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Sozial und intelligent

ratSie sind intelligent, neugierig, anhänglich und reinlich, sie benötigen nur wenig Platz und kein teures Futter: Ratten. Früher waren die Nager nur als Schädling oder Versuchstier bekannt, mittlerweile hat die Ratte längst Kinder- und Wohnzimmer erobert. Dank der erwähnten Vorzüge ist die Ratte auch für Anfänger in der Tierhaltung bestens geeignet.

Ratten leben in großen Gruppen, sie sind sehr sozial. Daher sollten mindestens zwei Tiere zusammengehalten werden. Wenn eine Ratte alleine gehalten wird, muss man sich pro Tag etwa acht Stunden mit ihr beschäftigen. Das Bedürfnis nach Wärme und Nähe zum Pfleger wird nur gestillt, wenn das Tier ständig auf oder unter der Kleidung dabei ist.

Wildlebende Ratten sind bei der Futterauswahl keinesfalls wählerisch – sie fressen fast alles. Gerade deshalb muss man den Nagern ein abwechslungsreiches Futter bieten. Es sollte zum Großteil aus Kohlehydraten bestehen. Essenreste menschlicher Nahrung sind meist zu fett, eiweißhaltig und gewürzt. Ein Körnerfutter kann immer zur Verfügung stehen. Zusätzlich können getrocknetes Brot, Knäckebrot oder Haferflocken gefüttert werden. Gemüse und Obst sind beliebte Leckerbissen. Ratten, die mit reichlich Frischfutter versorgt werden, haben kaum Durst. Trotzdem sollte immer frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen – am besten in einer Nippeltränke, die am Käfig befestigt wird.

Informationen über Haltung, Ernährung und Pflege der gewitzten Nager gibt es im Ratgeber von tierfreunde.de.


Das Rattenheim

Eine männliche ausgewachsene Ratte kann beinahe die Größe eines kleinen Meerschweinchens erreichen. Das sollte man bei der Auswahl des Käfigs bedenken. Als Richtwerte für eine Mindestgröße sind deshalb 50 cm Breite und 100 cm Länge zu empfehlen. Doch wer seine Ratten auf Dauer glücklich machen will, sollte diese Maße überschreiten. Der Käfig sollte außerdem mehrere Etagen aufweisen, damit sich die Ratte als Kletterkünstler entfalten kann.

Mit etwas handwerklichem Geschick kann man das perfekte Rattenheim selbst bauen. Am besten eignen sich dazu beschichtete Spanplatten, aus denen man eine Art Kiste baut. Vorne angebrachte Gittertürchen erleichtern die Reinigung. Die Seitenteile sollten zumindest teilweise ebenfalls aus Gitter bestehen, damit es innen nicht zu dunkel ist. Mit Gitter bespannte Seitenwände bieten den Ratten zusätzliche Klettermöglichkeiten. Ein bis 20 cm hoher Rand verhindert ein Herausschleudern der Einstreu.

Bei der Inneneinrichtung des Rattenheims sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Strickleiter, Häuschen, Stöcke, Plattformen, Schaukeln, Höhlen, Röhren - die Ratten finden an allem Gefallen. Es müssen lediglich einige Dinge beachtet werden: Der Käfig sollte leicht zu reinigen bleiben. Die Ausstattungsmaterialien dürfen nicht gesundheitsschädlich sein. Die Einrichtung muss sicher befestigt sein.
Als Unterschlupf eignen sich Holznistkästen für Sittiche. Auch Meerschweinchenhäuschen haben meist die ideale Größe und sind gute Schlafhäuschen für Ratten. Versteckmöglichkeiten bieten umgestülpte Tonblumentöpfe mit einem Loch am Rand. Als Nestmaterial eignen sich Heu, unparfümierte Papiertaschentücher oder Toilettenpapier. Achtung: Sehr gefährlich ist die so genannte Hamsterwatte als Nestwatte. Die langen Fasern dieser Watte können sich um die Beine wickeln und die Blutzirkulation behindern.
Sitzbretter, die man am Rand des Käfigs leicht befestigen kann, sind beliebte Aussichtspunkte. Wurzeln, dicke Äste, Pappröhren, Kletterseile werden von den Ratten gerne zum Erkunden, Klettern und Laufen benutzt. Mit Hilfe einiger Wäscheklammern oder Sicherheitsnadel können Hängematten aus Handtüchern oder T-Shirts an die Käfigdecke gehängt werden. Die meisten Ratten lieben diese Schlafplätze besonders.

