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Hauptsache kuscheln

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Papagei krault Katze.

Wer mit wem, ist völlig zweitrangig. Auch wenn Papagei und Katze normalerweise nicht die gleiche Sprache sprechen, verstehen sie sich manchmal bestens, wie dieses Video zeigt. Massage gefällig? Hier lässt sich ein Hund von einer Katze verwöhnen. Und dass Eisbären und Huskys richtig miteinander kuscheln und spielen, ist in diesem Video zu sehen. Viel Spaß!

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Erfahrungsberichte von Tierfreund zu Tierfreund

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Futter im Test.

Welches Futter ist empfehlenswert? Auf was für ein Zubehör kann der Tierbesitzer getrost verzichten? Im Forum von tierfreunde.de habt ihr die Möglichkeit, eure Erfahrungen mit Futtermitteln und Zubehör für Hund, Katze, Pferd, Kleintiere und sonstige Tiere an andere Tierfreunde weiterzugeben - eben von Tierfreund an Tierfreund.

Wer sich unsicher ist beim Futterkauf, kann einfach einen Blick ins Forum werfen und nachlesen,, welche Erfahrungen andere Tierfreunde mit dem jeweiligen Produkt gemacht haben. Genauso kann jeder Tierbesitzer seine eigenen Erfahrungen mit Produkten hier kundtun.

Weitere Informationen gibt es direkt im Forum Erfahrungsberichte von Tierfreund zu Tierfreund.

Ein Wunder, dass Gloria lebt

gloria

Gloria ist auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Foto: privat

Waakirchen - Ein skrupelloser Mensch hat der Katze Gloria ein Auge ausgeschossen . Wie durch ein Wunder überlebte sie. Eine Glücksgeschichte, die noch auf das perfekte Ende wartet.

Er hat sein Luftgewehr angelegt, gezielt und getroffen. Zwei Mal. Einmal mitten in das kleine Katzengesicht, einmal in den Rücken. Dann hat der Schütze, für den ein Tierleben nichts zählt, die schwer verletzte, schwangere Katze einfach liegen gelassen.

Wer Gloria ins Gesicht schaut, der blickt mitten in all das Leid, das die dreijährige Katzendame in ihrem jungen Leben bereits erfahren musste. Anders als viele Katzen in Ungarn, denen es ähnlich ergeht wie Gloria, hatte sie Glück. Die drei Jahre alte Tigerdame hat nicht nur den heimtückischen Angriff überlebt, sie hat in Ungarn einen Ort gefunden, an dem Menschen ein Herz für Tiere hatten.

Wie so oft, verbrachte Familie Graße aus Waakirchen auch in diesem Jahr ihren Urlaub in ihrem Ferienhaus in Ungarn. Wie jeden Abend machten sie es sich auch an dem Tag in ihrem Garten gemütlich, als Gloria in ihr Leben trat. „Wir haben ein Mauzen gehört, und da stand sie dann”, erinnert sich Christine Graße .

Dort, wo eigentlich das rechte Auge der Katze sein sollte, war nur noch eine fleischige Masse. „Wenn man ihr über das Fell gestreichelt hat, spürte man unter der Haut etwas Hartes”, erinnert sich Christine Graße . Es war ein Projektil , das nach dem Schuss unter die Haut gedrungen war. Die prallen Zitzen sprachen dafür, dass die junge Katze erst vor kurzem geworfen haben muss. Familie Graße hatte Mitleid und gab dem ausgehungerten Tier etwas zu fressen. Der Beginn einer großen Freundschaft.

Nach diesem Tag schaute Gloria jeden Abend bei dem Ferienhaus vorbei, brachte auch ihre drei acht-Wochen-alten Jungen mit. Als der Tag der Abreise kam, musste sich Familie Graße entscheiden: Lassen sie die Katzen zurück, ist das ihr Todesurteil.

Zur Fotostrecke von Gloria und ihren drei Jungen

Familie Graße ist auf dem Weg zurück nach Deutschland. Acht Stunden Autofahrt liegen vor ihnen. Drei kleine Katzen sitzen im Auto, in einem Korb ihre Mutter Gloria. Es geht in ein besseres Leben. „Wir haben es einfach nicht übers Herz gebracht, die Katzen zurück zu lassen”, erzählt Christine Graße .

