Hunde müssen draußen bleiben!

Auf Kosten der Jungtiere sollen Menschen ins Geschäft gelockt werden. Foto: VDH
Der Duisburger Tierhändler Norbert Zajac plant ab Mai, auch Hundewelpen in sein Angebot aufzunehmen. Eine Hundeanlage befindet sich bereits im Bau, wie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in einer Pressemitteilung erklärt.
In Deutschland ist der Handel mit Hundewelpen nicht verboten; die im Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe, dem das Unternehmen Zoo Zajac nicht angehört, organisierten Betriebe verzichten bereits seit 1991 mit einer Selbstbeschränkung auf die Präsentation und den Verkauf von Welpen und empfehlen ausdrücklich die vermittelnde Zusammenarbeit mit Tierheimen und Züchtern.
Professor Dr. Peter Friedrich, Präsident des VDH, macht deutlich: „Norbert Zajac, der im letzten Jahr vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft zum Unternehmer des Jahres gekürt wurde, setzt sich über die Beschränkung seiner Kollegen hinweg, und zwar mit Kalkül: Auf Kosten der Jungtiere sollen Menschen ins Geschäft gelockt und deren Verweildauer erhöht werden. Zudem werden die ,süßen’ und ,niedlichen’ Welpen selbst zu einem schnellen Umsatzposten. Viel zu oft aber wird dann nach dem ersten Impuls entschieden. Doch schon jetzt landen viele Tiere in den Tierheimen, weil sie unüberlegt angeschafft wurden, sich dann vielleicht als lästig erweisen oder den Halter überfordern. Auch diese Zahl wird Zoo Zajac steigern.”
In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts gab es den Verkauf von Hundewelpen in Kaufhäusern und Geschäften mit teils verheerenden Auswirkungen für die gehandelten Hunde. Hunde sind hochsoziale und sensible Tiere, die insbesondere als Welpen ganz besonders intensive Betreuung durch den Menschen und den Kontakt zur Mutterhündin, den Geschwistern und anderen erwachsenen Artgenossen benötigen. Fehler und Mängel in der vierten bis zwölften Lebenswoche, der so genannten Präge- und Sozialisierungsphase der Welpen, sind später kaum noch zu korrigieren und können zu dauerhaften Verhaltensproblemen - gerade auch im Zusammenleben mit dem Menschen - führen. In der dann folgenden Entwicklungsphase der heranwachsenden Junghunde ist es für diese von enormer Bedeutung, möglichst viele verschiedene Eindrücke sammeln und ihre Umwelt erfahren zu können. Ständig wechselnde Ausflüge, die dann üblicher Weise die neuen Besitzer mit dem Hund unternehmen, führen vom Park bis in die Fußgängerzone der Stadt wobei der Hund auch ständig neue Menschen und Artgenossen unterschiedlicher Altersgruppen begegnen soll.
Welpen und junge Hunde kennen keinen Ladenschluss. Sie benötigen eine qualifizierte 24-Stunden-Betreuung - auch am Wochenende. Der VDH wendet sich daher entschieden gegen den Verkauf von Hunden im Fachhandel. Sachkenntnis im Umgang mit Tieren kann an der Ladenkasse nicht mitgekauft werden. Eine zeitintensive Betreuung und Begleitung des Hundehalters kann durch die Fachhändler nicht sichergestellt werden.
Tierschutzorganisationen und Futtermittelhersteller wenden sich ebenfalls gegen die Pläne aus Duisburg. Das bayerische Familienunternehmen Interquell, mit seiner Marke Happy Dog einer der führenden deutschen Futtermittelhersteller, hat bereits reagiert und wird die Geschäftsbeziehungen zum Unternehmen Zoo Zajac einstellen.
Auch der Deutsche Tierschutzbund und der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) haben ablehnende Stellungnahmen formuliert. Diese finden sich auf der Website des VDH.
24 Hunde auf Schießplatz ausgesetzt

Die ausgesetzten Straßenhunde sind abgemagert und wirken nicht gesund. © Tierschutzverein München e.V.
Unterhaching - Normalerweise knallen auf dem Polizei-Gelände bei Unterhaching im Perlacher Forst (Landkreis München) Pistolenschüsse. Doch am Mittwochmorgen versuchten die Beamten 24 ausgesetzte Hunde einzufangen.
