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Kater Oscar spürt den Tod

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Kater Oscar dreht seine Runde im Steere Hourse Pflegeheim. Foto: AP

Legendär ist Kater Oscar, der den nahenden Tod alter Menschen spüren soll. Ein Altersforscher hat ihn fünf Jahre lang beobachtet und Erstaunliches herausgefunden.

Von FOCUS-Online-Autor Tobias Birzer

Wenn Kater Oscar sich im Pflegeheim Steere House in Providence, US-Bundesstaat Rhode Island, an einen der schwer demenzkranken Patienten schmiegt, wissen die Pfleger, dass sie die Angehörigen verständigen sollten. Denn Oscar verfügt über eine fast mystische Gabe. Er kann offenbar den nahenden Tod der alten Menschen spüren. Dr. David Dosa, Facharzt für Altersheilkunde, hatte zunächst seine Zweifel, als er das erste Mal von der Geschichte hörte. Doch diese Zweifel schwanden, als er und seine Kollegen innerhalb von fünf Jahren 50 Fälle dokumentierten, in denen der Kater den Tod korrekt gespürt hatte.

In einem Artikel in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine” hatte Dosa vor drei Jahren die Geschichte von Oskar erstmals publik gemacht und weltweit für Aufsehen gesorgt. Nun hat der Mediziner ein Buch über seine Erlebnisse mit Oscar veröffentlicht. Die Geschichte fasziniert die Menschen. Doch ist die angebliche Gabe von Oscar ein übernatürliches Phänomen, oder gibt es dafür eine wissenschaftliche Erklärung? Oder ist das Ganze am Ende gar reiner Mythos, das Gespür der Katze nur Zufall?

Skeptische Stimmen gibt es genug. „Wie solide ist eigentlich die Basis für die Behauptung, die Katze könne den Tod vorausahnen?”, fragt zum Beispiel Bernd Harder von der „Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften”. Seiner Ansicht nach sind viele Detailfragen im Fall „Oscar” unklar, etwa, ob die Katze ungehinderten Zugang zu allen Patienten hat, oder ob sich die Zimmer der Betroffenen nicht aus anderen Gründen als Katzen-Besuchsort anbieten. „Bevor etwas Übernatürliches in Erwägung gezogen wird, sollten erst einmal alle natürlichen Erklärungsmöglichkeiten restlos ausgeschöpft sein. Und das sind sie in diesem Fall noch nicht”, sagt Harder.

Berichte, nach denen Tiere bestimmte Ereignisse wie mit einem sechsten Sinn vorausahnen und sich seltsam verhalten, gibt es immer wieder. So sollen etwa bei dem verheerenden Tsunami in Südostasien 2004 viele Tiere geflohen sein, bevor die Flutwelle das Festland erreichte. Vielleicht spürten die Tiere bereits die Erschütterungen durch das Seebeben, das den Tsunami auslöste.

Im Falle von Oscar verhält es sich vermutlich ähnlich. Silvio Daniel Pitlik von der Sackler School of Medicine der Universität Tel Aviv stellte vergangenes Jahr in einem Fachartikel fest, dass die meisten Patienten, zu denen sich Oscar gesellte, an der Friedländer-Pneumonie, einer gegen Antibiotika resistenten Lungenentzündung, gestorben sind. Er vermutet deshalb, dass der Kater den Geruch dieser bakteriellen Infektion wahrnimmt. Der Beweis für diese Vermutung lässt sich jedoch kaum erbringen. „Es gibt einfach keine wissenschaftlich belastbaren Daten, mit denen man eine solche Fähigkeit der Katze nachweisen könnte”, erklärt Peter Kappeler, Professor für Verhaltensökologie und Soziobiologie an der Universität Göttingen. Allein an einem Einzelfall unter Hunderten von Millionen Hauskatzen sei dies mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachvollziehbar, meint der Wissenschaftler.

Der Biologe Jürgen Heinze vom Institut für Zoologie der Universität Regensburg hält Pitliks Verdacht für naheliegend. „Vermutlich hängt es mit dem Geruchssinn des Tieres zusammen”, meint er. Tatsächlich glauben viele Wissenschaftler, dass Tiere Krankheiten wittern können. So haben verschiedene medizinische Studien ergeben, dass Hunde unterschiedliche Krebsarten anhand des Geruchs der Patienten unterscheiden können und dabei die Krankheit bereits in einem sehr frühen Stadium erkennen. Allerdings konnten die Wissenschaftler auch hier bisher nicht feststellen, was genau die Tiere bei den Krebskranken riechen.

