tiger - Corty, Saskia, Sam und Shari - ihre Mäuler auf, hier kratzten sich zwei Schimpansen - Fritz und Friederike - das Fell.
Eine Unterschrift und schon war Schäfer Besitzer von rund zwei Dutzend exotischen Tieren - von Pavianen, Wölfen, Luchsen, Dingos, Waschbären, Tigern und Schimpansen. Und das, obwohl er keine Ahnung hatte. Keine Ahnung, wie der Alltag eines Zoos tatsächlich aussieht, wie er einen solchen Betrieb zu führen hat. Schäfer ist gelernter Schlachter. Mit seiner Frau betreibt er einen Futterhandel.
Schäfers Traum platzte.
Das zuständige Veterinäramt verweigerte ihm die Betriebserlaubnis, verfügte, dass die Tiere an neue Besitzer zu vermitteln seien. Doch damit wollte Schäfer sich nicht abfinden, wie er nun SPIEGEL TV Magazin erzählte (Sonntag, 22.30 Uhr, RTL): “Sie sagten, ich wäre nicht fähig, ein Raubtier zu halten. Da habe ich gesagt: ‘Dann füttert ihr die Tiere weiter. Ich bin nicht der Depp der Nation.’”
Schäfer klagte, die Tiger, die Affen, die Luchse, die Wölfe fraßen und Schäfer ging das Geld aus. Den Tierpark bot er sogar auf Ebay an. Es half nichts.
Schäfer sah keinen Ausweg mehr, schrieb ans Amt, drohte, die Tiere verhungern zu lassen, bat schließlich sogar darum, sie einschläfern zu dürfen. Das Amt beschlagnahmte die Tiere. Jeder Affe, jeder Tiger wurde jetzt zum Problem-Affen und Problem-Tiger: Wohin mit ihnen?
Weil Exoten Besucher anziehen, wollen auch kleine Zoos und Tierparks selten auf Affen, Tiger und Elefanten verzichten. Häufig jedoch übernehmen sie sich dabei. “Etwa jedes Jahr macht in Deutschland ein Tierpark dicht”, schätzt Laura Zimprich, Vorsitzende des Tierschutzvereins “Animal Public”.
Und das Problem könnte sich noch verschärfen. “Derzeit wird an neuen Vorgaben gearbeitet, die vorsehen, dass Zootieren in ihren Gehegen endlich mehr Platz zur Verfügung stehen wird”, so Zimprich. Die Folge dieses eigentlich löblichen Vorstoßes könnte aber sein, dass noch mehr Zoos geschlossen werden.
Bei der Auflösung solcher Tierparks, bei der Suche nach neuen Plätzen für die Tiere, haben die Exoten unter ihnen dann oft die schlechtesten Karten. Die Nachfrage nach der Konkursmasse ist gering.
Experten schätzen, dass in Europa Tausende Tiere betroffen sind. “Die meisten Zoos haben kein Interesse daran, solche aussortierten Exemplare aufzunehmen. Oft haben sie gar nicht den Platz dafür. Ein ausgewachsener Tiger ist ja keine Schildkröte”, sagt Zimprich. Außerdem produzierten die eigenen Tiere selbst so viel Nachwuchs, dass erst dieser vermittelt werden müsse. Bereits das sei schwer.
“Erst im vergangenen Herbst hat ein deutscher Safaripark Löwen nach Afrika verkauft, an eine Farm, die sich darauf spezialisiert hat, Jagden für zahlende Amerikaner und Briten anzubieten. Die sollen Tiere mit gepflegter Mähne zu sehen bekommen”, so Zimprich.
Ein weiterer Grund, warum andere Zoos und Tierparks den Exoten kein Asyl bieten: Häufig fügen sich die fremden, oft greisen Tiere nicht in die eigenen penibel abgestimmten Zuchtprogramme. So auch im Fall Kalletal: “Sie passen weder genetisch noch demographisch”, sagt Dr. Lesley Dickie, Geschäftsführerin des Europäischen Zoobands (EAZA), der solche Programme organisiert.
Außerdem gilt auch für Zoos und Tierparks: Sie sind Unternehmen. Sie sind auf Attraktionen angewiesen. Ein knuddeliger Knut begeistert die Massen, ein zotteliger Tiger erregt nur noch Mitleid. So sind es am Ende fast ausschließlich Tierschutzorganisationen, die die Exoten davor bewahren, getötet zu werden. Weltweit nutzen sie ihre Netzwerke, suchen nach Möglichkeiten, die Tiere doch noch in Reservaten oder privaten Stationen unterzubringen.
