Opfer eines Nachbarschaftsstreits

Mima will leben.
Mima lebte in auf der Straße - bis sie Opfer eines Nachbarschaftsstreits wurde. Der fünfjährigen Hündin wurden in Bulgarien alle vier Beine abgehackt. Den Mann, der die Hündin so misshandelte, ist bekannt - leider fehlen die Beweise, um ihn zu bestrafen.
Wer Mima kennt, kennt auch ihren unglaublich starken Lebenswillen. Deshalb denkt trotz ihrer Behinderung niemand ans Einschläfern. „Ich bewundere Mima, dass sie alles so toll wegsteckt”, berichtet Mulan, Tierschützer aus dem Landkreis Rosenheim, in seinem Blog auf tierfreunde.de. „Sie ist wirklich voller Lebensfreude.” Tierschützer hatten sich nach der Misshandlungen in Bulgarien um die Hündin gekümmert und auch eine angemessene medizinische Versorgung ihrer Beinstümpfe sichergestellt. Schließlich reiste Mima aus.
Seit Mitte April lebt die Hündin in Bayern. Der Verein „Handicap-Pfoten” mit Sitz im Landkreis Rosenheim hat sich ihrer angenommen. Mima wurde inzwischen in einer Münchner Tierklinik erfolgreich operiert und gleichzeitig kastriert.
Nach der vollständigen Heilung der Stümpfe soll Mima Prothesen bekommen, damit sie wieder laufen kann. Außerdem bekommt die Hündin Physiotherapie, um dem Muskelschwund entgegen zu wirken. „Es wird zwar noch lange dauern, aber sie wird mal wieder über die Wiesen laufen können”, versichert Mulan.
Grausam: Wer hat diesen Hund ausgesetzt?

Gefangen im eigenen Fell.

Die Krallen waren so lang, dass der Hund nicht mehr gehen konnte.
Ein verwahrloster, kranker Hund ist am Mittwoch, 28. April, in Zuzenhausen (Baden-Württemberg, Rhein-Neckar-Kreis) aufgefunden worden. Anwohner des Allmendweg hörten um etwa 6 Uhr ein lautes Gejaule und fanden anschließend diesen Hund auf der Straße liegend. Da er nicht in der Lage war zu laufen, wird vermutet, dass der Hund aus dem Auto geworfen wurde. Inzwischen musste der Hund eingeschläfert werden.
Der Rüde hatte eine große, ältere Wunde am Oberschenkel und sein Schwanz war gebrochen. Das Fell war so verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der arme Hund nicht mehr aufstehen konnte. Als der Hund dann in Narkose geschoren wurde, kamen hunderte von Maden aus seiner alten Wunde zum Vorschein. Die ganze Haut war entzündet und der Schwanz bereits nekrotisch. Der arme Rüde musste furchtbare Schmerzen über Wochen erdulden. Die Tierschützer des Tierheims Sinsheim vermuten, dass er ein Puli (ungarischer Hütehund) war. “Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen, die Wunden waren zu groß, und er konnte auch nicht mehr laufen, als er geschoren und die Krallen geschnitten waren.” Außerdem hatte er jegliches Vertrauen in Menschen verloren und ließ sich nicht anfassen. “Wir durften ihn nicht länger leiden lassen und mussten ihn erlösen, was auch zum Tierschutz gehört”, schreibt das Tierheim in einer E-Mail.
Der Appell des Tierheims:
“Bitte helfen sie uns, den Menschen, der diesem armen Geschöpf dies angetan hat, zu finden.Wer hat beobachtet, wie am Mittwochmorgen der Hund in Zuzenhausen im Allmendweg ausgesetzt wurde? Wer weiß, wer so einen Hund hatte? Vielleicht hatte jemand mal so einen Hund, der dann auf einmal nicht mehr zu sehen war. Das Alter des Hundes wird auf etwa acht bis zehn Jahre geschätzt.”
Auf Wunsch werden alle Hinweise vertraulich behandelt.