Die Einstreu sollte staubfrei und saugfähig sein. Die im Handel erhältliche Kleintierstreu besteht meist aus Hobelspänen. Auch Stroh-, Mais- oder Hanfeinstreu hat sich bewährt. Eine fünf bis zehn Zentimeter dicke Schicht saugt Urin auf und ermöglicht den Ratten auch das Graben.

Der perfekte Platz für Ratten ist der Wohnbereich der Menschen. Folgende Punkte sind bei der Standortwahl unbedingt zu beachten: Zugluft, hohe Luftfeuchtigkeit bei niedriger Temperatur und Zigarettenrauch schaden nicht nur uns Menschen, sondern auch den Ratten. Große Hitze durch direkte Sonneineinstrahlung oder die Nähe zu Heizkörpern kann bei Ratten zum Hitzschlag führen. Die Nähe zu Lautsprechern ist für Ratten eine Qual - das Rattenheim sollte nicht genau neben der Stereoanlage oder dem Fernseher platziert werden.

Quelle: “Ratten” von Georg Gaßner, 2. Auflage, Ulmer


Platz für Minischweine gesucht

minischweinKnapp 40 Minischweine hat ein bayerisches Veterinäramt aus einer katastrophalen Haltung gerettet. Jetzt werden für die Vierbeiner dringend Aufnahmeplätze gesucht.

Ein Teil der Tiere war abgemagert und krank. Weil das Veterinäramt und ein Fachtierarzt schnell eingegriffen haben, sind die Tiere nun auf dem Weg der Genesung. Aber: Es gibt keine Unterbringung für die Tiere. Die Tiere sind immer noch an ihrem alten Standort. Doch wenn für die Tiere in absehbarer Zeit keine artgerechte Unterbringung gefunden wird, ist ihr Schicksal ungewiss.

Deshalb ruft der Deutsche Tierschutzbund alle Schweinefreunde auf, die mindestens zwei Schweinen eine artgerechte Haltung bieten können, sich zu melden.

Weitere Informationen:
Standort: Bayern (Franken)
Tierbestand: 40 Mischlinge aus Hängebauchschweinen und Minipigs, davon vier unkastrierte Eber und sieben Ferkelchen, die am 21. Februar geboren sind, die übrigen Tiere kastrierte Eber und Sauen
Gewicht der erwachsenen Tiere: rund 40 Kilogramm

Kontakt:
Akademie für Tierschutz, Tanja Bachmeier,
Tel.: 089-600291-55


Kaninchenglück in der Gruppe

Mit ihrem Plüschfell und den großen Kulleraugen wirken junge Zwergkaninchen wie gemacht zum Kuscheln und Streicheln. Doch sie brauchen mehr, um sich rundum wohl zu fühlen. Besitzer von Zwergkaninchen sollten sich über das natürliche Verhalten im Klaren sein und den Tieren auch die Möglichkeit geben, es auszuleben.

gesell1Feldhasen sind Einzelgänger, doch wilde Kaninchen sind nur mit Artgenossen glücklich. Mehrere Männchen und Weibchen leben in der Gruppe. Auch unser Zwergkaninchen ist sehr gesellig. Ein einzeln gehaltenes Zwergkaninchen kann kaum glücklich und zufrieden leben. Noch nicht mal ein Meerschweinchen ist ausreichend Ersatz für einen Artgenossen.
In der Gruppe fühlt sich das Zwergkaninchen geborgen. Oft liegen zwei oder mehrere Tiere eng aneinander gekuschelt zusammen, auch in Stresssituationen suchen die Kaninchen den Körperkontakt. Die gegenseitige Körperpflege – Zwergkaninchen lecken sich ausgiebig an Kopf und Ohren – festigt Freundschaften, beruhigt und entspannt die Tiere.


Rangordnung
Bei in der Gruppe lebenden Kaninchen kann man beobachten, dass rangniedrigere Tiere den dominanten Zwergkaninchen durch häufiges Putzen ihre Anerkennung zeigen. Wenn Rammler geschlechtsreif werden, also zwischen dem dritten und vierten Lebensmonat, beginnt bei den Wildkaninchen der Kampf um die Rangordnung, bis sich ein Alpha-Männchen als Rudelführer durchsetzt. Die Kämpfe sehen zwar heftig aus, aber unterlegene Rivalen fliehen, und so kommt es in der Regel nicht zu schweren Verletzungen. Auch unsere Zwergkaninchen können dieses Verhalten zeigen. Das ist noch lange kein Grund, die Kaninchen zu trennen. Vielmehr sollte man dem Verhalten auf den Grund gehen. Oftmals sind Fehlinterpretationen, Unkenntnis oder nicht artgerechte Haltung Gründe dafür.


