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Rico starb nicht an Gift

ricoNeubiberg - Das Entsetzen war groß: Labrador Rico soll vergiftet worden sein. Auch tierfreunde.de berichtete über den Tod des schwarzen Labradors. Über den Verlust war der kleine Niklas (5) sehr traurig. Doch jetzt ist klar: Der Hund starb nicht an Gift.

Das Drama ging durch die Medien: Jeden Tag hatte sich Niklas nach dem Kindergarten auf seinen Rico gefreut. Kaum stand der Bub an der Tür, lief der Labrador schon heran. Doch Mitte April starb Rico. Angeblich soll der Hund Giftköder gefressen haben. Beim Gassigehen am Grünanger in Unterbiberg bei München soll er die tödliche Dosis aufgeschnappt haben. Später brach der Hund zusammen, lag apathisch und kaum noch atmend in Erbrochenem und Kot. Auch der Tierarzt konnte ihn nicht mehr retten.

Weil aber ein paar Tage zuvor schon ein anderer Hund an einem Giftköder erkrankt sein soll, schaltete sich die Polizei ein. Sogar das Landeskriminalamt wurde hinzugezogen. Es untersuchte die Köder und stellte fest: kein Gift. Die gefährlichen Köder waren laut Polizei nur Müll.

Doch woran war Rico gestorben? Ein Gutachter im Institut für Tierpathologie vermutet einen epileptischen Anfall. Dies verursacht Bluthochdruck, der Einblutungen an den Organen, die bei Rico festgestellt wurden, verursacht. Gerade Hunde der Rasse Labrador neigen im Alter zu Epilepsie. Verendet sei Rico schließlich an Herz-/Kreislaufversagen, so der Gutachter.

Auch der andere Hund, ein Berner Sennenhund, war nicht vergiftet worden. Er war mit elf Jahren schlichtweg alt und litt an entsprechenden Krankheiten. Das fand eine Tierärztin heraus. Mittlerweile wurde er eingeschläfert.

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Leos Begegnung mit einem Biber

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Leo wollte doch nur spielen. Foto: sh

Biber sind keine Spielgefährten. Das musste der eineinhalbjährige Labrador Leo leidvoll erfahren. Seit er alt genug ist, um sein Herrchen Walter Goldfuß durch den Schlosspark in Haimhausen zu begleiten, spielt er dort am Amperufer. Bei einer Begegnung des temperamentvollen Hundekindes mit einem Biber wollte Leo eigentlich nur spielen. Der Biber interpretierte dies völlig falsch und schlug seine Zähne in den rechten Fuß des Hundes.

Das erschrockene Herrchen versuchte zunächst, den verletzten Hund zu tragen, doch nach 150 Metern verließen ihn die Kräfte. Dreibeinig kam Leo mit einem völlig zertrümmerten Zeh schließlich beim Tierarzt an, wo ihm ein Gips verpasst wurde.

Während der Genesungszeit schaffte es der junge Labrador, trotz Halskrause 13 Gipsbeinchen zu zerbeißen. Nun humpelt er noch ein wenig, darf aber seit ein paar Tagen schon wieder herumtollen und die ersten Schmetterlinge jagen. Das ist auch nicht so gefährlich.

sh/mm

Vergiftet von einem Hundehasser

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Niklas und sein Rico.

Neubiberg - Jeden Tag, wenn der kleine Niklas (5) aus dem Kindergarten heimkommt, ruft er schon an der Tür: „Hallo Rico!” Dann sauste der schwarze Labrador stets begeistert heran.

Am Freitag rief Niklas wieder „Hallo Rico!” Doch sein Hund kam nicht. Und er wird auch nie mehr kommen. Denn Rico ist tot. Vergiftet von einem gewissenlosen Hundehasser, der offenbar noch mehr Vierbeiner in Neubiberg auf dem Gewissen hat. Vor allem aber bringt der unbekannte Täter spielende Kinder mit seinen hochdosierten Giftködern in tödliche Gefahr. Polizei (Telefon 089/2910-0) und Staatsanwaltschaft ermitteln.

Ein Berner-Sennen-Mischling und ein Beagle überlebten den Giftanschlag knapp. Ein Schäferhund (11) starb unter unklaren Umständen. Alle drei haben eines gemeinsam: Sie gehen mit ihren Besitzern gern im Neubiberger Grünanger-Park spazieren. Das tat auch Rico - der Hund der Familie E. Vater Simon (32) arbeitet als Anästhesie-Pfleger, Mutter Nadine E. (31) ist OP-Schwester.