Telefon 07261/63324 (ab 10 Uhr)
0157/72672280
Mail: kontakt@tierheim-sinsheim.de

So könnte der Hund mal ausgesehen haben.
Auf der Suche nach Krebszellen

Claudia May mit Sissi. Foto: no
Dachau - Wenn Sissi diesen Geruch in der Nase hat, weiß sie: Jetzt wird gleich gespielt. Der Geruch - das sind Krebszellen. Sissi ist einer von sechs Tumor-Suchhunden im Hause der Tierärztin Claudia May in Röhrmoos-Zieglberg (Landkreis Dachau).
In einer Reihe auf dem Boden stehen fünf kleine Plastikdosen mit grünem Deckel auf dem Boden, befestigt in einem Brett. „Such!” Dieses Kommando lässt sich Sissi nicht zweimal sagen. Die Schäferhündin huscht mit der Nase daran vorbei, schnappt sich zielsicher eine Dose und bringt sie.
Sissi riecht Stoffe, die ein an Krebs erkrankter Mensch über seinen Atem oder den Urin abgibt. Vor drei Jahren hat Claudia May begonnen, ihre Hunde zu Tumorsuchhunden auszubilden. Ursprünglich hat die aktive Hundesportlerin eine sinnvolle Beschäftigung für die Winterpause gesucht. In einem Fernsehbericht erfuhr sie von Krebssuchhunden in Amerika - und war sich sicher: „Das können meine auch.” Zum Team gehören neben Sissi der elfjährige Labrador Janina, die beiden Collies Conny und Charly, neun und sieben Jahre alt, sowie der dreijährige Schäferhund Falk. Ira, eine sieben Monate alten Schäferhündin, befindet sich noch in der Ausbildung.
Sissis ausgeprägter Spieltrieb kam der Ausbildung zum Suchhund natürlich entgegen. „Man muss sie gaga machen auf den Geruch”, erklärt die Tierärztin. Kein Problem für die aufgedrehte Sissi. Die Hündin lernte, dass ihr Spielzeug einen bestimmten Geruch hat - in diesem Fall den spezifischen Geruch, der beim erhöhten Stoffwechsel der Tumorzelle entsteht. Zunächst trainierte Claudia May mit Fällen aus ihrer Tierarztpraxis, dann arbeitete sie mit einer Urologischen Klinik zusammen. „Die haben mir Proben geschickt, und die Hunde konnten üben.”
Dank Sissis Nase könnten Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung bald der Vergangenheit angehören. Beim Lungenkrebs beispielsweise gibt es in der heutigen Schulmedizin keine befriedigenden Möglichkeiten zur Früherkennung. Weil sich ein Bronchialkarzinom meist im Verborgenen entwickelt, bemerkt der Betroffene erst Symptome, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. „Doch je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen”, sagt Claudia May. Tumorsuchhunde wie Sissi können den Krebs im Stadium 0, wenn auf dem Röntgenbild ein Tumor kaum zu sehen ist, erkennen. Der Patient muss nur durch einen speziellen Mundschutz atmen und diesen dann an die Tierärztin schicken.
Über Atemluft können die Hunde Brust- und Lungenkrebs erschnüffeln, über Urinproben wird Blasen-, Prostata, Nieren- und Uteruskrebs diagnostiziert. Claudia May hat sich auf nur eine Sparte konzentriert, zum einen, „weil die Urinproben irgendwie unangenehm waren”, zum anderen, weil die Nachfrage so stieg. Mehrmals täglich überprüfen die Hunde Atemproben. Wenn ein Hund eine Probe als positiv diagnostiziert, wird sie von den anderen Hunden aus dem Team kontrolliert. Und die Vierbeiner sind sich immer einig: In einem Fall haben Sissi und ihre Kollegen immer wieder eine Negativ-Probe angezeigt. Eine Krebserkrankung schien unmöglich, ist die Patientin doch frisch von der Mammographie gekommen. Claudia May empfahl eine Nachkontrolle -tatsächlich war ein Tumor in der Brust übersehen worden. Die Fehlerquote der Hundenasen geht gegen null, die Trefferquote liegt bei etwa 90 Prozent.
