Eine große Tierliebe

Am 1. Mai gibt es wieder einen dicken Geburtstagsschmatzer für Timmy.
Freising - Auf den ersten Blick ist Timmy ein gewöhnlicher Kater: neugierig, verschmust und manchmal ein bisschen eifersüchtig. Dass das rüstige Tier im Mai 20 Jahre alt wird und seinem Frauchen Elisabeth Herdam immer die Treue gehalten hat, ist was ganz Besonderes.
Ein Bericht des Münchner Merkur
„Er hat mich gefunden”, sagt Elisabeth Herdam. Für sie war die Begegnung mit dem damals noch blutjungen Kater ein Wink des Schicksals. Die Freisingerin arbeitete als Reinigungskraft im Kindergarten St. Jakob in Vötting, als eine Betreuerin ihr die kleine, umherstreunende Mieze zeigte. „Bei mir hat es sofort gefunkt, als ich ihn da sitzen sah”, erzählt Herdam. „Und als wir den Kindergarten verließen, da ging er mir nicht aus dem Kopf.” So fasste sich die 52-Jährige ein Herz - und nahm den Kleinen einfach mit. Dass dieser Kater - „Timmy” hat sie in getauft - für die nächsten 20 Jahre an ihrer Seite weilen würde, das hätte sie sich „niemals erträumen lassen”.
Anfangs noch ein bisschen schüchtern, lebte sich Timmy nach einigen Tagen in seinem neuen, vielleicht ersten, Zuhause ein. Kein Wunder: Ist Elisabeth Herdam doch eine Tierliebhaberin mit Leib und Seele: „Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen. Wir hatten Wellensittiche, Kanarienvögel und Hamster.” So schnell sich das Katzenbaby eingelebt hatte, so schnell war es auch stubenrein. „Ich habe ihn ein paar Mal ans Katzenklo geführt, und er wusste nach kurzer Zeit, was Sache war.”
Doch auch sonst ist Timmy ein typischer Hauskater. „Er schmust gern, wenn er nicht gerade schläft”, erzählt Herdam. Da kann es auch einmal vorkommen, dass der kleine Racker anfängt zu meckern, wenn er seine tägliche Dosis Streicheleinheiten nicht bekommt. Da gibt es das volle Programm: „Er liebt Massagen”, weiß Elisabeth Herdam - vor allem an den Ohren.
Wenn Frauchen dann mal die Aufmerksamkeit auf was anderes richtet, kann Timmy so richtig eifersüchtig werden. Sogar auf Videorecorder: Vor zehn Jahren hatte sich Elisabeth Herdam ein neues Gerät gegönnt. „Als ich ihn aufbaute, passte es Timmy gar nicht, dass das Ding mehr Aufmerksamkeit als er bekam.” Da war es vorbei mit der Stubenreinheit: Der gekränkte Kater pinkelte kurzerhand auf die Couch - damit war ihm Frauchens Augenmerk sicher.
Auch wenn es um das Thema Futter geht, ist der Stubentiger ein echter Genießer. Und ein richtiger Feinschmecker braucht natürlich Abwechslung: „Er will jeden Tag eine andere Sorte serviert haben”, berichtet Herdam. Da wird die Futterschüssel schon hier und da mal links liegen gelassen, wenn das „Gericht” nicht so mundet. „Wenn der Hunger dann aber Überhand nimmt, erbarmt sich der Kleine aber doch.” Manchmal ist allerdings auch das Abendessen nicht vor ihm sicher: Eine Portion Rührei hatte es dem Kater einmal besonders angetan. „Als niemand aufpasste, saß Timmy schon auf dem Tisch und wollte sich gerade bei meinem Teller bedienen.”
Selbst auf seine alten Tage hat der Kater mit dem ruhigen Gemüt seine, wie Frau Herdam es nennt, „sonnigen fünf Minuten”. Da rennt er dann quer durch die Wohnung, von einem Eck ins andere - „da merkt man ihm sein Rekordalter gar nicht an”.
Timmy ist das beste Beispiel dafür, wie wichtig Haustiere für ihre Besitzer sind. „Wenn ich schlechte Laune habe oder bedrückt von der Arbeit komme, merkt er das”, sagt Herdam. Dann ist Timmy an der Reihe, Schmuse- und Streicheleinheiten zu verteilen. „Das macht er so lange, bis es mir besser geht.” So entwickelte sich in diesen 20 Jahren eine innige Beziehung: „Er ist mehr als ein Haustier”, erzählt Herdam weiter, „er ist ein Familienmitglied.”
