Letztes Signal aus Afrika

Start der Reise im August 2009. Foto: Kai Michael Thomsen
Die Weißstörchin Gertrud, die vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) mit einem Satellitensender ausgerüstet wurde, ist wahrscheinlich tot. Seit dem 3. Januar meldet ihr Sender keine Positionsveränderungen mehr. „Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Gertrud entweder tot ist oder ihren Sender verloren hat, was allerdings sehr unwahrscheinlich ist”, so NABU Storchenexperte Kai-Michael Thomsen vom Michael-Otto-Institut im NABU.
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Gertruds letzte Position liegt im Norden von Tansania, nur wenige Kilometer westlich des Natron Sees in der Savanne des Rift Valley. Auch die berühmte Serengeti ist nicht weit entfernt. „Über die Ursachen ihres Todes können wir bisher nur Vermutungen anstellen”, so Thomsen. Direkte Gefährdungen, wie Stromleitungen oder große Straßen, seien auf den Satellitenfotos nicht zu erkennen. Wahrscheinlich sei die Störchin eher an einer Krankheit oder allgemeiner Schwäche gestorben oder gar einem Raubtier zum Opfer gefallen. Um den näheren Umständen nachzugehen, hat das Bergenhusener NABU-Institut mit dem tansanischen BirdLife-Partner Wildlife Conservation Society of Tanzania Kontakt aufgenommen. Vielleicht kann ein Mitarbeiter den Ort aufsuchen, an dem Gertrud vermutlich liegt.
Im Juli des vergangenen Jahres hatte der NABU drei schleswig-holsteinische Störche mit GPS-Satellitensendern ausgerüstet, um ihren Zug nach Afrika zu beobachten und des Einfluss des Klimas auf den Vogelzug zu untersuchen. Das Projekt ist Teil der Zugvogelkampagne „Born to travel” von BirdLife International. Gertrud war Mitte August in Schleswig-Holstein gestartet und insgesamt 142 Tage unterwegs. Ihre fast 13.000 Kilometer lange Reise führte sie zunächst von Deutschland über die Türkei und Ägypten bis fast an den Tschadsee. Dort und später im Sudan rastete Gertrud mehrere Monate lang. Erst Mitte Dezember machte sie sich wieder auf den Weg in Richtung Süden und gelangte über Uganda und Kenia nach Tansania. Ihr Brutpartner Helmut hält sich zurzeit in Spanien auf. Der dritte Storch Hobor rastet immer noch im Sudan.
„Das Schicksal von Gertrud zeigt uns, welche Strapazen und Risiken unsere Zugvögel, wie der Weißstorch, alljährlich eingehen. Intakte Lebensräume und stabile klimatische Verhältnisse auf ihren Zugwegen und Rastgebieten sind notwendig, um ihr Überleben zu sichern”, so Thomsen. Der NABU will in diesem Jahr weitere Störche mit Sendern ausstatten, um das Projekt fortzuführen.
Zum Reisetagebuch der drei Weißstörche
Löwe im Gegenwind

Die Persönlichkeit der Tiere vermittelt Nick Brandt in seinen Bildern. Foto: Nick Brandt
Der Naturfotograf Nick Brandt drehte das Video zu Michael Jacksons “Earth Song” - und verliebte sich dabei in die ostafrikanische Tierwelt. Giraffen im Abendlicht, ein Löwe im Gegenwind oder eine Gnuherde, die ein Gewässer durchquert - Nick Brandt will mit seinen Porträts die Persönlichkeit der Tiere vermitteln, den Moment einfangen, in dem sie sich scheinbar selbst in Szene setzen. Der Fotograf wurde in London geboren und studierte Film und Malerei in der St. Martins School of Art. Vor kurzem veröffentlichte Brandt seinen zweiten Bildband “A Shadow falls”.
www.spiegel.de hat mit dem Fotografen über die Faszination der Wildnis, das Abschlachten von Elefanten und die neuen Kolonialisten Afrikas gesprochen. Zum Interview!
In einer Fotostrecke gibt es viele Bilder von Nick Brandt zu sehen.
Klein, pfiffig und wachsam
Das aufregende Leben einer Erdmännchen-Familie in der Kalahari-Wüste dokumentiert der Film “Wächter der Wüste”. Der Film erzählt von der Geburt des kleinen Erdmännchens Kolo, seinem Aufwachsen und den täglichen Herausforderungen in der Wüste. Kolo macht seine ersten Schritte in eine Welt voller Abenteuer und tödlicher Gefahren und lernt vom großen Bruder die entscheidenden Lektionen zum Überleben. Denn um in der Kalahari groß zu werden, muss man wachsam sein, seine Feinde kennen und auch während der Dürre genügend Nahrung finden.
Afrika ist ein Land, das von Riesen beherrscht wird: Löwe, Büffel, Nashorn, Elefant, Leopard haben in der Savanne das Sagen. Doch die heimlichen Herrscher sind klein, pfiffig, wachsam und leben in der Unterwelt: Erdmännchen haben aufgrund ihres großen sozialen Zusammenhalts schon eine große Fangemeinde. Mit dem Film “Wächter der Wüste - Auch kleine Helden kommen ganz groß raus” wird sich ihre Anhängerschar sicherlich vervielfältigen. Einen kleinen Vorgeschmack gibt es auf http://www.waechter.centralfilm.de.
Reise in eine andere Welt

