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Ab 20 Grad droht im Auto der Tod

backofen

Bei Hitze eingeschlossen im Auto - eine lebensbedrohliche Situation für den Hund. Foto: Tasso e.V.

Sie erreichen uns zum Anfang eines jeden Sommers immer wieder aufs Neue - die Horrormeldungen von im Auto eingeschlossenen und dann bei Hitze qualvoll umgekommenen Hunden. Es reichen schon wenige Minuten ab etwa 20 Grad Celsius in einem verschlossenen Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen.

Aktion “Hund im Backofen” von Tasso e.V.

Hunde und Katzen schwitzen nicht. Sie regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zur Hyperthermie, das heißt die Körpertemperatur steigt an, die Tiere „verkochen” förmlich. Zellen und Organe gehen kaputt. Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen. Erste Anzeichen dieser Überhitzung: Unruhe, eine weit herausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Celsius Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad Celsius an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit und den Tod zur Folge haben kann.

Was können Sie tun, wenn Sie einen Hund in Not im Auto sehen?

1. Verständigen Sie die Polizei.
2. Helfen Sie umgehend. Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein - und nur dann - schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss.
3. Fordern Sie jetzt kostenlose Postkarten bei TASSO e.V. zum Verteilen auf Supermarktparkplätzen an. Je mehr Menschen wissen, wie gefährlich es für einen Hund im heißen Auto werden kann, desto weniger Tiere müssen sterben. Weitere Infos unter www.tasso.de.

Das Thema im Forum von tierfreunde.de


Ein Hund fürs Rekordbuch

gustl

Das macht kein Hund besser als er: Gustl kann acht Kleidungsstücke in der Minute von der Wäscheleine abnehmen und korrekt im Korb verstauen. Foto: Deml

Attenkirchen - Mischlingshund Gustl kann Waschmaschinen einräumen, Kleidung von der Leine abhängen und in den Korb legen. Jetzt steht der unglaubliche Vierbeiner im Guinessbuch der Rekorde.

Schon als Welpe kam Gustl, Sohn einer Russel-Terrier-Hündin und eines Zwergschnauzers, zur Familie Deml nach Attenkirchen (Landkreis Freising). Da der Mischling wie alle jungen Hunde keine Manieren kannte, ging Frauchen mit ihm im Alter von 16 Wochen zu einem Junghundekurs. Schon früh stellte sich heraus, dass Gustl ein Einser-Schüler ist. Mit sechs Monaten war er im „Erziehungskurs” bereits der Beste. Heidi Deml begann, ihrem inzwischen acht Monate alten Hund Kunststücke beizubringen. Männchen machen und apportieren, das können viele Hunde. Aber Gustl hat noch viel mehr auf dem Kasten! Auf Frauchens Befehl winkt er, schaut traurig, geht rückwärts, springt Seil, sucht Schwammerl, räumt die Waschmaschine ein und aus.

Inzwischen hat die Attenkirchenerin mit Gustl viele Shows besucht. Rund 140 Pokale zeugen davon. Unter anderem gewann der Star auf vier Pfoten im vergangenen Jahr die „Trickdog Competition” in Böheimkirchen. Dort wurde Heidi Deml gefragt, ob sie mit Gustl nicht bei der Haustiermesse in Wien einen Weltrekordversuch starten wolle. Es ging um das Kunststück, in 60 Sekunden so viele Wäschestücke wie möglich von einer Leine abzunehmen und korrekt in einen drei Meter entfernten Wäschekorb zu legen. „Wir können es ja probieren”, meint die Attenkirchenerin. Sehr zum Bedauern für einen großbritannischen Hund. Der hielt mit acht Wäschestücken den Weltrekord - bis Gustl kam. Kaum zu glauben, aber wahr: Der verdoppelte den Rekord beinahe. Der Mischling brachte 13 Wäschestücke korrekt im Korb unter. Den Beweis, die ersehnte Urkunde, hat Heidi Deml dieser Tage erhalten.

Münchner Merkur


Ein Chihuahua mit Millionenerbe

NUR ALS ZITAT Gail Posner

Gail Posner mit Hündchen Conchita. Foto: www.famouschihuahua.com

Wall-Street-Erbin Gail Posner hat ihre Nachfahren gut versorgt. Ihrem Sohn hinterließ sie eine Million Dollar - ihr Hund allerdings bekam dreimal so viel plus eine Luxusvilla. Das sah der Sohn nicht gern. Er zog vor Gericht.