Sissi gehört zu den Hunden, die die Probe aus Schubladen herausholen, am Fundort scharren, sich ihr Spielzeug aktiv erarbeiten - ein so genannter Aktivverweiser. Passivverweiser wie die Labradorhündin Janina legen sich neben der positiven Probe hin. „Janina ist ein absoluter Nasenhund, die riecht’s auf drei Meter Entfernung”, sagt Claudia May. Janina wurde als Kontrollhund ausgebildet. Spürnasen-Nachwuchs Ira kommt dagegen ganz nach Sissi.
Informationen gibt es unter www.lungenkrebsdiagnose.com.
no/mm
Schweini ist spurlos verschwunden

Seit Ostermontag wird der neun Monate alte Berner Sennen-Mischling vermisst. Foto: privat
Hausham - Alle suchen den neun Monate alten Berner Sennen-Schäfer-Mischling Schweini: Seit Ostermontag ist der Haus- und Hofhund der Berggaststätte Huberspitz spurlos verschwunden.
Die Wirtsleute Walter und Andrea Burger sind verzweifelt: Sie sind sich sicher, dass jemand ihren Schweini, der auch auf den Namen Bady hört, einfach mitgenommen hat.
“Schon vor einem Monat kam ein Brief, in dem stand, dass wir unseren Schweini nicht gut behandeln würden”, berichtet Wirtin Andrea Burger empört. “Das Schreiben war auf Computer getippt und mit ‘Lenggrieser Bergwanderer’ unterzeichnet”, sagt sie. “Ich glaube aber, dass der Absender gefälscht ist. Die Lenggrieser Bergwanderer gehören zu unseren Stammgästen, schließlich haben wir früher die Lenggrieser Hütte betrieben. Außerdem ist an den Anschuldigungen überhaupt nichts dran.”
Am Ostermontag dann die mutmaßliche Entführung. Es war viel los im Huberspitz-Gasthaus, einige Besucher hatten kleine Kinder dabei. “Deshalb haben wir Schweini hinterm Haus an die Kette gelegt”, erklärt Burger.
“Normalerweise darf er frei laufen. Aber bei so vielen Gästen, noch dazu mit Kindern, passen wir besonders auf.” Als sie am Nachmittag gegen 14 Uhr mit dem zutraulichen Rüden Gassi gehen wollte, war er wie vom Erdboden verschluckt. “Nur die Kette lag noch im Hof”. Dass Schweini sich losgemacht hat und mit Wanderern mitgelaufen ist, wie er es sonst ab und zu tut, kann sich Burger nicht vorstellen. “Spätestens nach einer halben Stunde hat jemand angerufen und gesagt, wo er ist; er hat schließlich eine Hundemarke. Außerdem war die Kette unbeschädigt, Schweini hat sich also nicht losgerissen. Irgend jemand muss ihn von der Kette abgehängt haben.” Für diese Vermutung spricht auch, dass Walter Burger kurz vor Schweinis Verschwinden “eine kleine Frau gesehen hat, die hinter dem Haus herumgeschlichen ist”.
Bei der Suche nach Schweini bekommen die Burgers jetzt politische Unterstützung: Der Haushamer Bürgermeister Hugo Schreiber engagiert sich ebenfalls dafür, dass der Hund so schnell wie möglich wieder zu seinen Besitzern zurückkommt. “Ich bin zwar nicht in der Pflicht etwas zu unternehmen, aber ich habe auf jeden Fall das Bedürfnis”, stellt er fest. “Am Karsamstag habe ich noch mit Schweini gespielt. Er ist einfach ein verspielter, netter Kerl.” Persönlich habe er natürlich noch nicht nach dem vermissten Tier suchen können. “Soviel Zeit hab’ ich leider auch nicht”, lacht er.
