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Fall aus der Praxis: Seltene Schwanzverletzung

mausi

Die Ursache dieser Verletzung ist unklar. Foto: privat

Ein Fall aus der Praxis - Von Tierarzt Michael Schneider

Ende Juni diesen Jahres wurde mir in meiner Praxis eine Katze mit einer seltenen Schwanzverletzung, die zwei Nächte zuvor passiert war, vorgestellt. Die Katze, Freigängerin in einem Schrebergartengebiet, befand sich bei der Erstuntersuchung in einem gutem Ernährung - und Allgemeinzustand, und bis auf einer leichten Schwellung der Hals-lymphknoten und der Verletzung am Schwanz war die Katze unauffällig, schmerzfrei und wies keine weiteren Verletzungen auf.

Eine Untersuchung in Narkose ergab folgende Befunde :
Der Schwanz von Mausi war vom Schwanzansatz bis zur Spitze komplett ohne Haare, Haut, Gefäße und Muskulatur. Der Schwanz war bis auf den blanken Knochen abgestriffen, insgesamt auf eine Länge von circa 15 Zentimeter. Zusätzlich lag noch am ersten Schwanzwirbel eine Fraktur vor, und am Schwanzansatz hatte sich nach dorsal eine Hauttasche, circa ½ Zentimeter tief, gebildet.

Ich versorgte die Katze systemisch mit Antibiotika, Schmerzmittel und legte unter lokaler Antibiose an dem Schwanz einen gut gepolsterten Verband an. Im weiteren Behandlungsverlauf erneuerte ich anfangs zweimal, später einmal wöchentlich den Verband und versorgte die Wunde lokal antibiotisch bzw. mit einer antiseptischen Spüllösung, da die Wunde anfangs eiterte. Fünf Wochen nach Beginn der Behandlung riss sich die Katze plötzlich den Verband selber herunter (sie hatte den Verband vorher in Ruhe gelassen), mit der Folge dass zwei Drittel des Knochenstumpfes abfielen und der verbliebene Schwanz nur noch circa vier Zentimeter Länge hatte. Dieser restliche Schwanz heilte nun von Woche zu Woche besser zu. Von der Wirbelsäule kommend wuchsen langsam Haare über den Stumpf, wobei ich der Katze einen Verband ersparte und nur noch mit einem von der Besitzerin mehrmals täglich aufgetragenen Sprayverband arbeitete.

Die Ursache dieser seltenen Schwanzverletzung habe ich leider nicht herausgefunden, wobei ich anfangs ein Fangeisen vermutete. Die Katze hätte sich dann meiner Hypothese folgend selber durch gewaltsames Abstreifen der Haare, Haut, Muskulatur und Gefäße aus dem Eisen befreit. Die dabei erlittenen Schmerzen kann man sich nur annähernd vorstellen. Theoretisch wäre es möglich, beweisen kann ich es leider nicht. Bei einem Anruf bei der zuständigen Polizeiinspektion wurde meine Theorie als Hirngespinst verworfen und ich wurde mit der Bemerkung abgespeist, die Katze könnte sich ihren Schwanz auch in einer Tür eingeklemmt haben. Dagegen spricht meiner Meinung nach, dass die Katze sich aus ihrer misslichen Lage selbst befreit hat.

Anfangs habe ich mir auch eine operative Amputation des Schwanzes überlegt. Ich habe schließlich mich gegen eine Amputation entschieden, da zu Behandlungsbeginn unklar war, ob nicht noch eine Rückenmarksinfektion vorliegt und wieweit der verletzte Schwanz noch vom Körper versorgt wird.

Michael Schneider
prakt. Tierarzt
Burglachbergstraße 6
86972 Altenstadt
Tel. : 08861 /240878



Verletzungen bei Katzen

katzetierVon Tierarzt Michael Schneider

Verletzungen werden grundsätzlich in offene und gedeckte Verletzungen eingeteilt.

1) Gedeckte Verletzungen bei Katzen

Gedeckte, dass heißt nicht nach außen blutende Verletzungen, kommen bei Katzen nach stumpfen Traumen vor, wie nach Stürzen, Tritten, Nachwerfen von Steinen oder Gegenständen und nach Unfällen mit Autos. Die Folgen dieses Traumas können sein:

-    Hautabschürfungen

-     eine einfache, aber auch schmerzhafte Prellung

-     Frakturen (Brüche) des betroffenen Körperteils (Gliedmaßen, Kiefer , Schwanz usw.)

-     Gehirnerschütterungen

-     Blutungen in die Unterhaut und die Muskulatur nach Zerreißung von Gewebe und Gefäßen (kann lebensbedrohlich werden bei Blutung eines großen Gefäßes in die Bauchhöhle)

-     Innere Verletzungen, vor allem nach Autounfällen können je nach Ausmaß lebensbedrohlich sein ( Milzrupturen, Leberquetschungen, Abriss von Darm und/oder Harnröhre usw.)