David Dosa vermutet jedenfalls, dass auch Oscar Gerüche wahrnimmt, die vielleicht von sterbenden Zellen abgesondert werden. Andererseits könnte es seiner Meinung nach auch sein, dass der Kater nur die Krankenschwestern nachahmt, die ihn aufgezogen haben, wenn er die todkranken Patienten besucht. In seinem neuen Buch sucht Dosa nicht nach der endgültigen Erklärung für Oscars Verhalten. Ihm geht es mehr um die positive Wirkung, die Oscar auf die Patienten und ihre Angehörigen ausübt. „Die Leute finden wirklich großen Trost in der Vorstellung, dass dieses Tier da war, als ihre geliebten Angehörigen oder Freunde starben”, erklärt Dosa.

David Dosa:
Oscar. Was uns ein Kater über das Leben und das Sterben lehrt.
Droemer Verlag, München 2010.
256 Seiten, 16,95 Euro



Tierhasser schießt Bubu in den Bauch

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Iris Markl mit ihrem Kater Bubu. Foto: Rainer Lehmann

Neufahrn - Bubu ist ein tapferer kleiner Kerl. Der dreijährige Kater hat bei einem seiner Spaziergänge Schreckliches erlebt - und ist trotzdem schon wieder draußen unterwegs.

Bubu wurde am Donnerstagmorgen angeschossen. Als der schwarze Kater durch die Katzentür schlüpfte, fiel der Neufahrnerin Jutta Markl (62) noch nichts ungewöhnliches auf. Doch kurze Zeit spät kam Schwiegertochter Iris mit Bubu auf dem Arm zu ihr. „Sie meinte, da stimmt was nicht”, erzählt die 62-Jährige. „Man konnte etwas hartes unter der Haut fühlen.” Blut war allerdings nicht zu sehen. Beim Tierarzt kam die Wahrheit ans Licht: Unter der Haut des Katers steckte das Projektil eines Luftgewehrs. „Bubu ist ein sehr tapferer Kater”, sagt Jutta Markl. Nur so kann sie es sich erklären, dass er keinen Mucks machte, als er nach Hause kam. Das Projektil konnte glücklicherweise schnell entfernt werden.

„Unserem Kater geht es wieder gut”, freut sich die 62-Jährige. Aber sie ist wütend auf „diesen Tierquäler” und möchte, dass er erwischt wird. Sie hat inzwischen Anzeige erstattet und will Handzettel in Neufahrn aufhängen. Die Polizei bittet unter der Telefonnummer (0 81 65) 9 51 00 um Hinweise, damit Bubu und alle anderen Neufahrner Katzen in Zukunft unversehrt nach Hause kommen.

Yvonne Henninger/mm

 

Nach zwei Jahren kommt Paulchen wieder heim

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Barbara und Dirk Arnold mit ihrem Kater Paulchen. Foto: kb

Altenstadt - Paulchen ist das ganz persönliche Weihnachtswunder von Barbara und Dirk Arnold aus Altenstadt (Kreis Weilheim-Schongau): Auf den Tag genau zwei Jahre nach seinem Verschwinden hat der Kater auf Umwegen wieder nach Hause gefunden.

Auf dem Klingelschild der Arnolds stehen drei Namen: Barbara, Dirk und Paulchen. Der schwarze Kater ist ein Teil der Familie. Im Wohnzimmer des Ehepaares aus Altenstadt, das die “Weinstuben” in der Schongauer Altstadt betreibt, hat er einen Stammplatz: „Paulchen liegt auf der Ablage der Eckbank, von hier aus hat er alles im Blick”, erzählt Barbara Arnold und krault den Kater hinter dem Ohr. Dabei hat es lange so ausgesehen, als würde Paulchen nie mehr dort sitzen: Denn am 14. Dezember 2007 ist der heute siebenjährige Kater verschwunden.

Die 55-Jährige kann sich noch gut an den Abend erinnern: „Es war wahnsinnig kalt und hat geschneit. Normalerweise mag Paulchen bei so einem Wetter gar nicht raus.” Barbara Arnold lässt den Kater aus der Wohnung und denkt sich nichts dabei, als er nicht gleich wiederkommt. „Ich hab geglaubt, er wäre bei unseren Nachbarn im Obergeschoss”, erzählt sie. „Am Abend wollte ich ihn holen - da sagte mir meine Nachbarin, dass sie ihn nicht gesehen hat.”