Wer Schweini gesehen hat oder Hinweise zu seinem Verschwinden geben kann, wird gebeten, sich bei Familie Burger unter Telefon 0 80 26/ 92 79 76 4 zu melden.
tk
Lebendig in Mülltonne begraben

Der kleine Leo musste von seinen Leiden erlöst werden. Foto: Tierschutzverein Neuwied
Gequält, misshandelt und danach in der Biotonne entsorgt - dieses Schicksal hat ein zwölf Jahre alter Mischlingsrüde in Neuwied bei Koblenz erlitten. Obwohl er entdeckt und sofort zum Tierarzt gebracht wurde, konnte der Hund nicht mehr gerettet werden.
In einer Plastiktüte war der arme Hund von seinem Besitzer in die Mülltonne gesteckt worden. Ein aufmerksamer Spaziergängergänger hörte am vergangenen Dienstag frühmorgens ein leises Wimmern und entdeckte in der Mülltonne diesen grausigen Fund. Der über die Polizei alarmierte Tierschutz verein Neuwied und Umgebung - Iris Wolsing - brachte den kleinen Kerl mehr tot als lebendig sofort zum Tierarzt nach Neuwied-Niederbieber. Dort wurden direkt lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Doch alle Bemühunen waren umsonst - am späten Vormittag konnte der kleine Vierbeiner nur noch von seinen Leiden erlöst werden.
Der Tierschutz verein Neuwied und Umgebung e.V. hat umgehend Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Nach den §§ 1,2,3,17 und 18 des TierSchG drohen dem Täter bis zu drei Jahren Haft und/oder ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.
Dank einiger Hinweise aus der umliegenden Nachbarschaft an den Tierschutzverein konnte der Besitzer des Mischlingsrüden ausfindig gemacht werden. Er wurde am gleichen Tag von der Kripo Neuwied vernommen, der Fall liegt bereits der Staatsanwaltschaft vor.
Die Tierschützerin Iris Wolsing, die wesentlich zu der Aufklärung dieses Verbrechens beigetragen hat, ist immer noch fassungslos: “In was für einer Gesellschaft leben wir, in der Tiere wie Wegwerfartikel behandelt werden? Tiere sind Lebewesen, sie fühlen Freude und Leid und Schmerz genauso wie wir Menschen. Weder finanzielle Not, noch Alter oder Krankheit rechtfertigen diese abscheuliche Tat. Wie gehen Menschen, die so wenig Achtung vor dem Leben haben, erst mit Ihren Mitmenschen um?”
Der Tierschutzverein appelliert eindringlich an alle Tierbesitzer in Stadt und Kreis Neuwied, die ihr Tier - aus welchen Gründen auch immer - nicht behalten können oder wollen, sich an den Tierschutzverein Neuwied und Umgebung zu wenden. „ Bitte scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen - niemand wird verurteilt, wenn er sein Tier abgibt. Sie sind in finanzieller Not? Wir sind zwar selbst finanziell sehr angeschlagen, aber wir werden gemeinsam eine Lösung zum Wohle des Tieres finden”, so die Tierheimmitarbeiterin.
Der Tierschutzverein Neuwied bittet auch noch einmal darum, nicht wegzusehen, wenn Fälle von Tierquälerei, Vernachlässigung usw. beobachtet werden. Alle Hinweise an die Polizei oder den Tierschutz verein Neuwied werden absolut vertraulich behandelt. „Schauen Sie nicht weg - sondern helfen Sie uns, den Tieren in Not zu helfen!”
Der Tierschutzverein schreibt folgende Zeilen zum Tod des Mischlingsrüden:
“Wir haben ihn Leo genannt - Leo mit dem kleinen tapferen Herzen eines Löwen, der bis zum Schluss um sein Leben gekämpft hat. Und doch war er zu schwach, um gegen die Grausamkeit der Menschen zu bestehen.
Kleiner Leo - wir werden Dich nicht vergessen und Dein Tod wird nicht ungesühnt bleiben. Das versprechen wir Dir!!