Ein recht gesundes sogar: In den 20 Jahren - in Menschenjahren wären das stolze 100 - war Timmy nie ernsthaft krank. Vor einigen Jahren suchte ihn ein Lebervirus heim, den er aber nach einer Woche und dank der entsprechenden Arznei überstand. „Sonst war er immer wohl auf - schon ein kleines Wunder”, findet Herdam. Dem Familienmitglied wird natürlich zu seinem Geburtstag gratuliert: Pünktlich zum 1. Mai gibt es jedes Jahr einen dicken „Geburtagsschmatzer”, wie Elisabeth Herdam selbst sagt.
Sie ist um jeden Tag froh, den sie mit ihrem Timmy hat: „In seinem Alter macht man sich schon Gedanken, wie es ihm heute geht.” Da freue es einen jedes Mal umso mehr, wenn man nach einem anstrengenden Tag schnurrend begrüßt wird.
Gestreichelt werden ist sein Job

Kater Maxi ist aus dem Jesenwanger Altenheim gar nicht mehr wegzudenken. Einer seiner Fans ist Hans Kraut. Foto: Schubert
Jesenwang - Ein neuer Bewohner mischt das Seniorenheim Jesenwang (Landkreis Fürstenfeldbruck) gehörig auf: Kater Maxi ist da! Er bereitet den Senioren viel Freude.
„Es ist wunderbar zu sehen, dass sich manche unserer Kranken wieder öffnen können”, erzählt Pflegedienstleiterin Susanne Duldinger. Durch den zusätzlichen Kontakt könne der Fortschritt der Demenz sogar verlangsamt werden. „Die Dinge, die tief im Unterbewusstsein verankert sind, können noch abgerufen werden”, erklärt die 39-Jährige. Und dazu gehöre auch das Bedürfnis, sich um jemanden zu kümmern. Viele Bewohner finden den Lebensrhythmus wieder, den sie durch ihre Krankheit verloren haben. „Sie richten sich jetzt nach dem Kater - der weiß, wann er essen und schlafen muss.”
Einer der großen Fans des kleinen Katers ist Hans Kraut: „Morgens sitzt er immer auf den Akten oder auf der Schreibmaschine und kontrolliert, ob alle Schwestern zum Dienst erscheinen”, sagt der 85-Jährige und schmunzelt.
Die Idee, einen tierischen Mitbewohner ins Haus zu holen, hatte die Leitung des Seniorenheims schon lange. „Es gibt ja auch die Tiertherapie, bei der Patienten stundenweise Zeit mit einem Tier verbringen dürfen.”
Gesponsert wird Maxi von den Farbtupfern, einer Gruppe aus Ehrenamtlichen, die das Heim in vielen Dingen unterstützen. „Impfungen und Fressen müssen ja finanziert werden”, sagt Duldinger.
Inzwischen gehört Maxi zum festen Inventar des Hauses und erfüllt seine Pflicht überdurchschnittlich: „Die Hausärzte haben bereits bestätigt, dass unsere Schützlinge seit Maxis Einzug viel ausgeglichener sind, “, freut sich Duldinger.
Tierhasser schießt Bubu in den Bauch

Iris Markl mit ihrem Kater Bubu. Foto: Rainer Lehmann
Neufahrn - Bubu ist ein tapferer kleiner Kerl. Der dreijährige Kater hat bei einem seiner Spaziergänge Schreckliches erlebt - und ist trotzdem schon wieder draußen unterwegs.
Bubu wurde am Donnerstagmorgen angeschossen. Als der schwarze Kater durch die Katzentür schlüpfte, fiel der Neufahrnerin Jutta Markl (62) noch nichts ungewöhnliches auf. Doch kurze Zeit spät kam Schwiegertochter Iris mit Bubu auf dem Arm zu ihr. „Sie meinte, da stimmt was nicht”, erzählt die 62-Jährige. „Man konnte etwas hartes unter der Haut fühlen.” Blut war allerdings nicht zu sehen. Beim Tierarzt kam die Wahrheit ans Licht: Unter der Haut des Katers steckte das Projektil eines Luftgewehrs. „Bubu ist ein sehr tapferer Kater”, sagt Jutta Markl. Nur so kann sie es sich erklären, dass er keinen Mucks machte, als er nach Hause kam. Das Projektil konnte glücklicherweise schnell entfernt werden.