Ein Bericht von Marc Pitzke, www.spiegel.de

Sie besitzt Kleidung und Accessoires im Wert von mehr als 20.000 Dollar: Kaschmirpullis, Rüschenröcke, Louis-Vuitton-Taschen. Nachts schläft sie in einem pinkfarbenen Plüschbett, zu Fototerminen und auf dem roten VIP-Teppich trägt sie eine Lockenperücke, und einmal die Woche lässt sie sich mit ihrem goldenen Cadillac Escalade zur Pediküre ins Spa fahren. Auf dem Rückweg kehrt sie dann gerne im exklusive Shore Club ein, für frisch gegrillte Hühnchenbrust.

Sie heißt Conchita - und ist ein Chihuahua.

Das verwöhnte, gerade mal ein Pfund leichte Schoßhündchen aus Florida ist das heißeste Gesprächsthema des US-Geldadels, von Miami bis Manhattan. Denn Conchita hat gerade groß abgestaubt: Ihre sonderliche Herrin, die kürzlich verstorbene Wall-Street-Erbin Gail Posner, hat ihr drei Millionen Dollar vermacht - sowie eine Neun-Millionen-Dollar-Prachtvilla am Wasser mit sieben Schlafzimmern und einer eigenen Haushälterin.

Die Geschichte ist so bizarr, dass selbst das “Wall Street Journal” zwei Reporter auf Conchita ansetzte, um den Vierbeiner auf der Titelseite sowie in einem ausführlichen Bericht zu würdigen, nebst klassischem Kupferstichporträt (mit Perücke). “Kleiner Hund, großes Erbe”, schlagzeilte das Blatt.

Nicht alle aber finden Conchitas Glück so amüsant. Zu ihnen gehört Bret Carr, der Sohn von Mrs. Posner. Ihm sprach das Testament nur eine schlappe Million Dollar zu. Weshalb er es nun vor Gericht anficht - seine Mutter habe nicht mehr alle Sinne beisammen gehabt.

Diese Charakterisierung ist keineswegs abwegig: Der Posner-Clan samt Gail hatte schon immer eine Neigung zu bestenfalls skurrilen, schlimmstenfalls illegalen Exzentrizitäten. Verzogene Hündchen waren da eher das geringste Problem.

Gails Vater war Victor Posner, ein Wall-Street-Tycoon und Pionier des “leveraged buyouts”, der fremdfinanzierten Fimenübernahme, der einer der bestverdienenden Finanzjongleure seiner Generation wurde. Sein erster großer Coup war 1969 der Kauf der Sharon Steel Corporation, der die Spekulantenära der Firmenjäger einläutete.

Privat war Posner freilich weniger erfolgreich. Alkoholismus, Drogensucht, angeblich auch Missbrauch und Inzest: Seine Familie sorgte oft für Schlagzeilen. Die eigenen Kinder zerrten Posner wegen Misswirtschaft vor Gericht. Seine Enkelin Tina - die Schwester des jetzigen Klageführers Bret Carr - starb 1994 an einer Überdosis Drogen.

Dann kollabierte auch Posners Geschäft. Sharon Steel ging Pleite. Posner bekannte sich 1987 der Steuerhinterziehung schuldig und musste sechs Millionen Dollar Strafe zahlen. Später verbot ihm die US-Börsenaufsicht SEC jede weitere Tätigkeit in einem Aktienkonzern. 2002 starb er 83-jährig an Lungenentzündung.

Auch um sein Erbe gab es schon allerhand Zank. Ein Testament von 1996 bedachte Posners vier Kinder - darunter Gail - als Haupterben des Nachlasses. Es ging immerhin um 200 Millionen Dollar. Doch ein weiteres Testament von 2001 beglückte stattdessen eine Ex-Geliebte.

Nach mehrjährigem Gerichtsstreit erhielt Gail Posner besagte Villa auf dem Sunset Island in der Biscayne Bay, der Meerenge zwischen Miami und Miami Beach, sowie angeblich rund 100 Millionen Dollar. Mit dem Geld unterstützte sie unter anderem die Senatorin und spätere Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton.

Was Posner sonst noch alles trieb mit ihrem Vermögen, das offenbarte sie 2007 in einem Interview mit dem “Miami Herald”. Da berichtete sie beispielsweise, sie habe Conchita ein Diamantenhalsband von Cartier für 15.000 Dollar geschenkt, doch es sei dem Hund zu eng gewesen, weshalb der sich weigere, es zu tragen. “Conchita”, juxte Posner, “ist das einzige Mädchen, das ich kenne, für das Diamanten nicht die besten Freunde sind.”