Die Arnolds machen sich sofort auf die Suche, klappern im Schnee die Nachbarschaft ab. „Wir sind alle Straßen abgefahren, haben die Leute gebeten, ihre Garagen und Hütten zu öffnen”, schildert Dirk Arnold. Seiner Frau kommen die Tränen, wenn sie an die Tage nach Paulchens Verschwinden denkt: „Das war so schmerzhaft für uns, wir haben tagelang geweint.”

Die Arnolds verteilen Plakate, rufen im Tierheim an und fragen bei den Tierärzten der Umgebung nach ihrem Kater. Doch Paulchen ist nicht aufzufinden. Am Ende sind die beiden so verzweifelt, dass sie einander schwören, nie mehr ein Tier zu sich zu holen. Erst vor vier Wochen werfen die Arnolds schweren Herzens die letzten Spielsachen, Näpfe und Paulchens Kratzbaum weg.

Doch das Schicksal will es anders: Am 14. Dezember dieses Jahres, auf den Tag genau zwei Jahre nach Paulchens Verschwinden, hat Barbara Arnold geschäftlich mit der Vorsitzenden des Schongauer Tierheims, Helga Brennauer, zu tun. Die Frauen kommen ins Plaudern, und Arnold erzählt Paulchens Geschichte. Brennauer schlägt vor, sie solle doch im Tierheim vorbei schauen - dort sei vor kurzem ein schwarzer Kater abgegeben worden, dem sie den Namen Hans gegeben haben. „Erst wollte ich gar nicht”, sagt Arnold, „aber der Hans ist mir einfach nicht mehr aus dem Kopf gegangen.”

Schließlich fährt sie ins Tierheim. Als Helga Brennauer die Käfigtür öffnet, kann es die 55-Jährige kaum glauben: „Es war unser Paulchen.” Ohne zu überlegen, nimmt sie den Kater mit nach Hause, ruft ihren Mann auf dem Handy an. Kaum in der Wohnung angekommen, nimmt Paulchen seinen Platz ein „als wär nichts gewesen”.

Wo der Kater die vergangenen zwei Jahre verbracht hat, wissen die Arnolds nicht. Im Tierheim hat er etwa sechs Wochen gelebt, „wir sind froh und dankbar, dass man sich dort so gut um ihn gekümmert hat.” Sie glaubt, es ist Schicksal, dass Paulchen wieder zurückgekommen ist. Ihr Klingelschild haben die Arnolds übrigens nie ändern lassen.

Kathrin Brack/www.merkur-online.de


Wer rettet Angelo?

angeloDas Schicksal meint es nicht gut mit den ungleichen nun 14-jährigen Katerkameraden Michel (Norwegischer Waldkater-Mix) und Angelo (Kartäuser-Mix). Angelo, einst geliebter und einziger Kronprinz seines Frauchens, bekommt schon früh einen Konkurrenten vor die Nase gesetzt, den er wenig leiden kann.

So gut es eben geht, teilen sich die zwei die Wohnung und die Liebe ihres Frauchens. Wenn möglich geht Angelo dem Neuen aus dem Weg. Michel, der ausgesetzte Neuankömmling, hat es auch nicht leicht. Von Natur aus freundlich und aufgeschlossen zu allen Katzen und Menschen versucht er immer wieder, Angelos Freundschaft zu gewinnen. Er gurrt ihn freundlich an, schleckt ihm zärtlich den Kopf und nimmt ihm das ständige Angeknurre niemals übel. Doch Angelo ist nur genervt von Michel und haut, knurrt und faucht. So leben die zwei ein paar Jahre nebeneinander her bis ihr Frauchen plötzlich stirbt.