Alle diese Verletzungen verursachen mehr oder weniger starke Schmerzen beim Tier und gehören tierärztlich untersucht (Röntgen, Ultraschall) und mit Antibiotikum, schmerz-stillenden Medikamenten und eventuell sogar mit Hilfe einer Operation (Brüche, Blutungen) versorgt.

Ein wichtiges Indiz für einen Autounfall bei der Katze ist, dass bei diesem Geschehen immer die Krallen abbrechen. Die Katze versucht sich dabei am Auto mit ihren Krallen festzuhalten, schafft dies aber wegen dem glatten Metall oder Kunststoff nicht, mit der Folge, dass diese abbrechen.


2) Offene Verletzungen bei Katzen

Offene Verletzungen bei Katzen kommen sehr häufig vor und sind in der Regel immer infiziert. Als Ursachen kommen in Frage :

-        Biss - und Kratzverletzungen (andere Katzen/Kater, Hunde, Marder)

-        Schussverletzungen (Luftgewehr, Soft Gun, Schrotgewehr, Kleinkaliberpistolen)

-        Spitze, eindringende Gegenstände (Nägel, Stacheldraht, Glasscherben, spitze Steine und Hölzer, Messer usw.) und Maschinen (Mähdrescher, Sägen)

Die Folgen dieser Verletzungen sind ebenso wie die Ursachen vielfältig. Es können harmlose, nur leicht blutende Wunden sein, die sie als Besitzer bitte ausnahmslos desinfizieren (z.B. mit eine Jod - oder Alkohollösung), da generell alle Kratz- und Bisswunden infiziert sind. Versäumen sie dies, schließt sich die Wunde und eingedrungene Keime und Fremdkörper (Dreck, Eisen, Schrot, Holzpartikel usw.) arbeiten unter der Haut und/oder in der Muskulatur weiter und verursachen eine Wundinfektion mit Fieber und einem späteren Abszess. Bitte bringen sie in einem solchen Fall ihre Katze immer zu einem Tierarzt. Er wird die Wunde reinigen, desinfizieren, spülen und ihr Tier mit Antibiotikum und entzündungshemmenden Medikamenten versorgen. Bei Bedarf kann auch zum Abfluss von Wundsekret und Eiter eine Drainage gelegt werden. Ein Abszess wird zusätzlich durch äußerliches Auftragen von Zugsalbe zum Reifen gebracht und wenn er reif ist gespalten. Fremdkörper bitte nie selber herausziehen, da einmal das Herausziehen starke Schmerzen verursachen kann (ihre Katze könnte sie plötzlich Beißen) und zum Anderen eine starke Blutung durch das Entfernen verursacht werden kann. Fremdkörper müssen immer operativ unter Narkose entfernt werden.


Aus der Praxis

Den seltsamsten Fremdkörper, den ich einmal einer Katze entfernt habe, war ein Angelhaken. Der Angelhaken steckte dabei bei der Katze, ähnlich wie bei einem Lippenpiercing, in der Unterlippe, im unteren weichen Teil des Kiefers und im Zahnfleisch fest und war durch die Widerhaken bedingt nicht mehr einfach heraus zu ziehen. Ich habe den Angelhaken unter Narkose mit einer Diamanttrennscheibe (wird normalerweise zum Teilen von Backenzähnen beim Hund benutzt) vor den Widerhaken zerteilt und vorsichtig an den beiden Enden herausgezogen, Die Wunde habe ich anschließend über den Zeitraum von 14 Tagen mit einer antibiotikahaltigen Salbe versorgt. Die Wundheilung verlief ohne Komplikationen. Wie die Katze es geschafft hat sich den Angelhaken durch die Lippe zu spießen, blieb mir und dem Besitzer ein Rätsel, da die Verletzung daheim in seiner Wohnung ohne Zutun einer anderen Person geschah.

Öfters werden mir auch Katzen mit Schussverletzungen vorgestellt, wobei selbst bei Luftgewehrkugeln (aus Blei!) und bei Kugeln von Soft Gun Pistolen kleinste Partikel der Munition unter die Haut eindringen und neben Blutergüssen, Prellungen auch Infektionen hervorrufen, da diese Partikel Fremdkörper für den Körper der Katze darstellen. Die Folgen davon sind Fieber, eitrige Wunden und Abszesse und bei Schrotkugeln besteht die Gefahr einer Bleivergiftung.

Eine weitere seltene Verletzung in meiner Praxis war bei einer Katze eine Verletzung an der Unterseite ihres Schwanzes. Die Haut und die Muskulatur des Schwanzes war dabei auf die Länge von circa 10 cm längs aufgeschlitzt, wie bei einem sauberen Schnitt. Ich habe nach Narkose, Rasur der Haut, Wundreinigung und Desinfektion diese Wunde im Bereich der Muskulatur und der Unterhaut genäht und die Haut mittels Wundklammern verschlossen. Die Wunde verheilte ohne Probleme innerhalb von 10 Tagen. Ursache für diese Verletzung war wahrscheinlich Nato -  Stacheldraht am Zaun einer Bundeswehrkaserne, der mit scharfen Metallteilen versehen ist. Ansonsten sind Stacheldrahtverletzungen immer ausgefranst und bilden oft einen Triangel in der verletzten Haut.