In Deutschland angekommen, brachten sie Gloria in eine Tierklinik. Dort entfernte die Ärztin der Katze das eitrige, entzündete Auge und das Projektil aus dem Rücken. Es sei ein Wunder, dass Gloria noch am Leben sei, meinte die behandelnde Ärztin.

Zu Hause in Waakirchen startete Familie Graße gleich nach ihrem Urlaub das Projekt „Aufpäppeln”. Die scheue Gloria fand ein provisorisches zu Hause im Gästezimmer. Ihre drei kleinen Jungen Nero, der blaue Blueberry und der kleine Tiger Janosch machten es sich im Wohnzimmer gemütlich.

Da Familie Graße bereits einen kleinen Zoo zu Hause hat, mussten sie die Kätzchen schweren Herzens abgeben. Janosch , Nero und Blueberry hatten bereits das Glück, ein neues Heim gefunden zu haben. Gloria wartet dagegen noch sehnsüchtig auf einen neuen Platz. „Wir würden sie gerne behalten, aber sie hat große Angst vor unseren Hunden”, meint Christine Graße . Dabei sei Gloria „der Traum einer Katze. Sie ist sehr anhänglich und ist glücklich und dankbar, wenn sie gestreichelt wird”, erzählt Christine Graße .

Gloria ist Freigängerin, geht aber nur selten raus. Familie Graße sucht für Gloria einen Einzelplatz auf Lebenszeit mit liebevollem Familienanschluss. „Wer ehrliches Interesse an dieser bezaubernden Katze hat, möchte sich bitte unter 08021 - 505 100 bei mir melden”, so Christine Graße .

Christoph Seidl/www.merkur-online.de


Verletzungen bei Katzen

katzetierVon Tierarzt Michael Schneider

Verletzungen werden grundsätzlich in offene und gedeckte Verletzungen eingeteilt.

1) Gedeckte Verletzungen bei Katzen

Gedeckte, dass heißt nicht nach außen blutende Verletzungen, kommen bei Katzen nach stumpfen Traumen vor, wie nach Stürzen, Tritten, Nachwerfen von Steinen oder Gegenständen und nach Unfällen mit Autos. Die Folgen dieses Traumas können sein:

-    Hautabschürfungen

-     eine einfache, aber auch schmerzhafte Prellung

-     Frakturen (Brüche) des betroffenen Körperteils (Gliedmaßen, Kiefer , Schwanz usw.)

-     Gehirnerschütterungen

-     Blutungen in die Unterhaut und die Muskulatur nach Zerreißung von Gewebe und Gefäßen (kann lebensbedrohlich werden bei Blutung eines großen Gefäßes in die Bauchhöhle)

-     Innere Verletzungen, vor allem nach Autounfällen können je nach Ausmaß lebensbedrohlich sein ( Milzrupturen, Leberquetschungen, Abriss von Darm und/oder Harnröhre usw.)

Alle diese Verletzungen verursachen mehr oder weniger starke Schmerzen beim Tier und gehören tierärztlich untersucht (Röntgen, Ultraschall) und mit Antibiotikum, schmerz-stillenden Medikamenten und eventuell sogar mit Hilfe einer Operation (Brüche, Blutungen) versorgt.

Ein wichtiges Indiz für einen Autounfall bei der Katze ist, dass bei diesem Geschehen immer die Krallen abbrechen. Die Katze versucht sich dabei am Auto mit ihren Krallen festzuhalten, schafft dies aber wegen dem glatten Metall oder Kunststoff nicht, mit der Folge, dass diese abbrechen.


2) Offene Verletzungen bei Katzen

Offene Verletzungen bei Katzen kommen sehr häufig vor und sind in der Regel immer infiziert. Als Ursachen kommen in Frage :

-        Biss - und Kratzverletzungen (andere Katzen/Kater, Hunde, Marder)

-        Schussverletzungen (Luftgewehr, Soft Gun, Schrotgewehr, Kleinkaliberpistolen)

-        Spitze, eindringende Gegenstände (Nägel, Stacheldraht, Glasscherben, spitze Steine und Hölzer, Messer usw.) und Maschinen (Mähdrescher, Sägen)

