Hitliste der Münchner Hunde
In München leben 28.388 Vierbeiner. Das sagt die Statistik von Ende 2008. Vielleicht ruhen einige dieser treuen Menschenbegleiter inzwischen auf dem Tierfriedhof. Vielleicht ist die Zahl auch durch große Würfe ein bisschen höher geworden. Wie dem auch sei: Wir versuchen an dieser Stelle eine Hitparade der Rassen herzustellen und präsentieren die große Zamperl-Parade:
Mischlinge haben mit weit über 8000 Exemplaren mit großem Abstand die Schnauze vorn. Streng genommen müssten in dieser Gruppe auch Dackel-, Terrier-, Schäferhundmischlinge und andere aus der Statistik eingeordnet werden: Wir gehen aber davon aus, dass etwa der Besitzer vor einer Anmeldung seines Golden-Retriever-Mischlings festgestellt hat, dass das Golden-Retriever-Erbgut deutlich sichtbar ist. Deshalb wird er von uns kurzerhand dieser Rasse zugerechnet.
Auch die maßgebliche Fédération Cynologique Internationale (FCI) fasst ja in ihren zehn offiziellen Gruppen Hunde-„Sektionen” zusammen, in denen der Laie nie und nimmer Angehörige einer Familie erkannt hätte. Etwa den Gos d’Atura und den südrussischen Owtcharka, oder, bekanntere Beispiele, den Deutschen Boxer und den Appenzeller Sennenhund.
Platz zwei nimmt in der Statistik der Stadtkämmerei der Terrier ein. Das könnte stimmen, doch sind bei de n genannten 2148 Vertretern und Vertreterinnen die separat aufgelisteten Yorkies Westhighland und Welsh Terriers nicht enthalten, auch nicht Airedales und der altbekannte Foxterrier. Sie alle bezeichnen sich anständiger- und identifizierbarerweise als Terrier. Insgesamt kommen wir auf eine Zahl von ca. 3400.
Und bei diesem Wert gibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Gruppe Apportier-, Stöber- und Wasserhund: Labrador und Golden Retriever, Cocker und Cavalier King Charles Spaniels, Flat Coated Retriever etc. bringen es auf ungefähr die gleiche Stärke. Zweimal Platz zwei also.
Der Schäferhund liegt als Hüte- und Treibhund trotz ebenfalls weitläufiger Verwandtschaft relativ abgeschlagen auf dem dritten Platz (ca. 2200). Zum Deutschen gesellen sich nicht nur der Schweizer, Belgische, und der Pyrenäen und andere Schäferhunde, sondern auch alle Arten von Collies. Sowohl im Lassie-Pelz als auch mit Kurzhaar.
Die Bracke, dem den weniger Hundekundigen vom Namen her wohl nicht geläufig, gehört zur Gruppe der Vorstehhunde, nimmt aber mit 1051 Sektions-Angehörigen schon allein den vierten Platz ein. Zu den kontinentalen Vorstehhunden (mit dabei auch Weimeraner und Vizsla sowie Münsterländer und andere) kommen noch die britischen und irischen Artgenossen, sprich Irish Setter und English Setter.
Rund 850 Dackel, Teckel und Dachshunde, Zwerg-, Langhaar-, Kurzhaardackel und eben auch Mischlinge, beweisen, dass der Dackel zwar nicht im Spitzenfeld liegt, aber nicht ausstirbt. Ihm gebührt ein ehrenvoller fünfter Platz - und das ohne Olympia-Waldi!
In etwa gleichauf mit dem Dackel liegt die Gruppe Pinscher & Co.: Schon der Pinscher selber zeigt eine große Bandbreite: Zwerg- und Rehpinscher sind bekannt, dass der Kleine aber mit dem Dobermann so eng verwandt ist und nur um einen Schritt entfernter mit Schnauzern (von Zwerg- bis Riesen-), erstaunt. In die Gesamtgruppe gehören auch Schweizer Sennen- und Berghunde, wodurch sich diese vielgestaltige Familie den sechsten Platz sichert. Unter ferner liefen sei noch die Gruppe der Schlittenhunde, Spitze und Chow Chows vermeldet. Sie bringen es auf rund 250 Mitglieder.