Gelegentlich werden Katzen, die sich im hohen Gras ducken, auch von Landwirten angemäht, wobei die Folgen oft dramatisch sind. Häufig hilft nur eine Amputation der betroffenen Pfote, manchmal auch nur das Einschläfern des schwer verletzten Tieres.


Ich hoffe für Sie und Ihre Katze, dass Verletzungen und Unfälle nicht oder nur selten auftreten und dann vergleichsweise glimpflich abgehen.


Michael Schneider
prakt. Tierarzt
Burglachbergstraße 6
86972 Altenstadt
Tel.: 08861-240878


Mit Tieren in den und aus dem Urlaub

urlaubImmer wieder kommt es vor, dass Tiere aus dem Urlaub mitgebracht werden. Vor allem bei tierischen Mitbringseln aus südlichen Ländern sollten Sie einiges bedenken und beachten.

Von Tierarzt Michael Schneider

Neulich erst hat ein Lkw-Fahrer einen Hund aus Spanien nach Deutschland aus Mitleid und Hilfsbereitschaft mitgenommen. Der Hund war mitten in der Nacht von Leuten an die Stoß-stange seines Lkw angebunden worden. Der Fahrer hat die Hündin, einen Husky-Mischling, sofort in sein Herz geschlossen und sie kurzerhand trotz Verbot seines Chefs mit nach Deutschland genommen. In Deutschland angekommen hatte er das Problem, dass er den Transport geheim halten musste, einen Umweg zu sich nach Hause wegen der GPS-Ortung des LKWs nicht in Frage kam, er aber die Hündin nur in gute Hände abgeben wollte. Aus diesem Grund rief er mich an und fragte mich um Rat. Ich zögerte nicht lange und setzte mich mit der SOS Animal Hilfe in München in Verbindung und erhielt die Zusage, dass die Hündin und die Kosten von Transport und Behandlung von der SOS Animal Hilfe übernommen werden. Die Hündin wurde nach der Zusage schweren Herzens von dem Lkw-Fahrer in ein Taxi gesetzt und in die Tierklinik der Universität München gefahren. Dort untersuchte Frau Prof. Dr. Mathis die Hündin gründlich und stellte fest, dass sie neben einem Hautpilz, Milben auch noch Leishmaniose (ein einzelliger Blutparasit) hat. Die Hündin ist bis auf weiteres zur Behandlung in der Uniklinik in München. Nach der Behandlung wird sie in den Sonnenhof, eine Tierauffangstation bei Rottenbuch, gebracht und vermittelt werden.

Als Lehre aus diesem Fall kann man ziehen, dass es zwar nie verkehrt ist einen herrenlosen Hund oder Katze aus südlichen Ländern mitzunehmen, aber man muss sich bewusst sein, dass es dort Krankheiten und Parasiten gibt, die in Deutschland nicht vorkommen. Aus diesem Grund sollte jedes tierische Mitbringsel bald nach dem Urlaub einem Tierarzt zur Untersuchung und Testung auf Blutparasiten und andere Krankheiten vorgestellt werden.

Die Behandlung der Leishmaniose ( nicht ansteckend vom Hund auf den Menschen ) ist sehr langwierig und erstreckt sich über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten, einschließlich mehrmaliger Blutkontrollen im Labor. Bei einem anderen Hund, der letzten Herbst aus Kroatien nach Konstanz mitgenommen wurde, wurde sogar Tollwut diagnostiziert. Auf Anordnung des Veterinäramtes ( Tollwut ist eine anzeigepflichtige Krankheit) wurden der erkrankte Hund und zwei weitere nicht geimpfte Katzen (beide Freigänger, hatten Kontakt zu dem Hund und eine Quarantäne von sechs Wochen war nicht durchführbar) aufgrund der Tollwutverordnung eingeschläfert. Alle anderen Tiere, die Kontakt zu dem Hund hatten, wurden nachgeimpft und kamen in Quarantäne zur Beobachtung.

Außerdem bitte keine Tiere (Vögel, Reptilien usw.) im Urlaubsland kaufen und nach Deutschland mitnehmen, da sehr viele dieser dort angebotenen Tiere Wildfänge sind und Sie somit den Raubbau an der Natur nur unterstützen. Wenn Sie ein solches Tier mitnehmen wollen, benötigen sie für die Einfuhr unbedingt eine CITES - Bescheinigung (bedeutet, dass das Tier aus einer Zucht stammt). Am besten erkundigen Sie sich vor der Einfuhr beim Zoll oder Veterinäramt, ob das Tier unter das Washingtoner Artenschutzabkommen fällt oder nicht. Das erspart Ihnen Ärger, Frust und Geld.