Watusi-Rinder in Uganda. Foto: Mulan
“Ich sitze im Garten des Hotels Margherita in Kasese im Westen Ugandas am Fuß der legendären Mondberge. Und bereite mich auf meine elf Tage dauernde Expedition vor.” Die drei großen Gipfel des Ruwenzori-Gebirges will “Mulan” besteigen. In seinem Blog berichtet er von der spannenden Expedition. Außerdem erzählt Mulan von einem der schönsten Schauspiele auf der Erde: “Zehntausende von Tieren durchziehen große Teile der afrikanischen Steppen. Die alljährliche Wanderung der großen Herden von Gnus, Zebras, Gazellen und anderen Pflanzenfressern bietet einen faszinierenden Anblick.” Auf einer Safari in das Masai-Mara-Wildschutzgebiet im Südwesten Kenias erlebt Mulan dieses überwältigende Ereignis mit: zum Bericht.
Hier gibt es einen Überblick ber die Blogs auf tierfreunde.de.
Weltretten zum Mitmachen
Ruhig bleiben, keine hektischen Bewegungen! Dich immer umschauen. Niemals im Regenwald irgendwo hinfassen, ohne vorher hinzusehen - giftige Raupen können üble Hautschmerzen verursachen. Immer den Anweisungen der Spurenleser folgen! Nichts im Wald liegenlassen, die Tiere des Waldes sollen sich nicht mit irgendwelchen Menschenkrankheiten anstecke.
Gorilla-Tracking ist kein relaxter Spaziergang. Die Expedition nach Dzanga-Sangha wird diie Jugendlichen herausfordern. Hitze, Schwüle, Mücken, Morast, lästige Schlingpflanzen - und dieses permanente Gefühl, beobachtet zu werden. Warum führt die große WWF-Jugend-Expedition hierher? Weil das Kongobecken eines der letzten gigantischen Naturwunder ist, die diese Welt noch hat. Und dieses Tropenparadies braucht Hilfe.
Der WWF Deutschland sucht Jugendliche für eine zweiwöchige Dschungel-Expedition nach Dzanga-Sangha. Für das Casting können sich alle, die zum Zeitpunkt der Expedition (8.-24. Oktober 2009) mindestens 18 und höchstens 24 Jahre alt sind, bewerben. Unter www.wwf-jugend.de nimmt der WWF bis zum 15. Mai 2009 kreative Bewerbungen mit Fotos oder Video-Clips entgegen, die etwas über den Beweggrund der Bewerbung aussagen sollen.
Aus denen das WWF-Expeditionsteam zehn Kandidaten auswählen wird, die an einem nächsten Schritt teilnehmen dürfen: einem Vorbereitungs- und Casting-Camp im Binger Wald in Rheinland-Pfalz . Die drei Besten der zehn Favoriten dürfen dann schließlich an der Dschungel-Expedition in Afrika teilnehmen! Und werden mit Podcasts, Video-Clips und Blogs die Online-Community am Laufenden halten über ihre Erlebnisse mit Waldelefanten, Bongo-Antilopen und Flachlandgorillas - und sicherlich auch der einen oder anderen Spinne oder Schlange.
Weitere Informationen gibt’s unter www.wwf-jugend.de.






