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Ein Bär auf der Suche nach Honig

33742_wp_osteranzeige_A3_rz.inddKurz vor Ostern kehrt der beliebte Bär Winnie Puuh auf große Kinoleidwand zurück. Und ganz nach beliebter Oster-Tradition macht sich Winnie Puuh auf, um gemeinsam mit seinen Freunden Tigger, Rabbit, Ferkel, Kanga, Klein-Ruh, I-Aah und Christopher Robin seine Lieblingsleckerei im Hundertmorgenwald zu suchen: süßen, gelbgoldenen Honig!

Winnie Puuh, der gutmütige Bär aus dem Hundert-Morgen-Wald, hat wieder einmal Hunger. Auf der Suche nach Honig trifft er den melancholischen Esel I-Aah, der ebenfalls auf der Suche ist - allerdings nach seinem Schwanz. „Also, entweder ist ein Schwanz da, oder er ist nicht da”, bemerkt Winnie Puuh, „und deiner ist eben nicht… da.” Sogleich machen sich Puuh und seine Freunde daran, I-Aah zu helfen und rufen einen Wettbewerb ins Leben, um einen schönen neuen Schwanz für den Esel zu finden.
Vom Hunger getrieben klopft Winnie Puuh wenig später an Christopher Robins Tür und stellt dabei fest, dass sein Freund verschwunden ist. Ein ominöses Schreiben veranlasst die Bewohner des Hundert-Morgen-Waldes das Schlimmste zu befürchten: ihr Freund wurde entführt! Sofort schickt die altkluge Eule die Bande auf eine kühne Mission quer durch den Hundert-Morgen-Wald, um Christopher Robin zu finden und ihn zu befreien. „Ein ziemlich aufregender Tag für einen Bären, der sich doch nur aufmachen wollte, um ein wenig Honig zu suchen”, findet Puuh.

Ob Winnie Puuh fündig wird oder ob ihm die vielen bunten Abenteuer im Hundertmorgenwald in die Quere kommen, ist ab Donnerstag, 14. April, im Kino zu sehen. Weiter Infos zum Film gibt es auf www.disney.de/winnie-puuh.



Beifall und Buhrufe für Tanzbär Ben

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Ein eingespieltes Team seit 15 Jahren: Bär Ben mit Dompteur Francesco Harry. Foto: Pröhl

Bad Tölz - Nach Bruno hält sich wieder ein Bär im Landkreis auf. Ben ist die Attraktion des Zirkus Alberti, der in Bad Tölz gastiert. Sein Auftritt ruft aber auch Gegner auf den Plan.

Nicht alle sind damit glücklich, dass der Bär mit einem Zirkus durch die Lande zieht. Öffentliche Kritik an der Tierschau übten zuletzt Tierschützer in Starnberg.

Auch die hiesige Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz, Carola Belloni, beklagt: „Es ist zynisch, die Lebensräume der Wildtiere zu zerstören und sie dann im Zirkus auftreten zu lassen.”

Vor allem prangern die Tierschützer Gesundheitsschäden und Verhaltensstörungen der Tiere durch die lange Gefangenschaft an.

Beim Zirkus Alberti geht man offen mit den Vorwürfen um. Tierdompteur Francesco Harry erklärt: „Ben ist im Zoo geboren und kam im Alter von sechs Monaten zum Zirkus Alberti. Das heißt, er kennt nichts anderes.”

Auch die fehlende Gesellschaft von Artgenossen sei kein Problem: Bären seien von Natur aus Einzelgänger.

Zudem betont Harry, dass jeder Zirkus unter strenger Kontrolle stehe: „Sobald wir uns für einen neuen Standort anmelden, schickt das Veterinäramt einen Fachmann vorbei, der den Zustand der Tiere überprüft.”