Was muss ich beachten, wenn ich mein Tier in den Urlaub mitnehmen will?

Zuerst einmal muss mein Hund, meine Katze oder mein Frettchen zur eindeutigen Identifizierung gechipt bzw. tätowiert sein und ich brauche für den Grenzübertritt den blauen EU-Impfpass. Die Tiere müssen einen ausreichenden Impfschutz haben (die Tollwutimpfung muss mindestens vier Wochen alt sein und darf nicht länger als elf1 Monate her sein). Zur Abwehr von Sandmücken, Flöhen und Zecken (Übertragung von Krankheiten wie z. B. Leihmaniose) tragen Sie bitte ihrem Tier ein Abwehrmittel wie Fipronil oder Permethrin auf. Bei einigen Länder wie Großbritannien, Irland, Schweden und Norwegen sind Besonderheiten zu beachten. Alle diese Länder fordern die Bestimmung des Tollwuttiters im Blut. Zur Bestimmung des Tollwuttiters müssen sie mindestens vier Wochen (bei ausreichendem Impfschutz vor Tollwut) vor Reiseantritt Ihren Tierarzt aufsuchen. Er nimmt von Ihrem Tier eine Blutprobe und schickt diese an ein bestimmtes zugelassenes Labor. Ist der Tollwuttiter ausreichend, gilt dieses Zeugnis lebenslang für ihr Tier, vorausgesetzt Sie halten die vorgeschriebenen Impfintervalle gegen Tollwut (alle zwölf bzw. 24 Monate je nach Impfstoff ) regelmäßig ein. Großbritannien und Norwegen schreiben zusätzlich vor Reiseantritt und sieben Tage nach Einreise eine Entwurmung gegen Bandwürmer mit Praziquantel vor (Achtung! Nicht alle Wurmmittel, die Praziquantel enthalten, sind erlaubt, sondern es sind bestimmte vorgeschrieben!). Zusätzlich sollten Sie sich vor Reisebeginn eventuell ein Beruhigungsmittel für Ihr Tier bei Ihrem Tierarzt besorgen, damit die lange Fahrt oder der Flug für Ihr Tier weniger Stress bedeutet.

Ich wünsche allen Tierbesitzern und Ihren Tieren einen erholsamen und stressfreien Urlaub und dass Sie beide wieder gesund aus dem Urlaub zurück kommen.

Michael Schneider
Prakt. Tierarzt
Burglachbergstraße 6
86972 Altenstadt
Tel.: 08861 - 240878


Geburtshilfe bei der Katze

geburtshilfeVon Tierarzt Michael Schneider

Bevor ich über einen Fall aus meiner Praxis berichte, möchte ich zuerst über ein paar grundlegende Daten zur Trächtigkeit und Geburt bei der Katze berichten.

Die Katze wird mit fünf bis sieben Monaten geschlechtsreif und ist bereit, sich zwei bis drei Mal im Jahr (besonders von Februar bis Juli) mit dem Kater zu paaren. Diese Paarungsbereitschaft nennt sich Rolligkeit, da die Katze während dieser Zeit vor den Füßen des Besitzers umherrollt, sehr anhänglich ist, viel maunzt und kleine Mengen Urin absetzt. Die Rolligkeit dauert ohne Deckakt durch den Kater 14 bis 21 Tage, mit Deckakt nur fünf Tage, wobei bei der Katze mit dem Deckakt der Eisprung ausgelöst wird. Dieser hat immer, soweit keine angeborene Sterilität vorliegt, eine Trächtigkeit der Katze zur Folge.

Die Trächtigkeitsdauer beträgt in der Regel 60 Tage (es gibt aber Rasseunterschiede bei der Dauer) und mündet in die Geburt von drei bis sechs Welpen (eventuell auch mehr). Die herannahende Geburt äußert sich in gewisser Unruhe der Katze und beginnt mit dem Nestbau bzw. mit der Suche nach einem Ort für die Geburt (z.B. im Wäscheschrank auf den weißen Betttüchern). Als anatomische Veränderung kommt es zu einer Ödematisierung (Wassereinlagerung) in die Schamlippen, die Milch schießt in die Zitzen ein und die Körpertemperatur sinkt 12 bis 24 Stunden vor der Geburt um 1,5 Grad Celsius auf 37 Grad Celsius.

Die Geburt selbst beginnt mit einer Eröffnungsphase, in der dünnflüssiger Schleim unter leichter Wehentätigkeit abgeht. In dieser Zeit (drei bis zwölf Stunden) braucht die Katze Ruhe. In der Austreibungsphase werden die Wehen stärker (Presswehen) und der Zeitabstand kürzer zwischen den einzelnen Wehen. Die Welpen werden zu 95 Prozent mit dem Kopf voraus (Vorderendlage) geboren, nur fünf Prozent der Welpen kommen in Hinterendlage (Hinterfüße, Schwanz und Becken zuerst) zur Welt. Durch alternierendes Öffnen und Schließen der beiden Hörner der Gebärmutter erfolgt die Austreibung der Welpen abwechselnd aus dem rechten und linken Horn. Zwischen der Geburt der einzelnen Welpen liegt eine Erholungsphase.

