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Bartagame - Pogona Vitticeps

Bartagamen sind Echsen in der Familie der Agamen, die in den Wüstenregionen Australiens heimisch sind. Die hier zum Kauf angebotenen Bartagamen sind meistens Nachzuchten der Gattung Pogona Vitticeps, seltener handelt es sich auch um Pogona henrylawsoni (Zwergbartagamen). Die Grundfärbung ist häufig grau-braun, aber sie kann auch auffälliger sein, insbesondere bei Farbzüchtungen. Dort reichen sie von fast weißen Tieren über die verschiedenen Gelbtöne bis hin zu einem kräftigen Orange/Rot oder dunkles Grau/Anthrazit.
Die kennzeichnende Kehltasche, der sogenannte Bart, den die Bartagame zur Verteidigung oder zur Balz sehr weit aufblähen kann, gibt dem Tier seinen Namen.

Ein weiteres Merkmal ist der dreieckige, stachelige Kopf und die unterschiedlich großen Stacheln an den Flanken. Die Stacheln dienen dem Zweck, einem Gegner vorzutäuschen, dass man ihn damit verletzen könnte, um ihn in die Flucht zu schlagen. Tatsächlich ist aber zu sagen, dass die Stacheln recht weich und beweglich sind und keine Verletzungsgefahr bedeuten.

Bartagamen können eine Größe von bis zu 50 cm erreichen, wobei der Schwanz etwa die Hälfte der Körpergröße ausmacht.
Die Lebenserwartung beträgt rund 15 Jahre.
In der Reptilienhaltung können Bartagamen auch von Anfängern gut gehalten werden, da sie relativ pflegeleicht sind und auch schnell zutraulich werden können.

 

Bartagamen weisen verschiedene Verhaltensmuster auf, die zur sozialen Interaktion eingesetzt werden. Am häufigsten beobachtet man das Kopfnicken, was Dominanz ausdrückt, und das sogenannte Winken, das zur Beschwichtigung ranghöherer Tiere (manchmal sogar dem Halter) eingesetzt wird. Dabei führt die Bartagame mit dem Arm eine Kreisbewegung aus. Aber auch mit langsamem Auf- und Abwärtsbewegen von Kopf und Oberkörper genauso wie dem Abducken des Körpers können Bartagamen Demut demonstrieren.

Wenn Bartagamen ihre Umgebung erkunden, dann benutzen sie dafür oft ihre Zunge. Das Anlecken der zu untersuchenden Gegenstände wird als Züngeln bezeichnet. Die an der Zunge haftenden Duftstoffe werden an das Jacobsonsche Organ weitergeleitet und dort verarbeitet. Das Züngeln wird auch zur sozialen Interaktion, nämlich zur Identifizierung beziehungsweise "Begrüßung" von Artgenossen eingesetzt. Dabei wird meistens die Nacken- oder Rückenregion beleckt.

Eine Geste, die häufig missverstanden wird, ist das Augenschließen. Dies wird häufig dann beobachtet, wenn man die Bartagame streichelt, und dann als Ausdruck der Entspannung interpretiert. Im Gegensatz zu anderen Tieren, wie z.B. Katzen, handelt es sich dabei um eine Ablehnungsgeste und man sollte dann mit der "Zuwendung" aufhören.

Unmissverständlicher dagegen ist das Aufstellen des Bartes und Aufreißen des Maules. Dieses Verhalten ist eine Drohung an den "Eindringling" und soll sagen: "Wenn du mir zu nahe kommst, beiße ich." In einigen Fällen wird der „Eindringling" auch angefaucht.
Gleichzeitig wird der Bart so weit es geht abgespreizt und der Körper seitlich abgeflacht, damit man die vielen Stacheln sieht. Nur selten wird tatsächlich gebissen, meist bleibt es bei einer leeren, aber sehr beeindruckenden Drohung. Zum Sonnen begeben sich Bartagamen gerne auf erhöhte Plätze, z.B. Felsen oder Baumäste.

Jenny Lannert, 2008

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