Posner und Conchita waren auch gern gesehene Gäste auf diversen Hundeliebhaber-Blogs, etwa famouschihuahua.com. In der “New Times” aus Palm Beach verriet Posner voriges Jahr, Conchita liebe es zu shoppen und sei ein Fan der Modekette “Bebe”. “Hund mit 20.000-Dollar-Garderobe hält Konjunktur in Schwung”, titelte die Zeitung.

Im März dieses Jahres starb Posner mit 67 Jahren an Krebs. In ihrem Testament, das sie noch 2008 geändert hatte, hinterließ sie ihrem einzigen Sohn Bret Carr eine Million Dollar, ein Linsengericht gemessen an der insgesamt zur Verfügung stehenden Summe.

Auch sonst sorgte das Testament für Gesprächsstoff: Conchita bekam besagte drei Millionen Dollar plus Villa - und sieben Dienstboten Posners durften sich ordentliche 26 Millionen Dollar teilen.

Hernando Quintero - im Testament “Bodyguard/Trainer” genannt - erhielt allein zehn Millionen Dollar, Haushälterin Queen Elizabeth Beckford fünf Millionen Dollar. Bedingung: Sie müsse weiterhin für Conchita, deren “Geschwister” Lucia (Yorkshire-Terrier) und April Maria (Malteser) sorgen - sowie, nicht zu vergessen, für die Hausschildkröten. Dafür hat Beckford lebenslanges Gratiswohnrecht in Posners Villa.

Anfang Juni focht Carr das Testament vor einem Erbschaftsgericht in Miami an: Er fordert - obwohl er ein durchwachsenes Verhältnis zu seiner Mutter gehabt habe - Alleinanspruch auf das komplette Vermögen. Carr beruft sich auf einen Treuhandfonds, den Großvater Victor für seine Enkel hinterlassen hatte und den Gail Posner missbraucht und ausgeplündert habe.

“Gail hatte ein ernstes Drogenproblem”, sagte Carrs Anwalt Bruce Katzen der “New York Post”. “Sie war manisch-depressiv und leicht zu beeinflussen.” Das hätten die Dienstboten für ihre Zwecke ausgenutzt: Sie hätten die unzurechnungsfähige Dame unter schwere Medikamente gesetzt und sie dann zu der Testamentsänderung bewegt.

Die Klageschrift, die samt Anlagen 110 Seiten umfasst, beschreibt Posner als “zutiefst gestört” und “von Verfolgungswahn getrieben”. In ihrem Irrsinn und unter emsiger Handreichung des Personals habe sie einen Publizisten für Conchita angeheuert, um sie als “einen den verwöhntesten Hunde der Welt” zu propagieren. Die PR-Kampagne und die Zeitungsinterviews hätten dazu gedient, das Testament glaubwürdiger erscheinen zu lassen.

Carr verklagte auch BNY Mellon, eine New Yorker Bank und Finanzmanagementfirma, und zwar wegen Veruntreuung. Mellon hatte den Victor-Posner-Fonds verwaltet und 2008 plötzlich aufgelöst. Eine Banksprecherin erklärte dem “Wall Street Journal”, Mellon habe sich stets “angemessen verhalten” und werde sich gegen die Vorwürfe Carrs “energisch verteidigen”.
Carr ist sowieso nicht der überzeugendste Klageführer. 1992 war er wegen Scheckfälschung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, wonach sein Großvater jeglichen Kontakt zu ihm abbrach. Später schrieb und produzierte Carr in Hollywood ein paar B-Movies, darunter “Revoloution” (2006) über “einen gewalttätigen Straßenkämpfer und Extrem-Stotterer”.

Experten erwarten, dass das Gericht Conchitas Millionenerbe beschneiden wird. Denn der Fall erinnert stark an den der New Yorker Milliardärin Leona Helsmley, genannt die “Queen of Mean”. Sie hatte 2007 ihrem Malteser Trouble zwölf Millionen Dollar vermacht. Ein Richter strich die Summe später auf zwei Millionen Dollar zusammen.

Immerhin hat Trouble einen künftigen Ruheplatz im Helmsley-Mausoleum sicher - direkt neben seiner Herrin.

www.spiegel.de


In seinem jungen Leben viel mitgemacht

miro1Die Tierheime sind voll, überall werden Tierfreunde gesucht, die einen Vierbeiner bei sich aufnehmen können. Hin und wieder werden hier Hunde vorgestellt, die auch auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind.

