Häufige Krankheiten
Vorweg ist zu klären, ob ihr einen Reptilien erfahrenen Tierarzt in der Nähe habt, bzw. in Erfahrung zu bringen, wo ein solcher Tierarzt zu finden ist!
Häufiger vorkommende Krankheiten können sein:
• Häutungsprobleme
Symptome: Normalerweise ist die alte, abgestorbene Haut der Bartagamen dünn und löst sich in Fetzen. Bei Häutungsproblemen bleibt die alte Haut am Körper. Zehen und Schwanzspitzen können durch alte Hautreste abgeschnürt werden (siehe Nekrose). Ursachen: Zu trockene Haltung, Vitamin C Mangel.
Behandlung: Warme Bäder, alte, gelöste Haut vorsichtig mit den Fingern abrubbeln. Bei Vitamin-C-Mangel ein Stück Kiwi anbieten.
• Rachitis
Symptome: Die Gliedmassen beginnen zu zittern. Wenn man die Bartagame auf den Rücken legt, kann sie sich nicht mehr umdrehen. Der Kiefer wird weich und biegt sich beim Fressen stark durch. Ursachen: Kalziummangel.
Behandlung: Muss schnellstens vom Tierarzt behandelt werden!
• Parasiten
Symptome: Meist ist äußerlich nichts zu erkennen. Übelriechender Kot oder Abmagerung des Tieres können auf einen Parasitenbefall hinweisen.
Behandlung: Darmparasiten treten häufig bei Bartagamen auf und müssen regelmäßig behandelt werden. Den Kot vor der Winterruhe auf Würmer untersuchen lassen.
Die vom Tierarzt verschriebenen Medikamente oral verabreichen.
• Nekrose
Symptome: Schwarze Verfärbungen und Absterben der Gliedmassen, meist an Zehen und Schwanzende. Ursachen: Mangelnde Durchblutung der Gliedmassen, die durch unvollständige Häutung abgeschnürt werden. Kann auch durch Bissverletzungen verursacht werden.
Behandlung: Ein warmes Bad und vorsichtige Häutungshilfe können dies verhindern. Schwanz und Zehen regelmäßig kontrollieren. Im Extremfall ist eine Amputation des abgestorbenen Gewebes durch den Tierarzt notwendig.
• Legenot
Symptome: Das Weibchen kann die Eier nicht ablegen und verendet, wenn es nicht umgehend behandelt wird. Ursachen: Stress (häufig verursacht durch andere anwesende Tiere, fehlende Vorraussetzungen für die Eiablage wie z.B.: fehlender Sandhaufen, keine Rückzugsmöglichkeiten.
Behandlung: Das Weibchen muss schnellstens vom Tierarzt behandelt werden. Sind die Eier fertig entwickelt und ausreichend kalzifiziert (verkalkte Schale), genügt die Gabe eines wehenverursachenden Medikaments. Treten Komplikationen auf, muss das Weibchen schnellstens operiert werden.
Jenny Lannert, 2008