(jst/Münchner Merkur)


Der Elchplan

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Die Äsung von Elchen besteht vorwiegend aus Ästen und Blättern von Weichlaubhölzern wie beispielsweise Weide. Foto: Fiona Schönfeld

Auf die Ankunft von Braunbär Bruno vor knapp vier Jahren war der Freistaat ziemlich unvorbereitet. Nach dem Abschuss des Bären wurde ein Managementplan erstellt, der Umgang mit Bären in Bayern regelt. Darin werden Bären nach ihren Verhaltensweisen in verschiedene Kategorien eingeteilt. Auch der Abschuss ist als letzte Maßnahme im Plan vorgesehen. Weitere Themen des Bärenmanagementplans sind die Gestaltung des Monitorings, die Einrichtung des “Wildtierfonds”, Projekte der Öffentlichkeitsarbeit und die Verteilung von Zuständigkeiten sowie Verhaltensregeln bei Kontakt mit einem Bären.

Strategien zum Umgang mit wandernden Elchen dagegen hält die Bayerische Staatsregierung in einem „Elchplan“ fest. Immerhin werden in Ostbayern immer wieder Beobachtungen von frei umherziehenden Elchen gemeldet.

Aus der Broschüre „Elchplan für Bayern“ erfährt man Interesssantes, beispielsweise über die Ökologie des Tieres:  Der Elch (Alces alces) ist der größte Vertreter der Familie der Hirsche (Cervidae). Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich über die gesamte Nordhalbkugel. In Europa ist Elchwild in Skandinavien (ohne Dänemark) beheimatet, außerdem im Baltikum, in der Ukraine, in Polen und lokal in der Tschechischen Republik. Mitteleuropäische Elchhirsche erreichen eine Schulterhöhe von etwa 2,30 Meter und überragen einen Rothirsch somit um mehr als einen halben Meter. Mit einem Durchschnittsgewicht von etwa 500 Kilogramm wiegen ausgewachsene Elche mehr als doppelt so viel wie Rotwild. Nur die Hirsche tragen ein Geweih, das in unseren Breiten meist als Stangengeweih ausgebildet ist. Elche sind in der Regel Einzelgänger. Nur das Alttier bildet mit seinem Nachwuchs einen kleinen Familienverband. Elchtiere können jedes Jahr reproduzieren. Meist wird nur ein Kalb geboren; die Hauptsetzzeit fällt in den Mai. In dieser Zeit werden die Jährlinge vom Alttier vertrieben und begeben sich auf die Suche nach eigenen Revieren. Bei diesen Wanderungen überqueren die unerfahrenen Jungtiere nicht selten Straßen. Während der Brunftzeit (Ende September/Anfang Oktober) sind die Hirsche wesentlich aggressiver und unvorsichtiger als gewöhnlich. In diesen Wochen steigt das Risiko für Verkehrsunfälle. In der Regel sind mitteleuropäische Elche eher standorttreu und begeben sich erst auf Wanderungen, wenn sie die Suche nach neuen Lebensräumen antreten. Elchwild ist sehr ausdauernd und kann in relativ kurzer Zeit weite Strecken überwinden. Im Durchschnitt werden täglich 10 bis 15 Kilometer zurückgelegt. Es gibt kaum natürliche Hindernisse, die einen wandernden Elch stoppen können. Da die Tiere problemlos mehrere Kilometer weit schwimmen können und an die Durchquerung sumpfigen Geländes angepasst sind, stellen auch Flüsse und Gewässer keine Barriere dar. Sein hohes Reproduktionspotential, seine frühe Geschlechtsreife und seine große Anpassungsfähigkeit befähigen den Elch in neu besiedelten Gebieten in verhältnismäßig kurzer Zeit eine Population aufzubauen.