Die traurige Geschichte von Miro hat vorerst ein glückliches Ende gefunden: Er ist knapp sieben Monate alt und hat schon sehr viel mitgemacht in seinem jungen Leben. Er wurde mit seinen Geschwistern ohne Mutter auf den Straßen Rumäniens gefunden und musste mit der Flasche großgezogen werden. Während seine Geschwister sich prima gemacht haben, litt Miro plötzlich an einer Nervenkrankheit , das heißt er war innerhalb weniger Tage total gelähmt, konnte nicht mal mehr den Kopf heben, nur noch die Augen konnte er bewegen.

Er sollte eingeschläfert werden, aber zum Glück entschied man sich, sehr aufwändige und teure Untersuchungen in zwei Tierkliniken  durchzuführen. Es hat sich gelohnt: Mit den richtigen Medikamenten und der liebevollen Fürsorge einer Tierschützerin, die ihn Tag und Nacht alle zwei Stunden gefüttert hat, machte er nach und nach kleine Fortschritte - wie ein Wunder (daher sein Name).

Danach ist er noch fleißig zur Physiotherapeutin gegangen, und heute merkt man dem Kleinen gar nicht mehr an, dass er so viel mitgemacht hat.

miro2Miro wohnt inzwischen bei der Tierschutzbrücke München, die ihn hierher mitgebracht hatte. Jetzt geht es ihm so gut, und er war auf Dauer stabil, dass es endlich Zeit wird, dass er sein eigenes Zuhause bekommt, wo er alle Aufmerksamkeit und Zuneigung bekommt, die er verdient hat.

Er ist geimpft, muss noch kastriert und gechipt werden. Hundeschule dürfte nicht schaden, denn Miro ist wirklich sehr intelligent und aufmerksam, das macht ihm sicher viel Spaß. Manchmal bellt er noch andere Hunde oder Menschen an, aber nur weil er Angst hat und unsicher ist.

Vermutlich ist er ein Labrador- oder Collie-Mischling ist, er dürfte etwa 50 Zentimeher Schulterhöhe groß werden.

Interessenten können  Miro gerne nach Absprache kennenlernen. Die Kontakttelefonnummer lautet: 089-981760 .


totoFür den Mischling Toto, der an den Hintgerbeinen gelähmt ist, aber trotzdem voller Lebensfreude steckt, wird dringend ein Pate gesucht. Weitere Informationen gibt es im Forum von tierfreunde.de.

Opfer eines Nachbarschaftsstreits

mima

Mima will leben.

Mima lebte in auf der Straße - bis sie Opfer eines Nachbarschaftsstreits wurde. Der fünfjährigen Hündin wurden in Bulgarien alle vier Beine abgehackt. Den Mann, der die Hündin so misshandelte, ist bekannt - leider fehlen die Beweise, um ihn zu bestrafen.

ZUM BLOG VON MULAN

Wer Mima kennt, kennt auch ihren unglaublich starken Lebenswillen. Deshalb denkt trotz ihrer Behinderung niemand ans Einschläfern. „Ich bewundere Mima, dass sie alles so toll wegsteckt”, berichtet Mulan, Tierschützer aus dem Landkreis Rosenheim, in seinem Blog auf tierfreunde.de. „Sie ist wirklich voller Lebensfreude.” Tierschützer hatten sich nach der Misshandlungen in Bulgarien um die Hündin gekümmert und auch eine angemessene medizinische Versorgung ihrer Beinstümpfe sichergestellt. Schließlich reiste Mima aus.

Seit Mitte April lebt die Hündin in Bayern. Der Verein „Handicap-Pfoten” mit Sitz im Landkreis Rosenheim hat sich ihrer angenommen. Mima wurde inzwischen in einer Münchner Tierklinik erfolgreich operiert und gleichzeitig kastriert.

Nach der vollständigen Heilung der Stümpfe soll Mima Prothesen bekommen, damit sie wieder laufen kann. Außerdem bekommt die Hündin Physiotherapie, um dem Muskelschwund entgegen zu wirken. „Es wird zwar noch lange dauern, aber sie wird mal wieder über die Wiesen laufen können”, versichert Mulan.

Grausam: Wer hat diesen Hund ausgesetzt?

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Gefangen im eigenen Fell.

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Die Krallen waren so lang, dass der Hund nicht mehr gehen konnte.

Ein verwahrloster, kranker Hund ist am Mittwoch, 28. April, in Zuzenhausen (Baden-Württemberg, Rhein-Neckar-Kreis) aufgefunden worden. Anwohner des Allmendweg hörten um etwa 6 Uhr ein lautes Gejaule und fanden anschließend diesen Hund auf der Straße liegend. Da er nicht in der Lage war zu laufen, wird vermutet, dass der Hund aus dem Auto geworfen wurde. Inzwischen musste der Hund eingeschläfert werden.