Nach der Geburt beleckt die Mutter den Kopf und den Körper des Neugeborenen - es wird sozusagen trocken geleckt - und frisst nach jedem Fetus die dazugehörige Nachgeburt auf. Die Welpen sind die ersten 14 Tage blind und ernähren sich bis zur vierten Woche ausschließlich von der Muttermilch. Ab der vierten Woche beginnen sie langsam, selbständig Katzenfutter (am besten spezielles Welpenfutter) zu fressen, und ab der achten Woche nach der Geburt kann eine Katze bereits wieder erneut rollig und somit trächtig werden.


Geburtshilfe bei der Katze kommt selten vor, aber wenn sie nötig ist, wird häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Mitte April dieses Jahres hat mich eine Besitzerin angerufen, dass bei ihrer Katze „hinten etwas herausschaut”. Bei einem anschließendem Hausbesuch ergab sich, dass die Katze - erstgebärend - bereits am Tag zuvor nachmittags drei Katzenwelpen lebend zur Welt gebracht hatte. Bei einer eingehenden Untersuchung der Katze entpuppte sich das heraushängende Teil als der Schwanz eines vierten Welpen, der im Geburtskanal in Hinterendlage steckte. Nach einer Wehenspritze (Oxytocin) nahm ich die Katze mit in die Praxis und legte sie in Narkose. Anschließend drückte ich mit Hilfe einer Spritze und einem entsprechendem Aufsatz rund 40 ml Gleitgel in die Scheide und den Geburtskanal. Bedingt durch das Gleitgel konnte ich unter seitlichem Drehen und vorsichtigem Zug den Welpen entwickeln und langsam aus der Scheide und dem Geburtskanal herausziehen. Zugleich floss mit dem toten Welpen aus der Scheide ein dunkel gefärbtes, übel riechendes Sekret ab.

Aufgrund der Sekretbeschaffenheit entschloss ich mich bei der Katze zur operativen Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke mit dem Ziel, somit das Leichengift aus dem Körper der Katze zu entfernen. Trotz einer Infusion zur Ausschwemmung der Toxine und Stabilisierung des Kreislaufs und Antibiotika- und Schmerzmittelgaben verstarb die Katze noch in der Nacht - wahrscheinlich an Nierenversagen bedingt durch das Leichengift des toten Welpen. Die drei jungen lebenden Katzenwelpen wurden dann mutterlos mit der Flasche aufgezogen.

Wenn bei der Katze Geburtshilfe notwendig ist, dann ist rasches Handeln eines Tierarztes erforderlich, da meistens bei der Geburtshilfe der Katze ein Kaiserschnitt notwendig wird - das macht dieser Fall deutlich. Geschwächte Muttertiere (zu lange in den Geburtswehen, Giftstoffe eines toten Welpen) haben selbstverständlich nur eingeschränkte Überlebenschancen. Ansonsten stehen die Aussichten gut, dass Muttertier und Welpen den Kaiserschnitt überleben.


Michael Schneider
prakt. Tierarzt
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Kontaktlinsen für die Vierbeiner

Sumatran TigerHennigsdorf - Was macht ein Tiger, wenn er nicht mehr sehen kann? Er wartet auf einen Tierarzt, der weiß, wie man Intraokularlinsen für Tiere implantiert und wo sie zu bekommen sind. Vor zwei Jahren hat eine der gestreiften großen Raubkatzen aus einem südspanischen Zoo auf diesem Wege sein Augenlicht zurückbekommen. Veterinäre der Universität Barcelona nahmen sich des Tieres an, das an Grauem Star erkrankt war, wählten eine Telefonnummer in Brandenburg und setzten dem Tier künstliche Linsen aus Acryl ein. „Heute kann der Tiger wieder prima sehen. Er könnte sogar Zeitung lesen”, sagt Christine Kreiner und lacht. Der Behandlungserfolg ist ihr zu verdanken, denn beide Ersatzlinsen sind Produkte ihres Unternehmens. Sie hat sie selbst entwickelt. Vor rund zwei Jahren gründete die 64-jährige Münchnerin in Hennigsdorf die S&V Technologies AG. Heute steht der Name weltweit auch für Hightech-Präparate in der Tiermedizin.

