Stachelschweini prophezeit Niederlage

Stachelschweineber Leon sagt beim "Tier-Orakel" im Tierpark Chemnitz eine Auftaktniederlage der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika voraus. Foto: dpa
Am Sonntagabend spielt Deutschland gegen Australien. Glaubt man der Expertise des Chemnitzer Stachelschweins Leon, gibt es dabei wenig Aussicht auf Erfolg.
Ein Bericht von www.tagesspiegel.de
Stachelschwein Leon kennt kein Erbarmen mit dem deutschen Fußball: Beim traditionellen Chemnitzer “Tier-Orakel” sagte der 17-jährige Eber am Freitag eine Auftaktniederlage der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM in Südafrika voraus. Das aus Arabien stammende Tier schnappte sich um 11.03 Uhr eine Nektarine aus der rechten Hand seines Tierpflegers. Dieser hatte zuvor Länderschilder von Australien und Deutschland rechts und links auf seiner Kleidung angebracht.
Zur Bestätigung des Ergebnisses führte Pfleger Markus Arndt einen zweiten Test mit zwei Möhren durch. Auch bei diesem zweiten Anlauf entschied “Stachelschweini” sich für die rechte Seite. “2:0 für Australien ist eine eindeutige Vorhersage”, sagte Arndt.
Die Mannschaft um Kapitän Philipp Lahm und Vize Bastian Schweinsteiger darf trotzdem weiter hoffen. Bei der letzten WM 2006 hatte das “Tier-Orakel” des Chemnitzer Tierparks mehrfach daneben gelegen. Zur EM 2008 hatte Springtamarin Baileys sogar für die größte Pleite gesorgt: Der Krallenaffe sagte fälschlicherweise eine Niederlage gegen Österreich voraus.
Stacheleber Leon dagegen hatte vor zwei Jahren den richtigen Riecher: Mit seiner Wahl eines “deutschen” Zwiebacks sagte er den Auftaktsieg gegen Polen richtig voraus.
dpa/ddp
Scooby wieder in Freiheit

Scooby ist ein King-Charles-Spaniel wie dieser.
Es ist das glückliche Ende eines tierischen Dramas: In Australien haben Feuerwehrleute und Spezialisten für Bergwerksunglücke den gehörlosen Hund Scooby aus einer engen Höhle befreit - nach einem viertägigen Großeinsatz.
Scoobys Schicksal hatte tagelang die australische Öffentlichkeit in Atem gehalten: Der achtjährige King-Charles-Spaniel war in eine verwinkelte Felsenhöhle gekrochen und hatte nicht mehr hinausgefunden. Retter orteten den Hund mit einer Teleskopkamera in sechs Metern Tiefe im Fels steckend und legten eine Futterspur aus, um ihn in die Freiheit zu locken. Der verängstigte Scooby rührte sich jedoch nicht vom Fleck.
Feuerwehr und Tierschützer versuchten lange vergeblich, sich einen Weg zu dem Tier zu bahnen. Die Gänge waren für einen Menschen zu eng, Sprengungen hätten die Höhle zum Einsturz bringen können.
Die australische Nation verfolgte die Rettungsbemühungen am Fernsehschirm, die Tierschutzorganisation RSPCA bat um Spenden für die Aktion. Scoobys Herrchen, der zwölfjährige Jack Newton, wartete ängstlich vor der Höhle auf dem Grundstück seiner Eltern in Sweetmans Creek, rund eine Stunde nördlich von Sydney.
Helfer meißelten den Fels um Scooby schließlich so weit ab, dass sie ihm Wasser und Futter durch ein Loch reichen konnten. Bergwerksrettungsspezialisten setzten dann Luftkissen ein, um die Felsbrocken vor Scooby aus dem Weg zu stemmen, ohne den Hund zu verletzen. Schließlich bahnte sich das Tier seinen Weg in die Freiheit.
“Wir sind so glücklich - mein Sohn kann es gar nicht fassen”, sagte Jacks Mutter Melissa Newton im Fernsehen. Der Junge weinte Freudentränen - die Scooby ihm von den Wangen leckte.
tht/dpa/AFP
Energiesparwunder Laubfrosch