„Unserem Kater geht es wieder gut”, freut sich die 62-Jährige. Aber sie ist wütend auf „diesen Tierquäler” und möchte, dass er erwischt wird. Sie hat inzwischen Anzeige erstattet und will Handzettel in Neufahrn aufhängen. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer (0 81 65) 9 51 00 um Hinweise, damit Bubu und alle anderen Neufahrner Katzen in Zukunft unversehrt nach Hause kommen.
Yvonne Henninger/mm
Nach zwei Jahren kommt Paulchen wieder heim

Barbara und Dirk Arnold mit ihrem Kater Paulchen. Foto: kb
Altenstadt - Paulchen ist das ganz persönliche Weihnachtswunder von Barbara und Dirk Arnold aus Altenstadt (Kreis Weilheim-Schongau): Auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Verschwinden hat der Kater auf Umwegen wieder nach Hause gefunden.
Auf dem Klingelschild der Arnolds stehen drei Namen: Barbara, Dirk und Paulchen. Der schwarze Kater ist ein Teil der Familie. Im Wohnzimmer des Ehepaares aus Altenstadt, das die “Weinstuben” in der Schongauer Altstadt betreibt, hat er einen Stammplatz: „Paulchen liegt auf der Ablage der Eckbank, von hier aus hat er alles im Blick”, erzählt Barbara Arnold und krault den Kater hinter dem Ohr. Dabei hat es lange so ausgesehen, als würde Paulchen nie mehr dort sitzen: Denn am 14. Dezember 2007 ist der heute siebenjährige Kater verschwunden.
Die 55-Jährige kann sich noch gut an den Abend erinnern: „Es war wahnsinnig kalt und hat geschneit. Normalerweise mag Paulchen bei so einem Wetter gar nicht raus.” Barbara Arnold lässt den Kater aus der Wohnung und denkt sich nichts dabei, als er nicht gleich wiederkommt. „Ich hab geglaubt, er wäre bei unseren Nachbarn im Obergeschoss”, erzählt sie. „Am Abend wollte ich ihn holen - da sagte mir meine Nachbarin, dass sie ihn nicht gesehen hat.”
Die Arnolds machen sich sofort auf die Suche, klappern im Schnee die Nachbarschaft ab. „Wir sind alle Straßen abgefahren, haben die Leute gebeten, ihre Garagen und Hütten zu öffnen”, schildert Dirk Arnold. Seiner Frau kommen die Tränen, wenn sie an die Tage nach Paulchens Verschwinden denkt: „Das war so schmerzhaft für uns, wir haben tagelang geweint.”
Die Arnolds verteilen Plakate, rufen im Tierheim an und fragen bei den Tierärzten der Umgebung nach ihrem Kater. Doch Paulchen ist nicht aufzufinden. Am Ende sind die beiden so verzweifelt, dass sie einander schwören, nie mehr ein Tier zu sich zu holen. Erst vor vier Wochen werfen die Arnolds schweren Herzens die letzten Spielsachen, Näpfe und Paulchens Kratzbaum weg.
Doch das Schicksal will es anders: Am 14. Dezember dieses Jahres, auf den Tag genau zwei Jahre nach Paulchens Verschwinden, hat Barbara Arnold geschäftlich mit der Vorsitzenden des Schongauer Tierheims, Helga Brennauer, zu tun. Die Frauen kommen ins Plaudern, und Arnold erzählt Paulchens Geschichte. Brennauer schlägt vor, sie solle doch im Tierheim vorbei schauen - dort sei vor kurzem ein schwarzer Kater abgegeben worden, dem sie den Namen Hans gegeben haben. „Erst wollte ich gar nicht”, sagt Arnold, „aber der Hans ist mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen.”
Schließlich fährt sie ins Tierheim. Als Helga Brennauer die Käfigtür öffnet, kann es die 55-Jährige kaum glauben: „Es war unser Paulchen.” Ohne zu überlegen, nimmt sie den Kater mit nach Hause, ruft ihren Mann auf dem Handy an. Kaum in der Wohnung angekommen, nimmt Paulchen seinen Platz ein „als wär nichts gewesen”.
Wo der Kater die vergangenen zwei Jahre verbracht hat, wissen die Arnolds nicht. Im Tierheim hat er etwa sechs Wochen gelebt, „wir sind froh und dankbar, dass man sich dort so gut um ihn gekümmert hat.” Sie glaubt, es ist Schicksal, dass Paulchen wieder zurückgekommen ist. Ihr Klingelschild haben die Arnolds übrigens nie ändern lassen.
