Lebendig in Mülltonne begraben

Der kleine Leo musste von seinen Leiden erlöst werden. Foto: Tierschutzverein Neuwied
Gequält, misshandelt und danach in der Biotonne entsorgt - dieses Schicksal hat ein zwölf Jahre alter Mischlingsrüde in Neuwied bei Koblenz erlitten. Obwohl er entdeckt und sofort zum Tierarzt gebracht wurde, konnte der Hund nicht mehr gerettet werden.
In einer Plastiktüte war der arme Hund von seinem Besitzer in die Mülltonne gesteckt worden. Ein aufmerksamer Spaziergängergänger hörte am vergangenen Dienstag frühmorgens ein leises Wimmern und entdeckte in der Mülltonne diesen grausigen Fund. Der über die Polizei alarmierte Tierschutz verein Neuwied und Umgebung - Iris Wolsing - brachte den kleinen Kerl mehr tot als lebendig sofort zum Tierarzt nach Neuwied-Niederbieber. Dort wurden direkt lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Doch alle Bemühunen waren umsonst - am späten Vormittag konnte der kleine Vierbeiner nur noch von seinen Leiden erlöst werden.
Der Tierschutz verein Neuwied und Umgebung e.V. hat umgehend Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt. Nach den §§ 1,2,3,17 und 18 des TierSchG drohen dem Täter bis zu drei Jahren Haft und/oder ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.
Dank einiger Hinweise aus der umliegenden Nachbarschaft an den Tierschutzverein konnte der Besitzer des Mischlingsrüden ausfindig gemacht werden. Er wurde am gleichen Tag von der Kripo Neuwied vernommen, der Fall liegt bereits der Staatsanwaltschaft vor.
Die Tierschützerin Iris Wolsing, die wesentlich zu der Aufklärung dieses Verbrechens beigetragen hat, ist immer noch fassungslos: “In was für einer Gesellschaft leben wir, in der Tiere wie Wegwerfartikel behandelt werden? Tiere sind Lebewesen, sie fühlen Freude und Leid und Schmerz genauso wie wir Menschen. Weder finanzielle Not, noch Alter oder Krankheit rechtfertigen diese abscheuliche Tat. Wie gehen Menschen, die so wenig Achtung vor dem Leben haben, erst mit Ihren Mitmenschen um?”
Der Tierschutzverein appelliert eindringlich an alle Tierbesitzer in Stadt und Kreis Neuwied, die ihr Tier - aus welchen Gründen auch immer - nicht behalten können oder wollen, sich an den Tierschutzverein Neuwied und Umgebung zu wenden. „ Bitte scheuen Sie sich nicht, uns anzusprechen - niemand wird verurteilt, wenn er sein Tier abgibt. Sie sind in finanzieller Not? Wir sind zwar selbst finanziell sehr angeschlagen, aber wir werden gemeinsam eine Lösung zum Wohle des Tieres finden”, so die Tierheimmitarbeiterin.
Der Tierschutzverein Neuwied bittet auch noch einmal darum, nicht wegzusehen, wenn Fälle von Tierquälerei, Vernachlässigung usw. beobachtet werden. Alle Hinweise an die Polizei oder den Tierschutz verein Neuwied werden absolut vertraulich behandelt. „Schauen Sie nicht weg - sondern helfen Sie uns, den Tieren in Not zu helfen!”
Der Tierschutzverein schreibt folgende Zeilen zum Tod des Mischlingsrüden:
“Wir haben ihn Leo genannt - Leo mit dem kleinen tapferen Herzen eines Löwen, der bis zum Schluss um sein Leben gekämpft hat. Und doch war er zu schwach, um gegen die Grausamkeit der Menschen zu bestehen.
Kleiner Leo - wir werden Dich nicht vergessen und Dein Tod wird nicht ungesühnt bleiben. Das versprechen wir Dir!!
Tierheim Ludwigshof in Neuwied - Segendorf
Öffnungszeiten Di-Fr 14 bis 17 Uhr, Sa 10 bis 15 Uhr
Tel: 02631/55356
Kontakt@tierheim-neuwied.de
www.tierheim-neuwied.de







Solange Menschen denken, daß Tiere nicht fühlen…
müssen Tiere fühlen, daß Menschen nicht denken….
Kein Datenschutz für Tierquäler. Freigabe für die Öffentlichkeit.
Im Namen des Volkes.
sowas macht mich unendlich wütend und zorning.
ich hoffe nur das der Täter die volle Strafe von 3 Jahren bekommt , was ich immer noch für viel zu wenig halte.
Es tut mir leid “Leo” das es solche Menschen gibt.
ABER FÜR DIESES EINE TIER VERÄNDERT SICH SEINE GANZE WELT"