Mit schlimmen Folgen für die Tiere

Die Sucht, Tiere zu horten. Foto: Deutscher Tierschutzbund
Tiersammler, die früher einfach als Menschen mit guten Absichten angesehen wurden, werden nun als Individuen anerkannt, deren mentale Krankheit oder Zwang zu kriminellem Verhalten mit schlimmen Folgen für die Tiere, die Familien der Sammler und die ganze Gemeinde führen kann.
Das so genannte Animal Hoarding beinhaltet drei Auffälligkeiten:
Eine hohe Anzahl an Tieren wird angesammelt. Die Sammler kümmern sich nicht um die grundlegendsten Bedürfnisse der Tiere, einschließlich frisches Wasser, Futter, Unterschlupf, tierärztliche Versorgung und Hygiene. Sie erfinden Ausreden oder leugnen die miserablen Bedingungen, unter denen ihre Tiere, und manchmal auch ihre Kinder, leben müssen.
Beim Animal Hoarding handelt es sich um eine psychische Erkrankung, um die Sucht, Tiere zu horten. Die psychischen Hintergründe sind uneinheitlich und vielfältig, sie reichen von Neurosen über Sucht- oder Zwangskrankheiten bis hin zu Persönlichkeitsstörungen. Häufig finden sich bei Tiersammlern Altererkrankungen wie Demenz oder Alzheimer sowie ADHS.
Oft liegen mehrere Gründe vor. Fest steht, dass Animal Hoarding eine ernst psychische Erkrankung ist, die einer professionellen Therapie bedarf.
Bei einem Blick auf das Tierleid wird klar, dass das Elend unbeschreiblich groß ist. Wie der Deutsche Tierschutzbund mitteilt, wird oft erst am Tag der Sicherstellung durch Behörden und Tierschützer das volle Ausmaß des Tierschutzfalles sichtbar: Eine riesige Anzahl von verwahrlosten, kranken und nicht selten auch toten Tieren kommt zum Vorschein. Häufig sind die Unterkünfte der Tiere und in manchen Fällen auch der Wohnraum des Menschen mit Exkrementen und Müll übersät.
Die Krankheit, Tiere zu halten, kann alle Tierarten betreffen.
Der Deutsche Tierschutzbund hat in einer Online-Broschüre Hintergrundinformationen, belegt mit Beispielen und Fotos, zusammengestellt.






