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	<title>Kommentare zu: Häufig betroffen: Wohnungskatzen</title>
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	<description>Die große Haustier-Community mit Hilfe-Forum, vielen Haustierfotos und tierischem Online-Spiel.</description>
	<pubDate>Thu, 17 May 2012 22:34:34 +0000</pubDate>
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		<title>Von: unicorn</title>
		<link>http://www.tierfreunde.de/haufig-betroffen-wohnungskatzen/comment-page-1/#comment-64</link>
		<dc:creator>unicorn</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2009 07:58:28 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;Hier noch ein paar Ergänzungen:&lt;/span&gt;
Die Ursachen von Erkrankungen des unteren Harntrakts bei Katzen (der medizinische Fachausdruck dafür ist FLUTI, Feline Lower Urinary Tract Inflammation) sind noch nicht eindeutig geklärt. Stress als Auslöser wurde noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen, nur ist es auffällig, dass Besitzer betroffener Katzen sehr häufig von vorangegangenen Stresssituationen berichten. Diskutiert werden auch anatomische Besonderheiten oder z.B. Viren (Calici, Herpes u.a.). Wohnungskatzen scheinen häufiger betroffen, das könnte aber auch daran liegen, dass deren Verhalten beim Urinieren besser beobachtet werden kann, d.h. die Erkrankung leichter entdeckt wird. 
Generell kann man bei der FLUTI zwei Einteilungen vornehmen: Einmal die Erkrankung ohne Vorliegen von Harngries bzw. -steinen und einmal die Formen mit deren Beteiligung. Bei jungen Katzen sind anfänglich meist alle Formen steril, d.h. ohne bakterielle Infektionen. Bakterien werden am häufigsten beim Kathetrisieren eingebracht, besonders, wenn bei betroffenen Katern ein Verweilkatheter gelegt werden muss. 
Auf die Bildung von Gries oder Steinen haben mit Sicherheit nutritive Faktoren einen Einfluss. Generell zu nennen wäre da das Trockenfutter aber auch Fütterungsintervall und Futterzusammensetzung. Bei Katzen im Alter von 2-6 Jahren herrscht Struvit (Magnesiumammoniumphosphat) vor. Nach Genesung kommt es in bis zu 70% der Fälle zu Rezidiven.  Bei älteren Katzen (besonders kastrierten Katern) überwiegen Sedimente aus Kalziumoxalat. Da diese Steinart auch bei älteren Hunden und älteren Menschen immer häufiger zu finden ist, werden bei ihrer Entstehung Umweltfaktoren immer mehr in Betracht gezogen. 
Besonders bei Katern kann diese Erkrankung einen dramatischen Verlauf nehmen. Katzen gehören zu den Spezies, bei denen die Männchen einen Penisknochen haben. Dadurch wird beim Kater das Lumen der Harnröhre klein und starr, weshalb es leicht nicht nur durch Harngries, sondern auch z.B.durch abgeschilferte Blasenzellen verlegt werden kann. Das Unvermögen Harn abzusetzen hat natürlich dramatische Folgen und diese Tiere müssen umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden!
Kater mit Blasenentzündung, besonders wenn es zu Beeinträchtigung des Harnabflusses kommt, lecken sich auffallend oft das Genitale, nicht selten bis es wund ist und blutet. Wer ein solches Verhalten bei seinem Kater bemerkt, sollte es immer als Alarmsignal verstehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><span style="text-decoration: underline;">Hier noch ein paar Ergänzungen:</span><br />
Die Ursachen von Erkrankungen des unteren Harntrakts bei Katzen (der medizinische Fachausdruck dafür ist FLUTI, Feline Lower Urinary Tract Inflammation) sind noch nicht eindeutig geklärt. Stress als Auslöser wurde noch nicht wissenschaftlich nachgewiesen, nur ist es auffällig, dass Besitzer betroffener Katzen sehr häufig von vorangegangenen Stresssituationen berichten. Diskutiert werden auch anatomische Besonderheiten oder z.B. Viren (Calici, Herpes u.a.). Wohnungskatzen scheinen häufiger betroffen, das könnte aber auch daran liegen, dass deren Verhalten beim Urinieren besser beobachtet werden kann, d.h. die Erkrankung leichter entdeckt wird.<br />
Generell kann man bei der FLUTI zwei Einteilungen vornehmen: Einmal die Erkrankung ohne Vorliegen von Harngries bzw. -steinen und einmal die Formen mit deren Beteiligung. Bei jungen Katzen sind anfänglich meist alle Formen steril, d.h. ohne bakterielle Infektionen. Bakterien werden am häufigsten beim Kathetrisieren eingebracht, besonders, wenn bei betroffenen Katern ein Verweilkatheter gelegt werden muss.<br />
Auf die Bildung von Gries oder Steinen haben mit Sicherheit nutritive Faktoren einen Einfluss. Generell zu nennen wäre da das Trockenfutter aber auch Fütterungsintervall und Futterzusammensetzung. Bei Katzen im Alter von 2-6 Jahren herrscht Struvit (Magnesiumammoniumphosphat) vor. Nach Genesung kommt es in bis zu 70% der Fälle zu Rezidiven.  Bei älteren Katzen (besonders kastrierten Katern) überwiegen Sedimente aus Kalziumoxalat. Da diese Steinart auch bei älteren Hunden und älteren Menschen immer häufiger zu finden ist, werden bei ihrer Entstehung Umweltfaktoren immer mehr in Betracht gezogen.<br />
Besonders bei Katern kann diese Erkrankung einen dramatischen Verlauf nehmen. Katzen gehören zu den Spezies, bei denen die Männchen einen Penisknochen haben. Dadurch wird beim Kater das Lumen der Harnröhre klein und starr, weshalb es leicht nicht nur durch Harngries, sondern auch z.B.durch abgeschilferte Blasenzellen verlegt werden kann. Das Unvermögen Harn abzusetzen hat natürlich dramatische Folgen und diese Tiere müssen umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden!<br />
Kater mit Blasenentzündung, besonders wenn es zu Beeinträchtigung des Harnabflusses kommt, lecken sich auffallend oft das Genitale, nicht selten bis es wund ist und blutet. Wer ein solches Verhalten bei seinem Kater bemerkt, sollte es immer als Alarmsignal verstehen.</p>
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