Kathrin Brack/www.merkur-online.de
Wer rettet Angelo?
Das Schicksal meint es nicht gut mit den ungleichen nun 14-jährigen Katerkameraden Michel (Norwegischer Waldkater-Mix) und Angelo (Kartäuser-Mix). Angelo, einst geliebter und einziger Kronprinz seines Frauchens, bekommt schon früh einen Konkurrenten vor die Nase gesetzt, den er wenig leiden kann.
So gut es eben geht, teilen sich die zwei die Wohnung und die Liebe ihres Frauchens. Wenn möglich geht Angelo dem Neuen aus dem Weg. Michel, der ausgesetzte Neuankömmling, hat es auch nicht leicht. Von Natur aus freundlich und aufgeschlossen zu allen Katzen und Menschen versucht er immer wieder, Angelos Freundschaft zu gewinnen. Er gurrt ihn freundlich an, schleckt ihm zärtlich den Kopf und nimmt ihm das ständige Angeknurre niemals übel. Doch Angelo ist nur genervt von Michel und haut, knurrt und faucht. So leben die zwei ein paar Jahre nebeneinander her bis ihr Frauchen plötzlich stirbt.
Vom zurückgebliebenen Witwer nur widerwillig geduldet beginnen nun zehn trübe Jahre für die zwei. Doch es kommt noch viel schlimmer: Als die beiden bei ihren Streifzügen draußen Flöhe bekommen, will ihr Besitzer sie einschläfern lassen! Er wirft sie aus der Wohnung und sucht einen Tierarzt, der sie einschläfern soll. Gottseidank weigern sich alle angesprochenen Tierärzte so etwas zu tun. Eine Tierärztin aber bietet an, die beiden zur Vermittlung zu übernehmen. So sind die zwei schnell dort abgeliefert. Eine Pflegestelle ist bald gefunden, aber Michel ist so knochendürr, dass zuerst noch ein großes Blutbild gemacht wird. Dabei stellt sich heraus, dass er eine heftige, wohl schon sehr lange unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion hat. Auf der Pflegestelle fällt zudem auf, dass er schwer atmet und nur immer wieder kurz auf der Seite liegen kann, dann wird er unruhig und steht auf. Deshalb wird er einer Internistin zum Herzultraschall vorgestellt. Dabei wird neben einer schweren Herzinsuffizienz eine noch weit schlimmere Diagnose gestellt: Lymphdrüsenkrebs im Endstadium. Die Internistin gibt ihm noch etwa vier Wochen bis zum unvermeidlichen Einschläfern.
Michel scheint von alledem nichts zu wissen: Er blüht auf, seit er entwässernde Medikamente bekommt ist die Atemnot vorbei, er frisst mit großem Appetit und nimmt auch gut zu. Er spielt hingebungsvoll mit Fellbällchen und Klappermäuschen, trägt sie im Maul spazieren und wirft sie hoch in die Luft.
Angelo hingegen kommt mit dem Ortswechsel gar nicht zurecht. Er ist sehr ängstlich und zurückhaltend. Zu seiner Pflegemama fasst er schnell Vertrauen, lässt sich kraulen und auf den Schoß nehmen, aber jeden anderen faucht er zunächst an, bis er dann langsam auftaut und sich näher wagt. Leider hat seine Pflegemama viele andere Tiere zu versorgen und so bleibt wenig Zeit zum Schmusen. Doch genau das bräuchte Angelo so sehr. So sitzt er Tag für Tag ab und wartet auf die wenigen Momente in denen sie Zeit für ihn und Michel hat.
Angelo soll bei Michel bleiben, bis es Zeit wird ihn einzuschläfern, denn auch wenn er Michel ablehnt ist es für Michel besser einen brummeligen Angelo zu haben, als gar keine Katzen um sich herum.
Doch danach braucht der kerngesunde Dickmops Angelo ganz, ganz schnell ein neues Zuhause in dem er als Alleinherrscher Haus und Garten unsicher machen darf (dann wird er sicher auch wieder ein wenig schlanker werden, denn im Moment wird Michel regelrecht gemästet, und da futtert Angelo natürlich gerne mit - und der gewohnte Freilauf fehlt ihm natürlich auch sehr!