Obwohl das FCI-Verzeichnis Bezeichnungen aus aller Herren Länder aufweist, fehlt das Zamperl. Die Romanistin Alexandra Knoerrich weist in ihrer Dissertation nach, dass das vermeintlich bayerische Wort auf das italienischen Wort zampa (Pfote) zurückgeführt werden kann. Ein Zamperl ist also (noch) klein, meist lebhaft, nicht reinrassig. Treuherziger Blick hin und her, für alle Hunde gilt gleichermaßen: Herrchen oder Frauchen muss jeweils im Januar 76,80 Euro Steuer entrichten.
Barbara Wimmer/www.merkur-online.de
Die häufigsten Rassen
Mischling 8331
Terrier 2148
Schäferhund 1089
Bracke 1051
Apportierhund 921
Pudel 703
Labrador Retriever 638
Jack-Russel-Terrier 567
Golden Retriever 543
Schäferhund-Mischling 528
Labrador-Mischling 446
Stöberhund 403
Yorkshire Terrier 384
Vorstehhund 343
Pinscher 341
Chihuahua 299
Dackel-Mischling 293
West Highland Terrier 277
Beagle 233
Dackel 225
Rauhhaardackel 221
Dogge 215
Terrier-Mischling 211
Hirtenhund 201
Spitz Eurasier 199
Mops 191
Malteser 191
Boxer 178
Shih-Tzu 153
Jack-Russel-Terrier-Mischling 151
Treibhund 146
Französ. Bulldogge 135
Cocker Spaniel 132
Nordlandhund 129
Deutscher Schäferhund 128
Windhund 114
Border Collie 111
Pekinese 111
Jagdhund-Mischling 108
Pudel-Mischling 105
Magyar Vizsla 104
Border Collie Mischling 103
Dalmatiner 102
Rhodesian Ridgeback 102
Collie-Mischling 99
Parson Jack Russel 98
Terrier 98
Pinscher Mischling 94
Husky-Mischling 92
Collie 92
Dobermann 90
Zwergpinscher 84
Zwergpudel 79
Tibet Terrier 77
Yorkshire-Terrier-Mischling 77
Australian Shepard 74
Labrador-Retriever-Mischling 72
Hovawart 71
Golden-Retriever-Mischling 66
Weimaraner 66
Rottweiler-Mischling 65
Pekinese-Mischling 62
Boxer-Mischling 61
Cavalier King Charles 61
Spaniel 61
Zwergdackel 60
Spitz 58
Flat Coated Retriever 54
Foxterrier 54
Rehpinscher 53
Chihuahua-Mischling 53
Zwergschnauzer 51
Coker Spaniel Mischling 50
Husky 48
Bearded Collie 43
English Bulldog 41
Australian Shepherd 40
Whippet 40
Shar Pei 39
Sheltie Shetland Sheepdog 38
Bullterrier 37
Riesenschnauzer 36
Bolonka Zwetna 36
Irish Setter 36
Malteser-Mischling 34
Retriever-Mischling 33
Neufundländer 32
Shih-Tzu-Mischling 32
Airedale Terrier 30
Langhaar Dackel 29
Siberian Husky 29
Schnauzer 29
Coton de Tulear 29
Appenzeller Sennenhund 29
Pointer 29
Deutsche Dogge 28
Deutsch Drahthaar 28
Podenco Espagnol 26
Belgischer Schäferhund 26
Border Terrier 26
Münsterländer 25
Münsterländer-Mischling 25
Vizsla 24
Bullterrier-Mischling 24
Dobermann-Mischling 23
Shiba-Inu 23
Briard 22
Boston Terrier 22
Galgo Espanol 22
Chow-Chow 20
Elo 20
West-Highland-Terrier-Mischling 20
Zwergspitz 19
Bobtail 18
American Bulldog 18
Bichon frise 17
Tibet Spaniel 17
Deutsch Kurzhaar 17
Pointer-Mischling 17
Dog Argentino 17
Europäischer Spitz Eurasier 16
Papillon 16
Samojede 15
Welsh Terrier 15
Setter-Mischling 15
Jagdhund 15
Bracke-Mischling 14
Leonberger 14
Hovawart-Mischling 14
Kleinpudel 14
Irish Terrier 13
Griffon 13
Windhund-Mischling 13
Alaskan Malamute 12
Alano-Mischling 12
Kurzhaar-Dackel 11
Bologneser 11
Jeden Monat ein Hundeschicksal

Zaja, wie sie leibt und lebt. Jeden Monat gibt es eine Geschichte mit tollen Bildern. Fotos: Anke Schweitzer
Das Jahr 2010 ist zwar schon auf auf dem Weg, Alltag zu werden, doch für diesen Kalender ist es noch nicht zu spät: Zwölf Hundeschicksale - mit gutem Ende - werden im Kalender des Kissinger Tierschutzvereins Franz von Assisi vorgestellt. Jeden Monat gibt es eine rührende Geschichte, dazu sind tolle Fotos von dem Vierbeiner zu sehen - wie zum Beispiel von Zaja. Ein Auszug:
“Zaja ist heute drei oder vier Jahre alt. Zaja ist groß, schnell, stark und lebensfroh. Und Zaja ist blind. Sie stammt aus Belgrad, aus einer Straßenhundegang. Sie hat das Leben dort sehr genossen … frei … und wild. Die Wildheit hat sie mitgebracht, und trotz ihrer Blindheit auch
eine umwerfende Lebensfreude. Sheila und ihr Frauchen dachten ja nie an einen zweiten Hund. Denn Sheila und ihr Frauchen waren miteinander rundum absolut zufrieden. Sheila ist zehn, ein Schäferhund-Labrador-Mix, hat Schlappohren und das hingebungsvollste Hundeherz, das man sich vorstellen kann. Manchmal ist es natürlich auch ein Hasenherz … vor allem, wenn es knallt oder donnert … aber alles in allem ist sie von Anbeginn ihres Frauchens Ein und Alles. Das wird sie natürlich auch bleiben - nur, dass das nun auch für ihre neue Adoptivschwester gilt.
Von Zajas Schicksal hatte Sheilas Fauchen per Zufall erfahren. Aber dann ließ es sie nicht mehr los. Zaja traf im Herbst 2008 in ihrer erwartungsfrohen Art auf einen bösen Mann, der ein scharfes Reinigungsmittel über sie schüttete. Warum er das tat, weiß nur er selbst. Es
brannte furchtbar und ätzte ihr die Haare weg. Und es zerstörte ihre Augen. Zaja hatte dennoch viel Glück im Unglück. Der Tierschutz in Belgrad fand sie rechtzeitig auf und brachte sie sofort in eine Klinik. Sie überlebte, blind. Und lernte danach in einem privaten Tierheim ihre Pflegerinnen kennen und lieben. Aber unter all den anderen, sehenden Hunden hatte sie es trotzdem nicht immer leicht. Kurz vor Weihnachten 2008 traf Zaja in Deutschland ein. Sie stank nach Floh- und Antiparasitenmittel, und roch nach der langen Fahrt nach Angst, machte in die Wohnung, rannte Sheila aus Versehen mehrmals um, fraß erst die Futterbox und dann den Kühlschrank leer … und fühlte sich nach kurzer Zeit ganz offensichtlich aber ziemlich wohl. Sheila beäugte das drei Tage lang … und begann dann mit der Erziehung. Sie schaffte eine klare Trennung zwischen „Dein” und „Mein”, wobei letzteres eindeutig überwog … raffte all ihre Spielzeuge in ihren Korb … nahm Zaja jeden einzelnen Ochsenziemer weg … verjagte sie unerbittlich vom neuen Schlafplatz … und kniff sie ins linke Ohr, wann immer sich dazu Gelegenheit bot. In dieses Ohr kneift sie sie auch heute noch, wenn Zaja sich in Sheilas Augen unerhört verhält. Aber zum Kneifen ist ein liebevolles, gegenseitiges Beknabbern zur Begrüßung hinzugekommen … und die beiden schlafen nun immer öfter dicht beieinander … und wenn die eine sich räkelt, tut die andere es zufrieden nach … und wenn es dazu einen Anlass gibt, bellen sie begeistert im Takt … und es wird immer schwerer, sie auch nur einmal für kurze
Zeit zu trennen. Natürlich bringt auch Zaja Sheila viel bei. Sie erinnert sie daran, wie toll Pferdeäpfel schmecken, dass Hunde Dung lieben und sich gern in Aas wälzen, und wie wunderbar es ist, nach Mäusen zu buddeln … und Sheila vergisst nun glatt ihre ganze gute Erziehung. Mit Zaja ist unerwartet viel Glück im neuen Zuhause eingezogen, auch wenn es nun manchmal etwas stinkt. Wenn die beiden Wuschelköpfe unterwegs im Gleichtakt nebeneinander her zockeln, wird das Frauchen inzwischen oft gefragt, ob sie aus einem Wurf stammen. Dann erzählt sie ihre unterschiedlichen Geschichten, und denkt bei sich: „Zwar nicht der gleiche Wurf, aber ein umwerfendes Duo …!” (Text: Anke Schweitzer)
Auch Jenny hatte Glück: Die griechische Mischlingshündin war ein Notfall - und trächtig. Sie bekam einen Pflegeplatz und durfte dort ihre Welpen austragen und aufziehen. Jetzt sind die Kinder aus dem Haus, und Jenny ist auf der Suche nach einem Platz. Ganz im Gegensatz zu ihr haben Zaja, Sox, Motte und Timmi, deren Geschichte auch in dem Kalender vorgestellt wird, ihr endgültiges Glück gefunden.