Die Sprache der Kaninchen

Wer die Sprache der Zwergkaninchen richtig versteht, kann Missverständnissen vorbeugen.
Sich wälzen: Das Kaninchen fühlt sich wohl. Am liebsten wälzen sich die Nager im Sand, auf trockener Erde oder in der Wiese.
Männchen machen: Ein Kaninchen stellt sich auf die Hinterbeine und verschafft sich so eine erhöhte Körperposition für einen besseren Blick.
Anstupsen: Die Kaninchen stupsen sich zur Begrüßung mit der Nase an. Wenn das Kaninchen seine Menschen anstupst, will es Aufmerksamkeit – vielleicht eine Runde Streicheln.

Mit den Hinterläufen aufstampfen/trommeln: Klopft das Kaninchen mit den Hinterfüßen auf den Boden, bedeutet dies: Vorsicht, Gefahr! Es warnt seine Artgenossen.
Luftsprünge und Haken: Wenn die Kaninchen frei laufen, halten sie sich damit fit. Nicht zuletzt ist es auch ein Zeichen für Lebensfreude. Wildkaninchen fliehen so vor ihren Feinden.
Flach auf den Boden gedrückt, Ohren angelegt, Augen geweitet: Das Kaninchen erschrickt und hat vor irgendetwas Angst.
Entspannt sitzend, Ohren angelegt, mümmelnd: Das Kaninchen döst und entspannt.
Seitenlage, Beine ausgestreckt: Das Kaninchen erholt sich und will nicht gestört werden.
Angespannte Körperhaltung, Kopf nach vorne gestreckt: Das Kaninchen ist auf dem Sprung – bereit zu Flucht oder Angriff. Wenn die Ohren leicht nach vorne gestellt sind und das Schwänzchen (Blume) weg steht, ist das Kaninchen neugierig, aber unsicher.
Angespannte Körperhaltung, Kopf nach vorne, Schwänzchen steil aufgerichtet und Ohren angelegt: Das Kaninchen ist aggressiv und bereit, zu kratzen und beißen.
Scharren mit den Vorderpfoten: Wenn das Zwergkaninchen auf dem Schoß mit den Vorderpfoten scharrt, kann es bedeuten, dass es gestreichelt werden möchte. Rammler, trächtige oder brünstige Häsinnen scharren oft in ihrer Einstreu.
Das Kinn an Gegenständen reiben: Das Zwergkaninchen markiert sein Revier. Am Kinn hat das Kaninchen Duftdrüsen. Auch Kot und Urin nutzen sie, um ihr Revier abzustecken.
Tunnel graben: Wildkaninchen müssen sich Tunnel graben, um zu überleben. Die Krallen sind das Werkzeug und wachsen ständig nach.

Die Sinne

Augen
Mit einem Sehwinkel von 360 Grad hat das Kaninchen den perfekten Rundumblick. Auch bei Dämmerung oder trübem Licht sieht es gut. So kann das Kaninchen seine Feinde rechtzeitig erkennen und die Flucht ergreifen.

Nase
Über etwa 100 Millionen Riechzellen können Kaninchen feinste Düfte aufnehmen. Düfte spielen für Kaninchen eine große Rolle, beispielsweise bei der Kommunikation und beim Abstecken des Reviers.

Ohren
Die Ohren sind wie Trichter für den Schall aufgebaut und können unabhängig voneinander bewegt werden. Das Kaninchen hat ein sehr feines Gehör und reagiert empfindlich auf alle lauten Geräusche.

Tasthaare
Am Mund, an der Nase, über den Augen und an der Backe hat das Kaninchen Tasthaare, mit denen es sich im Dunkeln oder im Bau orientieren kann.