Die Folgen dieser Verletzungen sind ebenso wie die Ursachen vielfältig. Es können harmlose, nur leicht blutende Wunden sein, die sie als Besitzer bitte ausnahmslos desinfizieren (z.B. mit eine Jod - oder Alkohollösung), da generell alle Kratz- und Bisswunden infiziert sind. Versäumen sie dies, schließt sich die Wunde und eingedrungene Keime und Fremdkörper (Dreck, Eisen, Schrot, Holzpartikel usw.) arbeiten unter der Haut und/oder in der Muskulatur weiter und verursachen eine Wundinfektion mit Fieber und einem späteren Abszess. Bitte bringen sie in einem solchen Fall ihre Katze immer zu einem Tierarzt. Er wird die Wunde reinigen, desinfizieren, spülen und ihr Tier mit Antibiotikum und entzündungshemmenden Medikamenten versorgen. Bei Bedarf kann auch zum Abfluss von Wundsekret und Eiter eine Drainage gelegt werden. Ein Abszess wird zusätzlich durch äußerliches Auftragen von Zugsalbe zum Reifen gebracht und wenn er reif ist gespalten. Fremdkörper bitte nie selber herausziehen, da einmal das Herausziehen starke Schmerzen verursachen kann (ihre Katze könnte sie plötzlich Beißen) und zum Anderen eine starke Blutung durch das Entfernen verursacht werden kann. Fremdkörper müssen immer operativ unter Narkose entfernt werden.


Aus der Praxis

Den seltsamsten Fremdkörper, den ich einmal einer Katze entfernt habe, war ein Angelhaken. Der Angelhaken steckte dabei bei der Katze, ähnlich wie bei einem Lippenpiercing, in der Unterlippe, im unteren weichen Teil des Kiefers und im Zahnfleisch fest und war durch die Widerhaken bedingt nicht mehr einfach heraus zu ziehen. Ich habe den Angelhaken unter Narkose mit einer Diamanttrennscheibe (wird normalerweise zum Teilen von Backenzähnen beim Hund benutzt) vor den Widerhaken zerteilt und vorsichtig an den beiden Enden herausgezogen, Die Wunde habe ich anschließend über den Zeitraum von 14 Tagen mit einer antibiotikahaltigen Salbe versorgt. Die Wundheilung verlief ohne Komplikationen. Wie die Katze es geschafft hat sich den Angelhaken durch die Lippe zu spießen, blieb mir und dem Besitzer ein Rätsel, da die Verletzung daheim in seiner Wohnung ohne Zutun einer anderen Person geschah.

Öfters werden mir auch Katzen mit Schussverletzungen vorgestellt, wobei selbst bei Luftgewehrkugeln (aus Blei!) und bei Kugeln von Soft Gun Pistolen kleinste Partikel der Munition unter die Haut eindringen und neben Blutergüssen, Prellungen auch Infektionen hervorrufen, da diese Partikel Fremdkörper für den Körper der Katze darstellen. Die Folgen davon sind Fieber, eitrige Wunden und Abszesse und bei Schrotkugeln besteht die Gefahr einer Bleivergiftung.

Eine weitere seltene Verletzung in meiner Praxis war bei einer Katze eine Verletzung an der Unterseite ihres Schwanzes. Die Haut und die Muskulatur des Schwanzes war dabei auf die Länge von circa 10 cm längs aufgeschlitzt, wie bei einem sauberen Schnitt. Ich habe nach Narkose, Rasur der Haut, Wundreinigung und Desinfektion diese Wunde im Bereich der Muskulatur und der Unterhaut genäht und die Haut mittels Wundklammern verschlossen. Die Wunde verheilte ohne Probleme innerhalb von 10 Tagen. Ursache für diese Verletzung war wahrscheinlich Nato -  Stacheldraht am Zaun einer Bundeswehrkaserne, der mit scharfen Metallteilen versehen ist. Ansonsten sind Stacheldrahtverletzungen immer ausgefranst und bilden oft einen Triangel in der verletzten Haut.

Gelegentlich werden Katzen, die sich im hohen Gras ducken, auch von Landwirten angemäht, wobei die Folgen oft dramatisch sind. Häufig hilft nur eine Amputation der betroffenen Pfote, manchmal auch nur das Einschläfern des schwer verletzten Tieres.


Ich hoffe für Sie und Ihre Katze, dass Verletzungen und Unfälle nicht oder nur selten auftreten und dann vergleichsweise glimpflich abgehen.


