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Klein, verhungert und schwer verletzt - Hilferuf für Spike

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Der kleine Pinscher-Mix ist neun bis zehn Monate alt.

Dass ein Hund gefunden und das Tierheim benachrichtigt wird, ist eigentlich ein ganz alltäglicher Vorgang. Als jedoch der kleine Spike bei Bad Lausick (Landkreis Lausick) Ende März entdeckt wurde und im Tierheim eintraf, war das Entsetzen der Mitarbeiter groß: Der Hund war ein Skelett. Außerdem konnte er kaum laufen.

“Wir haben schon viel gesehen, aber der Zustand dieses Hundes war einfach entsetzlich”, berichtet Elvira Henkel, Vorsitzende des Tierschutzvereins Leipziger Land. Der Hund wurde sofort zur Tierärztin gebracht, die ihn röntgte und dabei einen komplizierten Beinbruch feststellte. In einer Tierklinik musste Spike sofort operiert werden.

Bei Spike - diesen Namen erhielt der Hund im Tierheim - handelt es sich um einen süßen und ausgesprochen lieben, kleinen schwarzen Pinscher-Mix, dessen Alter man auf etwa neun bis zehn Monate schätzt, also noch ein Welpe. Bei der Operation stellten die Ärzte fest, dass der Brinbruch etwa schon sieben bis zehn Tage alt war. “Kann man sich die Schmerzen, die dieses Tier erleiden musste, auch nur annähernd vorstellen?”, fragt Elvira Henkel. Bei der OP wurde ihm eine Platte, befestigt mit sechs Schrauben, eingesetzt, sein Beinchen musste sehr stark gestreckt werden, damit es möglichst nicht steif oder verkürzt bleibt. Da er so extrem abgemagert ist, wurden vor der OP noch eingehende Untersuchungen (Blut) gemacht, um zu sehen, ob organische Erkrankungen vorliegen, die seinen Zustand eventuell erklären würden. Im Allgemeinen waren die Werte in Ordnung, so dass die Gründe für seine Magerheit tatsächlich in der Unterversorgung liegen. “Dieser arme Kerl muss über einige Zeit total unterversorgt gewesen sein und war deshalb so abgemagert, er muss fast verhungert und dehydriert gewesen sein”, so die Tierschützerin.

Laut Aussage des behandelnden Arztes hat Spike die OP gut überstanden, und es geht ihm besser als erwartet. Natürlich benötigt der Welpe in den kommenden Wochen sehr intensive physiotherapeutische Behandlungen. Für die ersten zwei Wochen nach der OP hat sich eine Studentin der Tierklinik bereit erklärt, ihn als Pflegestelle zu übernehmen.

Dem Tierschutzverein, der Betreiber des Tierheims Oelzschau ist, liegen zwei Probleme am Herzen:

“Alleine die OP und der Aufenthalt in der Tierklinik kostet 1000 Euro, hinzu kommen weitere Tierarztkosten. Dies ist natürlich ein Schlag für unser Tierheim, und wir möchten deshalb tierliebe Menschen um Hilfe und Unterstützung bei der Finanzierung bitten.”

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Zunächst ist Spike gut versorgt - aber dann sucht er einen Platz.

Das zweite Anliegen der Tierschützer ist die Herkunft des Hundes.  Der Tierschutzverein Leipziger Landvermutet, “dass hier offensichtlich von Tierquälerei auszugehen ist”. Ein fast verhungerter Hund mit einem zehn Tage alten, unbehandelten Bruch lasse keinen anderen Schluss zu. “Gerne möchten wir die/den ehemaligen Besitzer zur Rechenschaft ziehen und Anzeige wegen Tierquälerei erstatten.” Wer Informationen über die Herkunft des Hundes hat, möchte sich mit Elvira Henkel unter der E-Mail-Adresse THOelzschau@aol.com in Verbindung setzen. Auf Wunsch werden Hinweise vertraulich behandelt.

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Tierschutzverein Leipziger Land e.V.

Kt: 11 00 40 40 97
BLZ 860 555 92
Sparkasse Leipzig



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