Ob Hund, Katze oder Pferd - zumindest theoretisch könne beinahe jedem Tier geholfen werden, sagt die erfahrene Geschäftsfrau und ehrgeizige Wissenschaftlerin. Die Brandenburger AG ist ihr fünftes Unternehmen. Einige führt sie selbst, andere hat sie ganz oder in Teilen verkauft. „Zwar sind Augen und Sehvermögen der Tiere sehr verschieden, aber eine Linse haben sie fast alle.” Einzig die Größe setze gewisse Grenze. Mäuse etwa seien so klein, dass ein Eingriff am Auge nur schwer durchzuführen sei. Bei besonders großen Tieren, wie Elefanten oder Nilpferden, bereite die Vollnarkose Probleme. „Aufgrund ihres großen Gewichts dürfen die Tiere nicht sehr lange auf der Seite liegen”, sagt Kreiner. Ansonsten aber haben sich die Hennigsdorfer Intraokularlinsen bereits bei allen möglichen Tierarten bewährt, darunter Löwen, Kängurus, Kaninchen und Seelöwen. Sogar eine Eule kann Dank Kreiners Implantaten heute wieder hervorragend sehen.

Die Kunden des Unternehmens kommen aus der ganzen Welt. Es sind Privatpersonen, die für ihr geliebtes Haustier keine Kosten scheuen, Pferdezüchter, die in ihr teures Rennpferd investieren und Zoologische Gärten oder Tierparks, die dem Erhalt seltener Tierarten verpflichtet sind. Etwa 10 000 Linsen werden pro Jahr in Hennigsdorf hergestellt. „Wir exportieren in vier Kontinente”, berichtet die promovierte Chemiepharmazeutin Kreiner. Je nach Tierart kostet eine Intraokularlinse rund 100 Euro, der Eingriff um die 2000 Euro. „Der Preis kann aber abhängig vom Aufwand sehr unterschiedlich sein”, erläutert Ingeborg Fromberg, Leiterin des Geschäftsbereichs Veterinärmedizin. Die Wahrscheinlichkeit, dass das liebe Vieh nach der Operation wieder sehen könne, sei aber sehr hoch, liege bei knapp 100 Prozent, meint Fromberg.

Im vergangenen Jahr habe der Umsatz von S&V Technologies bei rund 2,2 Millionen Euro gelegen, sagt Kreiner. Allerdings verdient das Unternehmen nur einen Teil davon durch den Verkauf der Intraokularlinsen für Tiere. Das Unternehmen bietet auch Gewebefüller aus Hyaluronsäure, etwa als Knorpelersatz für Pferdegelenke, Kontaktlinsen mit UV-Absorber für schneeblinde Lawinenhunde und außerdem dermatologische Produkte für Menschen an. S&V Technologies ist bereits das zweite Unternehmen, das Christine Kreiner in Hennigsdorf gegründet hat. Das Investitionsvolumen für dieses Jahr beträgt rund 1,6 Millionen Euro, gut 260 000 Euro davon sind Fördermittel des Landes und der Europäischen Union. Derzeit beschäftigt Kreiner in ihrem neuen Unternehmen 33 Mitarbeiter. Mindestens zwei weitere sollen in diesem Jahr noch eingestellt werden. Doch Fachkräfte zu finden, sei in Brandenburg schwer. „Gut ausgebildete junge Hochschulabsolventen gibt es eher noch. Aber es sind die potenziellen Führungskräfte mit Industrieerfahrung um die 40 Jahre, die fehlen.”

Auch die Chance, in der Nähe einen Tierarzt zu finden, der den komplizierten Linseneingriff beherrscht, ist eher gering. „In der ganzen Region Berlin-Brandenburg sind es vielleicht nur vier oder fünf”, schätzt Ingeborg Fromberg. Deshalb bietet das Unternehmen weltweit gefragte Schulungen an. Die Kurse sind weit im Voraus ausgebucht, die Warteliste ist lang. Die Teilnehmer kommen von weit her - aus Taiwan, Australien, Japan oder Brasilien.

Matthias Matern/tagesspiegel.de


Tierarzt/Tierärztin

In der Berufsordnung für Tierärzte ist das Wesen des tierärztlichen Berufes festgelegt: „Die/der Tierärztin/Tierarzt ist berufen, Leiden und Krankheiten der Tiere zu verhüten, zu lindern und zu heilen, zur Erhaltung und Entwicklung eines leistungsfähigen Tierbestandes beizutragen, den Menschen vor Gefahren und Schädigungen durch Tierkrankheiten sowie Lebensmittel und Erzeugnisse tierischer Herkunft zu schützen und auf eine Steigerung der Güte von Lebensmitteln tierischer Herkunft hinzuwirken. Der tierärztliche Beruf ist kein Gewerbe; er ist seiner Natur nach ein freier Beruf. Die/der Tierärztin/Tierarzt ist der berufene Schützer der Tiere.“

Das Studium der Veterinärmedizin ist in Deutschland möglich in Berlin, Gießen, Leipzig, Hannover und München. Weil das Studium zulassungsbeschränkt ist, gibt es für die Vergabe von Studienplätzen drei Auswahlquoten: 20 Prozent an die Abiturbesten, weitere 20 Prozent an Bewerber nach der angesammelten Wartezeit, und 60 Prozent von den Hochschulen nach dem Ergebnis eines hochschuleigenen Auswahlverfahrens selbst. Weitere Informationen gibt es bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (www.zvs.de).
Das Studium gliedert sich in die Abschnitte Vorphysikum, Physikum und klinischer Abschnitt. Es endet mit dem Staatsexamen und der Approbation als Tierarzt.