Offensichtlich waren die abgemagerten, krank wirkenden Vierbeiner in der Nacht von Dienstag, 1. März, auf Mittwoch, 2. März, auf dem Schießplatz-Areal ausgesetzt worden. Ein 59-jähriger Zeuge aus Unterhaching hatte die Hunde auf dem Gelände der Schießbahn beobachtet, so die Polizei. Die schwarzen, weißen und sandfarbenen Podenko-Mischlinge machten es der Leiterin des Tierheims sowie den Tierschutzinspektoren alles andere als leicht, sie wieder einzufangen. Die völlig verängstigten Tiere sind nämlich reine Straßenhunde und den Umgang mit dem Menschen überhaupt nicht gewohnt.
Wie sie überhaupt auf das Gelände gekommen sind, ist genauso ein Rätsel wie die Frage, wer die Jagdhunde ausgesetzt hat. Möglicherweise haben es Tierschützer gut gemeint und einen Transport organisert - nur, um dann festzustellen, dass sie das kläffende Rudel nicht so einfach in einem Tierheim unterbringen können.
Auch die Herkunft der noch recht jungen Tiere konnte bisher nicht geklärt werden.
Mit viel gutem Zureden, verlockendem Futter, Lebendfallen und Lassos schafften es dann die Retter nach mehreren Stunden, zumindest 19 der 24 Tiere einzufangen. Derzeit irren allerdings noch fünf Hunde auf dem Gelände herum. Sie dürften sich in einem Zustand totaler Panik befinden.
Der Schießbetrieb wurde bis auf Weiteres eingestellt, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.
Der Tierschutzverein München ist dankbar für jeden Hinweis (Tel. 9 21 00 00) in dieser Sache sowie für Spenden, die Einsätze wie den am Mittwoch ermöglichen.
HN/www.tz-online.de
Die schönsten Hundefotos
München - „Schicken Sie uns Ihr schönstes Hundefoto!“ Zu diesem Wettbewerb hatte der Münchner Merkur aufgerufen.
Aus mehr als 1300 Einsendungen wurden die Gewinner ausgewählt. Platz drei belegt beispielsweise Wonneproppen-
Welpe Ole und sein Fluchtversuch über das Gitter (Bild links). Er darf Frauchen und Herrchen Schrader aus München für zwei Übernachtungen ins Hundehotel „Wolf“ nach Oberammergau (Kreis Garmisch-Partenkirchen) mitnehmen.
In mehreren Fotostrecken sind alle Bilder zu sehen: www.merkur-online.de.
Tierhasser vergiftet Hunde

Oscar schrie vor Schmerzen - und hatte schließlich Glück. Fünf andere Hunde verendeten qualvoll. Foto: privat
Unterföhring - Heidi Juhre (70) kann die schrecklichen Bilder nicht mehr vergessen: Immer wieder muss sie daran denken, wie ihr kleiner Mischlingshund Oscar (5) Blut spuckte und um sein Leben kämpfte. Heute weiß sie: Oscar hatte großes Glück. In den vergangenen vier Wochen machte ein irrer Tierquäler mit Ködern in Unterföhring bei München Jagd auf Vierbeiner. Mit einer erschreckenden Bilanz: Von 15 bekannten Fällen, die in die Ismaninger Tierklinik eingeliefert wurden, verendeten fünf Hunde elend. Sie alle hatten die Giftköder gefressen.
Juhre kann sich noch genau an die Wegstrecke erinnern, die sie an jenem Sonntag, 31. Oktober, mit Oscar lief. „Wir befanden uns auf dem Tunnelweg an der S-Bahn-Unterführung, der zur Aschheimer Straße führt. Dieser Abschnitt eignet sich zum Verstecken der Giftköder, weil sich dort überall Büsche und Sträucher befinden”, sagt Juhre. Kurze Zeit nach Oscars Vergiftung erfuhr sie von einer weiteren Hundehalterin, deren Hund ebenfalls betroffen war. „Eine Labrador-Dame, die fast gestorben wäre”, sagt Juhre.
Mittlerweile stehen die Hundehalter der gesamten Nachbarschaft unter Schock: „Wir alle haben Panik vor weiteren Ködern und gehen meist gemeinsam, um die Umgebung besser absuchen zu können”, sagt Juhre. Die Anwohner haben zusammen einen Flyer entworfen, auf dem sie in Unterföhring vor dem Hundehasser warnen. Darin rufen sie zu Achtsamkeit auf. „Fertigen sie Fotos als Beweismittel an und informieren Sie die Polizei”, heißt es darin.