Der Rüde hatte eine große, ältere Wunde am Oberschenkel und sein Schwanz war gebrochen. Das Fell war so verfilzt und verkotet, die Krallen so lang, dass der arme Hund nicht mehr aufstehen konnte. Als der Hund dann in Narkose geschoren wurde, kamen hunderte von Maden aus seiner alten Wunde zum Vorschein. Die ganze Haut war entzündet und der Schwanz bereits nekrotisch. Der arme Rüde musste furchtbare Schmerzen über Wochen erdulden. Die Tierschützer des Tierheims Sinsheim vermuten, dass er ein Puli (ungarischer Hütehund) war. “Leider konnten wir ihm nicht mehr helfen, die Wunden waren zu groß, und er konnte auch nicht mehr laufen, als er geschoren und die Krallen geschnitten waren.” Außerdem hatte er jegliches Vertrauen in Menschen verloren und ließ sich nicht anfassen. “Wir durften ihn nicht länger leiden lassen und mussten ihn erlösen, was auch zum Tierschutz gehört”, schreibt das Tierheim in einer E-Mail.

Der Appell des Tierheims:

“Bitte helfen sie uns, den Menschen, der diesem armen Geschöpf dies angetan hat, zu finden.Wer hat beobachtet, wie am Mittwochmorgen der Hund in Zuzenhausen im Allmendweg ausgesetzt wurde? Wer weiß, wer so einen Hund hatte? Vielleicht hatte jemand mal so einen Hund, der dann auf einmal nicht mehr zu sehen war. Das Alter des Hundes wird auf etwa acht bis zehn Jahre geschätzt.”

Auf Wunsch werden alle Hinweise vertraulich behandelt.

Telefon 07261/63324 (ab 10 Uhr)
0157/72672280
Mail: kontakt@tierheim-sinsheim.de

puli

So könnte der Hund mal ausgesehen haben.


Hund, Herrchen, Happy End

roman

Aus diesem Autowrack wurde der vermisste Schnauzer "Roman" herausgeschleudert. Foto: Polizei

Hildesheim - Ein Hund hat die Hildesheimer Autobahnpolizei tagelang auf Trab gehalten und für Dutzende von Warnmeldungen im Verkehrsfunk gesorgt. Der Schnauzer „Roman” hatte sein Herrchen ganz verzweifelt immer wieder an der A7 gesucht, während dieser im Krankenhaus lag. Bei einem Unfall auf der Autobahn am Samstag waren der 78-Jährige Hundebesitzer und dessen 75-jährige Ehefrau schwer verletzt worden.

Ca. 100 Meter vor dem Parkplatz “Sillium” verlor der 78-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache plötzlich die Kontrolle über seinen Pkw und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Im angrenzendem Böschungsraum prallte der Pkw gegen mehrere Bäume und überschlug sich anschließend mehrfach. Am Pkw entstand Totalschaden. Der Gesamtschaden wird auf 27.000 Euro geschätzt.

Die beiden schwerverletzten Pkw-Insassen wurden durch beherzt eingreifende Ersthelfer aus dem Fahrzeugwrack befreit und bis zum Eintreffen der Rettungskräfte versorgt. Bei der Bergung der Verletzten zieht sich ein Ersthelfer Schnittverletzungen an den Händen zu.

Der Hund wurde bei dem Crash aus dem Auto geschleudert. Alle Versuche von Polizei und Tierschützern, den verwirrten Schnauzer einzufangen, waren vergeblich - bis Dienstag.

Der junge Rüde wurde schließlich in der Nähe der Ortschaft Silium entdeckt. Und zwar vom Herrchen, das sich - inzwischen ebenfalls ganz verzweifelt - trotz seiner Verletzungen zusammen mit einem Krankenpfleger aus der Klinik in der Nähe der Autobahn auf die Suche nach Roman begeben hatte. Ein Ruf, ein Piff, ein Sprung auf den Arm: Herr und Hund, seien endlich wieder glücklich vereint.

Matthias Brunnert/Hamburger Abendblatt

Auf der Suche nach Krebszellen

may

Claudia May mit Sissi. Foto: no

Dachau - Wenn Sissi diesen Geruch in der Nase hat, weiß sie: Jetzt wird gleich gespielt. Der Geruch - das sind Krebszellen. Sissi ist einer von sechs Tumor-Suchhunden im Hause der Tierärztin Claudia May in Röhrmoos-Zieglberg (Landkreis Dachau).

