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Ist deine Katze auch ein Feinschmecker?

 

Katzen würden Mäuse kaufen. Ein Stubentiger, der eine Maus mitsamt Haut und Haar frisst, bekommt so alles, was er benötigt: Proteine, also hochwertige Eiweiße aus dem Fleisch, außerdem Fett, Kohlenhydrate, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine und Ballaststoffe.

 

Die Katze hat einen kleinen Magen und einen kurzen Darm, daher ist sie auf leicht verdauliche, energie- und nährstoffreiche Nahrung angewiesen. Wichtigste Nahrungsbausteine sind tierische Proteine, zum Beispiel aus dem Muskelfleisch von Rind, Geflügel und Fisch. Von der körperlichen Aktivität der Katze hängt ab, wie viel Fett und Kohlenhydrate sie benötigt. Kohlenhydrate in großen Mengen können vom kurzen Katzendarm schlecht aufgespaltfunket werden. Vitamine braucht der Stubentiger nur in kleinsten Mengen, allerdings sind sie lebensnotwendig – für die Regulierung der biologischen Abläufe im gesamten Organismus. Mineralstoffe, dazu zählen unter anderem Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium und Natrium, sind für viele Stoffwechselfunktionen nötig.

 

Spurenelemente, also Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Fluor und Jod, müssen der Katze in kleinen Mengen zugeführt werden, weil sie wichtig sind für einzelne Körperfunktionen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Katze so zu ernähren, dass es ihr an nichts mangelt. Letztlich muss jeder für seine Katze den richtigen Weg finden.

 

Neu geborene Kätzchen leben die ersten fünf bis sechs Wochen ausschließlich von der Muttermilch. Dann wird nach und nach beigefüttert. Im Alter von acht Wochen sind die Kleinen entwöhnt. Der Energiebedarf eines jungen Kätzchens ist sehr hoch, weil der Körper schnell wächst. Empfehlenswert ist, die Katze zunächst fünf- bis sechsmal täglich zu füttern, weil der Magen sehr klein ist. Die Portionen dürfen nicht zu groß sein, denn dick werden soll die Katze nicht. Nach und nach kann man die Fütterungen reduzieren, auf dreimal täglich. Ist die Katze ein Jahr alt, ist es ausreichend, die Katze zweimal täglich – morgens und abends – zu füttern.

 

 

B.A.R.F.

Diese Abkürzung für „Bone and Raw Food“ wird hierzulande mit „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ übersetzt. Es handelt sich um die natürlichste Art der Fütterung. Es ist natürlich nicht damit getan, der Katze täglich ein Stück Fleisch vor die Nase zu setzten - Vitamine, Mineralien und Spurenelemente müssen hinzugefügt werden und in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Die größten Gefahren bei dieser Fütterungsmethode sind eine Mangelernährung und die Übertragung gewisser Krankheiten.
Der Katzenbesitzer muss für die ausgewogene Ernährung seines Tieres sorgen. Die Ausgewogenheit wird jedoch über Wochen und Monate erzielt und hängt nicht von jeder einzelnen Mahlzeit ab. Wichtig ist beispielsweise das richtige Verhältnis von Kalzium und Phosphor, da eine Fehlernährung in dieser Hinsicht auf lange Sicht zu Schäden am Skelett führt.
Schweinefleisch steht nicht auf dem BARF-Futterplan, da eine Infektion mit dem Aujeszky-Virus, der so genannten Pseudowut, immer tödlich verläuft.

 

Nassfutter

Nassfutter in Dosen ist eine gute Alternative zur Rohfütterung. Hauptanteil der Feuchtnahrung aus der Dose, Schale oder dem Beutel ist eine Mischung verschiedener Fleischprodukte, dazu kommen pflanzliche Eiweiße sowie Vitamine und Mineralstoffe. Allerdings gibt es erhebliche Qualitätsunterschiede. Nur die Fütterung von Nassfutter mit hochwertigen Inhaltsstoffen stellt eine dauerhafte ausgewogene und gesunde Ernährung für den Stubentiger dar. Erkennen kann man gutes Dosenfutter daran, dass es einen Fleischanteil von mindestens 70 Prozent hat. Die so genannten „tierischen Nebenerzeugnisse“, also billige Schlachtabfälle, sollten nur in kleinen Mengen enthalten sein. Zucker, Karamell, Melasse, Salz, Farb- und Lockstoffe sowie Soja dürfen nicht im Futter enthalten sein.

 

Trockenfutter

Beim Trockenfutter liegt der Getreideanteil höher als beim Nassfutter. Es besteht hauptsächlich aus pflanzlichen Inhaltsstoffen. Viele Sorten sind zudem mit künstlichen Farbstoffen eingefärbt und mit Fett angereichert, das in der Regel nicht aus hochwertigen Pflanzenölen besteht. Oftmals sind Lockstoffe enthalten, die die Futterakzeptanz erhöhen. Daher sollte man auch hier auf hochwertiges Trockenfutter achten.
Der hohe Energiegehalt muss bei den Futterrationen berücksichtigt werden. Der Trockennahrung wird die Feuchtigkeit bis auf rund zehn Prozent entzogen. Bei ausschließlicher Trockenfutterfütterung muss die Katze ausreichend Flüssigkeit konsumieren, sonst kann sie austrocknen. Eine Möglichkeit ist, das Futter in Wasser einzuweichen. Einige Katzen lassen sich eher zum Wassertrinken animieren, wenn man einen Schuss Katzenmilch zugibt.

 

Katzengras

Katzen knabbern gerne an Pflanzen. Ein Schälchen mit Katzengras sollte dem Stubentiger zur Verfügung stehen, vor allem den Katzen, die nicht nach draußen dürfen. Danach können sie Haarballen, unverdauliche Futterbestandteile oder Fremdkörper leichter erbrechen. Möglicherweise nehmen Katzen so auch Vitamine auf. Neben dem Katzengras kann man der Katze auch Salbei, Thymian, Katzenminze oder Petersilie anbieten. Zudem verhindert es, dass sich die Katze an Zimmerpflanzen vergreift.

 

Ein Schälchen Milch zwischendurch…

…kann großen Schaden anrichten! Der Katzendarm kann Laktose, den Milchzucker, nicht verwerten, die Katze reagiert oftmals mit heftigen Durchfällen. In Milchprodukten wie Jogurt und Quark ist die Laktose zum größten Teil abgebaut, sie können also ohne Bedenken gefüttert werden.

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