Der Kalender kann über den Tierschutzverein Franz von Assisi bezogen werden kann - für nur zehn Euro, die direkt der Pflege und Vermittlung weiterer Vierbeiner zukommen.
Nach 60 Tagen werden sie getötet

Betty hat einen Pflegeplatz gefunden.
Schon wieder erreicht tierfreunde.de ein Hilferuf aus dem Ausland: In dem winzigen Tierheim in Sibenik /Kroatien werden die Hunde prinzipiell nach 60 Tagen Aufenthalt getötet. Die einzige Überlebenschance für die Vierbeiner besteht darin, in dieser Zeit einen Platz zu finden, und sei es “nur” eine vorübergehende Pflegestelle. Drei Frauen kümmern sich um die Hunde. In der Region selbst sind die Menschen kaum daran interessiert, sich der Tiere anzunehmen, obwohl erstaunlicherweise für ein paar der Vierbeiner Plätze gefunden wurden.
Die einzige Chance besteht darin, sie zu uns zu bringen. Einige Beispiele: Die beiden Mischlings-Schwestern Betty und Tina, etwa drei Monate alt, haben schon Pflegeplätze gefunden. Beide werden als anhänglich und putzig beschrieben. Die Brüder Teddy und Balto, drei Monate alt, sind auch bei Pflegestellen untergekommen- mit ihren schwarzen Locken sehen sie einfach nur süß aus. Alle drei sind gelassene Kerlchen, ruhig und friedlich. Natürlich sind auch einige ältere Hunde unter den Notnasen, wie Charlie. Der etwa vier Jahre alte Mischling sieht schlecht, eine Operation könnte ihm helfen. Dafür hat der braun-weiße Rüde eine gute Orientierung und einen scharfen Geruchssinn. Außerdem ist er verschmust, sanft und anschmiegsam.

Charlie sieht schlecht, eine Operation könnte helfen.
Der Tierschutzverein Kissing kümmert sich - eventuell in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen - um die Notnasen. Natürlich sind die Helfer auf der Suche nach großherzigen Tierfreunden, die einem dieser Tiere eine Bleibe geben könnten. Die Hunde werden entwurmt, geimpft und gechipt abgegeben. Soweit es altersgemäß möglich ist, werden sie noch vor Ort kastriert.
Kontakt mit dem Tierschutzverein Kissing:
Doris Lackner: Telefon 08233/73 78 20, E-Mail: tschvkissing@googlemail.com
Friedl Karbatsch: Telefon 0171/4213434, E-Mail: friedl.karbatsch@web.de
Seit vielen Jahren ist der Tierschutzverein Kissing mit den drei Tierschützerinnen in Sibenik in Kontakt. Hier ein aktueller Lagebericht von Maria Sljivic, Stela Gotal und Irene Zoric aus Sibenik:
“Die Auffangstation wird von der Privatfirma As Eko (beauftragt von der Stadt Sibenik) geführt. Diese Firma ist in erster Linie für Desinfektion und Schädlingsbekaempfung zuständig und beschäftigt mehrere Veterinärärzte.
Den aufgenommenen Hunde wird eine Frist von 60 Tagen Aufenthalt eingeräumt, um eventuell an interessierte Abnehmer abgegeben werden zu können. Andernfalls werden die Hunde nach Ablauf der Frist getötet. Die Tötung erfolgt seitens der Veterinärärzte.