Tierheim Ludwigshof in Neuwied - Segendorf
Öffnungszeiten Di-Fr 14 bis 17 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr
Tel: 02631/55356
Kontakt@tierheim-neuwied.de
www.tierheim-neuwied.de
So klappt die Tier-WG - oder auch nicht
Als die Katze einzog, war Schäferhund-Mischling Sam ein wenig reserviert. Er beobachtete den neuen Mitbewohner ganz genau und testete die Reaktionsschnelligkeit der Samtpfote: Als die Miez gerade die Augen für eine Nickerchen schloss, startete Sam eine Scheinattacke. Mit einer 1a-Parade - Katzenkralle in Hundenase - schlossen die beiden eine Freundschaft fürs Leben.
Manchmal klappt eine Tier-WG auf Anhieb gut, doch natürlich gibt es Vierbeiner, die einen Nebenbuhler nicht akzeptieren. Vor allem Katzen beanspruchen ihr Zuhause oft für sich alleine. Deshalb ist es wichtig, zur Gewöhnung der Vierbeiner aneinander einige Hinweise zu beachten. Zur Integration einer Zweitkatze braucht es genügend Platz - die ersten Tage möglichst einen gesonderten Raum - und ausreichend Zeit. Fingerspitzengefühl ist notwenig: Einer alteingesessenen Katze sollte keine freche Jungkatze einfach vor die Nase gesetzt werden. Eine Annäherung erfolgt zunächst über den Geruch, beispielsweise mit dem Austausch von Schlafdecken. Und wenn soweit alles geklappt hat, darf die „alte” Katze keinesfalls vernachlässigt werden. Weitere Tipps gibt es auf www.katzennothilfe.de.
Unkomplizierter sind Hunde, wenn es um neue Mitbewohner geht - ob Zweithund, Katze oder Meerschweinchen. Auch hier gilt: Die Tiere brauchen Raum und Zeit, um sich aneinander zu gewöhnen. Und wenn sich zwei Vierbeiner absolut nicht riechen können, muss man das akzeptieren.
Während Katze oder Hund kein Problem haben damit, alleine mit ihren Menschen zu leben, sind Kaninchen nur mit Artgenossen glücklich. Mehrere Männchen und Weibchen leben in der Gruppe. Ein einzeln gehaltenes Zwergkaninchen kann kaum glücklich und zufrieden leben. Noch nicht mal ein Meerschweinchen ist ausreichend Ersatz für einen Artgenossen.
Auch Kaninchen nähern sich über den Geruch an. Um zwei Kaninchen aneinander zu gewöhnen, kann man in den Käfig ein Gitter einziehen. So können sich die Nager ausgiebig beschnuppern. Nach einigen Tagen sollten sie auf neutralem Boden zusammengeführt werden - unter Aufsicht und mit genügend Platz zum Ausweichen. Im Ratgeber erfährt man Wissenswertes über Verhalten, Haltung und vieles mehr.
Folgen schlechter Ernährung
Nicht nur die Zeit, in der wir leben, ist aufgeklärt, auch die Hunde, mit denen wir leben, sind es. Und weil die Aufgeklärtheit mit dem Bewusstsein für die Gesundheit einher geht, spiegelt sich schlechte Ernährung nicht nur in körperlichen Symptomen wieder. Die Vierbeiner fordern zuweilen mit drastischen Maßnahmen eine gesundheitsbewusste Ernährung ein. tierfreunde.de zeigt Bilder, die einen Zusammenhang zwischen schlechter Nahrung und krimineller, bösartiger Hunde beweisen.
Die Agentur Prolam Y&R, Santiago, hat das Tierfutter “Nutribalance” promotet und in der Kampagne mit dem Titel “Das Verbrechen des bösen Hundes” (Perro malo crimen) vor dem Zusammenhang “Bad food, bad dog” gewarnt: Man sollte seinem kriminellen Hund niemals trauen in der Nähe eines Kartenturmes, eines versteckten Liebhabers, eines Schlaglochs oder überschüssiger Körperteile.