Die richtige Hundehaltung

Ein Hund kommt ins Haus. Folgende Dinge benötigt er vom ersten Tag an:

Liegeplatz
Das Schlaf- und Ruhelager sollte die Kälte vom Boden abhalten. Geeignet sind Weidekörbe mit einem Kissen, eine Matratze, eine dicke Matte, eine Kiste oder eine Höhle. Wichtig ist, dass der Liegeplatz groß genug ist, dass der Vierbeiner ausgestreckt darin oder darauf liegen kann – auch wenn er es meist zusammengerollt tun wird. Daher sollte man sich am ausgewachsenen Exemplar orientieren, nicht am Welpen. Achtung: Junge Hunde im Nagealter beschäftigen sich gerne intensiver mit Weidekörben…
Die Schlaf- und Ruhestelle sollte an einer ruhigen und vor Zugluft geschützten Stelle sein.

Futternapf und Wasserschüssel

Jeder Hund braucht sein eigenes Geschirr. Beide Schüsseln können aus Plastik, Metall oder Edelstahl sein und sollten so schwer sein, dass der Hund nicht damit spielen kann. Außerdem sollte vor allem der Fressnapf rutschfest sein oder auf einer rutschfesten Unterlage stehen.
Die Schüsseln sollten einen festen Platz bekommen, an dem der Hund in Ruhe fressen kann.

Halsband und Leine

Hauptsächlich Geschmackssache des Hundebesitzers. Das Halsband sollte natürlich entsprechend der Rasse und der Kraft des Hundes hinsichtlich der Zugkraft stabil sein. Es darf nicht zu eng und nicht zu weit sein. Wer sich für ein Halsband mit Zug entscheidet, sollte auf den Stopper achten. Ein Halsband ohne Stopper kann den Hund (er-)würgen. Stachelhalsbänder, auch nach außen getragen, sind tabu – es gibt bei weitem bessere Methoden, dem Hund das Ziehen an der Leine abzugewöhnen.
Brustgeschirre erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – womöglich mit Klettverschluss-Schriftzügen wie „Ich war’s nicht“. Hübsch anzusehen, aber im Großen und Ganzen auch nicht anders als ein Halsband.
Bei Leinen gibt es verschiedene Materialien, Karabiner und Modelle. Eine Flexi-Leine ermöglicht dem Hund einen Radius von einigen Metern.

Bürste, Striegel oder Kamm

Fast jeder Hund liebt es – das Bürsten. Für die Fellpflege ist es zudem unerlässlich.
Für kurzhaarige Rassen sind ein Gummistriegel und ein Ledertuch zu empfehlen.
Bei langhaarigen und stockhaarigen Hunden benötigt man einen grobzinkigen Metallkamm, eine langborstige Bürste oder einen feinen Kamm. Bei sehr dichtem Haarkleid kann eine kräftige Drahtbürste mit abgerundeten Borsten verwendet werden.

Für das Auto

haltungLaut §23 der Straßenverkehrsordnung ist der Fahrzeugführer dazu verpflichtet, das Tier im Auto zu sichern. Dabei geht es allerdings nicht vorrangig um die Sicherheit des Vierbeiners, sondern um die allgemeine Verkehrssicherheit. Ein Schutznetz oder Schutzgitter trennt den Kofferraum von den Vordersitzen und verhindert, dass der Hund bei einer starken Bremsung durch das Auto segelt. Außerdem gibt es Transportboxen für den Kombi. Eine weitere Möglichkeit ist, den Hund mit einem Brustgeschirr auf der Rückbank mit Verbindung zum Sicherheitsgurt anzuschnallen.
Und damit das Auto nicht in kürzester Zeit einer Hundehütte gleicht, gibt es für den Hund im Kofferraum Plastikwannen mit rutschfestem Boden. Für den Rücksitz werden in Fachgeschäften Spezialdecken aus Nylon und anderen Kunststoffen angeboten, die dem Hund einen wannenartigen Platz bieten.

Hundespielzeug

Das Spielzeug sollte nicht so klein sein, dass es verschluckt werden kann, es darf keine scharfen Kanten haben und nicht aus gesundheitsschädlichem Material bestehen. Ideal sind Spielsachen aus Vollgummi, Bälle (keine Tennisbälle) sowie Kauknochen aus Büffelhaut.

Hundekot-Tüten

Tüten für den Hundekot sind ein Muss – vor allem in der Stadt. Die Hinterlassenschaft ist schnell verpackt und im nächsten Abfalleimer entsorgt. Das Entfernen des Hundekots sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Es trägt nicht nur zu einer sauberen Umwelt bei, sondern auch zu einem freundlichen Miteinander zwischen Hundebesitzern und Nicht-Hundebesitzer.