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Im Parcours gibt Sandy Gas

sandy3Agility (engl.) bedeutet Wendigkeit, Flinkheit und kommt ursprünglich aus England. Der Hund muss nach Anleitung seines Besitzers einen Hindernisparcours durchlaufen. Mittlerweile wird Agility auch in Deutschland in fast jedem Hundeverein angeboten. Nina, die bei tierfreunde.de als “kleenerSonnenschein” zu finden ist, erklärt, um was es geht.

„Im Training ist Sandy total langweilig, da bin ich immer schneller als sie.” Auf dem Turnier sieht’s dafür ganz anders aus, wie die 17-jährige Nina aus Meinerzhagen in Nordrhein-Westfalen berichtet. Im Agility-Parcours gibt ihre Australian-Shepherd-Hündin ordentlich Gas.

sandy1Seit fast drei Jahren sind Nina und Sandy im Agility ein Team. „Agility ist
vergleichbar mit dem Reitsport”, erklärt Nina. Die Hunde müssen in einer gewissen Zeit einen Parcours überlaufen, der Hundeführer begleitet sie dabei. Die Hindernisse bestehen aus Sprüngen, Tunnel, Laufsteg, A-Wand, Wippe, Weitsprung, Reifen, Slalom und Viadukt - je nach Klasse. Die A-Wand besteht aus zwei Teilen, die ein „A” bilden, außerdem ist sie ein so genanntes Kontaktzonenhindernis. Das bedeutet, dass beim Auf- und Abstieg eine Zone mit mindestens einer Pfote berührt werden muss. „Der Hund darf also nicht in weitem Satz auf- oder abspringen”, so Nina. Das gleiche gilt für die Wippe und den Laufsteg. Der Slalom besteht aus acht, zehn oder zwölf Stangen und muss von einer bestimmten Seite betreten werden. Unterteilt sind die verschiedenen Schwierigkeiten in die Klassen A0 bis A3.

Als Sandy ein Jahr alt war, hat Nina mit dem Sport begonnen. „Früher sollte man nicht beginnen, weil das Springen auf die Gelenke geht”, weiß die 17-jährige Schülerin. Vorher war Nina mit Sandy in ihrer Hundeschule in der Welpenspielstunde, danach im Junghundekurs. Dann standen immer wieder verschiedene Agility-Kurse auf dem Programm. Um erste Turniererfahrungen zu bekommen, haben Nina und Sandy an Fun-Turnieren teilgenommen. Im April 2006 legte die Australian-Shepherd-Hündin die Begleithundeprüfung ab, „das ist die
Voraussetzung für offizielle Turniere”. Dafür mussten die beiden auch intensiv trainieren, so dass für das Agility zunächst keine Zeit blieb.
sandy2Seit einem Jahr treten Nina und Sandy zu offiziellen Turnieren an. Sie sind inzwischen schon in die Klasse A1 aufgestiegen. Über Erfolge -
fünf Null-Fehler-Läufe oder drei Platzierungen - können sich Hund und Hundeführer hocharbeiten. „Mir fehlt noch eine Qualifikation, damit ich in A2 aufsteigen kann.” Beim ersten Ruhr-Cup-Lauf, der jetzt im März stattfand, war Konzentration gefragt, denn ein Fehler ist schnell passiert: Am Start muss der Hund sitzen bleiben, dann kommt Leine und Halsband ab. Ab jetzt darf der
Hundeführer seinen Vierbeiner nicht mehr berühren, sonst wird er
disqualifiziert. Auf ein Zeichen des Richters muss der Hund in Position gebracht werden, der Parcours wird freigegeben. Startet ein Hund zu früh, droht ebenfalls die Disqualifikation. Gründe für eine Disqualifikation sind außerdem drei Verweigerungen, wenn ein Hindernis von der falschen Seite gesprungen wird oder wenn die Reihenfolge der Hindernisse durcheinander gerät. Fehler gibt’s, wenn die Stange fällt, wenn der Hund vor einer Kontaktzone abspringt, wenn der Hund beim Slalom falsch einfädelt oder ein Tor überspringt. Doch Nina und Sandy waren ein gutes Team, als es drauf ankam, und legten einen Null-Fehler-Lauf hin.

Um an Turnieren teilzunehmen, muss der Hundebesitzer Mitglied in einem Verein sein und die BH-Prüfung haben (bei offiziellen Turnieren).
Nina trainiert mit ihrer Hündin zweimal pro Woche etwa eineinhalb Stunden - endlich wieder. Weil der Pachtvertrag des Hundesplatzes ausgelaufen war, hatten die beiden im Winter keine Trainingsmöglichkeiten. „Ich hab ein paar Hindernisse zu Hause, aber Sandy übt nicht so gerne im Garten, lieber auf dem Platz”, sagt Nina. Außerdem wird’s der dreieinhalbjährigen Hündin langweilig, wenn immer das gleiche geübt wird - „zum Beispiel der Slalom: Wenn wir den immer wieder machen, ist sie nicht mehr motiviert”, erzählt Nina. „Auf dem Turnier merkt sie, dass es um was geht.”

Nina ist als “kleenerSonnenschein” bei tierfreunde.de zu finden und berichtet im petBlog von ihren Erlebnissen mit Sandy.

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