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Gesellige kleine Akrobaten

Mäuse sind Rudeltiere. Sie leben in Familienverbänden und sind sehr gesellig. Die gemeinsame Fellpflege ist ein Teil ihrer sozialen Kommunikation. Junge Mäuse werden oft von mehreren Müttern gemeinsam groß gezogen.

Foto: Oliver Graf (www.oliver-graf.de.vu) 

Im Laufen, Springen und Klettern sind Mäuse wahre Meister. Besonders aktiv sind Mäuse in der Dämmerung und in den Nachtstunden, aber sie kommen auch gerne tagsüber aus ihren Höhlen und Winkeln gekrochen, wenn es etwas Neues zu entdecken gibt.

Revierverhalten
Hausmäuse haben feste Territorien. Sie markieren die Grenzen ihres Reviers mit Urin. Ein Kampf ums Revier zwischen Männchen zweier fremder Großfamilien verläuft sehr aggressiv. Der Revierverteidiger will den Eindringling mit allen Mitteln verletzten und in die Flucht schlagen. Darauf sollte man im Käfig achten, wenn der Unterlegene nicht flüchten kann.

Rangordnung
Eine Mäusefamilie ist sehr groß und besteht aus verschiedenen Gruppen, zu denen jeweils ein Männchen und mehrere Weibchen gehören. Der Familienboss, ein Bock, darf alle Weibchen der Sippe decken. Der komplette Nachwuchs einer Großfamilie stammt also von ihm. Allerdings ist das Leben des Sippenchefs kein Zuckerschlecken: Rangniedrigere Männchen fordern ihn ständig zu Machtkämpfen aus. Somit wird die höchste Rangposition ständig neu ausgefochten, die Rangfolge ändert sich ununterbrochen.

Kleine Akrobaten
Mäuse sind Kletterkünstler und haben einen ausgeprägten Gleichgewichtssinn. Sie lieben es, von Ast zu Ast zu klettern, über Seile zu balancieren oder sich einen Pfosten hinauf zu hangeln. Mäuse sehen zwar eher schlecht, haben aber ein gutes räumliches Wahrnehmungsvermögen. Das hilft ihnen neben ihrem guten Tastsinn bei der Ausübung ihres Sports - selbst im Dunkeln. Übrigens: Der Schwanz hilft den Mäusen beim Ausbalancieren.

Sinne

Augen
Das Auge ist das schwächste Sinnesorgan der Maus. Mäuse haben kugelrunde Knopfaugen, schwarz oder rot. Das Sichtfeld beträgt beinahe 360 Grad, weil die Augen sehr weit seitlich lokalisiert sind. So können sie auch Bewegungen wahrnehmen, die hinter ihnen passieren. Allerdings müssen die kleinen Nager Abstriche machen, was das räumliche Sehen angeht: Sie sehen nur begrenzt scharf und wenig Farbe, unbewegte Dinge sind für Mäuse schlechter zu registrieren als Bewegung.

Ohren
Die Ohren der Maus sind groß im Verhältnis zum Körper. Und das nicht ohne Grund: Mäuse können Geräusche im Ultraschallbereich wahrnehmen. Sie verständigen sich hauptsächlich in dem für Menschen nicht mehr wahrnehmbaren Bereich: Das, was wir als gleich klingende Piepslaute wahrnehmen, ist Basis einer munteren Kommunikation zwischen den Tieren.

Nase
Neben dem Hörvermögen ist der Geruch der am besten ausgebildete Sinn bei der Maus. Duftdrüsen befinden sich an den Fußsohlen der Mäuse und zeigen den Artgenossen an, wer und in welche Richtung hier vorbeigekommen ist. Von den Mäusen werden außerdem Urintupfer abgesetzt, um ihre Wege zu kennzeichnen und um als Pärchen zur Paarung zusammen zu finden. Wenn sich zwei fremde Tiere begegnen, beschnuppern sie sich ausgiebig von Nase zu Nase, um sich in Kategorien wie "fremd" oder "Familienangehöriger" einzuteilen.

Tastsinn
Mit den Tasthaaren rund um die Nase können Mäuse Luftzüge oder Berührungen an Gegenständen bemerken. Bewegt die Maus die Haut im Nasenbereich, werden diese Sinnesorgane aktiviert. Diese Tasthaare sind für die Maus als nachtaktives Tier wichtig.

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