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Keine Zeit für Siesta

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Sämtliche Rassen sind in der Hundetagesstätte "Zum Pfötchen" vertreten. Foto: no

München - Nur Mary-Lou, die kleine Italienerin, hält eine kurze Siesta zu Mittag. Sie legt sich in eines der kuscheligen Körbchen, die in der blauen Holzhütte stehen, während Beagle Theo, Dalmatiner Carlo, Vizsla Aslan und die anderen 13 Hunde draußen Ball spielen, toben und miteinander rangeln. Dass die Vierbeiner gerade einen Spaziergang von zweieinhalb Stunden hinter sich haben, ist ihnen kaum anzumerken.

„So viel draußen wie möglich” - darauf beruht das Konzept der Hundetagesstätte „Zum Pfötchen” nahe des Nymphenburger Schlossparks in München. „Wir gehen jeden Tag zweimal zweieinhalb Stunden spazieren”, sagt Monika Jörg. Die 49-Jährige hat zusammen mit Stefanie Römer, 26 Jahre alt, die Hundetagesstätte vor knapp drei Jahren gegründet. Und natürlich beansprucht dieser Job die beiden Frauen den ganzen Tag. Zwischen den beiden langen Spaziergängen durch den Schlosspark und außen an der Schlossmauer, wo die Hunde frei laufen können, beschäftigen sich Monika Jörg und Stefanie Römer natürlich mit den Hunden: Einige müssen mittags gefüttert werden - dafür gibt es auf dem Gelände einen Wohnwagen -, außerdem stehen Agility-Geräte wie einen Laufsteg und verschiedenste Spielsachen zur Verfügung.

Streitereien gibt es in dem Rudel von rund 20 Hunden so gut wie keine. „Bei uns sind alle Hunde zusammen, ob groß oder klein”, sagt Stefanie Römer. Sämtliche Rassen sind hier vertreten: Labrador, Magyar Vizsla, Dobermann, Dackel, Dalmatiner, Westie und viele mehr. Voraussetzung ist natürlich, dass die vierbeinigen Gäste gut sozialisiert sind. Mit unkastrierten Rüden gibt es oft Probleme. Bereits nach einem Besuch können die beiden Frauen einschätzen, dass es nicht klappt. Und dann macht ein Aufenthalt in der Hundetagesstätte keinen Sinn, „denn im großen Rudel muss es funktionieren. Die Tiere sollen ja einen schönen Tag verbringen und nicht die ganze Zeit angespannt sein”.

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Bei jedem Wetter gehen Monika Jörg und Stefanie Römer mit ihren Schützlingen lange spazieren. Foto: no

Und dass die Hunde hier Spaß haben, ist ihnen anzumerken: Einige wollen am Abend gar nicht mit Herrchen oder Frauchen heimgehen. Viele der Besitzer sind berufstätig und bringen ihre Hunde regelmäßig in die Tagesstätte. Allerdings gibt es auch ältere Damen, die während des Frisörbesuchs die Hunde hier abliefern. Und manche Tierhalter wollen ihrem Hund einfach einen schönen Tag im Rudel gönnen. Angeboten werden neben dem Ganztagsplatz aber auch Dreiviertel- oder Halbtagsplätze.


Weitere Informationen über die Preise, das Konzept, und viele Bilder aus der Hundetagestätte “Zum Pfötchen” gibt es hier.

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