In einer Reihe auf dem Boden stehen fünf kleine Plastikdosen mit grünem Deckel auf dem Boden, befestigt in einem Brett. „Such!” Dieses Kommando lässt sich Sissi nicht zweimal sagen. Die Schäferhündin huscht mit der Nase daran vorbei, schnappt sich zielsicher eine Dose und bringt sie.

Sissi riecht Stoffe, die ein an Krebs erkrankter Mensch über seinen Atem oder den Urin abgibt. Vor drei Jahren hat Claudia May begonnen, ihre Hunde zu Tumorsuchhunden auszubilden. Ursprünglich hat die aktive Hundesportlerin eine sinnvolle Beschäftigung für die Winterpause gesucht. In einem Fernsehbericht erfuhr sie von Krebssuchhunden in Amerika - und war sich sicher: „Das können meine auch.” Zum Team gehören neben Sissi der elfjährige Labrador Janina, die beiden Collies Conny und Charly, neun und sieben Jahre alt, sowie der dreijährige Schäferhund Falk. Ira, eine sieben Monate alten Schäferhündin, befindet sich noch in der Ausbildung.

Sissis ausgeprägter Spieltrieb kam der Ausbildung zum Suchhund natürlich entgegen. „Man muss sie gaga machen auf den Geruch”, erklärt die Tierärztin. Kein Problem für die aufgedrehte Sissi. Die Hündin lernte, dass ihr Spielzeug einen bestimmten Geruch hat - in diesem Fall den spezifischen Geruch, der beim erhöhten Stoffwechsel der Tumorzelle entsteht. Zunächst trainierte Claudia May mit Fällen aus ihrer Tierarztpraxis, dann arbeitete sie mit einer Urologischen Klinik zusammen. „Die haben mir Proben geschickt, und die Hunde konnten üben.”
Dank Sissis Nase könnten Vorsorgeuntersuchungen zur Krebsfrüherkennung bald der Vergangenheit angehören. Beim Lungenkrebs beispielsweise gibt es in der heutigen Schulmedizin keine befriedigenden Möglichkeiten zur Früherkennung. Weil sich ein Bronchialkarzinom meist im Verborgenen entwickelt, bemerkt der Betroffene erst Symptome, wenn die Erkrankung weit fortgeschritten ist. „Doch je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen”, sagt Claudia May. Tumorsuchhunde wie Sissi können den Krebs im Stadium 0, wenn auf dem Röntgenbild ein Tumor kaum zu sehen ist, erkennen. Der Patient muss nur durch einen speziellen Mundschutz atmen und diesen dann an die Tierärztin schicken.

Über Atemluft können die Hunde Brust- und Lungenkrebs erschnüffeln, über Urinproben wird Blasen-, Prostata, Nieren- und Uteruskrebs diagnostiziert. Claudia May hat sich auf nur eine Sparte konzentriert, zum einen, „weil die Urinproben irgendwie unangenehm waren”, zum anderen, weil die Nachfrage so stieg. Mehrmals täglich überprüfen die Hunde Atemproben. Wenn ein Hund eine Probe als positiv diagnostiziert, wird sie von den anderen Hunden aus dem Team kontrolliert. Und die Vierbeiner sind sich immer einig: In einem Fall haben Sissi und ihre Kollegen immer wieder eine Negativ-Probe angezeigt. Eine Krebserkrankung schien unmöglich, ist die Patientin doch frisch von der Mammographie gekommen. Claudia May empfahl eine Nachkontrolle -tatsächlich war ein Tumor in der Brust übersehen worden. Die Fehlerquote der Hundenasen geht gegen null, die Trefferquote liegt bei etwa 90 Prozent.

Sissi gehört zu den Hunden, die die Probe aus Schubladen herausholen, am Fundort scharren, sich ihr Spielzeug aktiv erarbeiten - ein so genannter Aktivverweiser. Passivverweiser wie die Labradorhündin Janina legen sich neben der positiven Probe hin. „Janina ist ein absoluter Nasenhund, die riecht’s auf drei Meter Entfernung”, sagt Claudia May. Janina wurde als Kontrollhund ausgebildet. Spürnasen-Nachwuchs Ira kommt dagegen ganz nach Sissi.