Tierärzte können sich niederlassen und eine Praxis führen, als Amtstierärzte in der Veterinärverwaltung (Landwirtschaft, Kontrolle von Lebensmitteln usw.) sowie in der Forschung und Lehre.
Die tierärztliche Praxis wird hauptsächlich von der Art der betreuten Tiere bestimmt. Im Bereich der Landwirtschaft sind es vor allem große Nutztiere. Kleintierpraxen im städtischen Bereich betreuen überwiegend kleine Heim- und Haustiere sowie Fische und Vögel. Andere Praxen spezialisieren sich z. B. auf Chirurgie, Labordiagnostik, Pathologie oder Tiergärten. Im Bereich der Kleintier- und Pferdemedizin zeichnet sich eine zunehmende Spezialisierung ab. Der Anteil an Tierkliniken steigt stetig.

Tipps, was im Ernstfall zu tun ist

Der Allgemeinzustand des Hundes gibt Aufschluss über die Gesundheit. Lebhafte, glänzende Augen, ein glänzendes Fell, guter Appetit, eine geregelte Verdauung und das Verhalten des Hundes gehören ebenso dazu wie messbare Werte:
Körpertemperatur: 37 bis 39 Grad Celsius. Wird durch Messen im After ermittelt.
Puls: 70 bis 120 pro Minute, je nach Größe und Rasse des Hundes. Der Puls ist beim Hund am besten an der Oberschenkelarterie zu fühlen. Sie verläuft an der Innenseite des Oberschenkels oberhalb des Kniegelenks.
Atmung: 15 bis 40 Atemzüge pro Minute, je nach Größe und Rasse. Die Atmung ist am Rippenbogen und am Bauch sichtbar. Um die Atemfrequenz zu messen, zählt man eine halbe Minute, wie oft sich der Brustkorb hebt. Diesen Wert einfach verdoppeln.

Schleimhäute: rosa, feucht. Am Zahnfleisch und an den Konjunktiven des Auges zu erkennen.

Ein verantwortungsvoller Hundebesitzer kann am besten beurteilen, ob der Hund einen kranken Eindruck macht. Abweichungen vom normalen Verhalten deuten oftmals auf Schmerzen hin. Ein Hund äußert Schmerzen häufig durch Verhaltensveränderungen. Einige Beispiele: Er will nicht mehr spielen, besonders verschmuste Vierbeiner ziehen sich zurück, freundliche Hunde werden aggressiv, zurückhaltende Hunde suchen plötzlich die Nähe des Menschen. Allein am Appetit sollte man den Gesundheitszustand des Hundes nicht festmachen, da das Fressen zu den Grundbedürfnissen gehört – selbst Hunde mit starken Schmerzen weisen oft noch einen gesunden Appetit auf.

Ist der Hund gesund? Ein kleiner Fragebogen

Sind Körpertemperatur, Atmung und Puls im Normalbereich?
Sind die Schleimhäute blass oder dunkelrot?
Sind die Augen und Augenlider trüb oder verklebt?
Ist das Fell dicht und glänzend oder matt und schuppig?
Kratzt sich der Hund?
Tritt aus den Körperöffnungen - Mund, Nase, Ohren, After, Vorhaut/Scheide – Ausfluss aus?
Stinkt der Hund, auch aus dem Mund oder aus den Ohren?
Sind Appetit und Durst normal?
Sind Kot- und Urinabsatz normal?
Bewegt sich der Hund normal und ohne Lahmheit?

Sollte ein Besuch beim Tierarzt anstehen, ist es für die Anamnese, die Vorgeschichte des Hundes hinsichtlich der aktuellen Erkrankung, hilfreich, wenn der Hundebesitzer dem Arzt einen detaillierten Vorbericht liefert. Wichtig ist, sich den Zeitpunkt des Beginns der Krankheit/Verhaltensänderungen zu notieren sowie den Verlauf der Krankheit.

