Ein bissiges Kerlchen auf dem Baugerüst

Der Fuchs in der Tierfangkiste. Das Einsatzfoto der Berufsfeuerwehr München.
Als die Arbeiter am Dienstag gegen sieben Uhr morgens die Baustelle in der Münchner Balanstraße erreichten, trauten sie ihren Augen kaum. Dort war ein ungewöhnlicher Besuch zu Gast: ein Fuchs.
Das Tier spazierte im siebten Stock auf einem Baugerüst. Danach verzog sich Meister Reineke in das Gebäudeinnere. Ein Arbeiter fand das Tier schließlich in einem kleinen Raum im neunten Stockwerk, versteckt in einer Ecke. Der Polier rief die Feuerwehr zu Hilfe. Die fing den Fuchs ein und steckte ihn in eine Kiste. Da das erwachsene Tier offensichtlich gesund war, wurde der Fuchs im Perlacher Forst wieder frei gelassen.
Kurz vor seinem Sprung in die Freiheit bedankte sich Meister Reineke noch mit einem kräftigen Biss in die Hand bei seinem Retter. Der Feuerwehrmann musste trotz angezogener Schutzhandschuhe in ärztliche Behandlung.
Der Herr der Alpen
Die Gewinner unseres Fotowettbewerbs stehen fest. Der prächtige Hahn vor imposanter Bergkulisse hat das Rennen gemacht und landete auf dem ersten Platz. Zweiter wurde das Bild, auf dem ein Füchslein scheu in die Kamera blickt. Herzlichen Glückwunsch!
Das Rennen war knapp, immerhin ist jedes Bild, das bei unserem Fotowettbewerb zur Wahl stand, etwas Besonderes. Der Gewinner erhält ein 3D-Glasporträt von Animallux mit einem Bild seiner Wahl, der Zweitplatzierte einen Schlüsselanhänger mit einem 3D-Glasportrait.
Ina ist nicht mehr zurückgekehrt

Findel-Fuchs Ina. Foto: Georg Barth
Moosinning - Fast sieben Monate hat Findel-Fuchs Ina bei Familie Schäfer in Moosinning gelebt. Nun ist die junge Fuchs-Dame auf und davon. Lebt sie jetzt wieder in freier Wildbahn?
Mit der Flasche hatte Familie Schäfer das Fuchsbaby aufgezogen. Das Tier hatte ein Bekannter der Familie im Mai an einer Straße gefunden - höchstens zwei Wochen alt, abgemagert und apathisch. Die Brüder, Roland (20) und Martin (15) Schäfer, zogen Ina auf.
Doch irgendwann musste das Wildtier wieder in die Freiheit. Auslauf hatte Ina ja schon immer. In einem Hühnerstall hatte sie sich eine Höhle in den Boden gegraben. Von dort ging’s immer wieder nach draußen, die Umgebung erkunden. Nun ist Ina weg - seit ihrem letzten Ausflug ist sie nicht mehr zurückgekehrt.
Auf www.merkur-online.de gibt es viele Bilder von Ina und ihrem ehemaligen Zuhause.
Fuchs verschleppt Kaninchen aus Garten
Neuried - In Neuried ist ein Fuchs in ein Kaninchengehege eingebrochen und hat eines der Tiere getötet und verschleppt. Meldungen über Füchse in Wohngebieten häufen sich.
Ein Bericht des Münchner Merkur
Michaela Stein saß gerade in ihrer Wohnung in Neuried und lernte mit ihrem zwölfjährigen Sohn Vokabeln, als sie eines ihrer beiden Kaninchen schreien hörte. Es war Dienstag, 17.30 Uhr, und draußen bereits dunkel. Sie lief sofort auf die Terrasse, wo das Gehege der Tiere stand, und sah, wie ein Fuchs eines der Kaninchen im Maul trug. „Ich war so geschockt, dass ich dem Fuchs auch nicht hinterherrennen konnte, als er im Dunkeln verschwand”, sagt Stein. Vor allem für den Sohn sei es schmerzhaft gewesen zu sehen, wie sein Haustier verschleppt wird. „Ich wohne seit sechs Jahren hier und habe vorher noch nie einen Fuchs gesehen”, sagt Stein.
Dabei sind Füchse in Wohngegenden keine Seltenheit. „Bei uns gehen in letzter Zeit viele Meldungen von Bürgern ein, die einen Fuchs im Gemeindegebiet gesehen haben”, sagt Robert Erhart, Leiter des Umweltamtes Neuried. Die Menschen seien überrascht, dass die Tiere so nah an ihre Häuser herankommen. „Aber da Neuried vom Wald umgeben ist, ist das ganz normal”, sagt Erhart.
Auch die staatliche Revierleiterin Sabine Kröger kennt das Problem. „Seitdem es die Tollwutimpfung gibt, steigt die Population der Füchse”, sagt Kröger. Es gebe kaum noch Tiere, die an der Krankheit sterben. Gerade im Winter kommen die Füchse in bewohnte Gebiete, weil sie dort leichter Nahrung finden. Zudem ist es in der Stadt wärmer als im Wald. „Wenn der Lebensraum in Wohngebieten nicht so interessant wäre, würden die Tier auch nicht in die Gemeinden kommen”, erklärt Kröger.
Was viele Bürger nicht wissen: Vor allem Katzenfutter lockt Füchse an. Das wurde Michaela Stein zum Verhängnis. „Bei uns in der Nachbarschaft stellen viele Leute Fressen für Katzen raus”, sagt sie.
Seit einigen Wochen schon hielt sie ihre Kaninchen am Nachmittag immer auf der Terrasse. „Sie sind dämmerungsaktiv und haben draußen mehr Platz”, erklärt die Neuriederin. Das Gehege ist mit einem 60 Zentimeter hohen Zaun umspannt - Füchse können so eine Höhe leicht überwinden. Steins zweites Kaninchen, das Männchen „Benni”, hat den Angriff überlebt; ihn hält sie nun nur noch im Käfig in der Wohnung. „Wenn ich gewusst hätte, dass es hier Füchse gibt, hätte ich die beiden nie draußen gelassen.”
Wilde Fuchsjagd