Michael Schneider
prakt. Tierarzt
Burglachbergstraße 6
86972 Altenstadt
Tel.: 08861-240878


Tote Katze soll GEZ bezahlen

little girl and tvKater Pan ist inzwischen ein Jahr tot. Doch nun bekam sein Herrchen trotzdem Post: einen Gebührenbescheid der GEZ für sein Haustier. Mario Schmidt (55) aus Gaggenau in Baden-Württemberg staunte nicht schlecht, als er den Brief für Pan in den Händen hielt. Darin forderte die GEZ den Kater auf, seine Rundfunkgeräte anzumelden. Das berichtet die Bild.

Der 55-Jährige kam aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Zum einen sei Pan bereits seit einem Jahr tot, zum anderen sei der Kater blind gewesen. “Er konnte also gar nicht fernsehen”, sagte Schmidt dem Boulevardblatt.

Augsburger Allgemeine


Imageproblem wegen des Aussehens

nacktmullHase, Igel, Hund und Katze - die kennt hier jeder. Schopfhund, Sternmull, Fingertier sind deutlich seltener und sehen ungewöhnlich aus. Der Nacktmull beispielsweise (hier im Dresdener Zoo, Foto: dpa) gilt als das sozialste Tier der Welt. Er lebt in großen Kolonien, die von einem fortpflanzungsfähigen Weibchen geleitet werden. Allerdings hat er ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. Hier gibt es eine Bildergalerie von Tieren ungewöhnlichen Aussehens.

Katze beim Staubsaugen

roombaKatzen sind reinliche Tiere - das ist allseits bekannt. Manche Stubentiger greifen sogar selbst zum Staubsauger…


Häufig betroffen: Wohnungskatzen

Blasenentzündung und Blasensteine


Ursachen

Eine Blasenentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Am häufigsten betroffen sind Wohnungkatzen (Mehrkatzenhaushalt) und Katzen mittleren Alters.

Auslöser können sein :
Stress
die Unterbrechung des gewohnten Lebensrhythmus, Wohnungswechsel, Mehrkatzenhaushalt, neues Familienmitglied, egal ob Mensch oder Tier.
Leidet eine Katze ständig unter Stress, wirkt sich die übermassige Produktion des Stresshormons auf die Blase aus.

Übergewicht
Bakterien und Blasensteine


Symptome

Häufiges Absetzen von kleinen Urintropfen. Die Katze hat ständig den Drang Urin absetzen zu müssen, aber es kommen immer nur wenige Tropfen.
Blut im Urin.
Schmerzen beim Uriniren, Katze jammert.
Uriniren neben der Katzentoilette.
Bei Katern kann es auch zu einer Harnblasenentzündung kommen, dann besteht akuter Notfall, da es zu einer inneren Vergiftung kommen kann, die innerhalb von 48 Stunden zum Tod führt.

Diagnose

Ultraschall, Röntgen, Urinprobe, eventuell Blasenspieglung

Behandlung

Bakterien werden mit einem Antibiotikum behandelt.

Bei Blasensteinen oder Kristallen im Urin ist einen Diät nötig. Haben Steine die Harnröhre verschlossen, muss ein Katheter zur Blasenspülung gelegt werden. Da dies sehr schmerzhaft ist, wird dies unter Narkose gemacht.
Gegen Schmerzen wird ein recht starkes Schmerzmittel gegeben, da Schmerzen Stress auslösen und die wieder die Blasenentzündung verschlimmern.
Wassermenge erhöhen. Die Katze muss viel trinken.

Vorbeugung ( vorallen nach einer ersten Erkrankung)

Katze immer viel zu trinken geben.
Trinkbrunnen aufstellen.
Wasserbrunnen und Trinknäpfe nie neben dem Futter im selben Raum stellen. Das Wasser sollte immer in einem anderen Raum stehen. Katzen fressen, wandern, trinken und gehen dann weiter zur Toilette.

Katzentoilette umstellen, Katzenstreu wechseln, immer eine Toilette mehr als man Katzen hat. Bei einer Katze mindestens zwei Toiletten.
Behandlung der Wohnung mit Pheromonen (Feliway) für die Steckdose zum Stressabbau.

Heilung

In den meisten Fällen verschwindet die Krankheit nach Behandlung innerhalb von zwei bis drei Tagen.
Sie kann aber nach sechs bis zwölf Monaten wieder ausbrechen. Daher ist eine Vorbeugung sehr wichtig.