Während der 60 Tage werden die Hunde von Montag bis Freitag mit Trockenfutter und Wasser versorgt; die Zwinger etwas gesäubert. Samstags und sonntags keine Fütterung, keine Säberung.
Seitens der Firma werden keine Vermittlungen und keine ärztlichen Behandlungen - abgesehen von Entwurmungen, -flohungen, -lausungen auf Anfrage - durchgeführt.
Aus diesem Grunde bemühen wir uns, eigeninitiativ die Hunde zu retten. Einige Hunde konnten bereits nach Österreich und Deutschland sowie in der Region Sibenik weitervermittelt werden. Impfungen, Behandlungen, Transporte, zusätzliche Futterverabreichung etc. wurden bisher ausschließlich von uns veranlasst und finanziert.
Bisher mussten wir im Zuge unserer Vermittlungstätigkeiten froh sein, geeignete tierliebe „Abnehmer” zu finden, ohne diese vorweg finanziell zu belasten, da ansonst die Vermittlungschancen ungleich geringer wurden. Unsere Privatausgaben haben bereits die Zumutbarkeitsgrenze mehr als überschritten.
Grundsätzlich vertreten wir den Standpunkt, dass eine Vermittlung der Hunde im Raum Sibenik unter Sensibilisierung der hiesigen Bevölkerung für das Thema Tierschutz eine nachhaltige Lösung waere. Eine Vermittlung der Hunde in Länder wie Deutschland und Oesterreich ist langfristig keine geeignete Lösung, da auch dort die Tierheime überfuellt sind.
Zur Zeit befinden wir uns in Verhandlung mit dem Vizebürgermeister hinsichtlich Durchführung und Umsetzung tierschutzrechtlicher Bestimmungen, wobei noch keine konkreten Ergebnisse vorliegen.Unterstuetzend sammeln wir Unterschriften fuer eine Petition zur Errichtung eines Tierheimes unter Einhaltung kroatischer Tierschutzrechtsbestimmungen.
Gespräche mit dem Amtstierarzt führten ins Leere, zumal dieser die Um- und Zustände mehr als beschönigt, die Tötung der Hunde negiert und somit keinen Handlungsbedarf zu erklären sich bereit zeigt.”
Die hundefreundlichste Stadt
München - München ist die hundefreundlichste Stadt Deutschlands. Das zumindest glaubt die Redaktion der Zeitschrift „Dogs” und kürt in der heute erschienenen Ausgabe die Wastl-Metropole mit dem „Dogs Award 2010″.
Chefredakteur Thomas Niederste-Werbeck urteilte: „Münchner Hunde sind zu beneiden. Mit dem Englischen Garten haben sie nicht nur einen der größten Parks der Welt vor der Haustür, auch die Stimmung gegenüber Vierbeinern und ihren Haltern macht das Leben für und mit Hund sehr entspannt und harmonisch - beispielhaft in Deutschland.”
Rund 1100 öffentliche Grünflächen böten Hunden so viel Platz zum Herumtollen wie in kaum einer anderen Großstadt. Und weil kein genereller Leinen- und Maulkorbzwang herrscht, können sich Hund und Herrchen frei bewegen. Für den Englischen Garten, mit seiner Fläche von rund 580 Fußballfeldern, könnte das jedoch vorbei sein, wenn spätestens 2010 die neue Parkverordnung in Kraft tritt (wir berichteten). Vorteilhaft seien an der riesigen Parklandschaft vom Hofgarten bis St. Emmeram, dass für Hundehaufen rund 350 Tütenspender bereitstünden, um die Nicht-Hundehalter vor Tretminen zu bewahren.
Einzigartig sei auch der tierärztliche Notdienst der Tierrettung. Zwei Krankenwagen stehen bereit, wenn ein Tier in Nöten ist und die Halter nicht in der Lage sind, ihren Schatz rechtzeitig zum Tierarzt zu bringen (0 18 05/ 84 37 73, 14 Cent/Min.).
Angst vor bissigem Hund?

Der Hundetrainer Jörg Ulbricht unterrichtet Zusteller der Deutschen Post im Umgang mit Hunden.
Postbotin Heike Bork konnte sich mit ihren Briefen gerade noch schreiend ins Auto retten. Der Schäferhund hatte sich plötzlich von der Leine gerissen. «Dabei lag er gerade noch so friedlich da, als ich am Briefkasten anhielt», erzählt die 43-Jährige. Seitdem hat sie weiche Knie, wenn sie bei Hundebesitzern ihre Post abliefert.