Heidi Juhre will verhindern, dass anderen Tieren das gleiche Schicksal wiederfährt wie ihrem Oscar. „Er hat wie ein Kind geschrien. Danach war alles voller Blut.” Weil der Arzt den Hund in der Klinik noch rechtzeitig an eine Infusion anschloss, konnte er sein Leben noch einmal retten. „Hätte ich noch länger gewartet, wäre Oscar wahrscheinlich tot”, sagt Juhre.
Sie bittet gemeinsam mit der Polizei Unterföhring um Unterstützung der Anwohner: „Wenn Sie auffällige Personen beobachten, melden Sie das unbedingt den Beamten.” Kontakt zur Polizeiinspektion Ismaning: Tel. 089/962 43 10.
Hinweise auf Vergiftungsanschläge werden im Forum von tierfreunde.de unter dem Schlagwort “Giftköder-Alarm” gesammelt.
Die Katastrophe überlebt

Das ist einer der Hunde aus Ungarn, die ein Zuhause suchen. Foto: Stefan Rossmann
Ebersberg - 19 Hunde aus dem Katastrophengebiet in Ungarn, wo roter Giftschlamm aus einer Alu-Fabrik ausgetreten war, sind am Freitag in Traxl bei Ebersberg angekommen (wir berichteten). Für sie suchen Mitglieder des Tierschutzvereins neue Besitzer.
Einzelne Tiere bleiben zunächst auf dem Hof in Traxl, andere kommen auf Pflegestellen. Inzwischen haben auch Tierärzte die Vierbeiner untersucht. Die Aktion wurde in Zusammenarbeit mit einer österreichischen Tierschutzorganisation durchgeführt. „Sie hat uns gebeten, zumindest ein paar Hunde zu retten”, so Silvia Thanhofer vom Ebersberger Tierschutzverein. Den Vierbeinern drohe in Ungarn die Tötung. Geld des Ebersberger Vereins wird für die Ungarn-Hilfe nicht verwendet. „Das ist quasi eine Privataktion.” Kontakt: Christine Schlicht, Tel. (0 80 92) 3 25 13, und Silvia Thanhofer, Tel. (0 80 92) 95 29.
Auf www.merkur-online.de gibt es eine Fotostrecke von der Ankunft der Hunde.
Ein neues Zuhause für ungarische Hunde
Anfang Oktober dieses Jahres traf Ungarn die schlimmste Umweltkatastrophe aller Zeiten. Auch Tiere leiden darunter.
Eine Giftschlammwelle aus einem Aluminiumwerk brach über das Land herein. Giftiger roter Schlamm überzog mehr als 40 Quadratkilometer.
Eines der am meisten betroffenen Dörfer ist Kolonta, das nur wenige hundert Meter von den riesigen Giftschlammbecken entfernt liegt. Der Ort ist mittlerweile weitgehend verlassen, denn die meisten Häuser und Gärten sind unter rotem Schlamm begraben.
Als das Unglück passierte, versuchten die meisten Ungarn, in aller Eile ihr Hab und Gut zusammenzupacken und der Giftwelle zu entfliehen. So manche vergaßen dabei ihre Haustiere. Vor allem die Hunde traf es schwer. Viele Vierbeiner wurden an Ketten gebunden und im Haus oder Garten zurückgelassen und waren somit dem Schlamm wehrlos ausgesetzt. Diese Tiere starben qualvoll oder tranken in den folgenden Tagen das verseuchte Wasser. Nur wenige Hunde hatten Glück und konnten sich auf Anhöhen retten. Sie wurden nach Tagen von ungarischen Tierschützern geborgen. Da die ungarischen Tierasyle vollkommen überlastet sind, droht vielen Hunden die Tötung.
Dank der Tierschutzorganisation „Stimme der Tiere” und mit Hilfe des Tierschutzvereins Ebersberg kommen am Freitag, 29. Oktober, um 11.30 Uhr zehn überlebende, gesunde Hunde in München an. Zwei von ihnen sind bereits in einer Familie untergebracht, doch die anderen suchen noch ein Zuhause. Vom Welpen bis zum Senior ist jedes Alter vertreten. Sie sind alle wohlauf.