Elche können generell aus diversen Gründen die Sicherheit des Straßenverkehrs gefährden: Sie legen kein überstürztes Fluchtverhalten an den Tag, selbst wenn sie mit unbekannten Objekten konfrontiert werden. Diese Wildart besitzt außer Wölfen und Bären nahezu keine natürlichen Feinde. Typischerweise verharren die Tiere deshalb zunächst an Ort und Stelle und beobachten die Situation, bevor sie sich zum Gehen entschließen. Auch aus diesem Grund erfolgen „Elchtests“ für Fahrzeuge, vor denen Elche nicht augenblicklich fliehen. Nur Elche, die in Gebieten mit hohem Verkehrsaufkommen leben, zeigen inzwischen eine gewisse Scheu vor Fahrzeugen bzw. reagieren schneller auf herannahende Pkws. In Bayern hat sich bislang kein schwerer Verkehrsunfall mit Elchen ereignet. Zwischen Februar und August 2007 mussten drei Elche nach einer Kollision mit einem Fahrzeug getötet werden. Menschen wurden bei diesen Unfällen nicht verletzt.
Elche werden wie andere große Tierarten auch nach sicherheitsrelevanten Aspekten behandelt. Örtlich auftretende Probleme der Sicherheit werden situationsbedingt von den Sicherheitsbehörden bzw. der Polizei gelöst. Dies gilt insbesondere für Fragen der Verkehrssicherheit, z. B. die Entscheidung über erforderliche Maßnahmen beim Sichten eines Elchs auf einer Bundesautobahn.
Für Begegnungen mit Elchen bei Spaziergängen gelten die gleichen Vorsichtsmaßnahmen wie beim Zusammentreffen mit anderen großen Wildarten z. B. Rotwild oder Schwarzwild. Grundsätzlich sind Elche relativ friedlich. Sie fliehen normalerweise, wenn sie sich durch die Nähe des Menschen bedroht fühlen. Dennoch können Situationen auftreten, in denen der Elch plötzlich aggressiv reagiert, beispielsweise wenn ein Elchtier seine Kälber bedroht sieht. Daher sollte bei der Begegnung mit einem Elch gebührender Abstand gehalten werden. Hunde sollten angeleint werden. Einem verletzten Elch sollte man sich keinesfalls nähern.

Quelle: Elchplan für Bayern


Entflohener Zirkusbär greift Polizist an

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Zirkusdirektor Daniel Renz (2.v.l.), Sohn Dany (l.) und weitere Zirkusmitarbeiter untersuchen in Kassel den toten Braunbären Nena. Foto: dpa

Kassel - Ein ausgebrochener Zirkusbär hat in Kassel einen Polizisten angefallen und ist von diesem in Notwehr erschossen worden.

Beim Versuch, zwei am Sonntagvormittag aus einem Zirkus entflohene Braunbären aufzuhalten, biss eines der Tiere den Beamten zweimal in den Unterschenkel, wie die Polizei mitteilte. Der schwerverletzte Beamte griff zur Dienstwaffe und erschoss den Bär.

Der zweite Bär wurde von einem anderen Polizisten gestoppt und schließlich von einem Verantwortlichen des Zirkus eingefangen. Wie die beiden ausgewachsenen Bären aus dem Zirkus auf dem Kasseler Messeplatz entkamen, war zunächst unklar.

Eine Streife hatte die Bären direkt an der vierspurigen Bundesstraße 83 entdeckt, nachdem eine Autofahrerin die Polizei alarmiert hatte. Der angefallene Polizist hatte versucht, die Bären in Richtung des Zirkus zurückzudrängen.

Dem Veterinäramt zufolge wurde dem Zirkus von der zuständigen Behörde des Heimatsitzes nicht erlaubt, die insgesamt drei Braunbären gewerblich zur Schau zu stellen, wie die Polizei mitteilte. Dies sei damit begründet worden, dass den Verantwortlichen die Sachkunde über diese Tiere fehlen.

www.merkur-online.de


Brunos Bruder im Winterschlaf

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Ein Braunbär, aufgenommen in der Nähe von Tirol. Foto: dpa

Mittenwald - Nur 30 Kilometer vor der österreichisch-bayerischen Grenze bei Mittenwald hält ein Braunbär Winterschlaf. Im März oder April, je nach Wetter, wachen die Bären aus ihrem Winterschlaf auf. Dann wird der Bär weiterwandern.

Im Spätherbst hatte ein Ziegenhirte das Tier im österreichischen Stubaital gesichtet, rund 30 Kilometer von Mittenwald in Bayern entfernt. Spuren im Schnee belegten die Aussagen des Mannes. Möglicherweise handelt es sich um einen Halbbruder von Bruno, der vor knapp drei Jahren in Bayern abgeschossen wurde. Der Bär namens MJ4 - vierter Spross von Brunos Vater Jose mit der Bärin Maja im italienischen Trentino - soll allerdings viel ruhiger und unauffälliger sein als sein berühmter Halbbruder JJ1, der es mit seinen Eskapaden zu weltweiter Bekanntheit brachte.