Informationen gibt es unter www.lungenkrebsdiagnose.com.

no/mm


Schweini ist spurlos verschwunden

schweini

Seit Ostermontag wird der neun Monate alte Berner Sennen-Mischling vermisst. Foto: privat

Hausham - Alle suchen den neun Monate alten Berner Sennen-Schäfer-Mischling Schweini: Seit Ostermontag ist der Haus- und Hofhund der Berggaststätte Huberspitz spurlos verschwunden.

Die Wirtsleute Walter und Andrea Burger sind verzweifelt: Sie sind sich sicher, dass jemand ihren Schweini, der auch auf den Namen Bady hört, einfach mitgenommen hat.

“Schon vor einem Monat kam ein Brief, in dem stand, dass wir unseren Schweini nicht gut behandeln würden”, berichtet Wirtin Andrea Burger empört. “Das Schreiben war auf Computer getippt und mit ‘Lenggrieser Bergwanderer’ unterzeichnet”, sagt sie. “Ich glaube aber, dass der Absender gefälscht ist. Die Lenggrieser Bergwanderer gehören zu unseren Stammgästen, schließlich haben wir früher die Lenggrieser Hütte betrieben. Außerdem ist an den Anschuldigungen überhaupt nichts dran.”

Am Ostermontag dann die mutmaßliche Entführung. Es war viel los im Huberspitz-Gasthaus, einige Besucher hatten kleine Kinder dabei. “Deshalb haben wir Schweini hinterm Haus an die Kette gelegt”, erklärt Burger.

“Normalerweise darf er frei laufen. Aber bei so vielen Gästen, noch dazu mit Kindern, passen wir besonders auf.” Als sie am Nachmittag gegen 14 Uhr mit dem zutraulichen Rüden Gassi gehen wollte, war er wie vom Erdboden verschluckt. “Nur die Kette lag noch im Hof”. Dass Schweini sich losgemacht hat und mit Wanderern mitgelaufen ist, wie er es sonst ab und zu tut, kann sich Burger nicht vorstellen. “Spätestens nach einer halben Stunde hat jemand angerufen und gesagt, wo er ist; er hat schließlich eine Hundemarke. Außerdem war die Kette unbeschädigt, Schweini hat sich also nicht losgerissen. Irgend jemand muss ihn von der Kette abgehängt haben.” Für diese Vermutung spricht auch, dass Walter Burger kurz vor Schweinis Verschwinden “eine kleine Frau gesehen hat, die hinter dem Haus herumgeschlichen ist”.

Bei der Suche nach Schweini bekommen die Burgers jetzt politische Unterstützung: Der Haushamer Bürgermeister Hugo Schreiber engagiert sich ebenfalls dafür, dass der Hund so schnell wie möglich wieder zu seinen Besitzern zurückkommt. “Ich bin zwar nicht in der Pflicht etwas zu unternehmen, aber ich habe auf jeden Fall das Bedürfnis”, stellt er fest. “Am Karsamstag habe ich noch mit Schweini gespielt. Er ist einfach ein verspielter, netter Kerl.” Persönlich habe er natürlich noch nicht nach dem vermissten Tier suchen können. “Soviel Zeit hab’ ich leider auch nicht”, lacht er.

Wer Schweini gesehen hat oder Hinweise zu seinem Verschwinden geben kann, wird gebeten, sich bei Familie Burger unter Telefon 0 80 26/ 92 79 76 4 zu melden.

tk

Alarmanlage auf vier Pfoten

bella

Bella erriecht den Blutzuckerstand ihres Herrchens und reagiert sofort darauf. Foto: picture alliance/dpa

In diesem Fall sind sie nicht nur treue Begleiter, sondern Lebensretter: Diabetiker-Hunde können die Blutzuckerspiegel ihres Herrchens riechen und gegebenenfalls sofort Alarm schlagen.

Von Silke Katenkamp, dpa

Zum Lebensretter wurde Wolfspitz Bella an einem Sonntagmorgen um halb fünf. Seine Hündin, die ansonsten lieb und friedlich sei, hat ihn plötzlich angefallen, als er schlafend mit seiner Frau im Bett lag, erzählt Besitzer Felix Müller. “Sie hat mich am Arm und am Bauch gekratzt, bis es weh tat.” Zuerst habe er genervt reagiert. Doch dann maß Müller, der Diabetiker ist, seinen Blutzuckerwert. Das Ergebnis: Der 42-Jährige stand kurz vor der Unterzuckerung, eine Ohnmacht drohte. Weil Bella das gerochen hat, konnte Müller rechtzeitig Traubenzucker essen. “Hätte ich einfach weitergeschlafen, hätte ich nichts gemerkt. Bella hat mir vermutlich das Leben gerettet.”