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Labrador Rico fraß diesen Köder und starb qualvoll. Foto: Polizei

Bevor die Familie morgens das Haus verlässt, wurde Rico stets 20 Minuten ausgeführt. So war es auch am Freitag. Doch als der Vater nachmittags heimkehrte, erkannte er den Hund nicht mehr wieder: „Rico lag apathisch da. Er atmete nur noch ganz flach, hatte erbrochen und blutete aus sämtlichen Körperöffnungen. Es war entsetzlich.”

Als Simon E. abends in der Tierarzt-Praxis noch einmal nach ihm sah, öffnete Rico die Augen und klopfte matt mit dem Schwanz. Es war sein Abschied. Für immer. Der Tierarzt kämpfte die ganze Nacht, versuchte sogar eine Blutübertragung mit dem Blut seineses eigenen Hundes. Freitag um 5 Uhr jedoch ist Rico gestorben. Im Grünanger-Park werden Hundebesitzer und Eltern nun mit Schildern gewarnt. Die Polizei fand noch Köderreste. Offenbar wurden die Leckerli mit Rattengift versetzt.

Niklas wurde vorsichtig darauf vorbereitet, dass Rico sehr krank ist und vielleicht nicht mehr heimkommt. So verstand er am Freitag bei seiner Heimkehr sofort, was es bedeutet, als Rico nicht wie gewohnt zu ihm kam. Der Vater: „Niklas ist vor mir auf den Boden gefallen und hat zwei Stunden lang so sehr geweint. Wir alle vermissen Rico. Er war ein Familienmitglied.” Für noch nicht mal zwei Jahre. Weihnachten 2008 erst hatte Niklas das Hundebaby von den Eltern geschenkt bekommen.

Dorita Plange

Kleine Blutsauger - große Wirkung

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Gabriele Weber, Asta mit den Blutegeln an der Hüfte und Pia Büchner (von links).

Ottenhofen - Wenn Gabriele Weber von den kleinen Blutsaugern spricht, gerät sie fast ins Schwärmen. Dank der Blutegel ist ihre Hündin Asta um eine Operation herumgekommen und hat jetzt keine Schmerzen mehr. “Wir haben der Tierheilpraktikerin Pia Büchner und ihren kleinen Helfern so viel zu verdanken”, sagt die Hundebesitzerin und streichelt ihre Labrador-Hündin. Die zehnjährige Asta ist allerdings weniger dankbar: Jedes Mal, wenn Tierheilpraktikerin Pia Büchner ins Haus in Ottenhofen im Landkreis Erding kommt, versucht Asta zu flüchten. Dabei sollte die Hündin doch inzwischen wissen, dass ihr nichts passiert - im Gegenteil.

Seit zwei Jahren ist Pia Büchner mit ihren kleinen Helfern regelmäßiger Gast im Hause Weber. Damals hatte Asta eine schlimme Entzündung der Bizeps-Sehne vorne rechts. Warum sich die Sehne entzündet, was übrigens oft bei großen Rassen vorkommt, weiß man nicht immer. Bei Asta liegt die Ursache vermutlich in einer Überbelastung, bedingt durch die Hüftdysplasie mit Arthrose. Die leicht übergewichtige Hündin entlastete wahrscheinlich ihre Hüfte und belastete ihre Vorhand zu sehr. Asta hinkte jahrelang stark, weil sie große Schmerzen hatte und bekam regelmäßig Schmerzmittel. Der Tierarzt wusste schließlich nach vielen Medikamenten und Therapien keinen anderen Rat mehr als eine Operation, in der der Muskel durchtrennt wird.

“Ich hatte schon den Termin”, erzählt Gabriele Weber. “Aber mir war die Operation so ein Graus, dass ich im Internet nach Alternativen gesucht habe.” So ist die Hundebesitzerin auf Blutegel und Akupunktur gestoßen. Mit einem Klick landete sie über den Fachverband niedergelassener Tierheilpraktiker bei Pia Büchner. Die Tierheilpraktikerin rückte mit den Blutegeln an. Bei Asta wirkte die Therapie Wunder: “Nach ein paar Tagen wurde das Hinken leichter”, so Gabriele Weber. Der OP-Termin war schnell abgesagt.

Die Punkte, an denen die Egel angesetzt werden, sind Akupunkturpunkte. Ist der Blutegel einmal “angedockt”, saugt er zum einen Blut, zum anderen injiziert er mit seinem Speichel einen Wirkstoffcocktail, der gerinnungshemmend, schmerzstillend und entzündungshemmend wirkt. Bis heute sind noch nicht alle Bestandteile des Egelspeichels bekannt (siehe unten).