GEZ noch? Hund soll Gebühren zahlen

Orlando wird von der GEZ zur Kasse gebeten. Foto: Westermann
Na schön, zugegeben: Manchmal schaut er schon ein wenig fern. Fußball zum Beispiel, weil ihn die Ballspiele schon von frühester Jugend an fasziniert haben. Auch Tier- und Natursendungen - insbesondere über Vögel - kann Orlando Henne etwas abgewinnen. Am Radio kommt man je eh‘ schlecht vorbei, weshalb Herr Henne durchaus auch als Radiohörer bezeichnet werden könnte.
Das meint auch die Kölner Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Bundesrepublik Deutschland - besser bekannt unter gefürchtet unter dem Kürzel GEZ. Die schickte dem bei seiner Familie in Giesing lebenden Orlando Henne erstmals Anfang Februar und seitdem schon öfter Aufforderungen, sich nunmehr ordentlich anzumelden. Und zwar für alle Rundfunk- und Fernsehgeräte im eigenen Zimmer bzw. Auto, nicht zu vergessen DVD-Rekorder, PC mit Fernsehkarte, PDA, MDA, UMTS und W-LAN-Handy - kurzum für all das, was der Haushalt des modernen, jungen Mannes heutzutage so hergibt.
An diesem Herrn Henne wird sich die GEZ jedoch die Zähne ausbeißen. Der ist nämlich erst sechs Jahre alt - und ein reinrassiger Golden Retriever, also nachweislich ein Hund! Orlando kam bereits als Welpe zu Edeltraud und Jörg Henne. Die Verwaltungsangestellte und der Kassierer leben in Giesing. Sie haben Orlando groß gezogen und lieben ihn sehr: „Er ist der Mittelpunkt unserer Familie.” Am 5. Februar bekam der heißgeliebte Mittelpunkt plötzlich Post: „Wir haben das für einen Witz gehalten und erst mal gar nichts unternommen.” Mittlerweile dämmert es den beiden, dass es besser wäre, denn Irrtum rasch aufzuklären. Denn die GEZ ist erfahrungsgemäß hartnäckig.

Das Schreiben an Orlando Henne. Foto: Westermann
Aber eine wichtige Frage steht noch immer unbeantwortet im Raum: „Woher bitte hat die GEZ den Namen unseres Hundes?” Aufklärung naht - und zwar in Gestalt von GEZ-Sprecherin Nicole Hurst, die einen Verdacht hat: „Könnte es sein, dass ein Familienmitglied mal zum Spaß den Namen des Hundes bei einem Gewinnspiel oder Preisausschreiben als Kundenadresse oder bei einem Online-Dienst angegeben hat?” Die GEZ nämlich gleicht ihre Teilnehmerkonten nicht nur mit den neuesten Datenbanken der Einwohner-Meldehörden ab. Sie mietet für den Datenabgleich auch noch Anschriften von großen Adressanbietern an. Das ist legal und in vielen Branchen üblich. Nur scheinen sich darin jede Menge Namen von Haustieren zu verbergen.
Nicole Hurst: „Meist sind es Hunde und Katzen. Damit wollen manche Teilnehmer ihre Gewinnchancen erhöhen.” Oder Minderjährige beschummeln auf diese Weise Online-Dienste, um an begehrte Shareware heranzukommen. Weil dabei die Volljährigkeit abgefragt wird, sind Tiere wie Orlando Henne plötzlich im GEZ-fähigen Alter. Nicole Hurst: „Für Miezi, Mausi oder Fifi haben wir einen Filter. Doch gängige Namen wie Peter, Elli oder eben Orlando rutschen leider durch.” Die Hennes sind sich keiner Schuld bewusst und dürfen aufatmen. Ihr kleiner „Schwarzseher” wird unbürokratisch aus dem GEZ-Register gelöscht. Er wird sich natürlich weiterhin für Bälle interessieren und die Vögel ärgern. Ob im Park, im Fernsehen oder im Radio - das ist Orlando Henne quasi GEW: Ganz Einfach Wurscht.