Auch die ausgewachsenen Exoten des Tierparks Kalletal sind noch unterkommen. Die beiden Schimpansen bei der privaten niederländischen Auffangstation “Aap”, die vier Tiger in einer der Station der niederländischen Organisation “Pantera”.
Das Innenleben von wilden Tieren

Gunther von Hagens vor dem entstehenden Plastinat des Elefanten Samba. Copyright: Gunther von Hagens, Institut für Plastination, Heidelberg
Neunkirchen - Der umstrittene Wissenschaftler und Plastinator Gunther von Hagens ist zurück. Diesmal aber schaut er nicht dem Menschen, sondern den Giganten der Wildnis unter die Haut.
Es ist die erste reine Tier-Ausstellung des umstrittenen Plastinators Gunther von Hagens: “Körperwelten der Tiere” wird am 19. März im Zoo im saarländischen Neunkirchen eröffnet und widmet sich dem Innenleben von Tieren aus Steppe, Urwald und Ozean. Das teilten die Organisatoren am Freitag mit.
Erstmals seien zwei plastinierte Elefanten zu sehen. Die mehr als 3,2 Tonnen schwere Elefantenkuh “Samba” sei zudem “das gewaltigste Lebewesen, das je plastiniert wurde”, hieß es. Elefanten-Dame “Chiana” werde dagegen “in Scheibchen” zu sehen sein.
Auch Gorillas, Giraffen, Bären oder einen Strauß stellt Hagens als Plastinate aus.
Alle Einahmen kommen laut Veranstalter dem Neunkirchner Zoo zugute - als Gegenleistung dafür, dass von Hagens verstorbene Tiere des Zoos plastinieren durfte. Der Zoo will das Geld in die für 2011 geplante Raubtieranlage stecken. Sie soll Bären, Schneeleoparden, Sibirische Tiger, und später auch Asiatische Löwen beheimaten.
Fotos einsenden!

Zu gewinnen gibt es ein 3D-Crystal-Porträt mit Wunschbild.
„Tiere in der Natur” lautet das aktuelle Thema des Fotowettbewerbs auf tierfreunde.de. Hier ist alles erlaubt, der Salamander im Sand, der Wellensittich, der ein Bad in der Sonne genießt, oder der Hund beim Bad im Schnee. Bisher nimmt unter anderem ein tolles Bild von einer Biene beim Nektarsammeln an dem Fotowettbewerb teil. Doch die Konkurrenz schläft nicht: Romtisches Flair versprüht ein Bild, auf dem ein Schwan bei Sonnenuntergang an einem See zu sehen ist. Rustikaler dagegen die drei Kühe auf einer Weide oder der Hund in der Blumenwiese.
Jeder kann ein Bild einsenden, seinen Favoriten wählen und mit darüber abstimmen, welches Foto gewinnen soll. Für den Sieger gibt es ein dreidimensionales Kristall-Glasporträt mit Wunschfoto, der Zweitplatzierte erhält einen 3D-Kristall-Schlüsselanhänger.
Schickt eure Fotos per E-Mail an tierfreunde.de@freenet.de. Vergesst nicht euren Accountnamen anzugeben, damit die Bilder zugeordnet werden können.
Weitere Informationen zum Fotowettbewerb!
Tierversuche ja oder nein?
“Ein Verzicht auf Tierversuche bedeutet langfristig das Ende unserer hochwertigen Krankenversorgung”, behauptet die Universität Heidelberg. Demnach können Argumente pro Tierversuche zum Beispiel so lauten: die Vorgänge in unserem Körper besser verstehen lernen, die bei Tieren gleich sind; Krankheitsursachen und Behandlungsmöglichkeiten finden; die Wirksamkeit und die Sicherheit von Medikamenten und Lebensmitteln gewährleisten. Gegen Tierversuche spricht beispielsweise, dass tierische Krankheitsmodelle für den Menschen nur eine bedingte Aussagekraft haben. Menschen und Mäuse sind sich zwar ähnlich, aber sie sind nicht gleich. Außerdem können die Tiere in der Versuchstierhaltung und im Versuch selbst oft nicht arttypisch gehalten werden. Sie entwickeln dann Stress- und Verhaltensstörungen.
Natürlich gibt es wesentlich mehr Argumente in dieser Diskussion - ob für oder gegen Tierversuche. Im Forum von tierfreunde.de gibt es weitere Informationen, außerdem kann fleißig mitdiskutiert werden!




