U. S., Rosenheim


Geburtshilfe bei der Katze

geburtshilfeVon Tierarzt Michael Schneider

Bevor ich über einen Fall aus meiner Praxis berichte, möchte ich zuerst über ein paar grundlegende Daten zur Trächtigkeit und Geburt bei der Katze berichten.

Die Katze wird mit fünf bis sieben Monaten geschlechtsreif und ist bereit, sich zwei bis drei Mal im Jahr (besonders von Februar bis Juli) mit dem Kater zu paaren. Diese Paarungsbereitschaft nennt sich Rolligkeit, da die Katze während dieser Zeit vor den Füßen des Besitzers umherrollt, sehr anhänglich ist, viel maunzt und kleine Mengen Urin absetzt. Die Rolligkeit dauert ohne Deckakt durch den Kater 14 bis 21 Tage, mit Deckakt nur fünf Tage, wobei bei der Katze mit dem Deckakt der Eisprung ausgelöst wird. Dieser hat immer, soweit keine angeborene Sterilität vorliegt, eine Trächtigkeit der Katze zur Folge.

Die Trächtigkeitsdauer beträgt in der Regel 60 Tage (es gibt aber Rasseunterschiede bei der Dauer) und mündet in die Geburt von drei bis sechs Welpen (eventuell auch mehr). Die herannahende Geburt äußert sich in gewisser Unruhe der Katze und beginnt mit dem Nestbau bzw. mit der Suche nach einem Ort für die Geburt (z.B. im Wäscheschrank auf den weißen Betttüchern). Als anatomische Veränderung kommt es zu einer Ödematisierung (Wassereinlagerung) in die Schamlippen, die Milch schießt in die Zitzen ein und die Körpertemperatur sinkt 12 bis 24 Stunden vor der Geburt um 1,5 Grad Celsius auf 37 Grad Celsius.

Die Geburt selbst beginnt mit einer Eröffnungsphase, in der dünnflüssiger Schleim unter leichter Wehentätigkeit abgeht. In dieser Zeit (drei bis zwölf Stunden) braucht die Katze Ruhe. In der Austreibungsphase werden die Wehen stärker (Presswehen) und der Zeitabstand kürzer zwischen den einzelnen Wehen. Die Welpen werden zu 95 Prozent mit dem Kopf voraus (Vorderendlage) geboren, nur fünf Prozent der Welpen kommen in Hinterendlage (Hinterfüße, Schwanz und Becken zuerst) zur Welt. Durch alternierendes Öffnen und Schließen der beiden Hörner der Gebärmutter erfolgt die Austreibung der Welpen abwechselnd aus dem rechten und linken Horn. Zwischen der Geburt der einzelnen Welpen liegt eine Erholungsphase.

Nach der Geburt beleckt die Mutter den Kopf und den Körper des Neugeborenen - es wird sozusagen trocken geleckt - und frisst nach jedem Fetus die dazugehörige Nachgeburt auf. Die Welpen sind die ersten 14 Tage blind und ernähren sich bis zur vierten Woche ausschließlich von der Muttermilch. Ab der vierten Woche beginnen sie langsam, selbständig Katzenfutter (am besten spezielles Welpenfutter) zu fressen, und ab der achten Woche nach der Geburt kann eine Katze bereits wieder erneut rollig und somit trächtig werden.


Geburtshilfe bei der Katze kommt selten vor, aber wenn sie nötig ist, wird häufig ein Kaiserschnitt durchgeführt.

Mitte April dieses Jahres hat mich eine Besitzerin angerufen, dass bei ihrer Katze „hinten etwas herausschaut”. Bei einem anschließendem Hausbesuch ergab sich, dass die Katze - erstgebärend - bereits am Tag zuvor nachmittags drei Katzenwelpen lebend zur Welt gebracht hatte. Bei einer eingehenden Untersuchung der Katze entpuppte sich das heraushängende Teil als der Schwanz eines vierten Welpen, der im Geburtskanal in Hinterendlage steckte. Nach einer Wehenspritze (Oxytocin) nahm ich die Katze mit in die Praxis und legte sie in Narkose. Anschließend drückte ich mit Hilfe einer Spritze und einem entsprechendem Aufsatz rund 40 ml Gleitgel in die Scheide und den Geburtskanal. Bedingt durch das Gleitgel konnte ich unter seitlichem Drehen und vorsichtigem Zug den Welpen entwickeln und langsam aus der Scheide und dem Geburtskanal herausziehen. Zugleich floss mit dem toten Welpen aus der Scheide ein dunkel gefärbtes, übel riechendes Sekret ab.