Im Notfall
Um für Notfälle und kleinere Verletzungen gut ausgestattet zu sein, sollte jeder Hundebesitzer eine Tierapotheke haben.
Die Bestandteile der Tierapotheke:

- Desinfektionsmittel: Zu Wunddesinfektion eignet sich besonders gut Wasserstoffperoxid. Die dreiprozentige Lösung ist in der Apotheke erhältlich und völlig geruchs- und farbneutral. Im Gegensatz zu jodhaltigen Mitteln brennt Wasserstoffperoxid nicht.
- Wundsalbe: Geeignet sind grundsätzlich alle Wundsalben aus dem Humanbereich.
- Mullkompressen
- Mullbinden, elastische Binden
- Elastische, selbstklebende Binden
- Klebeband
- Verbandswatte/Polsterwatte
- Schere
- Rasierapparat/Einmalklingen
- Fieberthermometer
- Cold Packs/Hot Packs/Rotlichtlampe
- Zeckenzange

Notfälle – einige Beispiele

Bisse, Stiche, Risse
Symptome: Blutung, Schwellung, Schmerzen
Ursachen: Bissverletzungen durch Raufereien mit anderen Hunden, Risse durch Unfälle (wie Hängenbleiben an scharfkantigen Gegenständen), Schnittwunden an den Pfoten durch Scherben, Insektenstiche
Erste Hilfe:
- Wunden reinigen und desinfizieren, eventuell verbinden
- bei stark blutenden Wunden einen Druckverband anlegen (nach Reinigung der Wunde eine Mullkompresse – im Notfall auch einen Socken – auf die Wunde legen und mit einer elastischen Binde – Krawatte, Schal – befestigen; Druckverband alle 15 Minuten aufmachen und Blutung kontrollieren, sonst kann Gewebe absterben). Ab zum Tierarzt.
- Stark klaffende Risswunden vom Tierarzt versorgt lassen
- Bei Schwellungen oder Stichen Cold Packs auflegen

Hitzschlag
Symptome: starkes Hecheln, blasse Schleimhäute, erhöhte Körpertemperatur; Bewusstlosigkeit, weite Pupillen, Krämpfe im schlimmen Fall
Ursache: Einige Minuten im Auto bei sommerlichen Temperaturen können ausreichen, um die Körpertemperatur eines Hundes so zu erhöhen, dass er einen Hitzschlag bekommt. Hunde schwitzen kaum, sie haben nur wenige Schweißdrüsen zwischen den Zehen.
Erste Hilfe:

- Hund sofort an einen kühlen Ort bringen
- Langsam abkühlen, beispielsweise mit einem Gartenschlauch. Mit den Beinen beginnen.
- Wasser zu trinken geben bzw. einflößen

Stromschlag
Symptome: Zittern, Speicheln, Krämpfe, Verbrennungen, Bewusstlosigkeit in schweren Fällen. Vor allem Welpen sind gefährdet.
Ursache: Herumknabbern an Kabeln, Benagen von Steckdosen und Elektrogeräten; Elektroweidezäune: Dieser Stromschlag ist nur mit einem heftigen Schmerz verbunden.
Erste Hilfe:
- Stromquelle abschalten, Hund von Stromquelle trennen
- Verbrennungen an Eintrittsstelle behandeln (Kühlung mit kaltem Wasser, Auflegen von Cold Packs, Brandsalben erst nach Schur; im schlimmen Fall bei Verbrennungen 3. und 4. Grades zum Tierarzt)
- Bei Bewusstlosigkeit Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen

Weitere Notfallsituationen:

Starke Blutungen, oft begleitet vom Schock: Keine Salbe auf offene Wunden. Druckverband anlegen. Bei pulsierenden, hellroten Blutungen – eine Verletzung der Arterie – muss die Extremität oberhalb der Blutung abgebunden werden. Ab zum Tierarzt.

Schock – ein lebensbedrohlicher Zustand: Rasendes Herzklopfen, sehr schnelle Atmung, fallende Körpertemperatur, blasse Schleimhäute. Weiter lässt die Atmung nach und wird langsam und flach, der Herzschlag unregelmäßig. Schließlich wird das Tier bewusstlos. Es muss so schnell wie möglich zum Tierarzt. Erste Hilfe: Tier auf die Seite legen, Kopf nach hinten überstrecken, damit die Atmung funktioniert. Hinterteil und Extremitäten höher lagern (Decken unterlegen), außerdem eine Decke über das Tier werfen, weil es im Schockzustand stark auskühlt.

Vergiftungen: Erbrechen, speicheln, zittern, Durchfall, blasse Schleimhäute, Atembeschwerden, unsicherer Gang oder Teilnahmslosigkeit. Ab zum Tierarzt – möglichst die giftige Substanz oder Verpackung mitbringen.
Erste Hilfe: Wasser einflößen, um giftige Substanz zu verdünnen.

Krampfanfälle: Beispielsweise bei Epilepsie. Das Tier währenddessen nicht anfassen und Platz rund um den Hund schaffen, damit er sich nicht verletzt.

Fremdkörper: Bei Fremdkörpern im Rachen einfach hineinfassen (möglicherweise mit der Pinzette) und den Fremdkörper entfernen. Manche Fremdkörper im Auge kann man selbst nicht entfernen, also ab zum Tierarzt.

Erfrierungen/Unterkühlung: Zittern, Muskelschwäche und Krämpfe, in Verbindung mit einem Schockzustand. Den Hund warm einwickeln, eine Wärmflasche auflegen. In schlimmen Fällen (Schock) zum Tierarzt.