RSS
RSS    |    Sitemap

Wenn das Kaninchen nicht mehr hoppeln will

Im Grunde sind die kleinen Nager recht robust. Erkrankungen sind zum größten Teil auf falsche Haltung und Ernährung zurückzuführen.
Ein gesundes Zwergkaninchen hoppelt herum, nimmt aufmerksam und neugierig an seinem Umfeld teil, hat einen gesunden Appetit und glänzendes Fell. Augen und Nase sind frei von Ausfluss.
Wer sein Zwergkaninchen aufmerksam beobachtet, bemerkt erste Veränderungen schnell. Folgende Verhaltensweisen und Anzeichen können unter anderem auf eine Krankheit hinweisen:
- Das Zwergkaninchen ist apathisch und zieht sich in sein Häuschen zurück.
- Es hat keinen Appetit, frisst nur noch wenig oder verweigert die Mahlzeit komplett.
- Bei starken Schmerzen knirschen Zwergkaninchen mit den Zähnen.
- Der Leib ist stark aufgebläht, die Bauchdecke angespannt, das Kaninchen krümmt den Rücken und reagiert auf Berührung empfindlich.
- In der Bewegung lahmt das Kaninchen.
- Der Kot besteht aus Fladen, der Afterbereich ist verschmiert.

Einige Erkrankungen:

Durchfall
Der Durchfall beim Kaninchen kann verschiedene Ursachen haben. Meist ist die Ursache die Ernährung, beispielsweise eine zu abrupte Futterumstellung auf frisches Grünfutter, weil der Darmtrakt des Kaninchens sehr empfindlich ist. Auch eine bakterielle Infektion kann Ursache für den Durchfall sein.
Der Durchfall sollte nicht länger als 24 Stunden ohne Tierarztbesuch behandelt werden. Ein Durchfall, der länger andauert, kann zum Tod des Tieres führen, weil die Gefahr besteht, dass der Darm träge wird und möglicherweise aufhört zu arbeiten. Außerdem kann es sein, dass das Kaninchen austrocknet. Wenn der Durchfall flüssig ist, sollte man sofort zum Tierarzt gehen.
Sauberkeit im Wohnbereich des Zwergkaninchens ist gerade bei Durchfall besonders wichtig.

Verstopfung
Manchmal kommt es auch beim Kaninchen vor, dass es Verstopfung hat. Das Tier sitzt mit gekrümmtem Rücken im Käfig und kann trotz intensiven Pressens nur wenig und harten Kot absetzen. Außerdem will es nicht fressen, ist apathisch und träge.
Dem Kaninchen wird zunächst alles Trockenfutter entzogen. Das Tier sollte nur mit Grünkost wie Löwenzahn, Feldsalat oder Fenchel ernährt werden. Ein Teelöffel Leinöl kann bei Verstopfungen helfen. Das Kaninchen sollte viel Auslauf bekommen. Wenn der Bauch schmerzempfindlich und aufgebläht ist, muss der Tierarzt einen Blick auf den Patienten werfen.

Myxomatose (Kaninchenpest)
Der Krankheitserreger ist ein Virus. Ein Kaninchen, das sich den Erreger eingefangen hat, erkrankt in der Regel nach drei bis fünf Tagen. Die Schleimhäute schwellen an (After, Atemwege, Augen), der Körper sieht aufgedunsen aus. Durch die Schwellungen im Kopfbereich kann das Zwergkaninchen keine Nahrung mehr aufnehmen. Innerhalb von 10 bis 14 Tagen stirbt das Kaninchen. Es gibt keine Behandlungsmöglichkeiten. Die Tiere verenden entweder durch Verhungern oder Ersticken, wobei Letzteres wegen der schnellen Ausbreitung häufigste Todesursache ist.
Gegen Myxomatose sollte das Tier geimpft werden, je nachdem, wie und wo das Kaninchen gehalten wird. Der Tierbesitzer sollte mit seinem Tierarzt darüber sprechen.

Hitzschlag
Kaninchen regulieren ihre Körpertemperatur nur über die Ohren und eine vermehrte Atmung, daher können sie mit Hitze sehr schlecht umgehen. In freier Wildbahn ziehen sich die Tiere in ihre kühlen Erdbauten zurück. Symptome für einen Hitzschlag sind akute Atemnot und Kreislaufschwäche. In diesem Fall muss sofort gehandelt werden: ein feuchtes, aber nicht eiskaltes Handtuch über das Tier legen und immer wieder wechseln, bis sich der Zustand gebessert hat. Niemals kalt abduschen, baden oder Cold Packs zur Kühlung verwenden, sonst erleidet das Kaninchen einen Schock.

Kommentar schreiben 5001 Ansichten, 4 heute |
Ähnliche Artikel:
  • Keine ähnlichen Artikel gefunden.

Kommentar schreiben

Sie müssen angemeldet sein um Kommentare zu schreiben.