Bella ist ein Diabetiker-Warnhund. So nennen Fachleute Hunde, die riechen können, wenn ein Diabetiker vom Typ I über- oder unterzuckert ist. Das zeigt etwa eine Studie der Queen’s Universität in Belfast aus dem vergangenen Jahr. Von 212 untersuchten Hunden reagierten zwei Drittel bei einer Unterzuckerung ihrer Besitzer, sprangen sie an, stupsten mit der Nase oder leckten Gesicht und Hände.

Müller ist seit seinem zwölften Lebensjahr Typ-1-Diabetiker, bei dem der Körper nicht mehr das lebenswichtige Hormon Insulin produziert. Der 42-Jährige muss deswegen sein Leben lang Insulin spritzen und mehrmals am Tag seinen Blutzuckerspiegel messen. Macht er dabei einen Fehler oder erkennt die Symptome nicht rechtzeitig, kann er bewusstlos werden, schlimmstenfalls ins Koma gleiten. “Die Angst, dass etwas passieren könnte, ist unterbewusst ständig da”, sagt er.

In den USA werden deswegen Hunde seit Jahren dazu abgerichtet, im Ernstfall Alarm zu schlagen. In Deutschland steckt die Ausbildung noch in den Anfängen. An einer Hundeschule in Osnabrück werden bis zum Sommer die ersten 20 Diabetiker-Warnhunde ihre Ausbildung mit einer Prüfung abschließen.

Weil ihnen das Training dort zu teuer war, haben die Müllers aus dem schleswig-holsteinischen Uelsby ihren Hund Bella selbst ausgebildet. Künftig wollen sie anderen Diabetikern, die das gleiche vorhaben, bei der Ausbildung anleiten. “Das Training funktioniert in etwa wie bei Drogen- oder Spürhunden”, erklärt Felix Müllers Ehefrau Anna Sophie. “Wenn sich der Blutzuckergehalt ändert, verändert sich auch der Geruch von Schweiß und Atem.” Auf diesen Geruch werden die Hunde abgerichtet.

“Wir haben Kleidung aufgehoben, die mein Mann getragen hat, wenn er unterzuckert war, und sie Bella immer wieder vorgehalten.” Bella reagierte - und lernte, bei drohender Gefahr ein Signal zu zeigen. “Im Ernstfall kratzt sie jetzt meinen Mann”, sagt Müller. Das darf Bella sonst nicht. Felix Müller vertraut seiner Hündin bedingungslos. Nachts schläft sie in seiner Nähe. Tagsüber kommt Bella so oft es geht mit ins Büro. “Der Hund gibt mir eine unglaubliche Sicherheit.”

So geht es auch dem Ehepaar Quaß aus Schwerin. Sohn Arnold, acht, ist seit seinem zweiten Lebensjahr Typ-1-Diabetiker. “Früher bin ich jede Nacht aufgestanden, um nach Arnold zu sehen und seinen Blutzuckerwert zu messen”, erzählt Arnolds Mutter Berit. Heute kann die 40-Jährige nachts liegen bleiben. Seit etwa einem Jahr passt Labrador Lulu auf Arnold auf. Die 18 Monate alte Hündin wird zurzeit von Trainern der Osnabrücker Hundeschule zum Diabetiker-Warnhund ausgebildet. Dafür müssen die Quaßs 17.000 Euro zahlen. In wenigen Wochen wird Lulu ihre Prüfung ablegen. Für Arnolds Sicherheit sorgt sie aber schon jetzt.

“Lulu schläft neben Arnolds Bett. Wenn Arnolds Blutzuckerwert zu sehr absinkt, schlägt sie Alarm”, sagt Quaß. Nicht nur für die Internistin bedeutet das eine große Entlastung. “Auch für Arnold ist Lulu unheimlich wichtig.” Früher habe sie ihren Sohn nirgends allein hingehen lassen. “Wenn Arnold ins Kino geht oder Freunde besucht, kann ich jetzt zu Hause bleiben, ohne mir Sorgen zu machen. Lulu passt ja auf ihn auf.”

Damit möglichst viele Diabetiker von dieser Sicherheit profitieren können, wollen die Quaßs dafür sorgen, dass die Kosten für die Ausbildung von Diabetiker-Warnhunden wie für Blindenhunde von der Krankenkasse übernommen werden. Dafür hat Berit Quaß eine Klage beim Sozialgericht in Schwerin eingereicht. Mit einem Erfolg rechnet sie vorerst allerdings nicht: “Bei den Blindenhunden hat der Anerkennungsprozess Jahrzehnte gedauert.”