Aufgrund der Sekretbeschaffenheit entschloss ich mich bei der Katze zur operativen Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke mit dem Ziel, somit das Leichengift aus dem Körper der Katze zu entfernen. Trotz einer Infusion zur Ausschwemmung der Toxine und Stabilisierung des Kreislaufs und Antibiotika- und Schmerzmittelgaben verstarb die Katze noch in der Nacht - wahrscheinlich an Nierenversagen bedingt durch das Leichengift des toten Welpen. Die drei jungen lebenden Katzenwelpen wurden dann mutterlos mit der Flasche aufgezogen.

Wenn bei der Katze Geburtshilfe notwendig ist, dann ist rasches Handeln eines Tierarztes erforderlich, da meistens bei der Geburtshilfe der Katze ein Kaiserschnitt notwendig wird - das macht dieser Fall deutlich. Geschwächte Muttertiere (zu lange in den Geburtswehen, Giftstoffe eines toten Welpen) haben selbstverständlich nur eingeschränkte Überlebenschancen. Ansonsten stehen die Aussichten gut, dass Muttertier und Welpen den Kaiserschnitt überleben.


Michael Schneider
prakt. Tierarzt
Burglachbergstraße 6
86972 Altenstadt
Tel.: 08861 / 240878


So genießen die Haustiere den Sommer

wasser2Wer Schweißdrüsen am ganzen Körper hat, ist im Sommer eindeutig im Vorteil. Dazu zählen der Mensch und beispielsweise das Pferd. Unseren Haussäugetieren dagegen können hohe Temperaturen ganz schön zu schaffen machen.

Wird es dem Pferd zu warm, scheiden die Schweißdrüsen Wasser aus. Durch die Verdunstung des Wasserfilmes entsteht Kälte auf der Oberfläche, der Körper kühlt ab. So kann die Körpertemperatur kontrolliert werden. “Hund und Katze können das nicht”, sagt Silvia Bsiso, Tierärztin in München-Moosach. Diese beiden Vierbeiner haben hauptsächlich an den Pfoten Schweißdrüsen. Der Hund hat drei Möglichkeiten, seine Körpertemperatur zu kühlen, wie die Tierärztin erklärt. Die Konduktion, Wärmeleitung: Wenn es dem Hund zu heiß wird, legt er sich auf kühleren Boden und gibt Körpertemperatur ab. Bei der Konvektion kühlt der Hundekörper im Luftzug. Und mittels Hecheln gibt der Vierbeiner über die Atemluft Wärme ab.

Grundsätzlich rät Silvia Bsiso, darauf zu achten, ob die Hunderasse mit dem Klima zusammen passt. Rassen, die aus arktischen Regionen stammen, können im Sommer eventuell geschoren werden. Die hohen Temperaturen werden für den besten Freund des Menschen erträglicher, wenn der Hund vor dem Gassigehen nass gemacht wird, vor allem bei Spaziergängen um die Mittags- und Nachmittagszeit. “Das verhindert, dass der Hund überhitzt”, so die Tierärztin. Den m eisten Vierbeinern macht ein Ausflug an den See zudem großen Spaß. Beim Autofahren ist es ratsam, dem Hund ein nasses T-Shirt anzuziehen.

wasser1Oberste Regel ist natürlich: “Den Hund nicht im Auto lassen”, sagt Silvia Bsiso. Schon in wenigen Minuten und auch im Schatten kann sich das Auto auf bis zu 60 Grad Celsius aufheizen - “das kann lebensgefährlich sein”. Bei einem Hitzschlag, einer Überhitzung des gesamten Organismus, besteht die Gefahr, dass Eiweiß denaturiert und damit Organfunktionen komplett ausfallen.
Die Katze kommt mit Hitze besser klar, aber nur, weil sie grundsätzlich träger ist als der Hund. Wenn eine Fahrt zum Tierarzt oder in den Urlaub ansteht, muss auch für den Stubentiger für Kühlung gesorgt werden. “Zum Beispiel die Transportbox mit Kühlelementen auslegen und ein Handtuch drüber legen”, schlägt die Tierärztin vor.

