Das muss wahre Liebe sein

Der dreibeinige Hundevater mit der Mama der Welpen.
Das muss wahre Liebe sein: Der dreibeinige Hundevater versucht, zusammen mit der Mutter seiner Welpen zu überleben. Diese rührende Hundegeschichte spielt zurzeit in Belgrad. Dass dort Welpen am Straßenrand, in der Fußgängerzone oder in Müllcontainern gefunden werden, ist in der Metropole Serbiens nichts Außergewöhnliches.
Selten kommt es allerdings vor, dass bei einer Hundefamilie auch noch ein “Vater” dabei ist. “Mama und Papa sind unzertrennlich”, erzählt Claudia Zimmermann. “Die Mami bleibt alle paar Schritte stehen und wartet auf den humpelnden Dreibein-Papa.” Die sieben Welpen der beiden Streuner sind etwa sechs Wochen alt und wurden im letzten Moment vor den Hundefängern gerettet.
Claudia Zimmermann stammt aus Steinbach bei Moorenweis (Landkreis Fürstenfeldbruck). Sie engagiert sich für das “Projekt Belgrad”, das gemeinsam mit dem Tierschutzverein Kissing ins Leben gerufen wurde, und ist gerade dabei, einen eigenen Verein zu gründen. Ihre Hauptaufgabe ist es, den Tierschutz in Serbien einen Schritt näher an die europäischen Verhältnisse zu rücken. “Unser oberstes Ziel ist es, die Streunerpopulation in Belgrad dauerhaft durch Kastrationen einzudämmen und die Bevölkerung in Sachen Tierschutz aufzuklären”, so die 29-Jährige.
Claudia Zimmermann schildert die schlimmen Zustände in Belgrad: “In Serbien liegen unzählige Welpen am Straßenrand, teils überfahren, teils werden sie als lebendes Spielzeug unvorstellbar misshandelt. Auch in der Fußgängerzone werden die süßen Babys am Stand verschenkt, und meist werden dann diese Tiere, wenn sie groß und nicht mehr so süß sind, einfach entsorgt, an Straßenrändern, in Plastiksäcken oder im Müllcontainer.” Viele Streuner, die nicht überfahren werden oder an Krankheiten sterben, werden von den Hundefängern in die Tötung gebracht.

Die Welpen kommen Ende Mai nach München.
Die Hündin unserer Familie hat ihre Welpen wohl in der Fußgängerzone auf die Welt gebracht und dort auch versteckt. Als die Kleinen aus ihrem Versteck gekrochen sind, haben sie die Gäste in einem benachbarten Lokal gestört. Daraufhin wurden die Hundefänger alarmiert. Doch eine Tierschützerin vor Ort, mit der Claudia Zimmermann eng kooperiert, war schneller. Die Kleinen sind in Sicherheit, nun hat es sich Claudia Zimmermann zur Aufgabe gemacht, den dreibeinige Papa und die scheue Mama zu fangen, um beide zu kastrieren.
Für die Welpen werden dringend Plätze gesucht. Vermutlich reisen die sieben süßen Hundebabys Ende Mai nach München aus.
no/tierfreunde.de
Kontakt zu Claudia Zimmermann unter czimmermann11@aol.com oder www.tierschutzverein-kissing.de.






