Assistent mit feuchter Schnauze
Obersuhl - Der Assistent von Ergotherapeutin Maria Perlbach ist gutmütig, belastbar und behält auch in ungewohnten Situationen die Ruhe. Er lässt sich gern streicheln, liebt Kinder und kleine Leckerbissen zwischendurch. Außerdem hat er ein samtweiches braunes Fell, vier Pfoten und eine ziemlich feuchte Schnauze. Der zweijährige Boxerhund Cash ist ausgebildeter Therapie-Begleithund und in der Region Obersuhl (Kreis Hersfeld-Rotenburg) einer der Pioniere auf seinem Gebiet.
Gemeinsam mit Maria Perlbach absolvierte er eine Ausbildung für tiergestützte Ergotherapie. Im Herbst legten die beiden die Prüfung ab. Bisher setzt die Ergotherapeutin Maria Perlbach den Hund ausschließlich bei der Therapie mit Kindern ein. Cash komme bei den jungen Patienten gut an. Fast alle möchten den Boxer dabei haben. Der Einsatz des Hundes dauert jeweils zehn bis 15 Minuten. Maria Perlbach hat die Erfahrung gemacht, dass die Kinder durch Cashs Unterstützung motivierter sind und schneller Fortschritte machten. “Cash liefert immer Gesprächsstoff und erleichtert die Kontaktaufnahme.”
Die Einsatzmöglichkeiten des Hundes sind vielfältig. Kinder, die ihre Feinmotorik verbessern sollen, lässt Maria Perlbach zum Beispiel Leckerlis auf eine Kette auffädeln, die Cash dann genüsslich abknabbert. Das Gleichgewicht auf der Schaukel zu trainieren macht mehr Spaß, wenn der Boxer sich dazu legt. Und wer einen Hindernisparcours aufbaut und ihn dann gemeinsam mit Cash in der richtigen Reihenfolge absolviert, lernt dabei, eine Handlung zu planen, übt Merkfähigkeit und Bewegungskoordination.
Die Ausbildung für das Therapiebegleithund-Team dauerte ein knappes Jahr und fand an Wochenenden in einer Praxis für Ergotherapie statt. Cash lernte dabei diverse Behinderungen und menschliche Verhaltenweisen kennen und auf spezielle Hör- und Sichtzeichen der Therapeutin zu reagieren. Außerdem wurden die Hunde geschult, ungewöhnliche Bewegungen und Geräusche in der Praxis zu tolerieren. Den ganzen Artikel lesen.
Susanne Hefter