Es passiert immer wieder, dass ein Briefträger von einem Hund gebissen wird. Jörg Ulbricht will den Zustellern die Angst vor den Tieren nehmen. Er ist Hundetrainer und macht spezielle Schulungen für Postboten.
Mit Schäferhund Uzz und Border Collie Dolly ist er nach Frankfurt an der Oder in Brandenburg gereist. Dort will er Heike Bork und einigen ihrer Kollegen Tipps geben, wie sie mit angriffslustigen Hunden umgehen sollen. Der Hundetrainer rät: «Ruhige, enge Bewegungen - und fangen Sie nie an, den Hund vollzuquatschen.» Man sollte dem Vierbeiner auch auf gar keinen Fall in die Augen starren, sagt er.
Postbotin Heike Bork hat immer ein Leckerli für den Notfall in der Tasche - obwohl ihre Chefs das nicht gerne sehen. Denn vielleicht ist das Herrchen ja nicht damit einverstanden, dass sein Hund gefüttert wird. Rolf Schulz von der Post meint allerdings: «Wir drücken dabei schon mal ein Auge zu, wenn sich die Postboten mit den Tierhaltern abgesprochen haben.»
Jörg Ulbricht warnt: Niemand sollte sich drauf verlassen, wenn Herrchen oder Frauchen sagen: «Der tut nichts.» Denn einen fremden Hund kann man nur schwer einschätzen. Zur Not gilt: Wenn der Postbote nicht sicher bis zum Briefkasten kommt - dann gibt’s halt keine Post.
Tierische Wiesn
Wer in München Traditionsverbundenheit zeigt,schmeißt sich in diesen Tagen in Dirndl oder Lederhosn und schlendert mittags gemütlich über die Wiesn. Hin und wieder schleicht ein Vierbeiner mit - trotzVerbot, dafür mit Halstücherl und Herzerl. Ob sich die verirrte Krähe im Himmel der Bayern so wohl gefühlt hat, darf bezweifelt werden. Immerhin hat sie es einen Tag lang im Bierzelt ausgehalten. Auf www.merkur-online.de gibt es einige Fotos zu sehen - von dem Vogel, von arbeitslosen und berufstätigen Zamperln, von Flöhen und natürlich von schmucken Pferden.
Die weltbesten Hunde-Coiffeure

Ballonreifen für den Vierbeiner: Ob sich der so eben Frisierte zum Gassigehen noch auf die Straße traut, ist nicht überliefert. © Habschied
Dachau - Kiloweise Haare am Boden, der Geruch von Haarspray in der Luft, auf den Tischen 48 feinst frisierte Hunde: In Dachau trafen sich am Wochenende die weltbesten Hunde-Coiffeure. Die ASV-Halle kam noch nie so auf den Hund wie in diesen beiden Tagen. Fraglich ist nur, ob die vierbeinigen Probanden, die mitunter aussahen, als wäre sie so eben mit einem Strandball gefüttert worden, freiwillig unter die Klinge gingen.
Auf www.merkur-online.de gibt es noch mehr Bilder zu sehen.
Hunde sind auch nur Menschen
Diese zusammengekniffenen Augen machen deutlich: Hier sitzt der Boss, der alles im Blick hat. Dass Hunde auch nur Menschen sind, ist auf einigen Bildern deutlich zu sehen. Zum Beispiel, wenn sie auf der Couch sitzen und mit genervtem Blick in die Kamera schauen, oder wenn sich die Vierbeiner beim Bootsausflug den Wind um die Nase wehen lassen: Hier gibt’s mehr Bilder.
Unterschriften für ein Auslaufgelände

Die Hundebesitzer wünschen sich eine Auslauffläche für ihre Vierbeiner. Foto: Hillebrand
Bergkamen - Im Laufe der Amtszeit hat Roland Schäfer im Rathaus zahlreiche Bürger der Stadt empfangen, die ihre Anliegen vortrugen. Diese Gäste dürften ein Novum gewesen sein: Der Bürgermeister wurde von lautem Hundegebell begrüßt. Marion Eckert und Anette Jagielki überreichten dem Verwaltungschef eine Unterschriftenliste, deren Unterzeichner sich ein umzäumtes Auslaufgelände für Hunde in Bergkamen wünschen. Beide hatten ihre Lieblinge ins Rathaus mitgebracht.