Er kommt mit älteren Kindern gut aus, der zwölfjährige Bub auf der Pflegestelle ist ein vertrauter und willkommener Spiel- und Schmusepartner. Jüngere Kinder werden geduldet aber nicht geliebt. Angelo ist - genau wie Michel - noch sehr verspielt, er liebt Flummis und dicke Fellmäuse, springt auch gerne Schnüren und Federn nach, ist aber (noch?) nicht ganz so kindlich-ausgelassen dabei, wie Michel.
Wer kann sich vorstellen den lieben und wunderwunderschönen Schmusekater Angelo bei sich aufzunehmen und ihm noch ein paar schöne Jahre zu schenken in denen er endlich spüren darf wie es ist daheim willkommen zu sein - als einziger, über alles geliebter Kronprinz?
Kontakt über redaktion@tierfreunde.de.
25 Tage lang im Keller eingesperrt - mit Absicht?

Armer Kater Findus! Dieses Bild zeigt ihn vor der Gefangenschaft. Zum Glück war er wohlgenährt, so überlebte er im Keller der Nobel-Villa.
Würzburg - Eine reiche Professoren-Witwe hat den Nachbarskater Findus 25 Tage lang in den Keller. Sie sagt: “Dass er stirbt, wär mir nur recht gewesen.”
Die Frau wohnt in einem edlen Anwesen im Würzburger Nobel-Stadtteil Steinbachtal. Von Efeu umrankt ist die Villa geschützt vor fremden Blicken. “Vorsicht, Legbüchsen, Schlageisen! Kein Eingang”, warnt ein Schild jeden Eindringling. Leider schlich sich Nachbarkater Findus dennoch neugierig in den Garten - und musste das furchtbar büßen. “Mit Absicht” habe seine Nachbarin Findus, den Kater seiner Tochter, in ihren Keller gesperrt, sagt Kurt W. 25 Tage lang ohne Wasser und Futter: Das Tier wurde in letzter Minute gerettet. “Es ist ein Wunder, dass er überlebt hat”, sagt der Pensionär.
Kurt W. war verzweifelt. Kaum war seine Tochter Anfang August mit den Enkelsöhnen in den Urlaub aufgebrochen, verschwand Kater Findus, den der 87-Jährige in seiner Obhut hatte. “Ich habe ihn überall gesucht. Ich habe auch Zettel mit seiner Beschreibung ausgehängt.” Aber Findus, der ein Halsband mit Namen und Telefonnummer seiner Besitzer trägt, tauchte nicht mehr auf. Bis zum 28. August. Da sprach der Gärtner einer Nachbarin Kurt W. an. “Er erzählte mir, dass Findus im Keller von Frau L. ist.” Sofort machte sich der 87-Jährige auf den Weg, sprach die Witwe an. “Frau L. sagte mir, dass der Kater zwar da gewesen, jetzt allerdings wieder weg sei.” Auf sein Rufen hörte W. aus dem Keller ein mattes Miauen. “Aber gefunden habe ich Findus nicht.”
Wenig später schickt die Witwe eine Bekannte zu ihm, erzählt Kurt W. “Sie hat mir gesagt, ich könne den toten Kater jetzt holen.” Wieder ging der alte Herr zur Villa - und fand Findus. “In der hintersten Ecke des Kellers lag er.” Ganz schwach und abgemagert sei das einst wohlgenährte Tier gewesen. Aber es lebt. Zwei Tage lang musste Findus in einer Tierklinik bleiben. “Er war völlig ausgetrocknet, seine Leber und seine Nieren haben Schäden davongetragen. Schließlich war er 25 Tage ohne Wasser und Futter.”
Villen-Besitzerin Frau L. antwortet ausweichend auf die Frage, ob sie den Kater im Keller eingeschlossen habe. “Ich wollte nicht, dass der hier rumläuft”, erklärt die wohlhabende Professoren-Witwe und ehemalige Augenärztin der Mainpost. “Dieses Mistvieh legt sich im Garten in meine Blumen und knickt sie ab.” Auf jeden Fall wusste die 86-jährige Dame, dass eine Katze in ihrem Keller ist. Auf die Frage, ob sie denn nicht damit gerechnet habe, dass das Tier verdurstet und verhungert, antwortet Frau L.: “Das wäre mir nur recht gewesen.” Nach eigenen Worten will die 86-Jährige erreichen, dass Kater Findus nicht mehr in ihren Garten kommt. “Herr W. ist selbst schuld, dass das passiert ist. Wenn er die Katze weiter frei laufen lässt, kann es auch wieder passieren.” Die Tierarztrechnung über rund 280 Euro will die wohlhabende alte Dame nicht übernehmen. “Wenn Herr W. mich verklagt, dann verklage ich ihn, weil sein Kater meine Blumen kaputt macht.”