Der neue Bär tauchte nicht in der Nähe von Siedlungen auf, er tötete weder Schafe noch wühlte er an Häusern im Müll oder plünderte Bienenstöcke - kein “Problembär” also. MJ4 wäre auch größer als der damals zweijährige halbwüchsige Bruno: Er ist bereits vier Jahre alt.

“Die Fährten des Bären sind dokumentiert - aber es gibt kein Foto”, berichtet Bayerns Bärenbeauftragter Manfred Wölfl. “Es war auch keine genetische Identifizierung möglich, weil man weder Haare noch Losung gefunden hat.” Allerdings spricht einiges für MJ4. Denn im ganzen Alpenraum sind nur wenige männliche junge Bären auf Wanderschaft - auf der Suche nach einem eigenen Revier und auch einem Weibchen. “Es gibt nicht so viele Bären, die aus dem Trentino abgewandert sind”, erläutert Wölfl. Von dort war MJ4 zunächst in die Schweiz gezogen, wo er den vorangegangenen Winter verbrachte.

Aus Österreich selbst kann der Bär kaum stammen: In den nördlichen Kalkalpen Österreichs leben nur zwei bis drei Bären, die aber nicht auf Wanderschaft sind: Der aus Slowenien zugewanderte Djuro und Sohn Moritz, vielleicht noch eine Bärin namens Elsa, die aber seit 2007 genetisch nicht mehr nachgewiesen wurde, wie die Sprecherin des WWF Deutschland, Astrid Deilmann, sagt. “Keine Kotspuren, keine Bissspuren - und keine ausgetrunkenen Kanister mit Rapsöl, das Bären gerne trinken.” Dabei wurden seit 1989 in Österreich rund 30 Jungtiere geboren. Bis auf Moritz und Djuro seien aber alle wie vom Erdboden verschluckt, sagt Deilmann. Vor gut einem Jahr habe die Polizei dann ein illegal geschossenes Weibchen ausgestopft im Keller eines gestorbenen Jägers entdeckt - Beleg für die vermutete Wilderei.

Auch bei Brunos Bruder JJ2 - Nachwuchs von Jose und Jurka - gab es Gerüchte, er sei Wilderern zum Opfer gefallen. Seine Spur verlor sich 2005 in der Schweiz. JJ3 wurde im vergangenen Jahr in Graubünden abgeschossen - auch er war allzu dreist in bewohntes Gebiet gekommen. Grund war die “schlechte” Erziehung durch Mutter Jurka: Sie lehrte die kleinen Bären, wie man Hühnerställe plündert und Schafe reißt, ohne erwischt zu werden. Jurkas Trick: Sie kam nie an den Ort ihrer Taten zurück. Nunmehr leben von Brunos Geschwistern nur noch der nicht ganz so “missratene” JJ5, der an der Grenze von Trentino und Lombardei nur manchmal ein Schaf anfällt, und die unauffällige Schwester JJ4. Mit Jurka, im Zuge des EU-Projekts “Life Ursus” angesiedelt, wurde es den Behörden inzwischen zu bunt. Als sie samt Nachwuchs auf Skipisten auftauchte und sich von Urlaubern fotografieren ließ, wurde sie gefangen und in ein Gehege gebracht.

Bruno hingegen entkam seinen Verfolgern immer wieder. Er schien die Behörden regelrecht an der Nase herumzuführen. In aller Ruhe rastete er etwa im Ferienort Kochel vor einer Polizeiwache - um sich aus dem Staub zu machen, bevor die extra eingeflogenen finnischen Bärenjäger anrückten. Es gab Solidaritäts-T-Shirts mit der Aufschrift “Mich kriegt ihr nie” oder “JJ Guevara”. Nach wochenlangen Fangversuchen wurde Bruno erschossen. Unterdessen lebt der Bär unter anderem im Internetspiel “Brunos Rache” weiter: Dort kippt ein Bär von seiner Wolke im Himmel klebrigen Honig über Jäger, Polizisten und Ministeriale. merkur-online.de berichtet.