Nach ein paar Monaten fing Asta wieder an zu hinken - doch die Hundebesitzerin gab nicht auf. Sie hat die Blutegel mehrmals setzen lassen, gleichzeitig die Ernährung von dem leicht übergewichtigen Hund umgestellt, um Gewicht zu reduzieren - bis die Muskelentzündung ausgeheilt war.

Inzwischen kommt Pia Büchner nur noch auf Bedarf, um die schwere Hüftdysplasie zu behandeln. Beim Treppensteigen bemerkt es Gabriele Weber immer als erstes: Asta tut die Hüfte wieder weh. “Sie zieht dann immer ein Bein nach.” Sobald die Blutegel ihren Dienst verrichtet haben, kann Asta wieder über die Wiesen springen. Kein Wunder, dass Gabriele Weber so von den kleinen Blutsaugern schwärmt.

no/Münchner Merkur


Blutegel

leben natürlicherweise in sauberen Seen, Teichen und Bachläufen. Sie gehören zu den Annelidiae (Ringelwürmern) und können bis zu 30 Jahre alt werden. In der Natur hat man mehrere hundert verschiedene Unterarten gefunden, in der Medizin Verwendung findet heutzutage der “Hirudo medicinalis”.

Was passiert beim Ansetzen eines „Egels”?

Blutegel haben Saugnäpfe mit Mundwerkzeugen. Mit ihrem Saugnapf, der aus drei Kieferleisten mit je 80 Zähnchen je Kieferleiste besteht, sägen sie sich nahezu schmerzfrei durch das Gewebe.
Ist der Blutegel einmal “angedockt”, saugt er zum einen Blut (etwa 10-50 Milliliter, je nach Größe des Blutegels), und zum anderen injiziert er mit seinem Speichel einen “Wirkstoffcocktail”. Der wohl bekannteste Bestandteil des Speichels ist das Hirudin. Dies bewirkt eine schnelle Gerinnungshemmung des Blutes, eine Hemmung der Thrombenbildung. Daher kommt es nach dem Abfallen der Blutegel zum Nachbluten, das bis 20 Stunden andauern kann. Weitere Bestandteile des “Wirkstoffcocktails” sind die Egline, die entzündungshemmend wirken, und die Hyaloronidase. Die Hyaloronidase löst Verbindungen zwischen Fibrinfasern und dem Bindegewebe. Allerdings sind bis heute noch nicht alle Bestandteile des Egelspeichels bekannt. Die Behandlung kann durchaus eine Stunde dauern, zumeist fallen vollgesaugte Blutegel aber bereits nach 30 Minuten ab.

Quelle: http://www.pia-buechner.de/therapien/therapien_blutegel.html




Marley sorgt für Chaos

marleyIm Film “Marley und ich” dreht sich alles um einen Labrador, der Chaos verbreitet. Doch Marley hat auch gute Seiten. Der Streifen mit Owen Wilson und Jennifer Aniston ist ab 5. März in den Kinos zu sehen.

John und Jenny Grogan beschließen, den bitterkalten Wintern in Michigan den Rücken zu kehren und in West Palm Beach/Florida ein neues Leben zu beginnen. Sie ergattern Jobs bei zwei konkurrierenden Lokalzeitungen, kaufen sich ein Haus und umschiffen die ersten Klippen ihrer jungen Ehe zwischen Karriere und der weit reichenden Entscheidung für Familienzuwachs. John fühlt sich noch nicht reif für die Vaterschaft. Faire Zwischenlösung: ein Hund. Und Marley tritt wie ein Paukenschlag in ihr Leben.

Die Grogans adoptieren den knuddeligen Labradorwelpen, der im Handumdrehen zu einer 50 Kilo schweren Dampfwalze heranwächst und das Haus der Grogans unaufhaltsam auseinander nimmt. Marley fliegt haushoch aus der Hundeschule, er zernagt Wände und Sofas, stibitzt den Thanksgiving-Truthahn, vertilgt Kissen und Blumen, trinkt aus der Toilettenschüssel und macht Jagd auf den Paketboten. Selbst das neue, sehr teure Halsband findet er überhaupt nicht fesselnd. Und obwohl Marley das Leben der Grogans gründlich auf den Kopf stellt, begleitet er sie mit bedingungsloser Treue durch gute und schlechte Zeiten… Hier erfahrt ihr mehr über den Film!