Schließlich gab es für den Fuchs kein entkommen. Foto: Gaulke
Unterhaching - Seine Zutraulichkeit war sein Verhängnis: Ein Fuchs hat sich seit Wochen in Unterhaching umhergetrieben. Polizei und Feuerwehr wollten ihn nun einfangen - doch einfach war das nicht.
Seit mehreren Wochen streifte ein Fuchs durch Gärten in Unterhaching (Kreis München), auch auf einem Schulhof trieb er sich herum. Einige Familien fütterten ihn, doch viele Kinder, Lehrer und Anwohner fürchteten sich vor Tollwut oder Bissen. Am Montagnachmittag wurde er wieder gesehen - und Feuerwehr und Polizei rückten mit Fangkorb und Netzen an.
Auch Jagdpächter Martin S. war vor Ort: „Der Fuchs hatte am Hinterlauf eine ältere, schwere Verletzung und hinkte.” Deshalb habe er sich auch so nah an den Menschen herumgetrieben - um dort leicht an Futter zu kommen. Selbst konnte er sich nicht mehr versorgen. „Aber trotz Verletzung war der Fuchs zwei Stunden lang schlauer und schneller als wir”, erzählt Feuerwehrler Wolfgang Ürmösi. Im Zick-Zack-Kurs flüchtete das angeschlagene Tier, erst im Lichtschacht eines Kinderhorts wurde es per Netz gefangen.
Nach der Untersuchung entschied der Jagdpächter zusammen mit der Polizei, den Fuchs von seinen Leiden zu erlösen und zu erlegen. „Er hätte in Freiheit nicht überlebt, bei einer Behandlung beim Veterinär hätte das Wildtier Todesangst gehabt.” Tollwut gab es in Bayern zuletzt 2002. Das Umweltministerium rät aber davon ab, Wildtiere zu füttern.
Carina Lechner/Münchner Merkur
Findel-Fuchs hat ein neues Zuhause

Wie süß: Findelkind Ina. Foto: Georg Barth
Moosinning - Findel-Fuchs Ina hat ein neues Zuhause: Die Schäfers in Moosinning (Kreis Erding) haben sich des Jungtiers angenommen.
“Ina, komm wir spielen”, ruft Roland Schäfer (22) - und schon kommt das Tierchen angetapst. Seit vier Wochen ist es Mittelpunkt des Geschehens auf dem Hof der Landwirtsfamilie.
Und das kam so: Ein Bekannter der Familie sah eines Abends den höchstens zwei Wochen alten, abgemagerten Fuchs am Straßenrand. Tags darauf saß das Füchslein immer noch da. Da brachte der Freund das Tier zu den Schäfers. Sie haben Erfahrung mit Wildtieren, hüten auch einen Rehbock auf dem Hof. Schäfer sagt: “Wir mögen Ina, sie gehört jetzt zur Familie.”
Viele Bilder von dem süßen Fuchskind gibt es auf merkur-online.de zu sehen.






