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Angst vor bissigem Hund?

postbote

Der Hundetrainer Jörg Ulbricht unterrichtet Zusteller der Deutschen Post im Umgang mit Hunden.

Postbotin Heike Bork konnte sich mit ihren Briefen gerade noch schreiend ins Auto retten. Der Schäferhund hatte sich plötzlich von der Leine gerissen. «Dabei lag er gerade noch so friedlich da, als ich am Briefkasten anhielt», erzählt die 43-Jährige. Seitdem hat sie weiche Knie, wenn sie bei Hundebesitzern ihre Post abliefert.

Es passiert immer wieder, dass ein Briefträger von einem Hund gebissen wird. Jörg Ulbricht will den Zustellern die Angst vor den Tieren nehmen. Er ist Hundetrainer und macht spezielle Schulungen für Postboten.

Ein Bericht von hna.de

Mit Schäferhund Uzz und Border Collie Dolly ist er nach Frankfurt an der Oder in Brandenburg gereist. Dort will er Heike Bork und einigen ihrer Kollegen Tipps geben, wie sie mit angriffslustigen Hunden umgehen sollen. Der Hundetrainer rät: «Ruhige, enge Bewegungen - und fangen Sie nie an, den Hund vollzuquatschen.» Man sollte dem Vierbeiner auch auf gar keinen Fall in die Augen starren, sagt er.

Postbotin Heike Bork hat immer ein Leckerli für den Notfall in der Tasche - obwohl ihre Chefs das nicht gerne sehen. Denn vielleicht ist das Herrchen ja nicht damit einverstanden, dass sein Hund gefüttert wird. Rolf Schulz von der Post meint allerdings: «Wir drücken dabei schon mal ein Auge zu, wenn sich die Postboten mit den Tierhaltern abgesprochen haben.»

Jörg Ulbricht warnt: Niemand sollte sich drauf verlassen, wenn Herrchen oder Frauchen sagen: «Der tut nichts.» Denn einen fremden Hund kann man nur schwer einschätzen. Zur Not gilt: Wenn der Postbote nicht sicher bis zum Briefkasten kommt - dann gibt’s halt keine Post.


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