Foto: Sara M. Kayes
Ein australischer Laubfrosch verblüfft die Forscher: In trockenen Zeiten kann er sich eingraben - und jahrelang schlafend auf Regen warten. Nun scheint klar, dass ein Zelltrick dem kleinen Hüpfer weiterhilft, der eines Tages auch für Übergewichtige interessant sein könnte.
Ein Bericht von www.spiegel.de
Braun-grün mit schwarzen Flecken auf dem Rücken, mit einem hellen Streifen auf der Wirbelsäule: Es gibt gewiss schönere Frösche als Cyclorana alboguttata. Und doch versetzt der kleine Hüpfer, der vor allem im Nordosten Australiens lebt, die Fachwelt derzeit in Begeisterung. Das Tier kann sich nämlich für mehrere Jahre im Schlamm vergraben - und so Zeiten extrem knappen Wassers überbrücken.
Forscher der University of Queensland haben nun verstanden, wie das Tier dabei vorgeht. Sie berichteten beim Jahrestreffen der “Society of Experimental Biology” im schottischen Glasgow von ihren Ergebnissen.
Den Laubfröschen gelingt es nämlich, ihren Stoffwechsel stark herunterzuregeln - und so fast beliebig viel Energie zu sparen. Dafür setzen sie einen Trick ein, der beim ersten Hinhören schier unglaublich klingt: Die Mitochondrien, also sozusagen die Kraftwerke in den Froschzellen, sind während der Schlafperiode besonders aktiv, wie die Forscher herausfanden. Die Technik des sogenannten mitochondrial coupling macht eine besonders effektive Energienutzung möglich.
Aus einer bestimmten Menge vorher gespeicherter Energie können sich die Frösche also ungewöhnlich lange versorgen. Die entscheidende Frage ist: Wenn die Technologie existiert, warum kommt sie dann nicht bei vielen anderen Tieren ebenfalls zum Einsatz?
Die Forscher können darüber bisher nur spekulieren. Sie vermuten zum Beispiel, dass die unerwünschte Entstehung von hochreaktiven Sauerstoffverbindungen daran Schuld sein könnte, die zu für den Körper problematischem oxidativen Stress führen würde - und zwar vor allem in den Phasen des Aufwachens. Tiere, die also oft einschlafen und aufwachen, würden damit besonders viele Problem haben. Bei dem wundersamen Frosch dauert es hingegen oft lang, bis die stressige Wiederaufwachphase ansteht.
Sara Kayes, eine Mitarbeiterin des Teams, das das Schlummern von Cyclorana alboguttata erforscht, glaubt übrigens, dass die am Frosch gesammelten Erkenntnisse auch für Menschen wichtig sein könnten. So sollte man ihrer Ansicht nach darüber nachdenken, ob eines Tages auch Fettsucht beim Menschen erfolgreich behandelt werden könnte - mit Energiespartipps vom Frosch.
Einzigartige Hüpfer
Nichts am Känguru ist gewöhnlich. Und kein anderes Tier seiner Größe bewegt sich derart elegant im Schlusssprung fort. Im GEO 05/09 gibt es einen ausführlichen Bericht über Kängurus. Auf www.geo.de sind die schönsten Bilder zu sehen. Fotograf Thorsten Milse rückte den Hüpfern und ihrem Nachwuchs in Australien mit der Kamera auf den muskulösen Leib.
Erneut Wale und Delfine gestrandet
Perth - An der australischen Küste sind am Montag erneut rund 80 Wale und Delfine gestrandet. Weil es sich um einen abgelegenen Strand im Südwesten des Landes handelte, waren die meisten Tiere bereits verendet, als die Retter eintrafen, wie die Behörden mitteilten. Rund 25 Tiere konnten gerettet werden. Die Tiere wurden bei rauer See am frühen Montagmorgen in Hamelin Bay in Westaustralien auf einer Strecke von sechs Kilometern an Land getrieben. In den vergangenen Wochen waren immer wieder Wale und Delfine in Australien gestrandet, zuletzt mehr als 200 Tiere an einer Sandbank in Tasmanien. merkur-online.de berichtet, hier gibt es schöne Walbilder zu sehen.
Helfen Sie den frei lebenden Pferden in Australien!
Die australische Regierung hat die “Brumbies”, frei lebende Pferde des Kontinents, zu eingeschleppten Schädlingen erklärt, deren Bestand zu kontrollieren sei. Etwa 6.000 Pferde sollen deshalb in den nächsten Monaten abgeschossen werden. Viele Tiere werden bei dieser Jagd nicht sofort getötet, sondern nur verletzt und müssen dann quallvoll verenden. Eine grausame und sinnlose Aktion, denn es gibt Alternativen, die von Tierschützern erarbeitet wurden und der Regierung bereits vorliegen.
Protestieren Sie gemeinsam gegen das brutale Abschlachten der Tiere und helfen Sie uns, die Brumbies zu retten!