Direkt nach der Ankunft werden die Vierbeiner zu Frau Dr. Huntgeburth in eine Tierarztpraxis nach Baldham gebracht und dort untersucht. Anschließend werden sie auf ihre Pflegeplätze verteilt oder kommen vorübergehend in ein Tierpension in Mühldorf.
Weitere Informationen, Bilder der Hunde und ein Video von der Ankunft der Tiere finden Sie morgen auf der Internetseite von Radio Arabella.
Wenn Sie schon jetzt helfen möchten und einem Hund ein neues Zuhause geben wollen, dann bewerben Sie sich über das Formular ganz unte auf der Internetseite von Radio Arabella.
Ein herzzerreißender Fall
Eigentlich ist Leslie Rowe nur aus dem Auto gestiegen, um ein rumänisches Ortsschild zu fotografieren. Doch plötzlich sprangen sechs Welpen um sie herum. Die Münchner Tierfreundin schaute sich um und machte einen Bauernhof als deren Zuhause aus. Die Kleinen leben dort in einer Hütte mit ihrer scheuen Mutter und dem Vater.
Wenig später ließ sich der Bauer blicken. Als Leslie Rowe sich nach der Zukunft der jungen Hunde erkundigte, deutete er mit einer Handbewegung das Halsabschneiden an. „Was soviel bedeutet, dass sich niemand um die Hunde kümmern wird”, sagt die Münchnerin. Sie zögerte nicht, kaufte einen großen Sack Welpenfutter und bat den Mann, die jungen Hunde zu füttern.
„Die Welpen wirken gesund und kräftig, sehen entzückend aus und wären meines Erachtens auf Grund des Alters auch noch leichter vermittelbar.” Leslie Rowe hofft, dass die Welpen in den nächsten zwei Monaten versorgt sind. Danach will die Tierschützerin die Vierbeiner nach München bringen. Natürlich werden für die süßen Kleinen noch Plätze gesucht.
Leslie Rowe ist sich bewusst darüber, dass die Problematik der vielen herrenlosen Hunde nicht durch die Adoption einzelner Hunde gelöst wird. “Im Prinzip denke ich, dass es langfristig eine Lösung vor Ort geben muss, etwa ein Kastrationsprojekt, vielleicht in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund. Nur auf diese Weise lässt sich das Problem längerfristig lösen”, sagt sie. Sie möchte nun die notwendigen Kontakte herstellen.
Doch zunächst versucht leslie Rowe, die jungen Hunde zu vermitteln und unterzubringenund. Eine weitere junge, einigermaßen zutrauliche Hündin auf drei Beinen hat die Münchnerin am Straßenrand angetroffen. “Sie ist vollkommen ausgezehrt, im Gegensatz zu vielen anderen Streunern die mir begegnet sind, weil sie durch ihr Handicap einfach nichts selbst jagen kann”, berichtet die Münchnerin. Die Hündin wurde möglicherweise angefahren, das verletzte Bein ließe sich vielleicht noch operieren. Es ist gut möglich, dass die Hündin auch Welpen hat, weil sie große Zitzen hat. “Dieser Fall ist wirklich herzzerreißend”, sagt Leslie Rowe. “Ich würde sie sofort bei mir aufnehmen, wenn ich nicht in einer Stadtwohnung leben würde und nicht bereits selbst einen Straßenfindling aus Spanien hätte. Ein unglaublich liebes Tier!”

Die arme Hündin kann aufgrund ihres Handicaps selbst nicht jagen.
Wer Interesse hat, einen der Hunde aufzunehmen, bekommt unter Telefon 0170-4814562 weitere Informationen.
no/Münchner Merkur
Schmuck und Schutz in einem?

Eine Bernsteinkette schmückt so manchen Vierbeiner.
Hundebesitzer sind immer auf der Suche nach der besten Zeckenprophylaxe. Wenn die Temperaturen steigen, werden die Blutsauger aktiv. Zum Schutz vor den Zecken gibt es Spot-on-Präparate mit zweifelhaften Nebenwirkungen, Protektorhalsbänder, Knoblauchpillen und vieles mehr. Manche Hundebesitzer schwören auch auf eine Edelsteinkette für den Vierbeiner - Schmuck und Schutz in einem?
Im Forum von tierfreunde.de wurde bereits viel Wissenswertes ausgetauscht. Wer Erfahrungen mitzuteilen hat, nur zu!












