Der Chihuahua
Schulterhöhe: zwischen 16 – 20 cm
Gewicht: 0,5 – 3 kg, ideal sind 1 – 1,2 kg
Alter: 12 bis 14 Jahre
Fellfarbe: alle Farben und Farbkombinationen sind zugelassen
Besonderheiten: Chihuahuas sind anfällig für Knochenbrüche, Patellaluxation (Kniegelenksverletzung), Herzerkrankungen, Zuckerkrankheiten, Krämpfe
Halter: geeignet für Anfänger, vor allem auch für ältere Personen
Wesensmerkmale:
• für Stadtwohnung geeignet
• geeignet für heiße, sonnige Klimazonen
• an große Kälte schlecht angepasst
• sollte nicht im Freien gehalten werden
• begnügt sich mit mäßiger körperlicher Betätigung
• Guter Wachhund
Geschichte
Der Chihuahua (sprich: Tschiwawa) soll tatsächlich aus Mexiko stammen. Hinter dieser Rasse liegt eine lange, mysteriöse und nicht immer erfreuliche Geschichte. Chihuahuas wurden oft von aztekischen Prinzessinnen als Schoßhunde gehalten, ziemlich verwöhnt und verzogen, und mussten ihnen auch in den Tod folgen. Auch Priester hielten sich diese kleinen Hunde und benutzen sie oft als Opfertiere.
Doch war der Chihuahua nicht nur Opfertier und Schoßhund, sondern wurden in Mexiko auch als bloßer Fleischlieferant geschlachtet.
Im 19. Jahrhundert gelangt die Rasse, vor allem durch Verkäufe an Touristen, nach Nordamerika und von dort nach Europa. Dort wurde ihr Standard aber erst 1942 festgelegt.
Eigenschaften
Der Chihuahua ist der kleinste Rassehund der Welt, und trotz seiner geringen Größe ist er ein selbstbewusster, lebhafter und wachsamer Hund. Die Rasse gilt als sehr temperamentvoll, anhänglich und liebebedürftig, ist aber auch ein wenig anspruchsvoll und eigenwillig.
Typisch für das Aussehen der Chihuahuas sind die großen, abstehenden Ohren und die gut bemuskelten, geraden Beine.
Die Rute ist beim Chihuahua über den Rücken gebogen.
Der Rassestandard erlaubt alle Farben, von einfarbig weiß oder schwarz bis hin zu dreifarbigen Mustern. Bei der Farbe Blau und bei Merle-Schattierungen treten häufiger bestimmte Krankheiten und Missbildungen auf als bei den anderen Farben.
Eine Auffälligkeit bei diesen kleinen Hunden sind die großen Augen und eine relativ kurze Schnauze, was bei übertriebener Zucht zu empfindlichen Augen, Atem- und Zahnproblemen führen kann.
Der Chihuahua ist in zwei Schlägen vertreten: kurz- und langhaarig. Die Hundezwerge sind allerdings etwas kälteempfindlich, und deswegen sollte man sich möglichst für die langhaarige Variante entscheiden.
Haltung
Der Chihuahua ist recht pflegeleicht und fühlt sich auch in der kleinsten Stadtwohnung wohl. Er liebt den Kontakt zu Menschen und braucht daher auch einen engen Bezug zu ihnen. Deshalb ist er ein idealer Gefährte für alleinstehende Senioren, die viel Zeit und Liebe in den Hund investieren können. Allerdings sollte der Halter darauf achten, dass der Hund nicht zu sehr verwöhnt wird.