Hasen oder Meerschweinchen besitzen gar keine Schweißdrüsen, deshalb ist es wichtig, dass sie ein Häuschen und Schattenzonen im Freigehege haben. “Für Fluchttiere ist ein Häuschen grundsätzlich von großer Bedeutung, damit ihr Sicherheitsbedürfnis erfüllt ist”, erklärt Silvia Bsiso. Wenn die Tiere draußen im Auslauf sind, muss man bei der Einrichtung von Schattenzonen unbedingt die Sonnenwanderung berücksichtigen.


Mitteilung des Deutschen Tierschutzbundes

Auch der Deutsche Tierschutzbund gibt Heimtierbesitzern und Landwirten Ratschläge, wie sie dafür Sorge tragen können, dass ihre Tiere die Hitze gut überstehen. Denn nach wie vor sterben Jahr für Jahr Tiere, weil ihre Halter nicht rechtzeitig bedacht haben, dass auch Hunde, Katzen, Kaninchen und Tiere in der Landwirtschaft unter der Hitze leiden.

Haltung von Rindern, Schafen und Pferden bei Hitze

Rinder, Schafe und Pferde, die auf der Weide gehalten werden, benötigen einen tierschutzgerechten Witterungsschutz. Dieser kann aus natürlichen Gegebenheiten wie Hecken und Bäumen und/oder künstlichen Einrichtungen bestehen. Natürliche Schutzmöglichkeiten müssen ganztägig und ganzjährig, insbesondere bei intensiver Sonneneinstrahlung, jeder Windrichtung und bei Regen ihre Funktion erfüllen. Als künstliche Schutzvorrichtungen sind etwa Windschutzwände und zwei- bis dreiseitig zur Hauptwetterseite hin geschlossene, überdachte Unterstände geeignet.

Da ein Witterungsschutz bei Rindern und Schafen und Pferden nicht ausdrücklich gesetzlich festgeschrieben, sondern lediglich in Empfehlungen des Europarates und der einzelner Bundesländer aufgeführt ist, und die Errichtung eines Witterungsschutzes mit Kosten verbunden ist, wird leider allzu häufig darauf verzichtet. Jedoch ist nach dem geltenden Tierschutzgesetz jeder, der ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, verpflichtet, dieses seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen zu ernähren, zu pflegen und verhaltensgerecht unterzubringen. Dies verpflichtet auch, Tiere vor großer Hitze zu schützen. Nicht vergessen werden darf, dass bei Hitze die Futtergrundlage auf der Weide abnimmt und die Tiere so unter Umständen zugefüttert werden müssen.

Ein Ausritt in den kühleren Morgen- und Abendstunden ist für Mensch und Tier angenehmer als zu den wärmeren Tageszeiten. Und dass man dem Tier keine übermäßige Anstrengung durch eine “wilde Jagd” zumutet, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.

Tiertransporte bei Hitze

Probleme infolge der hohen Temperaturen entstehen auch beim Transport von Tieren. Lebendtransporte von Mast- und so genannten Schlachttieren, die wir ohnehin ablehnen, wenn sie über einen zeitlichen Rahmen von national vier Stunden bzw. 200 Kilometern, international acht Stunden hinausgehen, dürfen bei Hitze nicht stattfinden. Es existiert kein vernünftiger Grund dafür, die Tiere solchen Leiden und Schmerzen auszusetzen, denn Profitgier ist kein vernünftiger Grund.

Tierhaltern und Transporteuren rechtlich verbindliche Auflagen zu erteilen, ist dem Deutschen Tierschutzbund leider nicht möglich. Grundsätzlich sind die Amtsveterinäre nun gefordert, noch strenger als bisher Kontrollen durchzuführen und bei den kleinsten Anzeichen, dass Tiere leiden, einzugreifen. Entsprechende Hilfestellung kann aus der Bevölkerung kommen.

Bitte informieren Sie die örtlichen Veterinäre oder auch den Tierschutzverein vor Ort, wenn Tiere beispielsweise ohne geeigneten Witterungsschutz auf der Weide gehalten werden, damit geeignete Maßnahmen ergriffen werden können.