Vom zurückgebliebenen Witwer nur widerwillig geduldet beginnen nun zehn trübe Jahre für die zwei. Doch es kommt noch viel schlimmer: Als die beiden bei ihren Streifzügen draußen Flöhe bekommen, will ihr Besitzer sie einschläfern lassen! Er wirft sie aus der Wohnung und sucht einen Tierarzt, der sie einschläfern soll. Gottseidank weigern sich alle angesprochenen Tierärzte so etwas zu tun. Eine Tierärztin aber bietet an, die beiden zur Vermittlung zu übernehmen. So sind die zwei schnell dort abgeliefert. Eine Pflegestelle ist bald gefunden, aber Michel ist so knochendürr, dass zuerst noch ein großes Blutbild gemacht wird. Dabei stellt sich heraus, dass er eine heftige, wohl schon sehr lange unbehandelte Schilddrüsenüberfunktion hat. Auf der Pflegestelle fällt zudem auf, dass er schwer atmet und nur immer wieder kurz auf der Seite liegen kann, dann wird er unruhig und steht auf. Deshalb wird er einer Internistin zum Herzultraschall vorgestellt. Dabei wird neben einer schweren Herzinsuffizienz eine noch weit schlimmere Diagnose gestellt: Lymphdrüsenkrebs im Endstadium. Die Internistin gibt ihm noch etwa vier Wochen bis zum unvermeidlichen Einschläfern.

Michel scheint von alledem nichts zu wissen: Er blüht auf, seit er entwässernde Medikamente bekommt ist die Atemnot vorbei, er frisst mit großem Appetit und nimmt auch gut zu. Er spielt hingebungsvoll mit Fellbällchen und Klappermäuschen, trägt sie im Maul spazieren und wirft sie hoch in die Luft.

Angelo hingegen kommt mit dem Ortswechsel gar nicht zurecht. Er ist sehr ängstlich und zurückhaltend. Zu seiner Pflegemama fasst er schnell Vertrauen, lässt sich kraulen und auf den Schoß nehmen, aber jeden anderen faucht er zunächst an, bis er dann langsam auftaut und sich näher wagt. Leider hat seine Pflegemama viele andere Tiere zu versorgen und so bleibt wenig Zeit zum Schmusen. Doch genau das bräuchte Angelo so sehr. So sitzt er Tag für Tag ab und wartet auf die wenigen Momente in denen sie Zeit für ihn und Michel hat.

Angelo soll bei Michel bleiben, bis es Zeit wird ihn einzuschläfern, denn auch wenn er Michel ablehnt ist es für Michel besser einen brummeligen Angelo zu haben, als gar keine Katzen um sich herum.

Doch danach braucht der kerngesunde Dickmops Angelo ganz, ganz schnell ein neues Zuhause in dem er als Alleinherrscher Haus und Garten unsicher machen darf (dann wird er sicher auch wieder ein wenig schlanker werden, denn im Moment wird Michel regelrecht gemästet, und da futtert Angelo natürlich gerne mit - und der gewohnte Freilauf fehlt ihm natürlich auch sehr!

Er kommt mit älteren Kindern gut aus, der zwölfjährige Bub auf der Pflegestelle ist ein vertrauter und willkommener Spiel- und Schmusepartner. Jüngere Kinder werden geduldet aber nicht geliebt. Angelo ist - genau wie Michel - noch sehr verspielt, er liebt Flummis und dicke Fellmäuse, springt auch gerne Schnüren und Federn nach, ist aber (noch?) nicht ganz so kindlich-ausgelassen dabei, wie Michel.

Wer kann sich vorstellen den lieben und wunderwunderschönen Schmusekater Angelo bei sich aufzunehmen und ihm noch ein paar schöne Jahre zu schenken in denen er endlich spüren darf wie es ist daheim willkommen zu sein - als einziger, über alles geliebter Kronprinz?

Kontakt über redaktion@tierfreunde.de.

25 Tage lang im Keller eingesperrt - mit Absicht?

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Armer Kater Findus! Dieses Bild zeigt ihn vor der Gefangenschaft. Zum Glück war er wohlgenährt, so überlebte er im Keller der Nobel-Villa.

Würzburg - Eine reiche Professoren-Witwe hat  den Nachbarskater Findus 25 Tage lang in den Keller. Sie sagt: “Dass er stirbt, wär mir nur recht gewesen.”

Die Frau wohnt in einem edlen Anwesen im Würzburger Nobel-Stadtteil Steinbachtal. Von Efeu umrankt ist die Villa geschützt vor fremden Blicken. “Vorsicht, Legbüchsen, Schlageisen! Kein Eingang”, warnt ein Schild jeden Eindringling. Leider schlich sich Nachbarkater Findus dennoch neugierig in den Garten - und musste das furchtbar büßen. “Mit Absicht” habe seine Nachbarin Findus, den Kater seiner Tochter, in ihren Keller gesperrt, sagt Kurt W. 25 Tage lang ohne Wasser und Futter: Das Tier wurde in letzter Minute gerettet. “Es ist ein Wunder, dass er überlebt hat”, sagt der Pensionär.

