Beifall und Buhrufe für Tanzbär Ben

Ein eingespieltes Team seit 15 Jahren: Bär Ben mit Dompteur Francesco Harry. Foto: Pröhl
Bad Tölz - Nach Bruno hält sich wieder ein Bär im Landkreis auf. Ben ist die Attraktion des Zirkus Alberti, der in Bad Tölz gastiert. Sein Auftritt ruft aber auch Gegner auf den Plan.
Nicht alle sind damit glücklich, dass der Bär mit einem Zirkus durch die Lande zieht. Öffentliche Kritik an der Tierschau übten zuletzt Tierschützer in Starnberg.
Auch die hiesige Kreisvorsitzende des Bund Naturschutz, Carola Belloni, beklagt: „Es ist zynisch, die Lebensräume der Wildtiere zu zerstören und sie dann im Zirkus auftreten zu lassen.”
Vor allem prangern die Tierschützer Gesundheitsschäden und Verhaltensstörungen der Tiere durch die lange Gefangenschaft an.
Beim Zirkus Alberti geht man offen mit den Vorwürfen um. Tierdompteur Francesco Harry erklärt: „Ben ist im Zoo geboren und kam im Alter von sechs Monaten zum Zirkus Alberti. Das heißt, er kennt nichts anderes.”
Auch die fehlende Gesellschaft von Artgenossen sei kein Problem: Bären seien von Natur aus Einzelgänger.
Zudem betont Harry, dass jeder Zirkus unter strenger Kontrolle stehe: „Sobald wir uns für einen neuen Standort anmelden, schickt das Veterinäramt einen Fachmann vorbei, der den Zustand der Tiere überprüft.”