Tipps für die Haltung von Hunden

Bei steigenden Temperaturen und zunehmender Sonneneinstrahlung sollten Tierhalter ihre Gefährten besonders genau beobachten, um eventuelle Veränderungen im Verhalten sofort feststellen und entsprechend schnell reagieren zu können.

Auch Hunde können auf unbehaarten Stellen einen Sonnenbrand bekommen. Ausreichend Trinkwasser muss den Tieren immer zur Verfügung stehen. Mineralwasser mit Kohlensäure eignet sich nicht allerdings nicht. Ideal ist es, wenn die Mitbewohner auf vier Pfoten selbst entscheiden können, wann sie in der Wohnung - oder im Keller - ein kühles Plätzchen aufsuchen, an dem für sie angenehme Temperaturen herrschen. Spaziergänge und sportliche Betätigungen mit dem Hund sollten in die Morgen- und Abendstunden verlegt werden, wenn die Temperaturen gemäßigter sind. Andernfalls können - vor allem bei älteren Tieren - Kreislaufprobleme auftreten.

Das Auto kann für Hunde zur tödlichen Falle werden: Sauerstoffmangel, Übelkeit, Kreislaufprobleme und Kreislaufversagen führen im schlimmsten Fall zum Tod des Tieres. Wer ein Tier bei Hitze im Auto zurücklässt, handelt verantwortungslos. Es reicht nicht aus, den Wagen im Schatten abzustellen. Selbst, wer nur eben beim Nachbarn hereinschauen möchte, kann aufgehalten werden. Die Sonne wandert und schon wird es im Inneren des Wagens höllisch heiß. Auch bei bedecktem Himmel wird es in einem Auto rasch zu warm. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass vor allem Hunde im Auto warten müssen. Im Gegensatz zum Menschen können sich Hunde nicht durch Schwitzen Kühlung verschaffen, sondern nur durch Hecheln. Wenn Umgebungstemperatur und Luftfeuchtigkeit zu hoch sind, hilft ihnen dies nicht weiter. Daher sollte man die Tiere auch bei kurzen Botengängen immer mitnehmen. Passanten, die ein Tier in Not bemerken, sollten umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls der Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann. Allerdings muss nachweislich nach ihnen gesucht werden. Die Feuerwehr hat per Gesetz nicht die gleiche Befugnis das Auto zu öffnen wie die Polizei.

In einem Transporter sollte der Hund nur während der Fahrt untergebracht werden, da es darin bei starker Sonneneinstrahlung oder erhöhten Außentemperaturen zu einer extremen Wärmeentwicklung kommen kann. Sobald das Fahrzeug abgestellt wird, müssen die Tiere das Fahrzeug verlassen können. Die Installation von Ventilatoren in einem Transporter ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber sicherlich sehr sinnvoll, um einem Hitzestau bei längeren Fahrten bzw. im Stau vorzubeugen.

Lange Autofahrten sollten beim Fehlen einer Klimaanlage an heißen Tagen in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Für sein unverantwortliches Verhalten kann der Tierhalter nach §17 Tierschutzgesetz zur Rechenschaft gezogen und bestraft werden - mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe.

Tipps für die Haltung von Tieren in Käfigen und Aquarien

Bei allen Tieren, die in Käfigen leben und der Sonne nicht ausweichen können, muss der Halter entsprechende Vorsorge treffen. Wichtig ist, dass der Käfig nie in der prallen Sonne steht. Wer morgens aus dem Haus geht, sollte bedenken, dass sich der Sonnenstand im Laufe des Tages ändert: Wo morgens noch kühler Schatten ist, herrscht nachmittags womöglich glühende Hitze. Ein frischer Wind bringt zwar ein wenig Abkühlung, doch sollten Käfige niemals im Durchzug stehen.

Wenn den Vögeln ein Badehäuschen zur Verfügung gestellt wird, sollte man darauf achten, das Wasser häufig zu wechseln. Vögel, die keine Badehäuschen nutzen, können vorsichtig mit Wasser besprüht werden.

Das Wasser im Aquarium kann sich für die Insassen lebensbedrohlich aufheizen. Notfalls sollte vorsichtig kaltes Wasser nachgefüllt werden, um das Schlimmste zu verhindern.

Alle Tiere, die in Freigehegen leben, müssen die Möglichkeit haben, sich in den kühlen Schatten zurückzuziehen.