Kurt W. war verzweifelt. Kaum war seine Tochter Anfang August mit den Enkelsöhnen in den Urlaub aufgebrochen, verschwand Kater Findus, den der 87-Jährige in seiner Obhut hatte. “Ich habe ihn überall gesucht. Ich habe auch Zettel mit seiner Beschreibung ausgehängt.” Aber Findus, der ein Halsband mit Namen und Telefonnummer seiner Besitzer trägt, tauchte nicht mehr auf. Bis zum 28. August. Da sprach der Gärtner einer Nachbarin Kurt W. an. “Er erzählte mir, dass Findus im Keller von Frau L. ist.” Sofort machte sich der 87-Jährige auf den Weg, sprach die Witwe an. “Frau L. sagte mir, dass der Kater zwar da gewesen, jetzt allerdings wieder weg sei.” Auf sein Rufen hörte W. aus dem Keller ein mattes Miauen. “Aber gefunden habe ich Findus nicht.”

Wenig später schickt die Witwe eine Bekannte zu ihm, erzählt Kurt W. “Sie hat mir gesagt, ich könne den toten Kater jetzt holen.” Wieder ging der alte Herr zur Villa - und fand Findus. “In der hintersten Ecke des Kellers lag er.” Ganz schwach und abgemagert sei das einst wohlgenährte Tier gewesen. Aber es lebt. Zwei Tage lang musste Findus in einer Tierklinik bleiben. “Er war völlig ausgetrocknet, seine Leber und seine Nieren haben Schäden davongetragen. Schließlich war er 25 Tage ohne Wasser und Futter.”


Villen-Besitzerin Frau L. antwortet ausweichend auf die Frage, ob sie den Kater im Keller eingeschlossen habe. “Ich wollte nicht, dass der hier rumläuft”, erklärt die wohlhabende Professoren-Witwe und ehemalige Augenärztin der Mainpost. “Dieses Mistvieh legt sich im Garten in meine Blumen und knickt sie ab.” Auf jeden Fall wusste die 86-jährige Dame, dass eine Katze in ihrem Keller ist. Auf die Frage, ob sie denn nicht damit gerechnet habe, dass das Tier verdurstet und verhungert, antwortet Frau L.: “Das wäre mir nur recht gewesen.” Nach eigenen Worten will die 86-Jährige erreichen, dass Kater Findus nicht mehr in ihren Garten kommt. “Herr W. ist selbst schuld, dass das passiert ist. Wenn er die Katze weiter frei laufen lässt, kann es auch wieder passieren.” Die Tierarztrechnung über rund 280 Euro will die wohlhabende alte Dame nicht übernehmen. “Wenn Herr W. mich verklagt, dann verklage ich ihn, weil sein Kater meine Blumen kaputt macht.”

www.tz-online.de


Schwammerl stellt sich vor

schwammerlKennt ihr schon den Schwammerl? Im Blog auf tierfreunde.de stellt sich der Kater aus Rosenheim vor. Er erzählt über seine schlimme Vergangenheit zusammen mit seiner Schwester Domino. Schließlich haben Schwammerl und Domino einen neuen Platz gefunden. Die beiden haben sich zwar sofort wohl gefühlt, aber sie hatten keinen keinen leichten Start: Schwammerl und Domino mussten sich gegen Kater Donald zur Wehr setzen… Zum Blog von Schwammerl!

Eine Übersicht über alle Blogs auf tierfreunde.de gibt es hier!

Ein tierischer Fund in den Trümmern

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Kater Felix nach seiner Rettung. Foto: Hanano

Fünf Wochen nach dem Einsturz des Historischen Archivs in Köln haben Feuerwehrleute einen tierisch erfreulichen Fund gemacht. Aus den Trümmern retteten sie den glücklichen Kater Felix, wie der Kölner Stadtanzeiger berichtet.

Mehr als einen Monat lang hat Felix eingeklemmt im Historischen Archiv ohne Wasser und ohne Nahrung überlebt. Als Alexander Hintzen (20) und sein gleichaltriger Feuerwehrkamerad Stefan Lorscheid von der Löschgruppe Brück gestern Nachmittag auf der Suche nach Dokumenten die Trümmer des Stadtarchivs durchwühlten, trauten sie zunächst ihren Augen nicht. “Auf einem Vorsprung guckten unter vier oder fünf großen Steinen ein Kopf und zwei Pfoten heraus”, berichtete Lorscheid. “Und sie bewegten sich.”