Dorita Plange/mm
Warum Katzenbesitzer gebildeter sind als Hundehalter
Eine Studie der Universität Bristol hat herausgefunden, dass Katzenbesitzer schlauer sind als Hundehalter. Die Universität Bristol hat den Bildungsgrad von Hunde- und Katzenhaltern unter die Lupe genommen. Von 2524 Haushalten mit Haustieren fanden sich in 47,2 Prozent der Katzenhaushalte Akademiker. Bei Hundebesitzern waren es nur 38,4 Prozent.
Die Begründung der Forscher ist nicht ganz so diskriminierend, wie es auf den ersten Blick scheint. Katzen sind schlicht pflegeleichter als Hunde und deshalb für Menschen mit höherem Bildungsgrad, die beruflich viel unterwegs sind, besser zu halten. Hundehalter hingegen müssen mehr Zeit in ihr Haustier investieren und mit ihm Gassi gehen, deshalb brauchen sie flexiblere Jobs. Interessant wäre nun, ob auch die Karrierechancen mit den Haustieren in Verbindung stehen.
mm
Belohnung: Wer setzte diese Hündin aus?

Wem gehörte diese Hündin?
Dachau - Zwei große Tierschutzorganisationen wollen unter anderem mit Belohnungen erreichen, dass der Tierquäler gefasst wird, der die sterbende Hündin an der Autobahn ausgesetzt hat.
Die Ridgeback-Mix-Hündin war, vom Krebs schwer gezeichnet, am Silvesterabend auf der Autobahn Stuttgart ausgesetzt und von der Odelzhauser Feuerwehr befreit worden. Die Hündin lebte nur noch vier Tage, musste am 4. Januar eingeschläfert werden, nachdem sie im Dachauer Tierheim zusammengebrochen war. Ihr Körper war von Metastasen übersät gewesen.
Der Fall hat große Wellen geschlagen, auch aufgrund der Veröffentlichung im Internet unter merkur-online.de. Unzählige Kommentare von Tierfreunden und Tierschützern hat es hier gegeben. Der Fall wird inzwischen in verschiedenen Tier- und Hundeforen diskutiert, er wurde per E-Mail weiter verbreitet und online veröffentlicht.
Und jetzt „kümmern” sich sogar zwei große Tierschutzorganisationen in Deutschland, wodurch die Chance noch einmal steigt, dass der Hundehalter gefunden wird.
So hat ETN, der Europäische Tier- und Naturschutz e.V., sowohl eine Strafanzeige gestellt als auch eine Belohnung in Höhe von 500 Euro ausgesetzt, für Hinweise, die zur Ergreifung des Unbekannten führen. Die europaweit agierende Organisation mit Sitz in Much rund 40 Kilometer östlich von Köln will, „dass diese zutiefst verabscheuungswürdige Tat gesühnt wird”, betont Geschäftsführer Dieter Ernst. „Daher bitten wir die Bevölkerung, uns bei der Suche nach dem Täter zu helfen, damit er seiner gerechten Strafe zugeführt werden kann.”
Der Verein ist eigenen Angaben zufolge eine der größten gemeinnützigen Tier- und Naturschutzorganisationen in Europa. Tierquälerei sei ein Straftatbestand, der nach dem Tierschutzgesetz mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldbuße von bis zu 25 000 Euro bestraft werden könne, sagt Ernst. Der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. hat seit Dienstag sogar ein Foto und den Fall der Mischlingshündin auf seiner Website (www.etn-ev.de) stehen.
Ebenfalls am gestrigen Dienstag hat sich PETA gemeldet. Die nach eigenen Angaben weltweit größte Tierrechtsorganisation mit Hauptsitz in den USA hat ebenfalls 500 Euro Belohnung ausgesetzt, für Hinweise, die zur Ergreifung des Hundehalters führen. „Diese grausame Tat muss unbedingt geahndet werden”, begründet PETA-Kampagnenleiterin Nadja Kutscher das Engagement. Auch PETA hat den Fall im Internet (www.haustiere.peta.de) publik gemacht.
Die Tierschützer hoffen vor allem auf Hinweise von Nachbarn oder Bekannten des Halters der verstorbenen Ridgeback-Mix-Hündin.