Schwammerl stellt sich vor
Kennt ihr schon den Schwammerl? Im Blog auf tierfreunde.de stellt sich der Kater aus Rosenheim vor. Er erzählt über seine schlimme Vergangenheit zusammen mit seiner Schwester Domino. Schließlich haben Schwammerl und Domino einen neuen Platz gefunden. Die beiden haben sich zwar sofort wohl gefühlt, aber sie hatten keinen keinen leichten Start: Schwammerl und Domino mussten sich gegen Kater Donald zur Wehr setzen… Zum Blog von Schwammerl!
Eine Übersicht über alle Blogs auf tierfreunde.de gibt es hier!
Ein tierischer Fund in den Trümmern

Kater Felix nach seiner Rettung. Foto: Hanano
Fünf Wochen nach dem Einsturz des Historischen Archivs in Köln haben Feuerwehrleute einen tierisch erfreulichen Fund gemacht. Aus den Trümmern retteten sie den glücklichen Kater Felix, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet.
Mehr als einen Monat lang hat Felix eingeklemmt im Historischen Archiv ohne Wasser und ohne Nahrung überlebt. Als Alexander Hintzen (20) und sein gleichaltriger Feuerwehrkamerad Stefan Lorscheid von der Löschgruppe Brück gestern Nachmittag auf der Suche nach Dokumenten die Trümmer des Stadtarchivs durchwühlten, trauten sie zunächst ihren Augen nicht. “Auf einem Vorsprung guckten unter vier oder fünf großen Steinen ein Kopf und zwei Pfoten heraus”, berichtete Lorscheid. “Und sie bewegten sich.”
Am 34. Tag nach der Einsturzkatastrophe ist der Fund ein kleines Wunder. Höhenretter befreiten den Kater, der auf der Seite liegend nicht vor und zurück konnte. Und als die Retter das abgemagerte Tier zur Einsatzleitstelle in ein paar Containern auf dem benachbarten Lehrerparkplatz trugen, brachte der Stubentiger sogar das ein oder andere Miauen zustande. “Man sagt, Katzen hätten sieben Leben. Der Kater hier hat aber sicher sechs aufgebraucht”, meinte ein Feuerwehrmann, der sich mit den Kameraden freute.
Andrea Schroeder, die den zwölf Jahre alten Felix in die Familie aufnahm, als er sechs Wochen alt war, eilte sofort zur Fundstelle. Ihren Eltern Monika und Edgar, die seit dem Einsturz des Hauses Severinstraße 220 beim Freund der Tochter in Frechen leben, hat sie zunächst nichts gesagt. „Ich wollte erst ganz sicher sein, dass er es ist”, sagte sie und streichelte das verstörte Tier, das sich in einem Pappkarton der Feuerwehr zusammenkauerte. “Das ist er.”
Neue Hoffnung keimte mit dem sensationellen Fund auf: Denn die Schwester von Felix, die ebenfalls zwölf Jahre alte Katze “Cleo”, fehlt noch. Andrea Schroeder hatte noch am Morgen etliche Suchzettel im Umfeld der Einsturzstelle aufgehängt, weil sie dachte, dass die Tiere vielleicht beim Einsturz entflohen und in der Umgebung untergekommen wären. An diesen Zettel erinnerte sich nach dem Fund gleich ein Feuerwehrmann und sorgte damit für ein schnelles Wiedersehen von Besitzerin und Kater.
Der Tierarzt konnte Felix gestern noch nicht eingehend untersuchen. „”Spritzen und eine Infusion hat er bekommen”, berichtete Andrea Schroeder - Aufbaupräparate, vermutet sie. “Die rechte Vorderpfote ist dick, und deshalb humpelt er ein wenig, aber er hat sich schon das Sofa erobert und schnurrt, wenn ich ihn streichle”, stellte die Besitzerin am Abend fest, noch ehe sie ihre Eltern mit dem Rückkehrer überraschte. Fressen wollte die magre Hauskatze aber noch nicht, trank jedoch. “Morgen wird Felix nochmal untersucht. Und dann kriegt er in den nächsten Tagen ein komplettes Wellnessprogramm und wird wieder aufgepäppelt.” Und in ein paar Monaten, wenn die Eltern in ihre neue Wohnung in der Elsaßstraße ziehen, dann wird auch Felix wieder ins Veedel zurückkehren.






