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Damit sich die Kaninchen rundum wohl fühlen

Kaninchen sind von Natur aus sehr reinliche Tiere, die sich selbst regelmäßig putzen. Der Tierbesitzer sollte zudem sein Kaninchen im täglichen Umgang genau beobachten, damit er bemerkt, wenn sich das Tier plötzlich ungewöhnlich verhält. So erkennt man rechtzeitig, wenn Pflegemaßnahmen erforderlich sind oder wenn Krankheiten ausbrechen.
Die Aufgabe des Halters besteht auch darin, dafür zu sorgen, dass das Umfeld des Kaninchens sauber und ordentlich ist, so dass sich die Nager wohl fühlen. Wenn der Stall schmutzig und ungepflegt ist, können sich zudem Keime und Bakterien ausbreiten.

Ein sauberes Zuhause
Die Futter- und Trinkgefäße des Zwergkaninchens müssen täglich mit heißem Wasser gereinigt werden. Dabei sollte besonderes Augenmerk auf die Nippeltränke gerichtet werden, weil sich im Nippelkopf leicht Keime festsetzen.
Der gesamte Käfig oder Stall sollte einmal wöchentlich komplett gereinigt werden: die Inneneinrichtung des Stalls unter heißem Wasser abschrubben und trocknen, die gesamte Einstreu aus dem Stall entfernen, den Stall mit heißem Wasser auswaschen und trocknen lassen, danach frisch einstreuen.

Pflege des Zwergkaninchens
Beim täglichen Schmusen und Streicheln bietet es sich an, das Kaninchen durchzuchecken. Man befühlt sanft den Körper des Tieres auf Verhärtungen oder kleine Wunden, die sich infizieren könnten. Fell, Krallen und Zähne müssen dabei kontrolliert werden. Ein Augenmerk gilt der Afterregion, die stets sauber und nicht kotverschmiert sein sollte.

Das Haarkleid
Im Herbst und im Frühjahr wechselt das Kaninchen sein Fell. Lebt das Tier das ganze Jahr im Freien, kann man das gut beobachten. Kaninchen, die in der Wohnung leben, haaren nicht so intensiv, dafür über einen längeren Zeitraum.
Im Fellwechsel muss das Kaninchen öfter gebürstet werden. Dazu eignet sich eine Naturborstenbürste, mit der das Fell mit dem Strich gebürstet wird. Selbstverständlich sind langhaarige Kaninchen pflegebedürftiger als Kaninchen mit normal langem Fell. Ihr Haarkleid verfilzt leichter, sie sind auf das tägliche Bürsten angewiesen.
Wenn sich das Kaninchen selbst putzt, verschluckt es beim Felllecken lose Haare. Diese können sich im Magen-Darm-Trakt zu Ballen, so genannten Bezoaren, verklumpen und Verdauungsstörungen verursachen. Regelmäßiges Bürsten und Kämmen beugt dem vor.
Ein Kaninchen darf nicht gebadet oder geduscht werden. Ausnahme ist kotverklumptes Fell am After, das abgeschnitten werden sollte. Reste können mit einer Kamillenlösung aufgeweicht werden.

Krallen
An den Vorderpfoten hat das Kaninchen jeweils fünf, an den Hinterpfoten vier Krallen. Die Krallen des Kaninchens wachsen stets nach, da es sich hier um ihr Werkzeug beim Buddeln handelt. In der Wohnung nutzen sich die Krallen jedoch nicht von alleine ab. Darum müssen die Krallen regelmäßig kontrolliert und gekürzt werden. Werden die Krallen zu lang, biegen sie sich nach innen, und das Tier kann nur noch unter Schmerzen laufen.
Eine spezielle Krallenzange ist im Fachhandel erhältlich, allerdings sollte sich der Tierbesitzer das Krallenschneiden einmal vom Tierarzt zeigen lassen. Die Blutgefäße schimmern bei hellen Krallen durch das Horn durch, dunkle Krallen sollte man mit einer Taschenlampe beleuchten, dann ist der „lebende“ Teil auch gut zu sehen. Rund sieben Millimeter über den Blutgefäßen müssen die Krallen geschnitten werden.

Zähne
Etwa zehn Zentimeter pro Jahr wachsen die Zähne des Kaninchens. Sie nutzen sich auf natürliche Art und Weise ab, wenn dem Nager ausreichend Grünpflanzen, Heu, Zweige und Hölzer angeboten werden. Körner und Pellets werden vom Kaninchen oft zwischen den Backenzähnen eher zerquetscht als zermahlen. Die Folge können Zahnprobleme sein.
Daher sollten auch die Zähne einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden. Solange die oberen Schneidezähne knapp über die unteren greifen (Scherengebiss), ist alles in Ordnung.

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