Am 34. Tag nach der Einsturzkatastrophe ist der Fund ein kleines Wunder. Höhenretter befreiten den Kater, der auf der Seite liegend nicht vor und zurück konnte. Und als die Retter das abgemagerte Tier zur Einsatzleitstelle in ein paar Containern auf dem benachbarten Lehrerparkplatz trugen, brachte der Stubentiger sogar das ein oder andere Miauen zustande. “Man sagt, Katzen hätten sieben Leben. Der Kater hier hat aber sicher sechs aufgebraucht”, meinte ein Feuerwehrmann, der sich mit den Kameraden freute.

Andrea Schroeder, die den zwölf Jahre alten Felix in die Familie aufnahm, als er sechs Wochen alt war, eilte sofort zur Fundstelle. Ihren Eltern Monika und Edgar, die seit dem Einsturz des Hauses Severinstraße 220 beim Freund der Tochter in Frechen leben, hat sie zunächst nichts gesagt. „Ich wollte erst ganz sicher sein, dass er es ist”, sagte sie und streichelte das verstörte Tier, das sich in einem Pappkarton der Feuerwehr zusammenkauerte. “Das ist er.”

Neue Hoffnung keimte mit dem sensationellen Fund auf: Denn die Schwester von Felix, die ebenfalls zwölf Jahre alte Katze “Cleo”, fehlt noch. Andrea Schroeder hatte noch am Morgen etliche Suchzettel im Umfeld der Einsturzstelle aufgehängt, weil sie dachte, dass die Tiere vielleicht beim Einsturz entflohen und in der Umgebung untergekommen wären. An diesen Zettel erinnerte sich nach dem Fund gleich ein Feuerwehrmann und sorgte damit für ein schnelles Wiedersehen von Besitzerin und Kater.

Der Tierarzt konnte Felix gestern noch nicht eingehend untersuchen. „”Spritzen und eine Infusion hat er bekommen”, berichtete Andrea Schroeder - Aufbaupräparate, vermutet sie. “Die rechte Vorderpfote ist dick, und deshalb humpelt er ein wenig, aber er hat sich schon das Sofa erobert und schnurrt, wenn ich ihn streichle”, stellte die Besitzerin am Abend fest, noch ehe sie ihre Eltern mit dem Rückkehrer überraschte. Fressen wollte die magre Hauskatze aber noch nicht, trank jedoch. “Morgen wird Felix nochmal untersucht. Und dann kriegt er in den nächsten Tagen ein komplettes Wellnessprogramm und wird wieder aufgepäppelt.” Und in ein paar Monaten, wenn die Eltern in ihre neue Wohnung in der Elsaßstraße ziehen, dann wird auch Felix wieder ins Veedel zurückkehren.

Kölnische Rundschau

Präsidentenkater Socks ist tot

SOCKS WHITE HOUSE

Socks kam von der Straße und schaffte es bis ins Weiße Haus. Die mächtigste Katze der Welt litt an Krebsgeschwüren und wurde  im Alter von 18 Jahren eingeschläfert. Chelsea, die Tochter von Ex-US-Präsident Bill Clinton, sammelte Socks einst von der Straße und gab ihm ein neues Zuhause. Fünf Jahre regierte Socks als einziger Vierbeiner im Weißen Haus, bis Retriever Buddy einzog.

Der Kater verlebte seine wohlverdiente Rente seit seinem Auszug aus dem Regierungssitz im Jahr 2001 bei Clintons Sekretärin Betty Currie in der Ortschaft Hollywood in Maryland. Sie sei untröstlich, sagte das letzte Frauchen des herrschaftlichen Schmusetiers am Freitagabend. Wie die Clintons auf ihrer Homepage schreiben,  habe das Tier der Familie, allen Kindern und Katzenfreunden viel Freude bereitet. „Wir sind sehr dankbar für diese Erinnerungen.”

Socks litt seit vielen Monaten an Krebs. Als die First Cat a. D. nur noch achtlos an ihrem Fressnapf vorbeischlich, wurde sie am Freitag eingeschläfert. Ein Bericht.