200 Unterschriften anderer Hundefreunde haben sie im vergangenen halben Jahr gesammelt. Um möglichst alle zu erreichen, wurden die Listen in Tierfutterhandlungen in Bergkamen und Werne sowie in einem Getränkemarkt ausgelegt. “Das Vorhaben stößt bei mir durchaus auf Sympathie”, so der Bürgermeister, “das sind sicherlich berechtigte Wünsche.” Verwaltungsintern werde nun geprüft, wie man weiter vorgehen könne.
Ihm sei bewusst, dass es nur wenige Stellen in Bergkamen gebe, wo die Hunde frei laufen können, sagte Schäfer, nach eigenem Bekunden Katzenbesitzer. Marion Eckert und Anette Jagielki wünschen sich einen Bereich, in dem ihre Hunde tollen, aber auch die sozialen Kontakte pflegen können. Vorbild ist eine Anlage in der Nachbarstadt Kamen, wo am Galgenberg eine 1800 Quadratmeter große Fläche eingerichtet wurde.
Allerdings ist die ganze Angelegenheit nicht ganz kostenlos für die Stadt. Ein Zaun muss angeschafft werden, zudem Sammelbeutel für die Hinterlassenschaften der Vierbeiner. “Man könnte Werbebanner anbringen”, so Marion Eckert mit Blick auf Tierfutterhandlungen als mögliche Kunden für die “Bandenwerbung”. “Eine Schleuse wäre nicht schlecht”, wünscht sie sich zudem. Dadurch könnten die Hunde in entspannter Situation von der Leine gelassen werden, sagt sie.
Darüber hinaus muss die Frage der Haftung geklärt werden. “Das Betreten wird auf eigene Gefahr sein”, sagt Roland Schäfer. Klar ist auch, dass Frauchen und Herrchen in dem umzäunten Gelände aufpassen müssen, dass sich ihre Lieblinge nicht gegenseitig ans Fell gehen. Der ganze Bericht.
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Vierte Berliner Heimtiermesse
Skatendes Minischwein Piccolino erfreut seine Fangemeinde
Drei Tage lang war die vierten Berliner Heimtiermesse Treffpunkt für Tierfreunde und Tierbesitzer. 22 800 Besucher kamen in die Arena in Treptow. Rund 130 Aussteller boten ein breites Spektrum an Futtermitteln, Zubehör, Accessoires und vielem mehr.
Trendige T-Shirts mit lustigen Aufdrucken wie „Desperate Housedog“ oder „Zicke“ sind gut angekommen. Ein Bestseller war beispielsweise eine Webpelzjacke mit Lederimitat, die es sowohl für kleine als auch für große Hunde gab. Auch die Futterhersteller hatten alle Hände voll zu tun.
Die zahlreichen Vereine und Verbände, die sich präsentierten, ziehen eine nach den drei Messetagen eine positive Bilanz. Viele von ihnen stellten ihre Rassen vor und standen anschließend für Fragen zur Verfügung. Zum kostenlosen Gesundheitscheck kamen rund 200 Hunde. „Wir verschaffen uns einen groben Gesamteindruck, indem wir Fell, Ohren, Augen, Zähne und das Gewicht kontrollieren. Leider haben viele Hunde Übergewicht, so dass ich eine Diät empfehlen muss“, berichtet Veterinärmedizinerin Dr. Simone Radicke.
Ein großer Anziehungspunkt war natürlich auch die Showfläche, auf der täglich actionreiche Shows, Rassepräsentationen und informative Veranstaltungen stattfanden. Das Minischwein Piccolino begeisterte Groß und Klein: Es hat viele Tricks auf Lager, wie das Skateboardfahren. Das extrem gelehrige Minischwein hat mittlerweile rund 60 Kunststücke in seinem Repertoire. Auch Kater Filou verstand es, sein Publikum zu begeistern, und zeigte ganz katzenuntypisch, wie man „Sitz“ und „Platz“ macht und Pfötchen gibt.
Die nächsten Heimtiermesse des Veranstalters TMS findet vom 3. bis 5. April in Augsburg statt.
Weitere Informationen: www.heimtiermesse.de
Foto: André Wirsig






